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Fates of Evil

von SayuMyers
Kurzbeschreibung
CrossoverFreundschaft, Horror / P18 / Gen
Freddy Krueger OC (Own Character)
08.03.2018
22.03.2018
9
27.128
5
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22.03.2018 3.840
 
Kapitel 9


„ Lass uns gehen…“ murmelte ich und ging zur Tür.
„ Sollen wir mitkommen?“ fragte Freddy, der sich auch zur Tür hinbewegte.
Doch Ty schaute ihn böse an.
„ Nein, ihr bleibt hier, wir schaffen das schon alleine!“ gab sie bissig von sich.
„ Na gut... Dann bin ich ja mal gespannt, ob ihr es schafft… Hehehe…“
Wir schlossen die Tür und begaben uns nach unten.
Auf der Treppe konnte man schon die Partymusik hören.
„ Na, wie war der Kuss?“ ich tippte ihre Schulter an.
„ Wenn du mich das noch einmal fragst, sind wir keine Freunde mehr…“ gab sie sehr bissig zurück.
Ich liebte es einfach, sie zu piesacken.
Wir erreichten den Haupteingang und stellten uns vor die Tür, die zur Party führte.
„ Bereit?“ fragte mich Ty.
„ Bereit!“ antwortete ich.
Wir mussten es schaffen, schaffen Lena irgendwie nach oben zu bekommen…
„ Wie steht es mit deinen Kopfschmerzen?“ Ty schaute mir in die Augen.
„ Noch nichts Schlimmes…“ antwortete ich und öffnete die Tür.
Nun wurden wir von der Party Atmosphäre eingehüllt.
Wir befanden uns in einem Garten der eingezäunt war. Es sah eigentlich ganz schön aus, doch wir mussten uns auf was anderes konzentrieren.
Die Musik war laut und ein paar tanzten.
An der Bar befanden sich auch welche, die sich zuschütteten.
Und auf den Bänken waren welche, die sich unterhielten.
Aber keine Spur von Lena.
„ Siehst du sie?“ fragte ich Ty.
„ Nein“ gab sie zurück und setzte sich auf eine Bank.
„ Wir warten einfach, bis wir sie sehen…“
Das war eine gute Idee und setzte mich neben ihr.
Auch nach 10 Minuten war sie immer noch nicht da.
„ Wo bleibt die?!“ fragte Ty mit aggressiver Stimme und stand auf.
„ Keine Ahnung…“ sagte ich und stand ebenfalls auf.
„ Ich schaue mich drinnen um“ sagte Ty und ging rein.
Ich blieb draußen und schaute mich weiterhin um.
Auf einmal erblickte ich sie, mit Max hinter der Bar.
Sie knutschten… Diese Schlampe… Max war Sophies fester Freund…
Mir wurde in diesem Moment bewusst, dass sie noch schlimmer als Alexandra war… Diese falsche…
Doch was sollte ich jetzt machen?
Ich konnte gar nicht mehr klar denken, da meine Kopfschmerzen nun stärker geworden waren.
Ich schleppte mich zu Sophie, die gerade mit anderen am tanzen war.
„ Hi, Sayu… Hey!“ ich packte sie am Arm und schliff sie zu Lena und Max.
Als sie die beide erblickte, brach sie zusammen.
„ Was macht ihr da?!“ Sophie schrie so laut, dass alle anderen aus der Klasse sich um uns versammelten.
Aus allen Richtungen ertönte das Wort „ Schlampe“ und derartiges.
Lena schaute mich sauer an und rannte auf mich zu.
Als ich realisierte, dass sie auf mich zukam, rannte ich weg.
Sie war nun hinter mir her… Mein Plan ging auf.
„ Komm her du Fotze!“ brüllte sie mich von hinten an.
Ich rannte durch den Essenssaal, wo ich auch Ty erblickte.
Sie rannte zu Lena hin und haute ihr eine runter. Sie viel bewusstlos zu Boden.
Ich schaute sie erstaunt an.
„ Naja, vielleicht hat Foxy mich auch irgendwie verändert…“ Sie lächelte verzweifelt.
„ Tragen wir sie?“ Ty nahm die Arme. Ich nickte und hob die Beine hoch.
