Say you remember me

von Deathity
GeschichteDrama, Romanze / P18
Kagome Sesshoumaru
09.03.2018
13.10.2019
11
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Wie immer saß die Schwarzhaarige in ihrer Hütte, eingehüllt von Einsamkeit und Stille. Wie lange war es her, dass sie mit jemandem geredet hatte? Sie wusste es nicht mehr. Spielerisch ließ die Miko ihr Reiki in ihrer Hand steigen, um sich zumindest an dem sanft pulsierenden Pink zu erfreuen, welches jedoch auch nicht mehr die dunklen Gedanken vertrieb.

Schon so lange war sie dazu verdammt, ihr Dasein alleine in diesem Wald zu fristen, dass es eigentlich gar nicht mehr weh tun dürfte, doch Kagome konnte den Schmerz nicht vertreiben. Kagome. Wie lange hatte sie schon ihren eigenen Namen nicht mehr aus dem Mund eines anderen Lebewesens gehört?

Kopfschüttelnd versuchte die Priesterin, diese Gedanken zu vertreiben. Sie brachten ihr keine Erlösung, keine Linderung, kein Glück. Sie war verflucht und sie würde für den Rest ihres Lebens verflucht bleiben. Niemals würde sie eine blühende Blume in ihrem Haar tragen können oder über eine Wiese laufen. Nie.

Seufzend strich sie sich eine schwarze Strähne aus dem Gesicht. Jeden Tag brachte man Kagome etwas zu Essen und einen Eimer Wasser, damit sie sich waschen konnte. Doch das war kein Leben, welches man mit Lust lebte, sondern die Hölle auf Erden, welcher man durch bloße Kraft einfach nicht entkommen konnte.

Aber sie hatte auch keine Kraft mehr. Sie lebte nur noch vor sich hin, Tag ein Tag aus, immer mit der Hoffnung, eines Tages erlöst zu werden und das Leben zu leben, welches sie in ihren Träumen vor sich sah. Denn dort war sie frei, unbesiegbar und glücklich. Wenn sie nicht von diesen Augen beobachtet werden würde, während jemand ihren Namen rief.

Wenn sie am Morgen erwachte, wusste die Priesterin nicht mehr, welche Farbe sie hatten, doch an den Klang der Stimme konnte sie sich immer erinnern. Zwar sprach man nur ihren Namen, doch alleine das reichte aus, um ihr Mut zu machen. Mut, weiterhin auf ihre Rettung zu warten.

Ihr Leben war nicht immer so. Es gab mal eine Zeit, da lebte sie zusammen mit den anderen in einem kleinen Dorf, wurde umsorgt und mit Liebe überschüttet. Doch als man Kagome das erste Mal nach draußen ließ und sie über die Wiese lief, fing ihr persönlicher Alptraum an.

Niemand wagte sich mehr wirklich in ihre Nähe und Berührungen waren vollkommen verboten. Man hatte Angst, dass selbe Schicksal erleiden zu müssen. Irgendwann wurde es so schlimm, dass ihre Mutter beschloss, sie hier im Wald in einer Hütte zu verstecken. Sie brachte es nicht übers Herz, ihre eigene Tochter zu töten.

Aber war das wirklich besser? Manchmal konnte der Tod die Erlösung sein und alle Probleme lösen. Und manchmal sehnte die Miko sich danach. Oft dachte sie daran, ihrem Leben einfach ein Ende zu setzen, um endlich Frieden zu finden. Doch jedes Mal erinnerte sie sich an diese Stimme.

In letzter Zeit hatte Kagome gemerkt, dass ihr etwas fehlte. Hatte endlich auf ihr Inneres gehört und gemerkt, dass ihre Seele nach etwas schrie, was sie nicht kannte. Etwas oder jemandem. Sie wusste es nicht. Doch auch dies war ein Grund, warum sie es nicht übers Herz brachte und den Gedanken an den Tod nachging.

Kopfschüttelnd ließ die Schwarzhaarige sich in die Decken fallen. Warum dachte sie noch immer jeden Tag darüber nach? Warum konnte sie nicht einfach mit dem Schicksal abschließen und sich fügen? Warum musste ausgerechnet sie so einen großen Dickkopf besitzen?

Auf diese Fragen würde sie wahrscheinlich niemals eine Antwort bekommen, aber was blieb der Miko anderes übrig, als sie sich andauernd wieder zu stellen? Vielleicht würde sie so selbst auf den Grund kommen, egal, wie wenig sie noch daran glaubte. Der Glauben. Diesen hatte sie schon vor langer Zeit verloren.

Ob sie je heiraten würde? Als kleines Mädchen hatte die Priesterin diesen Traum immer, doch umso älter sie wurde, umso weniger dachte sie daran. Welcher Mann würde sie schon wollen? Ein verfluchtes Mädchen, welches eindeutig Probleme mit dem Zwischenmenschlichen hatte, seit sie in der Isolation lebte.

