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Das Flüstern hinter der Realität

GeschichteMystery / P16 / Gen
OC (Own Character)
06.03.2018
06.03.2018
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"Es gibt mehr als das Auge sieht. Dies war seit jeher das Familienmotto das seit Generationen unsere  Wappen zierte und es war mehr als nur ein bloßer Spruch. Als uns Peter Wiliams das erste Mal besuchte, wusste ich bereits das meine Schwester Clara, Tod war. Vor drei Monaten, hatte sich Clara damals einer Expedition, nach Afrika beworben. Ziel war es, herauszufinden, warum die dortige Malaria plötzlich so aggressiv geworden ist. Der Mann mittleren Alters, versuchte meine erschütterte, weinende Mutter zu beruhigen dass Clara als Heldin gestorben sei; Aber es waren leere Worte. Mich selbst oder meine vier weiteren Geschwistern, traf der Tod nicht so stark. Wir kannten alle die Geschichten unserer Vorfahren. Die Familie Bergstein war seit jeher bekannt, für ihre großen Denker, die ihrer Zeit lange voraus waren; Aber auch dafür das wir entweder Verrückt oder eines Grausamen Todes sterben würden.

Es gab kaum jemanden in unserer weitgehenden Ahnenreihe, der friedlich aus dieser Welt geschieden ist. Meist starben unsere Vorfahren, grausam. Sei es durch Hinrichtung, Verbrennung oder Mord. Das unsere einst adlige Familie so lange überleben konnte, lag an den Verbindungen, die unsere Familie hatte. So auch jene Verbindung zu Professor Ametech, dem Bibliothekar der Mistatonik Universität in Arkahm. Er verhalf uns durch diverse Angebote in der Stadt, aus dem zerrütteten Deutschland, unserer einstigen Heimat. Viele wussten, dass die NSDAP etwas schreckliches planen würde.

Jedes Mal, wenn wir im Radio die bedrohliche Stimme, ihres Sprechers Hitler vernahmen; Doch bestätigt, wurde ich erst durch meine Träume. Es ist schwer zu verstehen, aber unsere Familie hatte etwas an sich; Etwas was außenstehende nicht verstehen würden. Wir hatten die Fähigkeit, Dinge zu sehen die andere nicht wahrnahmen. Clara hatte die Fähigkeit, durch ihre Träume Welten zu sehen. Welten, die wie sie es nannte, hinter unserer Realität waren. Sie sah dort Dinge, so fantastisch und unglaublich, dass es Jahre dauern würde, sie richtig zu erklären; Aber auch grausame Dinge. Wesen die nicht menschlich waren; Wesen die alleine durch ihre Beschreibung, jeden anderen menschlichen Geist brechen würden.

Ich selbst konnte durch meine Träume, den Schleier der Zeit brechen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es war alles verbunden und doch lose. Ich hatte gesehen, was die Nationalsozialisten, die sich als Sprecher des kleinen Mannes ausgaben; Mit Deutschland machen werden. Sie werden Morden und zerstören. Und das ganze Volk, wird zusehen; Schweigend aber dennoch mit Beifall.

Der Nachteil an meinen Träumen. Niemand würde mir Glauben. Meine Mutter, hatte mir erst Glauben geschenkt, als unserer Vater verschwunden war.

Die Darauffolgenden Tage, verbrachte viele von uns in Schweigen. Johannes, mein ältester Bruder. Ein Mann mittleren Alters, mit hellbraunen, halblangen Haaren, schmalen Gesicht und einen gepflegten Bart, war die meiste Zeit unterwegs und versuchte sich auf seine Arbeit als Buchhändler in der Stadt abzulenken. Laura, unsere älteste Schwester, nahm sich für eine Weile eine Auszeit und pflegte unsere Mutter Johanna; Seit Claras Tod, hatte sie kein Wort mit uns gewechselt. Sie aß nicht mehr, sie sprach kein Wort oder verließ ihr Zimmer. Als ich eines Morgens nach ihr sah, fand ich nicht die sonst so fröhliche Frau, die sehr auf ihr Aussehen geachtet hatte; Trotz unseres Finanziellen Abstieg, edle und feine Kleider uns Schmuck trug. Stattdessen fand ich einen Schatten ihrer Selbst. In einen alten, teilweise Schmutzigen Nachthemd saß meine Mutter in ihrem Schaukelstuhl und starrten mit ihren glasigen hellgrünen Augen ins Leeren. Ihre noch leicht blonden Haare, waren zerzaust und fettig. Sie war erschreckend dünn geworden, wodurch ihre Falten noch stärker hervortraten. In ihren dürren Fingern, konnte ich etwas silbernes hervorblitzen sehen. Es war Claras Halskette. Jene Halskette, die unsere Vater vor seinem Verschwinden, geschenkt hatte. Ein lautes Schluchzen kam von meiner Mutter und sie vergrub weinend ihr Gesicht in ihre Hände. Mit Tränen in den Augen, schloss ich die Tür. Ich lehnte weinend an den alten aus Eiche gefertigten Türrahmen der Tür. Ich fühlte mich so völlig Hilflos. Meine Brust schmerzte mir so sehr, dass ich Angst hatte, mein Herz würde jeden Moment zerspringen. „He“, hörte ich eine vertraute Stimme hinter mir.

