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Wie die Wahrheit doch wehtun kann

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji
07.03.2018
28.12.2018
31
85.875
4
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28.12.2018 3.093
 
Der erste Tag war endlich vorüber und Maron verabschiedete sich vor der Uni von Kaito. Sie war so dankbar, dass sie vor hatte ihn morgen früh auf einen Kaffee einzuladen. Er lächelte und konnte das nicht abschlagen. Maron ging nun die Stufen hinunter und wollte zu ihrem Bus als plötzlich eine schwarze Limousine vor ihr stehen blieb. Etwas erschrocken sah sie diese an und hatte schon eine unangenehme Ahnung. Da stand plötzlich Chiaki neben ihr und fragte: „Hast du jetzt Zeit?“
„Wow … du zwingst mich wirklich mit dir zu reden?“
„Hast du vergessen wer von uns beiden Schluss gemacht hat?“
Sie sah ihren Ex-Freund ernst an als dieser die hintere Autotür öffnete und beide einstiegen. Sie setzten sich nebeneinander mit doch etwas Abstand als Chiaki laut sagte: „Bitte zu Maron’s Wohnung.“
Sie war etwas verwundert. Warum fuhren sie zu ihr und nicht zu ihm? Er sah sie kurz an doch sie wandte ihren Blick schnell ab und sah aus dem Fenster. Am liebsten wollte sie schreien, weinen und lachen zugleich. Irgendwie fühlte es sich schön an, wenn er so neben ihr saß, aber irgendwie war es auch unangenehm. Schließlich fuhr Kagura schon die Nebenstraßen ab und die beiden Studenten schwiegen sich die ganze Fahrt über an. Schließlich hielt die Limousine vor dem Appartementhaus und Maron stieg schnell aus. Kagura fragte Chiaki ob er noch warten sollte, doch der junge Nagoya meinte er solle ruhig fahren, denn irgendwie würde er wieder nach Hause kommen. Schließlich stieg auch Chiaki aus und kam schon zum Appartementhaus wo Maron bereits drinnen war und vor dem Lift wartete. Der Blauhaarige stellte sich neben sie und schon öffnete sich die Lifttür als beide wortlos einstiegen. Maron’s Herz klopfte wild und irgendwie versuchte sie Worte zu finden, aber es kam dennoch nichts aus ihrem Mund. Im 7ten Stock angekommen, gingen beide zu ihrer Wohnung. Da kamen auch Maron’s neue Nachbarn heraus und in der offenen Türe küssten sie sich verliebt und lächelten sich anschließend an. Chiaki sah die beiden kurz an und wünschte sich die Zeit zurückdrehen zu können. Wie gerne wollte er bereits mit Maron zusammenwohnen. Sie war seine große Liebe und dennoch hatte er sich die letzten drei Wochen nicht gemeldet. Aber Maron sollte den Grund erfahren. Schließlich gingen sie in ihre Wohnung hinein, legten ihre Taschen ab und zogen die Schuhe aus als Maron gleich in die Küche ging und sich einen Kaffee kochte. Chiaki kam ihr nach als sie fragte während sie stur auf die Maschine sah: „Willst du auch einen Kaffee?“
„Ja gerne.“
Kaum hatte er geantwortet, kam er zu ihr und holte zwei Tassen aus dem Schrank und gab sie zu Maron als diese sie schon entgegennahm.
„Danke.“, antwortete sie und er lächelte sie an.
Maron musste nun auch kurz lächeln, allerdings verschwand dieses wieder als sie auf die Kaffeemaschine sah und die Tassen unterstellte. Sie drückte den Knopf und legte eine Hand auf die Anrichte als sie wartete bis der Kaffee fertig in die Tassen geronnen war. Da spürte sie plötzlich Chiaki’s Hand auf ihrer und sah zu ihm. Sie drehte sich zu ihm als er seine zweite Hand an ihre Wange legte und sagte: „Es tut mir so leid dass ich mich nicht gemeldet habe. Ich war ein Idiot. Wiedermal.“
„Mir tut es auch leid. Ich hätte mit dir reden sollen und nicht einfach abhauen.“
„Anscheinend sollte es wohl einfach nicht sein, denn ansonsten würden wir uns nicht immer wieder gegeneinanderstellen.“
„Hattest du die letzten drei Wochen etwas mit Yashiro?“
„Nein. Sie versuchte mich einmal zu küssen als ich am dritten Tag immer noch komplett fertig war und kaum aus dem Bett kam. Aber ich habe sie gleich abgewehrt.“
Kaum hatte Chiaki das ausgesprochen, drückte sie sich zu ihm und küsste ihn. Sofort erwiderte er den Kuss und legte seine Arme um sie. Wie sehr hatte er ihre Nähe, ihre Lippen und ihren Körper vermisst. Es waren zwar nur drei Wochen, aber in diesen drei Wochen wurde ihm klar, wie sehr er sie liebte und brauchte. Kaum, dass Chiaki sie hochheben wollte, stoppte Maron den Kuss und entfernte sich einen Schritt von ihm.
