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Killer by my side

GeschichteThriller, Angst / P16 / Het
Jason Voorhees OC (Own Character)
05.03.2018
11.08.2019
24
28.138
5
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05.03.2018 661
 


Ich stellte die dampfende Teetasse beiseite und blieb für einen Moment auf dem Bett sitzen.
Eigentlich wollte ich gar nicht aufstehen, denn ich wusste schon, was mich erwartete.
Heute würden wir im Camp Crystal Lake Holz hacken und darauf hatte ich überhaupt keine Lust.
Ich wollte lieber etwas mit den anderen Mädels unternehmen, anstatt in diesem stickigen, verlassenen Fleckchen auf Holz einzuschlagen.

Meine Eltern hatten mich ohne meinen Willen in dieses Camp geschickt.
Ich hatte sie angefleht hier nicht hin zu müssen, doch sie dachten, dass ich dadurch mehr Freude für die Natur empfinden und besser mit anderen zusammenarbeiten würde.
Doch nichts von diesen beiden Dingen ist eingetroffen und es waren schließlich nur noch zwei Tage bis alle wieder abgeholt wurden.
Diese zwei Tage müsste ich wohl noch durchhalten.

Schlecht gelaunt erhob ich mich und trottete langsam aus dem Zimmer in ein nebenanliegendes Badezimmer.
Es war kaum größer als die Abstellkammer bei mir zu Hause.
Es sah so aus als wären das Waschbecken und die Toilette einfach so dahin gestellt worden ohne, dass sich jemand groß darüber Gedanken gemacht hätte.
Draußen gab es zwar noch eine Dusche, aber die hatte keinen Vorhang oder keine Trennwand und außerdem war das Wasser immer eiskalt.
Da bekam man schon eine Erkältung, wenn man sich nur die Hände wusch.
Um Zeit verstreichen zu lassen, brauchte ich heute extra lange im Bad.
Und die anderen Mädchen aus meinem Zimmer klopften schon ungeduldig an der Tür.

Nach etwa einer halben Stunde saßen alle Kinder mit den Aufsehern um eine abgebrannte Feuerstelle.
Die Aufseher erklärten uns, was wir heute alles tun würden und wie die Gruppen aussehen würden, um die verschiedenen Aufgaben zu übernehmen.
Ich hatte mal wieder Pech gehabt, denn ich musste mit den drei bescheuertsten Idioten aus dem Camp eine Gruppe bilden. Jackie Lawlor, Michelangelo White und Jason Voorhees.
Das Schlimmste daran war, dass alle drei Jungs ein bestimmtes Problem hatten:
Jackie konnte nur auf einem Ohr hören, Michelangelo war stumm und Jason ein sehr missgebildetes Kind.
Als Aufseher bekamen wir Christopher. Zu meinem Glück, denn er war der vertrauenswürdigste und verantwortungsbewusste Aufseher im ganzen Camp.
Außerdem verstand ich mich sehr gut mit ihm.

Unsere Gruppe hatte den Auftrag so viel Holz im Wald zu suchen, wie wir nur finden konnten.

„Sucht am besten große und dicke Stücke“, betonte Lila, eine der Aufseherinnen.

Also gingen wir zu fünft los und suchten große und dicke Stücke Holz.
Doch ich war wenig davon überzeugt, dass wir auch nur ein Stück Holz in der gewünschten Große finden würden. Da müssten wir schon einen Baum fällen.

„He, Eve“, rief Jackie viel zu laut.

Reflexartig hielt ich mir die Ohren zu und wartete bis Jacky seinen überaus lauten Bericht über Schwalbenschwänze gehalten hatte.

„Da hast du dich aber gut informiert, Jackie“, sagte Christopher lächelnd.

Jackie grinste stolz und quatschte den Aufseher mit anderen Waldbewohnern voll.

„Warum muss der immer so nerven?“, murmelte ich und trat einen Zweig in zwei Hälften.

„Ich glaube, er braucht diese Aufmerksamkeit“, sagte jemand neben mir.

Ich fuhr herum und erschrak kurz. Dann sah ich, dass Jason vor mir stand.
Ein wirklich hässliches Geschöpf und ich fragte mich tagtäglich, wie man so jemanden nur lieben konnte.
Ich meinte, diese schiefen, hervorstehenden Zähne, das eine Auge, das tiefer war als das andere, die krumme Nase und der haarlose Kopf.
Trotzdem versuchte ich immer nett zu ihm zu sein, damit sein sonst so trostloses Leben nicht auch noch durch mich ein Stückchen trostloser wurde.

„Ja, da hast du wohl Recht“, sagte ich lächelnd.

Doch mein Blick verharrte nicht lange auf Jason und ich wandte mich wieder dem Holz suchen.
Jedoch bemerkte ich nebenbei, wie er mich weiterhin ansah. Innerlich seufzte ich.
Ich wusste zwar schon lange, dass er mich mochte, aber es war noch nie so nervig, wie in diesem Camp gewesen. Wir wohnten nämlich nur ein paar Häuser voneinander entfernt und gingen auch auf die gleiche Schule.
Das machte die Sache sehr viel schwieriger.

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