Genervt von den schlechten Gedanken kämpfte Kagome sich auf die Beine. Es gab bestimmt immer noch Menschen, die schlechter lebten als sie, auch wenn das in einigen Momenten nicht wirklich in ihr Bewusstsein vordrang. Zumindest hungerte sie nicht, auch wenn das wahrscheinlich nur dem Grund zuschulden war, dass man Angst vor ihr hatte.

Sie war einfach einsam. Einsam, frustriert und mit den Kräften am Ende. Warum wartete sie auf etwas, was nur in ihren Träumen geschah? Warum konnte die Miko nicht einfach aufgeben und dieses erbärmliche Leben beenden? Warum schrie ihre Seele nach einem Gegenstück, welches sie bestimmt nicht haben wollte?

Niemand würde sie je lieben. Eine verfluchte Priesterin. Schniefend und zitternd verkroch Kagome sich in die kleine Nische, wo sie als Kind schon immer gesessen hatte. Sie wurde von einem Schluchzen nach dem nächsten ergriffen, welche ihren Körper zum beben brachten, als ihr Bauch plötzlich ganz warm wurde.

Mit verschleiertem Blick starrte sie auf ihre Tür, als ein Prickeln auf ihrem Körper einsetzte, welches im Gegensatz zu ihrem Bauch nicht positiv war, sondern ihr eine Heiden Angst einjagte, als auf einmal auch schon ihre Hütte zerschlagen wurde und sie den Himmel sehen konnte.

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Mit aufrechter Haltung und einem undefinierbaren Gesichtsausdruck lief Sesshōmaru durch den dichten Wald, den Blick immer geradeaus. Er hatte gehört, dass ein Dorf in seinem Land eine Kreatur fürchtet, welche sie im Wald eingesperrt hatten und genau um diese wollte er sich nun kümmern.

Eigentlich ging er solchen Ersuchen nicht nach, da es zu keinem einzigen Todesfall gekommen war, doch dieses Wesen hörte sich nach etwas an, woran er seine Langeweile stillen könnte. Vor allem, da es laut den Erzählungen zumindest stark sein sollte. Doch konnte man den Worten von Menschen Glauben schenken?

Der Daiyōkai konnte es nicht wirklich. Es hatte nur eine Ningen gegeben, welcher er jedes Wort geglaubt hätte, doch diese war Tod. Und auch wenn er ihr versprochen hatte, sie zu finden, wusste er tief in sich, dass es sie nicht mehr gab und nie wiedergeben würde. Ihr Gott würde sie ihm Stich lassen, genau wie ihn.

Ihr Tod lag nun schon fast zwei Jahrzehnte zurück und bisher hatte er immer noch keine Anzeichen dafür gefunden, dass ihre Seele erneut diese Welt besuchte. Viele seiner Männer wussten davon und suchten nach ihr, doch bisher hatte es immer noch kein Zeichen gegeben. Langsam wollte der Silberhaarige aufgeben.

Doch sein Biest ließ dies nicht zu. Es war immer noch davon überzeugt, dass die Miko irgendwo war oder irgendwann kommen würde und er beugte sich diesem Gedanken. Denn auch wenn er langsam nicht mehr daran glaubte, Sesshōmaru würde nie aufhören, nach ihr zu suchen. Das war er ihr, sich selbst und Rin schuldig.

Vor allem Rin konnte noch immer nicht mit dem Verlust umgehen. Sie hatte zwar einen Mann gefunden, der sogar zu den Inu Yōkai gehört und hatte bereits einem Sohn das Leben geschenkt, doch wenn sie alleine mit dem Herrscher des Westens unterwegs war, teilte sie ihm mit, wie sehr sie der Tod von Kagome noch immer beschäftigte.

Nur ungern erinnerte er sich daran, wie es war, als er ihr die Nachricht überbringen musste. Zwar erkannte sie das ganze schon an dem toten Körper in den Armen des Silberhaarigen, doch als er es aussprach, schien es Wirklichkeit zu werden. Nur zu gut konnte er den Schmerz verstehen, den sie bei dieser Nachricht empfand.

Die Miko war viel zu jung gewesen, um zu sterben, doch mit all seiner Macht hatte er sie nicht davor bewahren können. Noch immer gab Sesshōmaru sich selbst die Schuld dafür und es war das einzige, was er bereute. Vor allem würde er diese Schuld nie begleichen können, ob sie nun wieder leben würde oder nicht.

Seine Schritte führten ihn immer weiter in den Wald, welcher um ihn herum vollkommen still wurde. Die Ausstrahlung des Daiyōkai alleine war genug, um die Tiere in ihre Löcher zurückkriechen zu lassen und kein niederes Wesen wagte es sich, in seinem Weg zu stehen. Seit dem Tod von Kagome wurde er noch mehr gefürchtet.