„ Schnell, meine Kopfschmerzen… Es geht gleich wieder los…“ teilte ich Ty mit und sie nickte.
Wir gingen zum Fahrstuhl, der glücklicherweise frei war. Würde uns jetzt jemand sehen, wäre alles vorbei. Im ersten Stock angekommen, eilten wir zur Tür und klopften.
Freddy machte sie auf: „ Wow, ihr habt es wirklich geschafft… Ihr seit echt besser, als ich dachte!“ jubelte er und schloss die Tür, als wir drin waren.
Wir schwiegen und setzten sie ab.
Ihre Nase war stark am Bluten und sie atmete sehr unruhig. Ty schlug sie und sie wachte auf.
„ W… Was ist das hier…“ Als Lena uns alle erblickte, schrie sie herum und Freddy hielt ihr den Mund zu.
„ Klappe jetzt!“ keifte er.
Ty ging zu Freddy hin und fragte „ Bereit, Bruder?“
Foxy erwachte und er ging zu Lena hin. Sie kreischte herum und versuchte sich aus Freddy griff zu befreien.
Doch ohne erfolg.
Er sprang sie an und riss ihr einen Arm ab. Das Geräusch von knackenden Knochen erfüllte den Raum und eine große Blutfontäne bildete sich.
Lena schluchzte und versuchte zu schreien.
Ihre Hilfeschreie wurden zu Schmerzschreie.
Ich wandte mich ab und suchte meine Maske.
Meine Kopfschmerzen waren unbeschreiblich… Ich konnte über nichts mehr nachdenken.
Ich erblickte sie auf dem Beistelltisch und setzte sie mir auf.
„ Sie ist bereit!“ sagte Freddy und zeigte auf das Küchenmesser, welches sich auf der Fensterbank befand. Ich ging langsam hin und nahm es in die Hand.
Als ich das Messer berührte, fiel über mich ein Gefühl nach mehr… Ich wollte das Messer in jemanden rammen… Das Blut sehen…
Ich ging zu der Person hin, die am Boden lag und musterte sie.
Mein Anblick schien sie zu fürchten, da sie laut aufkeuchte.
Sie sagte irgendwas undeutliches, wegen dem, der ihr den Mund zuhielt. Ich legte meinen Kopf schief.
„ Lass sie sprechen…“ befahl Ty dem verbrannt aussehenden Mann. Er schob seine Hand von ihr weg und sie hustete stark.
„ Ihr… seit…“ Sie hustete weiter und spuckte Blut aus.
Ich erhob mein Messer und als sie das sah, weiteten sich ihre Augen.
Die Kraft, zu schreien, hatte sie nicht mehr.
Ich holte aus und rammte das Messer in ihre Brust.
Ihr Wimmern brachte ihr noch mehr Schmerzen ein.
Ich riss das Messer in alle Richtungen und das Blut spritzte mir auf die Kleider.
Dieses Gefühl…
Ich wollte mehr…
Ich stach mehrmals auf ihr Herz ein, bis sie regungslos am Boden liegen blieb.
Ich stand auf.
„ Wir haben es geschafft! Nun muss keiner mehr sterben! „ Ty schaute mich glücklich an.
Doch ich sagte nichts.
„ Wir haben es geschafft, Sayu…“ Ihre Hände glitten zu meiner Maske.
Als sie sie berührten, fasste ich ihr am Hals und würgte, solange, bis sie loslassen würde.
Erschrocken las sie los und so las auch ich von ihr ab.
Geschockt starrte sie mich an.
„ Der Fluch… Er hat sie nun völlig unter Kontrolle, Freddy!“ sie versteckte sich hinter ihm.
Ich ging zur Tür und öffnete sie.
Michael folgte mir.
„ Was… haben sie vor?!“ quietschte Ty. Freddy schaute uns nach.
„ Ich weiß es nicht, aber gehen wir ihnen besser nach!“ sagte er.
Auf einmal erschien neben uns ein Mechanischer Fuchs.
„ Schau mal, Foxy geht mit ihnen mit!“ rief Ty.