„Das geht nicht.“, sagte sie etwas besorgt.
„Was?“
„Wir können nicht immer streiten, miteinander schlafen, versöhnen und dann wieder streiten. Wir brauchen endlich mal einen kompletten Abschluss.“
„Hatten wir den nicht bereits?“
„Chiaki … du bist Vater.“
Er schluckte schwer. Maron’s Blick war so traurig und so verletzt, dass er genau wusste, dass diese Sache immer zwischen ihnen stehen würde. Somit wusste er, dass er ihr jetzt die Wahrheit sagen musste.
„Maron … es gibt da etwas, dass ich dir sagen muss.“
Sofort sah sie in seine braunen Augen und wusste, es war etwas Großes. Plötzlich klopfte ihr Herz schneller, ihre Hände begannen zu zittern und sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Hatte er vielleicht doch etwas mit Yashiro und wollte nur vorhin nicht gleich wieder alles versauen? Aber warum?
„O-kay …“, sagte sie mit leicht zittriger Stimme.
„Es ist besser wir setzen uns.“, antwortete er und stellte ihr einen Stuhl zurecht wo sie sich setzte. Chiaki setzte sich neben sie und drehte den Stuhl so, dass er sie ansah. Maron sah auf den Tisch und wieder in seine Augen. Irgendwie hoffte sie sich, zu erahnen was kommen würde.
„Yashiro ist immer noch in Paris. Sie hat einmal am Tag per Videochat angerufen um mit Yurika sprechen zu können. Manchmal ging ich ran, manchmal mein Vater aber meistens Kanako. Immerhin ist sie ja das Kindermädchen von Yurika. Doch nach knappen zwei Wochen wurden die Anrufe weniger. In der dritten Woche tauchte sie plötzlich auf und packte noch einige Sachen.“
„Hatte sie etwas vergessen?“
„Ja. Ihren gesamten Kleiderschrank. Sie sah wie niedergeschlagen ich war und fragte bei Kanako nach. Anschließend wollte sie etwas von mir doch ich ließ es nicht zu. Danach fuhr sie wieder. Sie verabschiedete sich von Yurika und war weg. Mitte der dritten Woche kam ein Schreiben vom Gericht.“
Chiaki schwieg und atmete tief durch. Maron sah ihn verwundert an. Was war passiert? Hatte Yashiro ihm Yurika nun weggenommen? Aber warum wohnte er dann noch bei seinem Vater? Nachdem Chiaki noch einmal tief durchgeatmet hatte, sah er Maron wieder an und erzählte weiter: „Er war an mich adressiert und ich hatte Angst. Mit einem Mal sah ich vor mir wie sie mir Yurika wegnahm und ich sie nur einmal im Jahr in Paris besuchen konnte. Doch es war das Gegenteil.“
Da holte Chiaki den Brief aus seiner Jackentasche und schob ihn zu Maron. Diese nahm ihn gleich und öffnete ihn. Sofort begann sie zu lesen und mit jeder Zeile wurde ihr Gesichtsausdruck entsetzter.
„Chiaki.“, begann sie schwer atmend. „Sie hat dir das komplette Sorgerecht übertragen und dich als alleinigen Vormund eintragen lassen. Außerdem verzichtet sie auf jedes Recht, ihre Tochter je wieder von dir wegzunehmen. Bedeutet das, dass Yashiro …“
Chiaki fiel ihr ins Wort: „Ja. Yashiro bleibt in Paris. Sie hatte nach zwei Wochen bereits einen fixen Studienplatz bekommen, aber dafür müsste sie in Momokuri alles aufgeben. Dem Schreiben war ein Brief von ihr beigelegt indem sie sich entschuldigt und mich bitten Yurika dennoch einmal zu erzählen, dass sie eine gute Mutter war und sie für immer lieben würde. Doch Paris und diese Chance auf ihren Traumberuf war stärker.“
„Okay. Das bedeutet, Yurika bleibt für immer bei dir. Aber … das wolltest du doch oder? Ich meine ich habe gesehen wie du gelächelt hast, wenn du bei ihr warst und wie sie dich angesehen hat.“
„Da hast du Recht. Und Yurika war auch das einzige dass mich in den letzten drei Wochen noch hoffen und nicht aufgeben ließ. Aber Maron, du hast dich damals von mir getrennt, weil du es nicht ertragen konntest Yurika eines Tages wieder ‚verlassen‘ zu müssen. Doch das wäre nun nicht der Fall.“
Maron stand gleich auf und ging etwas auf und ab. Sie atmete tief durch als sie sagte: „Chiaki, ich bin nicht ihre leibliche Mutter. Du … das geht nicht.“
Sofort stand er auch auf, kam zu ihr und legte sachte seine Hände an ihre Oberarme.