Vor mir stand Laura. Weinend fiel ich ihr um den Hals, während sie mir durch mein blonden, lockigen Haare strich. „ Wie hältst du das nur aus?“, fragte ich sie weinend. Sie blickte mich mit ihren hellblauen Augen, die leicht aus ihrem blonden Pony, liebevoll herausblickten, während sie mit einem Taschentuch, die Tränen aus dem Gesicht wusch. Auch wenn Johannes, seit dem Verschwinden unseres Vaters, der Herr im Haus war; So war Laura es die unsere Familie zusammen hielt. Ein leichtes Lächeln zog sich durch ihr herzförmiges Gesicht. „Nimm du dir Zeit, die du brauchst, damit du trauern kannst, Nina“, sagte Laura mit ihrer warmen ruhigen Stimme ruhig, während sie mir leicht die Wangen strich. „Ich kümmere mich um alles andere.“, versicherte sie mir, worauf ich sie umarmte.

Es war nicht gerade einfach, mich von Claras Tod abzulenken. Als Gerichtsmedizinerin, war ich schließlich immer vom Tod umgeben; Dennoch gefiel mir meine Arbeit. Ich wurde von meinen Vorgesetzten, in ein verfallenes Haus außerhalb von Arkahm beordert. Eine seltsame Sekte, die sich dort versteckt hatte und in einer Schießerei mit der Polizei kam. Als ich mit meinem Auto ankam, wurde bereits die letzten Überlebenden der Sekte, abgeführt. In Ketten an Händen und Füßen wurden sie in den Transporter gebracht, während sie mit leeren Augen starr auf den Boden sahen. "Morgen, Nina", hörte ich die vertraute Stimme, von Officer David Eastman, einen Mann mittleren Alters, mit gepflegten braunen Haaren, grauen Augen. Von allen Mitarbeiter, war Eastman, einer der Wenigen, die kein Problem hatten dass eine Frau in der Gerichtsmedizin arbeitete; Auch hatten wir Privat oftmals etwas Unternommen. Ob romantische Avancen dahinter standen, wusste ich nicht genau; Schließlich war er verheiratet und seine Frau Nancy, erwartete bereits das vierte Kind von ihm.

"Gut dass du hier bist, Nina", sagte mir Eastman als er mich zum Tatort führte. "Wir haben 16 Tote; Fünf davon sind unsere Jungs", erklärte mir Eastman, während ich aufmerksam das Haus ansah. Das Haus der Sekte, war in einen sehr verfallenen Zustand. Überall wuchs Unkraut aus den Wänden und den verrotteten Boden, während die Fenster mit Holzbretter zu genagelt waren. Einzig viele Kerzen, an den Wänden schienen den Bewohner Licht zu spenden. Auf dem Boden fand ich bereits viele Leichen. Es mussten sich wohl um die Mitglieder der Sekte handeln. Vorsichtig kauerte ich mich auf den Boden und betrachtete den Leichnam. Es war ein Mann, sein Alter konnte ich nur schwer einschätzen; Auf jeden Fall mittleren Alters. In seinen Händen hielt er noch ein Messer, das er wohl gegen seine Angreifer verwenden wollte; Ein törichter Fehler. Auffällig waren neben den vielen mir unbekannten Tattoos und Narben an seinem nackten Oberkörper,  die unzähligen frischen Einschusslöcher in seiner Brust. "Wie oft habt ihr auf den Eingeschossen?", fragte ich Eastman schockiert. "Ungefähr 22 Mal. Alle von dieser Sekte hier, waren schwer zu töten. Bobby, meinte sogar einer sei trotz Schuss ins Herz aufgestanden und wollte weiter kämpfen", erklärte mir David kühl. "Du solltest dir mal deren Hauptraum ansehen. Das ist wahrlich krank", erklärte er mir. Nachdem wir an weiteren unzähligen Leichen, vorbeigingen; Führte mich David in den Keller des Hauses und er hatte nicht gelogen. Der Keller des Hauses, entpuppte sich Fundgrube des Schreckens. Überall hingen Häute von Menschen, in denen Worte eingeritzt waren. Die Wände waren voller mit Blut gemalten Symbolen unchristlicher Herkunft versehen, während in der Mitte des Raumes ein Altar aus schwarzen Stein stand. Als ich näher hin ging bemerkte ich einen scheußlichen Geruch, der aus einem der Schalen emporstieg und fand darin den verbrannten Leichnam eines Säuglings. Der Anblick versetzte mich in Ekel und Angst. Was haben diese Leute hier nur gemacht. Angespannt sah ich mich weiter um, wobei ich hinter dem Altar etwas fand. Zuerst konnte ich es nicht genau erkennen. Das Licht der Kerzen war zu schwach. "David, komm mal her!", rief ich Eastman zu mir, während ich versuchte das Ding aus der Nische zwischen Wand und Altar zu ziehen. Als ich es erwischte, zog ich es voller freudiger Erwartung hervor. "David, komm her, dass musst du.....", weiter kam ich nicht mehr. Noch bevor ich mich umdrehte wurde ich von etwas stumpfen niedergeschlagen und ich verlor das Bewusstsein.
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