„ Wahrscheinlich, weil die Kräfte von Michael und Sayu gerade sehr stark sind… Um ehrlich zu sein muss ich mich auch beherrschen, weil wir ja alle Verbunden sind… Aber du Ty… Du scheinst das stärkste Herz von uns allen zu besitzen… Du machst ja noch nicht mal Anzeichen von irgendwelchen Mordgedanken…“
„ Freddy… Lass uns ihnen erst mal nachgehen…“
„ Ok, Ty…“
Sollte mir doch egal sein, was sie machten… Ich konnte sie zwar nicht töten, aber übel zurichten, wenn sie mich bei meinem Vorhaben stören sollten…
Ich ging die Treppe runter und hörte die Musik von ihnen… Ich betrat den Eingangsraum.
„ Ist denn heute schon Halloween?“ lachte jemand, der neben mir stand. Auf seinem Schild stand Chef…
Michael stach ihn nieder. Ich konnte mich nun wieder voll und ganz auf mein Vorhaben konzentrieren…
„ Oh nein… Können wir denn gar nichts tun?“ fragte Ty, die mit Freddy an der Treppe stand.
„ Nein…“ antwortete dieser.
Ich bewegte mich zur Tür, woher die Musik kam und öffnete sie.
„ Sie will doch nicht…!“ schrie Ty noch hinterher, mehr konnte ich nicht mehr hören, da die Musik nun zu laut war.
„ Oh, schaut mal!“ Ein junger Mann kam zu mir hin und zog mir die Maske hoch.
„ Hey, das ist ja Sayu!“ brüllte er angetrunken.
Ich setzte meine Maske wieder auf.
„ Und wer ist das? Ihr Freund?“ Dieser Typ ging zu Michael, der hinter mir stand.
„Sayu hat einen Freund!“ ertönte aus allen Richtungen. Manche lachten und manche jubelten.
Als er Michael Maske berührte, schlug dieser ihn so feste ins Gesicht, dass sein Genick brach und Tot zusammen viel.
Nun schrien alle und Michael schlug so feste gegen die Tür, dass der einzige Ausgang versperrt war.
Die, die in meine Richtung rannten, köpfte ich mit einem Hieb.
Michael ging ein paar Schritte voraus und stach noch mehr nieder.
Die Schreie der Opfer waren laut.
Hinter mir zersprang die Scheibe. Ich drehte mich um und erblickte… Wie nannte Ty es? Foxy?
Auch er stürmte voraus und sprang einen Teenager an.
Ich wurde von hinten umgeschlagen. Ich stand auf und Schnitt ihm die Kehle durch.
Ich rammte jeden mein Messer ins Herz, bis keiner mehr von ihnen übrig war. Meine Sicht wurde klarer… Ich sah einen großen Bluthaufen mit Leichen.
Ich hörte ein wimmern und horchte, woher es kam.
Mit leisen Schritten verfolgte ich das Geräusch und erblickte Sophie unter einen der Tische.
Ich trat aus versehen auf einen Ast und schreckte so Sophie auf. Sie hob ihren Kopf hoch und schaute mich an.
„ W… Warum, Sayu? Was haben dir die meisten hier getan?“
Sie schluchzte.
Für einen Moment überlegte ich, doch dann griff ich ihren Arm und stach ihr in die Seite.
Sie schrie laut auf. Ich stach ihr immer fester rein, bis sie keinen Mucks mehr machte.
Ich lies sie los und stand auf.
Meine ganze Klasse… Ich hatte sie abgeschlachtet…
Ich schaute auf meinen Arm, auf Thorn…
„ Zu dem hat es mich nun gemacht…“ keuchte ich. Meine Kraft wurde schwächer und ich musste mich an einen Tisch abstützen.
„ Sayu!“ hörte ich Tys Stimme.
Sie und Freddy schritten durch das zerbrochene Fenster und betrachteten die Leichen.
„ I... Ist es vorbei?“ stotterte ich.
Ty nickte.
„ Es ist nicht meine Schuld… Ty…“ ich schaute sie an.
„ Ich weiß… Es war Thorn… Nun ist ja alles vorbei… Wir schaffen das… Wir kommen hier irgendwie ohne Verdacht raus…“ sagte Ty und half mir auf die Beine.
Ich lächelte sie an… Sie versuchte mir Mut zuzusprechen, aber wie sollten wir das schaffen? Wir waren die einzigen Überlebenden… Und jeder würde uns doch dann verdächtigen, oder?