„Ich verlange nichts von dir. Aber Maron ich weiß, dass ich dich vom ganzen Herzen liebe und mit dir zusammen sein will. Ich bitte dich nur darum, meine Tochter kennen zu lernen und zu akzeptieren, dass du mich mit ihr teilen musst. Zumindest für die nächsten 10-17 Jahren.“
Beide lachten kurz. Maron hatte sich schon damals in die Kleine verliebt und wäre am liebsten selbst ihre Mutter. Eine Träne ran ihr über die Wange als sie Chiaki über die Wange strich und sagte: „Nur, wenn du mir eine Sache versprichst.“
„Alles!“, sagte er sofort und musste lächeln.
„Yurika bleibt nicht unser einziges Kind.“
Sie lächelte und er konnte sie nur noch küssen. Sofort nahm er sie in den Arm und küsste sie leidenschaftlich. Maron erwiderte den Kuss sofort und legte ihre Arme fest umschlungen um ihn. Da legte Chiaki seine Hände an die Unterschenkel und hob sie mit einem Ruck hoch. Maron legte ihre Beine um seine Hüfte und Chiaki drehte sich und ging mit ihr zur Balkontüre. Davor drückte er sie sachte gegen die Wand. Langsam sanken ihre Beine wieder zu Boden und sie drückte ihn zu Boden. Beide sanken auf ihren roten Teppich vor der Balkontüre und als er nun sachte auf ihr lag sahen sich beide an und sie sagte leise: „Hier hat damals alles angefangen.“
„Und hier machen wir nun weiter, einverstanden?“
„Einverstanden.“, gab sie lächelnd zurück und schon küssten sich beide leidenschaftlich.

Vier Stunden später stand Maron langsam auf und wickelte sich eine Decke um. Chiaki war eingeschlafen und sie deckte ihm mit einer zweiten zu. Sie sah zu ihm hinunter, strich sich die Haare etwas hinter ihr Ohr und lächelte glücklich. Warum war sie damals nur gleich so stur gewesen und hatte jegliche Hoffnung aufgegeben? Vermutlich nagte der Endkampf mit Noyn immer noch an ihr. Obwohl dieser nun doch schon einige Zeit vergangen war. Aber immerhin war es eine Situation, welche man nicht einfach so wegsteckt. Immerhin wäre Maron auch fast gestorben, wenn Chiaki nicht gewesen wäre. Sie schüttelte den Kopf und sah aus der Balkontüre hinaus. Die Sonne ging gerade unter und der Himmel war orange gefärbt. Hätte sie damals, als sie Chiaki kennenlernte schon gewusst wie alles einmal kommen würde, hätte sie bestimmt nicht gleich aufgegeben. Sie hätte gekämpft um zu überleben, aber auch um Chiaki nicht zu verlieren. Doch damals wirkte alles so real, dass sie es einfach nicht glauben konnte, je wieder lieben zu können. Maron sah weiter in den Sonnenuntergang als sie eine Nachricht auf ihrem Smartphone empfing. Es riss sie aus den Gedanken und sie ging langsam in die Küche wo ihr Smartphone immer noch neben der Kaffeemaschine lag. Sie öffnete die Nachricht und diese war von Kaito. Dieser fragte ob sie nicht Lust hätte Abendessen zu gehen um sich mal ausreden zu können. Maron bedankte sich und erklärte das heute Nachmittag ein Schreiben alles erleichtert habe und sie es ihm bald erklären würde. Sie bedankte sich auch, in ihm einen neuen guten Freund gefunden zu haben und dass er bald Chiaki besser kennenlernen würde. Von Kaito kam ein zwinkernder Smiley mit den Worten ‚OK‘ zurück. Maron ging nun mit ihrem Smartphone wieder ins Wohnzimmer zurück und machte ein Bild vom Sonnenuntergang. Anschließend stellte sie auf Frontkamera und machte ein Selfie wo man im Hintergrund Chiaki’s Arm sah, aber nicht sein Gesicht. Dieses schickte sie ihrer Freundin Miyako mit den Worten ‚Wenn nur ein Satz alles verändert‘. Kaum hatte sie gesendet erklang hinter ihr die Stimme von Chiaki: „Du machst doch nicht etwa Fotos von mir?“
