Das Katzenhotel

GeschichteRomanze, Fantasy / P12 Slash
05.03.2018
22.03.2018
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Kuroo summte ein wenig vor sich hin, während er auf dem Rückweg zum Nekoma Hotel war. Sein schwarzer Katzenschweif schwenkte hin und her, während er eine Einkaufstasche in der einen Hand hielt.

Erst kurz vor dem Gebäude stoppte er und starrte erschrocken auf die, auf dem Boden liegende, Gestalt, deren Augen geschlossen waren. Ohne groß auf etwas zu achten, trat er auf denjenigen zu und kniete sich neben ihm auf den Boden, stellte die Tasche neben sich ab und besah sich den anderen Jungen einen Moment genauer, überprüfte dessen Atem und Herzschlag, bevor er ein wenig erleichtert durchatmete.

Langsam glitt sein Blick zu den braunen Katzenohren, die der andere hatte, bevor er auch dessen Schweif erkannte, der schlapp zur Seite auf dem Boden lag. Die Kleidung des anderen war zerfetzt und an manchen Ecken erkannte er, dass er ein paar Schrammen am Körper hatte.

Kurz schluckte Kuroo, bevor er den anderen, ohne groß zu zögern, hochnahm, mit einer Hand nach der Einkaufstasche griff und die letzten Meter zu dem Hotel, in dem er lebte und arbeitete, überbrückte. Der andere war ein Stück kleiner als er und somit auch leichter, so dass er nicht allzu große Probleme hatte. Erst recht, da es zum Glück kurz vor dem Gebäude war.

Er schob die Tür mit dem Körper auf, stellte die Tasche an der Seite ab und sah sich kurz um, bevor er jemanden entdeckte, der eine Spur hellere Katzenohren als er hatte, die mehr ins gräuliche gingen, allerdings eine schwarze Spitze besaßen. „Shibayama, kümmer dich um die Einkäufe.“

Der Junge nickte hastig und ging schnell an ihm vorbei, griff nach der Tasche, bevor er sich noch einmal zu Kuroo drehte: „Was ist passiert? Wer ist das?“

„Keine Ahnung“, entgegnete Kuroo und schüttelte nur den Kopf, „aber ich kümmere mich um ihn.“ Danach machte er sich mit dem Kleineren auf dem Arm auf schnellstem Weg in sein eigenes Zimmer, was in dem privaten Teil des Hotels lag, wo er ihn auf seinem Bett ablegte.

Ein wenig seufzend musterte er ihn noch einmal, bevor er dem anderen vorsichtig die zerfetzte Kleidung auszog, um dessen Schrammen und Verletzungen am Körper genauer zu mustern. Zumindest schien der Andere keine schlimmeren Verletzungen zu haben, auch, wenn sein ganzer Körper mit vereinzelten Schrammen überzogen war. Er würde zu gerne wissen, wer der andere war und was ihm passiert war.

Dennoch legte er ihm erst einmal die Bettdecke über den Körper, während er ein wenig schmunzelte. Dessen Katzenohren zuckten ein wenig, während er ansonsten friedlich zu schlafen schien. Auch, wenn es eher so aussah, als wenn der andere ohnmächtig geworden war, gerade sah er eher friedlich schlafend aus.
Vorsichtig strich er ihm über die Stirn, während er flüsterte: „Keine Sorge, hier bist du sicher.“

–*–


Irritiert öffnete er seine Augen, während er verwundert die Bettdecke über ihm umklammert hielt. Wo war er?

Er konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal in einem warmen, gemütlichen Bett geschlafen hatte.

Verwirrt setzte er sich auf und schob die Decke so ein Stück von seinem Körper runter, blinzelte, als er neben sich einige Klamotten auf einem Stuhl zusammengefaltet liegen sah.

Einen Moment starrte er dorthin, bevor er die Tür aufgehen hörte und in Alarmbereitschaft seinen Kopf in die Richtung drehte. Seine Ohren zuckten eindeutig und seine Hände verkrampften sich in der Bettdecke über seinen Beinen.

„Oh, du bist wach“, sprach ein Junge, wohl ein wenig jünger als er, mit schwarzen, kurzen Haaren und grau-schwarzen Katzenohren ihn an, „Kuroo-san meinte, ich soll dir etwas zu Essen vorbeibringen.“

„Kuroo ...? Wer, wo bin ich hier eigentlich?“, fing er leise an und sah den anderen verwirrt an, blickte dann auf das Tablett und das Essen darauf, worauf sein Magen anfing zu knurren. Ein wenig rot geworden senkte er seinen Blick auf die Bettdecke. Er hatte keine Ahnung, wann er das letzte Mal etwas Ordentliches gegessen hatte.

„Du bist im Nekoma Hotel“, sagte der Junge und trat zu ihm, stellte das Tablett auf dem Nachttisch neben dem Bett ab, „mein Name ist Shibayama Yuki. Kuroo-san hat dich draußen gefunden.“

Nur langsam hob er seinen Blick wieder und sah Shibayama an, bevor er zu dem Essen sah, was dieser neben ihm abgestellt hatte. „Entschuldige ... ich sollte euch keine Umstände machen. Ich –“

„Iss erstmal“, unterbrach Shibayama ihn und lächelte ruhig, schwenkte seinen Schweif ein wenig zur Seite.

Immer noch zu überrascht über die Freundlichkeit des anderen, griff er schließlich nach dem Tablett und stellte es vor sich auf dem Bett ab, um sich daran zu machen, ein wenig zu essen. Er wusste, dass sein Magen es vertragen konnte und das er nicht weit kam, wenn er nichts aß. Er konnte danach immer noch zusehen, dass er von hier verschwand. Er durfte nicht hierbleiben.