Plötzlich spürte ich starken Druck an meiner Kehle… Ich schaute nach oben.
„ M… Michael…“ schluchzte ich. Ich schaute ihn in seine kalten, schwarzen Augen. Er drückte so feste zu, dass ich, als er mich los ließ, gelähmt zu Boden viel.
Mit letzter Kraft versuchte ich bei Bewusstsein zu bleiben.
Aber als ich höre, wie Freddy gegen Michael kämpfte und Ty kreischte, wurde ich bewusstlos…

Ich träumte… Und sah alle Erlebnisse in Sekundenschnelle an mir vorbeiziehen…

Ich erwachte…
Ich lag auf etwas kaltem… Auf Stein…
In meiner Nase lag ein komischer Geruch… Ein Geruch, den ich vorher noch nie wahrnahm.
Mein Kopf schmerzte, aber diesmal nicht wegen Thorn…
Sie fühlten sich anders, natürlicher an…
Ich glaubte, dass ich eine Wunde dort hatte, weshalb ich sie mit meinen Händen untersuchen wollte…
Ich hörte ein rasseln…
Ich war gefesselt…
Blitzschnell riss ich meine Augen auf und erblickte einen Raum, der wie eine Art Kerker aussah… Keine Fenster, eine Holztür und ganz viele Kerzen. Ich war auf eine Art Altar in der Mitte fest gekettet. Und an der Wand war ein riesiges Thorn Zeichen mit einer roten Farbe angemalt… war das überhaupt Farbe?
Be dem Anblick, wusste ich sofort, was Michael vorhatte…
Wie damals in einen der Filme wollte Michael Jamie töten, um von seinem Fluch freizukommen… Doch hier war es ein bisschen anders… In dieser Realität besaß ich auch den Fluch, die Rune auf meinem Hnadgelenk, wahrscheinlich wegen Michaels Verbundenheit.
Jamie damals nicht…
Was sollte ich nun tun? Wegrennen konnte ich nicht, ich konnte mich noch nicht mal einen Zentimeter fortbewegen…
„ Michael?“ sprach ich dann aus Verzweiflung aus.
Ich hörte Schritte von hinten.
Er stand nun neben mir.
Dass er die ganze Zeit hinter mir stand, konnte ich ja nicht sehen...
Er richtete das Messer über mich und war gerade dabei auszuholen.
„ Michael?“
Er stoppte.
Ich wusste, dass es keinen Ausweg aus der Situation gab, dass ich sterben würde… Aber eins wollte ich vorher noch wissen…
„ Erfülle mir bitte meinen letzten Wunsch…
… Zeig dich mir… Ich will dich sehen…“
Den ersten Moment verharrte er in der Position, doch dann glitten seine Hände zu der Maske, und zog sie ab.
Er öffnete seine Augen und starrte mich an.
Er hatte Schulterlange braune Haare und einen Bartansatz. Seine langen Strähnen hingen in sein Gesicht, aber ich konnte dennoch genug erkennen.
„ Ich weiß, dass du dafür nichts kannst…“ sagte ich bedrückt.
Er zuckte. Beim  genauen hinsehen sah ich, dass ihm eine Träne runter lief.
„ Michael...“ schluchzte ich.
Wahrscheinlich lag es an dem Ritual, dass ich Michaels Gefühle wahrnahm…
Sie waren verletzt… In ihr ruhten Trauer und Hass... Über seine Familie, die er längst getötet hatte… Über den Fluch, den er nur loswerden würde, wenn er mich tötet…
Konnte ich ihn nicht besänftigen? Konnte ich den Fluch nicht ohne ein Opfer brechen? Musste ich dafür sterben?
Seine Träne verleitete mich dazu, mich aufzusetzen.
Meine Hand bewegte sich zu Michaels Gesicht. Die Ketten waren weit genug dafür.
Ich wollte ihm die Träne wegwischen.
Ich war fast da. Nur eine Berührung.
Doch Michael schlug meine Hand weg und setzte die Maske wieder auf.
Ich spürte nun nur noch Michaels Wut in mir.
Für einen kurzen Moment war der richtige Michael zu sehen, seine wirklichen Gefühle.
Ich schloss die Augen, mein Seligster Wunsch war erfüllt.