„Nur von deinem Oberarm. Miyako muss nicht gleich wissen wer bei mir ist. Soll sie nur ein wenig raten.“
Da grinsten sich beide an und Maron kniete sich zu ihrem Freund. Er stützte sich etwas auf und gab ihr einen sanften Kuss. Danach lächelte sie ihn weiter an und er fragte: „Wie spät ist es?“
„Kurz vor 18 Uhr. Warum?“
„Ich muss um spätestens 19 Uhr zu Hause sein. Mein Vater hat heute Nachtschicht im Krankenhaus und Kanako ihren freien Abend.“
Da setzte sich der junge Student schon auf und sah sich um wo denn seine Klamotten herumlagen. Maron hatte sich hingesetzt und beobachtete ihren Freund als dieser sich anzog. Als er gerade sein Hemd zuknöpfte stand die Braunhaarige wieder auf und richtete seinen Kragen. Er bedankte sich mit einem sanften Kuss und sagte: „Ich frage Kanako ob sie morgen Zeit hätte dann könnte ich bei dir übernachten.“
„Mach das.“
Beide sahen sich verliebt an als er ihr noch sagte, dass er sie anrufen würde sobald Yurika im Bett wäre. Danach verließ er ihre Wohnung und machte sich auf den Weg nach Hause. Maron sah auf den Teppich, strich darüber und lächelte. Als sie aufstand sah sie noch einmal hinaus und die Sonne ging gerade ganz unter und die letzten warmen Strahlen schienen über den Himmel ehe sie verschwanden und nur noch ein sanftes Orange einen Teil des Himmels bedeckte. Schließlich ging Maron ins Badezimmer, warf die Decke in den Wäschekorb und stellte sich unter die Dusche. Während das Wasser über sie lief musste die Brünette einfach lächeln. Endlich konnte sie mit Chiaki glücklich werden. Endlich war alles vorbei und niemand würde sich zwischen sie stellen. Und selbst wenn, nachdem sie einen Kampf gegen den Teufel gewonnen hatten, konnte sie doch jetzt endlich nichts mehr trennen.
Maron trocknete sich ab, föhnte ihre Haare und band sie anschließend zu einem lockeren, hohen Zopf zusammen. Sie überlegte ob sie bereits in ihren Pyjama schlüpfen sollte, als sie gerade ihre Unterwäsche angezogen hatte. Doch sie entschied sich anders. Sie zog sich eine Jeans über, ein ärmelloses, weißes Shirt und ein grünkariertes Damenhemd. Anschließend ging sie ins Wohnzimmer, holte ihr Smartphone und sah, dass Miyako ihr geantwortet hatte: ‚Sag mir jetzt nicht, dass das dieser Kaito ist!‘
Maron grinste und schickte ihr einen lachenden Smiley zurück und ein ‚Nein‘ dazu. Anschließend steckte sie ihr Smartphone ein, zog sich ihre Schuhe und eine dünne Jacke über als sie schon aus der Wohnung eilte. Unten angekommen, stand gerade ein Taxi vor der Tür und die neue Nachbarin stieg aus. Diese sah, dass die junge Frau es eilig hatte und fragte sie gleich: „Brauchst du ein Taxi?“
„Ja! Danke dir vielmals Kazumi.“
Diese winkte nur lächelnd als Maron einstieg und losfuhr.

Chiaki hielt seine Tochter am Arm und schaukelte etwas hin und her als er ihr eine kleine Rassel hinhielt.
„Sag mal meine Kleine, warum willst du nicht schlafen?“
Da gähnte das Mädchen bereits und quietschte anschließend fröhlich auf. Chiaki musste grinsen und ging mit ihr über die Stufen hinunter.