Auch vorher hatte der Silberhaarige nur selten Gnade gezeigt, doch nun gab es sie gar nicht mehr. Jeder Dämon wurde von ihm vernichtet, Menschen rannten vor ihm davon und auch sein eigenes Reich wagte es sich oftmals nicht mehr, Beschwerden oder Ersuche zu schicken, wenn er dafür zu ihnen kommen musste.

Doch dem Yōkai war dies nur recht. Er wollte keinen Kontakt zu anderen Wesen und wenn er diesen so niedrig wie möglich halten konnte, dann tat er dies auch. Und so gerne Sesshōmaru sich auch weiterhin so verhalten hätte, wie Kagome ihm gezeigt hatte, es war nicht möglich. Nicht ohne ihr an seiner Seite.

Nur selten kam es vor, dass er so in Gedanken war, dass er schon fast seine Umgebung vergaß, doch ein Geräusch erweckte seine volle Aufmerksamkeit. Abrupt blieb der Inu Yōkai stehen und lauschte den Klängen, die seine Ohren erreichten. Die Kami spielten ihm einen Streich, dessen war er sich absolut sicher, doch seine Füße trugen ihn auch ohne seine Zustimmung.

Das konnte nicht sein. Immer wieder vergewisserte er sich, dass niemand in seiner Nähe war, der es nur darauf anlegte, seinen Geist und seinen Verstand durcheinander zu bringen, doch es gab keine Anzeichen für eine Falle. War es wirklich Realität?

Langsam konnte er es riechen. Und diesen Geruch würde Sesshōmaru niemals vergessen können, egal, wie viele Jahre ins Land zogen oder in welcher Verfassung er sich befand, das war unmöglich. Und so sehr seine rationale Seite sich auch weigerte, weitere Gedanken daran zu verschwenden, war er selbst schon längst am Ziel angekommen.

Ihr Geruch erfüllte die ganze Umgebung, doch ihr Klagen hatte aufgehört. Bevor der Yōkai überhaupt darüber nachdachte, zerstörte er das störende Holz der Hütte und offenbarte das, was er seit Jahren suchte. Kagome.









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Hey! :D

Oh man, ich habe das Gefühl, ich bombardiere euch im Moment nur so mit Geschichten … Sagt mir, wenn es zu viel wird. Es wundert mich schon, dass ich den Überblick nicht verliere.

Das hier ist die Fortsetzung zu How to be human, kann aber auch als eigene Story gelesen werden. Und ja, ich weiß, ich bin fies, gemein, boshaft, aber was soll es xD Kagome musste einfach die Erinnerungen verlieren! Ich mein, jetzt muss Sesshōmaru sich anstrengen, sie dazu zu bringen, sich wieder in ihn zu verlieben!

Die Story ist im Großen geplant, aber noch nicht fertig. Ich hatte auch gerade einmal zwei Wochen dafür Zeit, also ist das irgendwo hoffentlich verständlich xD Sollte also irgendjemandem jetzt gerade etwas einfallen, was er unbedingt lesen will, kann er es schreiben. Ich habe noch Zeit, dass einzubauen, wenn es zum Plot passt.

Als erstes wollte ich diese FanFiktion ähnlich aufbauen wie HTBH. Sprich, jeden Tag versucht Sesshōmaru etwas anderes, um ihre Erinnerung wiederzuerwecken und ein bisschen hat dieser Grundgedanke sich auch durchgezogen, doch es wird auch ein bisschen Spannung geben, die mir hoffentlich verziehen wird. Aber nach dem One Shot Don't disappear wollte ich einfach nicht „zum normalen“ zurückkehren.

Und es wird noch mehr von HTBH geben. Wir hätten zum Beispiel den One Shot, den River sich wünscht, indem es um Sesshōmaru geht, der in der HTBH Zeit ein bisschen über die Worte von Kagome nachdenkt und was er so gedacht hat, als er merkte, wie er sich veränderte und was für Gefühle er da entwickelt.

Und es wir einen Three Shot geben, indem es darum geht, was in diesen vier Jahren zwischen HTBH und dem One Shot DD passierte.

Und wem das immer noch nicht genug ist: Sorry, aber ich glaube HTBH ist dann echt ausgelutscht :D Wie ich schon zu Darli sagte, ich kann schlecht einen One Shot zu Ostern, April, Weihnachten, Nikolaus, Valentinstag und so bringen xD Das würde den Rahmen wahrlich sprengen. Also nach den angekündigten Sachen wird diese Reihe wirklich geschlossen, wenn mir oder euch nicht noch eine Idee kommt, die unbedingt umgesetzt werden muss.

Updates sind jeden Freitag (sorry, der Mittwoch ist schon vergeben) und bisher sind 18 Kapitel geplant. Es können aber auch mehr oder weniger werden. Ob es nächste Woche direkt weitergeht, kann ich noch nicht sagen, schließlich habe ich noch nicht alle Kapitel und somit könnt ihr auch noch sagen "Hey, das ist scheiße, lass es sein".

Ich freue mich schon auf eure Meinungen und wünsche euch ein schönes Wochenende :3

Death~
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