„ Danke…“ flüsterte ich, bevor ich das Messer zu spüren bekam.
Ich schrie vor Schmerzen auf und begann zu weinen.
Ich wollte das… Für Michael… Damit er vielleicht eines Tages ein normales Leben führen könnte…
Ich konnte nichts dafür, ich mochte ihn zu sehr, um sauer zu sein…
Er war ja auch nicht schuld… Er wurde von Thorn dazu getrieben…
Auf einmal hörte ich ein lautes Klopfen und ich machte die Augen auf. Michael drehte seinen Kopf zur Tür.
Mit einem lauten Knall wurde sie aufgetreten.
„Wa…“ stotterte ich und blickte in die Gesichter von Ty, Foxy und Freddy.
Freddy und Foxy stürmten zu Michael und schlugen ihn nieder.
Ty rannte zu mir und umklammerte mich.
„ Sayu… Du lebst…“ gab sie erleichtert von sich.
Die beiden schlugen so lange auf ihn ein, bis er sich nicht mehr bewegte.
Dann befreite mich Freddy mit seiner Stahlpranke aus den Fesseln.
„ Danke…“ sagte ich immer noch unter Schock stehend, und Ty klammerte mich auf Foxy.
„ Schnell hier weg!“ rief Freddy und verriegelte den Raum, wo ich drin war.
Ty, Foxy und ich rannten los und erreichten die Treppe, die uns hochführte. Wir fanden uns nun im Treppenhaus wieder…
Wir waren in der Jugendherberge…
„ Also befanden wir uns die ganze Zeit im Keller…“ sagte Ty und öffnete die Tür, die uns in den Eingangsbereich brachte.
Foxy bleibt stehen.
„ Was ist?“ fragte Ty.
Foxy starrte sie an.
„ Du kannst nicht mit? Natürlich kannst du! Bitte Foxy! Bitte… Martin…“ flennte Ty.
Er blieb weiterhin auf den Fleck und gab ein Laut von sich, was Ty noch fertiger machte. Sie nahm mich von Foxy runter und stützte mich an den Armen.
Schluchzend ging sie aus der Tür raus.
So wie es aussah, konnten sie sich telepathisch miteinander unterhalten…
Draußen sahen wir Blaulicht, weshalb sich Ty in diese Richtung begab.
Ich sah immer verschwommener und konnte mich kaum halten…  
„ Bitte halte durch, Sayu… Ich habe auch eine starke Wunde am Kopf… Wenn du hinfällst, kann ich mich auch nicht mehr halten…“ wimmerte sie.
Ich wurde von meinen Schmerzen ergriffen…
„ Tut… mir Leid...“ stotterte ich und viel zu Boden…
Meine Wunde war einfach zu groß und hatte zu viel Blut verloren…
Ich glaube ich war dabei, zu sterben…
____
Während Ty an ihr Handy ein gewisses Spiel spielte, schrieb ich etwas auf die Karte drauf, stand auf und ließ den Luftballon los.  
„ Schau mal, Ty…“
Als Ty ihren Kopf zu mir hob zeigte ich auf den Luftballon, der davonflog.
„ Schön… Was hast du eigentlich drauf geschrieben?“
„ Das ist ein Geheimnis…“ Seufzte ich und setzte mich wieder neben Ty hin.
Sie nickte und widmete sich wieder ihrem Handy.
„ Ich wünsche mir, dass Michael Myers geheilt wird“

„ Hä, was?“ sie schaute mich verwirrt an.
„ Das war es, was ich auf der Karte geschrieben habe…“
„ Oh, na dann hoffen wir mal, das es klappt“ Ty lachte und spielte weiter.
__
...
Ich hörte ein piepen, welches immer lauter und lauter wurde.
Ich öffnete meine Augen, was sich als sehr schwer erwies und schaute mich um.
Ich war in einem Krankenhaus.
Meine stark schmerzende Wunde sagte mir, dass ich mich besser nicht bewegen solle…
Neben mir stand noch ein Bett und ich hörte eine Männliche Stimme.
„ Ja…“ verstand ich. Das war Tys Stimme!
„ Ty?“ rief ich verzweifelt und drehte meinen Kopf vorsichtig nach rechts.