„Ich muss dann wieder gehen, gibt viel zu tun, also uh ...“, murmelte Shibayama, während er sich ein wenig am Hinterkopf kratzte und sich auf die Zimmertür zubewegte, „ruh dich aus, okay, ah ...?“

Er nickte nur ein wenig, ohne ihn noch einmal anzusehen und stattdessen eher weiterzuessen. Er würde nicht lange hierbleiben. Sobald er wieder bei Kräften war, musste er verschwinden. „... Danke Shibayama“, brachte er dennoch noch leise heraus, bevor der andere das Zimmer wieder verlassen konnte.

„Kein Problem, du bist einer von uns, nicht?“, erwiderte Shibayama und lächelte ihn an, bevor er sich dann wirklich daran machte, das Zimmer zu verlassen und ihren Gast alleine zu lassen.

Ein wenig nachdenklicher stoppte er die Bewegung weiterzuessen und starrte einfach nur vor sich. ‚Einer von uns‘, ging es ihm durch den Kopf und er lächelte ein wenig gequält. Er war nicht, wie die anderen und er würde nie so wie andere Katzenwesen sein.

Nachdem er fertig gegessen und das Tablett wieder auf dem Nachttisch abgestellt hatte, griff er noch nach dem Wasserglas und trank ein wenig langsamer daran. Er würde auf keinen Fall hierbleiben können. Er brachte die anderen nur irgendwann in Gefahr. Er musste von hier weg.

Langsam stellte er das leere Glas wieder neben sich und rutschte unter der Bettdecke hervor, blickte zu den Klamotten auf dem Stuhl und bemerkte dann, dass er nur seine Boxershorts trug.

Seufzend griff er nach den Sachen und zog sich langsam an. Zumindest passten sie ihm einigermaßen, was schon mal ein Vorteil war.

Seine Augen richteten sich auf die Tür, bevor er von dem Bett aufstand und auf diese zugehen wollte, als er in der Bewegung innehielt, als die Zimmertür geöffnet wurde. Erschrocken blieb er auf der Bettkante sitzen und starrte zu der Person, die eintrat. Derjenige schien ein Stück größer zu sein als er, während er eindeutig zu chaotisch umherstehende, schwarze Haare hatte, zusammen mit schwarzen Katzenohren. Seine Augen waren goldbraun, während sein Schweif ebenfalls schwarz und zur Seite geschwenkt war.

„Oh, du bist tatsächlich wach“, fing er an und grinste ihn an, „wie geht es dir?“

Ein wenig überrascht blinzelte er ihn einfach nur an. „Geht schon“, murmelte er schließlich, „wer bist du?“

„Ah, ich heiße Kuroo Tetsuro, dein Retter sozusagen“, entgegnete er grinsend und strich sich durch seine wilden Haare, „und du bist?“

Für einen Moment erwiderte er den Blick des anderen nur schweigend, bevor er schließlich antwortete: „Yaku Morisuke.“

„Yaku, ja? Also, ich nehme nicht an, dass du so schnell wieder fit bist, deswegen solltest du dich wieder hinlegen“, fing Kuroo an und trat zu ihm herüber, schob ihn mit einem sanften Druck zurück aufs Bett, worauf Yaku ein wenig zusammenzuckte und ihn einfach nur verwirrter ansah.

„Lass das“, brummte er und drehte seinen Kopf in die andere Richtung, „und ich bleibe nicht –“

„Du bleibst hier“, sagte Kuroo und sein Tonfall hatte etwas endgültiges, „bis ich dir sage, dass du gehen darfst.“

„Wa–du hast nicht über mich zu bestimmen, Kuroo!“, entgegnete Yaku und starrte ihm nun doch wieder entgegen, während er merkte, wie Kuroo ihn bestimmt auf die Matratze drückte und die Bettdecke wieder über ihn schob, „lass das!“

„Entweder du bleibst freiwillig liegen“, fing Kuroo an, bevor sich ein diabolisches Grinsen auf seine Lippen legte, „oder ich muss dich fesseln, Yaku.“

Erschrocken weitete Yaku seine Augen, bevor er zur anderen Seite blickte und ein wenig leiser sprach: „Du weißt nicht, was du damit tust.“

„Was ...?“, fragte Kuroo überrascht nach, ein wenig erschrocken darüber, dass der andere so auf seine kleine Drohung reagiert hatte, „bitte, ruh dich aus, Yaku. Du hast mir echt einen Schrecken eingejagt, als ich dich draußen gefunden habe.“

Kurz wandte Yaku seinen Kopf wieder zu ihm, seufzte schließlich etwas geschlagen und zog die Decke weiter zu sich hoch, sah ein wenig vorsichtiger zu dem anderen auf: „Na gut ...“

„Gut“, nickte Kuroo ruhig lächelnd, „magst du noch irgendwas? Essen? Trinken?“ Nebenbei griff er nach dem Tablett, um damit langsam aus dem Zimmer zu gehen.

„Eigentlich ... will ich nur schlafen“, entgegnete Yaku schließlich leise, während er sich halb unter der Decke verkroch.

„Dann schlaf dich noch was aus“, sagte Kuroo und schmunzelte ein wenig, bevor er sich daran machte, dass Zimmer zu verlassen und die Tür hinter sich zu schließen.



Irgendwie musste diese Idee raus, nachdem ich über meinen merkwürdigen Katzentraum getwittert hatte ... ^-^''' und ich danach erstmal nur grobe Ideen hatte, bis dann das hier entstand :D

Ich will das hier schon irgendwie fluffig machen, auch, wenn es wohl ein bisschen angst und so enthält...
 
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