„Okay, dann machen wir dir etwas Milch warm. Vielleicht schläfst du dann besser.“
Die Kleine sah ihren Vater lächelnd an und brabbelte ‚Papa‘ vor sich hin. Chiaki lächelte wieder und ging gerade mit ihr in die Küche als es an der Tür klopfte. Er sah fragend hin und sagte zu seiner Tochter: „Wer das jetzt ist? Hat Kanako etwa wieder ihren Schlüssel vergessen?“
Da ging er mit seiner Tochter zur Tür und öffnete diese als Maron ihn ansah.
„Maron?“, fragte er überrascht.
„Darf ich reinkommen?“
„Natürlich.“, erwiderte er immer noch erstaunt und trat beiseite.
Maron kam herein, zog ihre Jacke und die Schuhe aus als sie wieder zu Chiaki sah und nun auch die kleine Yurika erblickte. Sie gab Chiaki einen sanften Kuss als sie danach Yurika über den Kopf streichelte und lächelnd sagte: „Du bist aber groß geworden in den letzten drei Wochen. Will sie etwa nicht schlafen?“
„Nein. Ich habe schon alles versucht aber sobald sie im Bett liegt, beginnt sie zu weinen.“
„Oh, sie weiß schon wie sie ihren Vater um den Finger wickelt.“, antwortete die Braunhaarige und nahm ihm die Kleine ab.
Danach gingen beide in die Küche und Chiaki machte etwas Milch warm. Maron spielte nun etwas mit Yurika und diese quietschte vor Freude. Als die Milch fertig war, gab Maron sie ihr zu trinken. Kurze Zeit später war die Milch weggetrunken und Maron hob die Kleine aufrecht und ging mit ihr hinaus nach oben. Chiaki folgte den beiden gleich als sie in Chiaki’s Zimmer gingen. Dort legte sie sich mit Yurika ins Bett und Chiaki ebenfalls. Die Kleine lag zwischen ihnen und brabbelte noch etwas als sie schon gähnte und sich zu Maron kuschelte. Diese strich ihr sanft über den Kopf und nach nur ein paar Minuten hatte das Mädchen die Augen geschlossen und war eingeschlafen.
„Du bist eine Zauberin!“, sagte Chiaki fröhlich und beugte sich über seine Tochter um ihr ein sanftes Küsschen auf den Kopf zu geben.
Maron lächelte nur und sah zu Yurika hinunter. Chiaki beobachtete sie kurz als er schließlich fragte: „Warum bist du hergekommen?“
Maron sah zu ihm hoch und antwortete: „Ich hab‘ euch zwei vermisst. Und die letzten drei Wochen fühlten sich wie Jahre an.“
„Für uns auch.“, begann er als er beide abwechselnd ansah. „Ich weiß es klingt überstürzt aber … zieh hier ein.“
„Was?“
„Ich meine sieh dir Yurika an. Ich habe eben fast eine Stunde gebraucht, dass sie mal nicht mehr gleich aufweint, wenn ich nur in die Nähe des Bettchens gekommen bin. Und kaum hast du sie, schläft sie bei dir ein. Sie braucht dich. Zieh bei uns ein und deine Wohnung bleibt bestehen, falls es nicht funktionieren sollte. Aber davon gehe ich nicht mehr aus.“
Maron lächelte und nickte. Chiaki strahlte richtig als er ihr einen sanften Kuss gab. Danach legten sich beide hin und Chiaki schaltete etwas den Fernseher ein. Nach knapp einer Stunde brachten sie Yurika in ihr Zimmer und gingen samt Babyphone in die Küche und kochten sich ein Abendessen. Die meiste Zeit blödelten sie nur rum oder küssten sich längere Zeit. Und gerade als das der Fall war, bekam Maron eine Nachricht. Chiaki hörte bereits wie das Essen fast anbrannte als er sich wieder zum Herd drehte und Maron ihre Nachricht las. Sie war von Miyako die nur ein Fragezeichen geschickt hatte. Nun wollte die Studentin ihre Freundin nicht mehr länger auf die Folter spannen, stellte sich neben Chiaki und er gab ihr gerade einen Kuss als Maron davon ein Selfie machte. Sie schickte es an Miyako mit einem Herz Emoji dazu. Nun sollte sie wissen, dass es sich um Chiaki handelte. Dieser kochte fertig und Maron sah ihm dabei einfach zu und war glücklich. Endlich konnten sie ihre Beziehung so führen wie sie es wollten, ohne irgendwelche Lügen oder Unannehmlichkeiten. Yurika gehörte nun auch zu Maron’s Familie und das würde sich nie wieder ändern. Sie konnten endlich glücklich sein. Für den Rest ihres Lebens.

Ende.
 
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