„ Sayu? Sie ist wach!“ rief sie.
Sie lebte… Wir lebten…
Ich erblicke einen Mann, der neben sie saß.
Mit dem Stuhl rückte er nun zu mir.
„ Hallo, ich bin Inspektor Colin Henk. Ich leite den Fall von den getöteten Teenagern. Deine Freundin Ty hat mir alles erzählt…“
In mir zuckte alles zusammen.
„ Ihr wolltet vor dem Mörder fliehen und konntet euch im Keller verstecken… Zum Glück hat er dich nur einmal erwischt…“
Ich atmete erleichtert aus, ich dachte schon Ty hätte uns verraten…
„ Und du, Ty?“ fragte ich.
„ Mir hat er ja auf den Kopf gehauen und damit eine Gehirnerschütterung verpasst…“ Ty fasste sich leicht am Kopf.
„ Und der Mörder?“ fragte ich vorsichtig den Inspektor.
„ Wir haben alles abgesucht. Doch er war nirgendwo anzutreffen. Ihm gelang wohl die Flucht. Wir gehen davon aus, dass er ein Psychisch Gestörter Killer ist, der es auf Teenagern abgesehen hat… Wir haben noch eine Leiche gefunden, die in der ersten Etage gewohnt hatte. Dass er der Mörder war kann man mittlerweile ausschließen, aber der Mörder hat auf jeden fall in dem Zimmer gewohnt.“
Sagte der Inspektor.
„ Ihr werdet morgen nach Hause verlegt, wo euch eure Familien erwarten… Ihr werdet als die Überlebenden des Massakers gefeiert werden… Ihr habt das richtige getan und habt euch im Keller versteckt…“ Er stand auf.
„ Ach ja, wir haben im Keller auch noch nach Spuren gesucht, aber außer Blutspuren von euch war da nichts… Aber habt keine Angst… Wir werden denn Fall weiter behandeln…. Und jetzt noch einen schönen Tag, Mädels...“
Wir verabschiedeten uns und er schloss die Tür.
„ Ty…“
„ Ich weiß, Sayu… Ich bin auch froh, dich lebend zu sehen…“
Ich schwieg.
„ Ich habe es geschafft… Keiner hegt auch nur den kleinsten Verdacht, dass du es warst… Und unser Geheimnis mit den anderen ist auch nicht aufgeflogen…“ pflüsterte Ty.
„ Ja…“ antwortete ich schnell.
„ Sayu… Was ist nun mit Freddy und Foxy? Werden wir sie jemals wieder sehen?“
Diese Frage rang mich dazu, mit aller Kraft aufzustehen.
„ Ich weiß es nicht… Aber ich will sie unbedingt sehen!“ Ich fing an zu weinen. Das habe ich die letzten Tage viel zu oft gemacht…
„ Und Michael…?“
Diese Frage lies mich noch mehr schluchzen.
Ty stand auf und setzte sich zu mir.
„ Er hat uns getäuscht… Wollte uns umbringen…“ sagte sie mit ruhiger Stimme.
„… Aber er kann nichts dafür…“ stammelte ich.
„ Wieso?“      fragte sie.
Ich erzählte ihr alles, was letzte Nacht passiert war. Ich erzählte ihr alles über dem Fluch… Über Michaels Reaktion… Über seine Gefühle…
Danach saß Ty baff da.
„ Und… fühlst du ihn jetzt immer noch?“
„ Nein…“ ich musste mich fangen, „… Ich spüre gar nichts mehr… Es ist fast so, als ob sich alles aufgelöst hätte… Das Ritual schien erfolgreich gewesen zu sein für mich… Aber nicht für Michael..“
„ Was? Glaubst du?“
„ Ich lag schlafend auf den Altar… Michael hatte wohl irgendwas gemacht, dass ich den Fluch verlor… Und dann hätte er mich nur noch töten müssen um seinen Fluch auch zu brechen… Ich habe seitdem nicht mehr dieses komische Gefühl, welches mir Mordgedanken einbrachte… Und mein Zeichen ist auch weg…“ Ty umschlang mich, als ich noch lauter weinte… Es war so schrecklich…
Wir hatten auch Freddy und Foxy verloren… Sie waren von uns befreit…. Alle waren tot, die sie töten mussten… Ihre Aufgabe war erfüllt…
Einen Tag später wurden wir mit einem speziellen Flieger nachhause gebracht.
Am örtlichen Krankenhaus wurden wir Herzvoll von unserer Familie empfangen.
Ich hatte meine Mama noch nie weinen gesehen… Alle Kamerateams, die uns interviewen wollten, wiesen wir ab. Wir wollte unsere Ruhe haben…
Meine Mutter fragte mich, ob meine Wunde sehr wehtat… Aber nichts tat mehr weh als die Wunde in meinem Herzen… Noch schlimmer war es, sie nie wieder zu sehen…
Am Abend verließen uns unsere Familien und wir waren wieder unter uns.
Wir waren einfach nur still und sagten kein Wort.
Ich wusste ja nicht über was Ty nachdachte… Aber ich dachte an Freddy und Foxy… Die Zeit, in der ich auch mal mit ihnen schmunzelte…
Und über Michael… Er tat mir einfach so Leid… Ich wollte ihn wieder sehen… Ich vermisste ihn… Auch wenn es komisch klang… Aber durch den Abend, wo er mich töten wollte, konnte ich in ihn hineinsehen… Er hatte viel gelitten und keine Chance anders zu werden… Vor mir hatte er seine erste Menschliche Reaktion gezeigt… Er hatte geweint… Er hatte zum ersten Mal bereut…
Eine Woche später kamen wir aus dem Krankenhaus heraus und durften uns noch eine Woche ausruhen, bis wir in eine neue Klasse kamen. Jeden Tag schaute ich nur aus dem Fenster, um ihn zu sehen… Doch nie stand er da. Als ich ein paar Tage später wieder raus durfte, verabredete ich mich mit Ty in den Stadtwald. Auch Ty hatte mittlerweile angefangen, sie zu vermissen.
Wir setzten uns auf eine Bank und redeten über diese Zeiten.
„ Obwohl sie so waren vermissen wir sie so sehr… Anfangs wollten wir sie unbedingt loswerden, doch jetzt, wo sie wirklich weg sind…“ Ich sprach nicht mehr weiter.
Wir hörten ein Kichern und schauten uns um.
„ Das ist nicht witzig!“ sprach Ty unsicher.
Jemand sprang aus dem Busch.
Für einen Moment schien mein Herz auszusetzen…
„ Freddy?“ fragte ich unsicher.
„ Der Weg hierher zurück war nicht leicht!“ keifte er.
Bevor ich darauf antworten konnte sprang Ty auf und umarmte ihn.
„ Du bist da…“ flüsterte sie.
„ Bekomme ich noch einen Kuss?“ Er fing wieder mit seinem Widerlichen Grinsen an.
Im ersten Moment schien Ty wirklich zu überlegen, doch ging dann ein paar Schritte zurück.
„ Nicht mal im Traum!“ schmunzelte sie.
„ Na das werden wir ja sehn!“ lachte er.
Auch ich umarmte ihn.
„ Ach, ich habe noch jemanden mitgebracht“ sagte Freddy und schliff etwas aus dem Busch.
Ty schrie vor Freude auf. Es war Foxy.
„ Danke, dass du meinen Bruder mitgenommen hast…“ sagte sie, während sie den schlafenden Foxy innig umarmte.
Es war natürlich gut, dass Ty ihren Bruder wiederhatte… Nur ich war irgendwie trotzdem traurig.
Ich setzte mich auf die Bank.
Freddy sah, wie traurig ich war und fing an zu lachen… Das war wirklich nicht sehr nett von ihm. Ich hörte Schritte und drehte mich nach rechts um. Ich konnte es nicht glauben. Ich stand sofort auf, was meiner Wunde nicht gut tat. Ich hielt sie mir fest.
Vor mir stand Michael…
Mit Tränen in den Augen umarmte ich ihn und wollte nicht mehr loslassen.
„ Mädels, habt ihr wirklich geglaubt, dass alles vorbei wäre? Wir haben eine Bindung und ihr werdet uns nicht so schnell wieder loswerden…“
Diese Worte brachten mich zum Schmunzeln
„ Und darüber bin ich auch froh…“ antwortete ich.
Wir werden für immer zusammenbleiben, egal was kommt...
 
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