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Nur ein Tag

von Caligula
KurzgeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Mercutio Tybalt
04.03.2018
04.03.2018
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~ Nur ein Tag ~

Eigentlich schreibe ich ja kein Tybalt/Mercutio, aber als ich über das Projekt Ein Tag mit dir gestolpert bin, hatte ich die beiden irgendwie im Kopf. Genau genommen, die AU-Version von meinen liebsten Freunden Asia und Shira. Und deshalb habe ich diesen Text als kleines Geschenk für euch geschrieben :3 Ich hoffe, es gefällt euch.

Ein Tag – vierundzwanzig Stunden – den ich gemeinsam mit dir verbrachte

Die erste Stunde schweißte uns zusammen.
„Verdammt...“

Die zweite Stunde ging unter die Haut.
„Ich glaub-“

Die dritte Stunde rief Geister wach.
„Ausgerechnet ein Montague.“

Die vierte Stunde forderte einen Schwur.
„Das bleibt unter uns!“

Die fünfte Stunde wiegte mich in den Schlaf.
„Du bist so schön warm.“

Die sechste Stunde konnte ich dir verzeihen.
„Schätze, wir sitzen im selben Boot.“

Die siebte Stunde zeigte uns die Sonne.
„Wusstest du, dass Schnabeltiere keinen Magen haben?“

Die achte Stunde war unsere Bastion.
„Bereust du es schon?“
„Nicht wirklich. Du?“
„Nein.“

Die neunte Stunde beendete den Sommer.
„Es wird Zeit.“
„Zeit wofür?“
„Zeit zu gehen?“
„Unsinn.“

Die zehnte Stunde verführte dich.
„Willst du immer noch, dass ich gehe?“
„Halt die Klappe.“

Die elfte Stunde zerbrach etwas wie fragiles Glas.
„Verrückt. Unter dem Rot und Blau tragen wir die gleiche Farbe.“

Die zwölfte Stunde gab uns etwas Kostbares zurück.
„Wird sich dadurch etwas ändern?“
„Du wirst immer ein verrückter Spinner bleiben.“

Die dreizehnte Stunde ließ vieles unausgesprochen.
„Zufall?“
„Zu viel Alkohol und zu wenig Auswahl.“
„Ja, die Auswahl war bescheiden.“

Die vierzehnte Stunde brachte mich zurück in deine Arme.
„Ich sollte gehen...“
„Du musst nicht gehen.“
„Ich könnte gehen.“
„Jetzt komm schon her.“

Die fünfzehnte Stunde entstammte meinen Alpträumen.
„Du hast gut mitgespielt.“
„Wie...meinst du das...?“
„Komm runter, ich verarsch dich bloß.“
„Arschloch!“

Die sechzehnte Stunde rettete Leben.
„Es tut mir leid. Es sollte ein Spaß sein.“
„Kann nicht drüber lachen.“
„Tu's für mich.“

Die siebzehnte Stunde ließ uns Luftschlösser bauen.
„Würden wir hier bleiben, könnten wir zusammen sein.“
„Du würdest mich wahnsinnig machen.“
„Manchmal schlafe ich auch.“

Die achtzehnte Stunde war ein Moment des unvollkommenen Glücks.
„Ich glaube, ich könnte mich echt an dich gewöhnen.“
„Ich mich auch an dich.“
„Was für eine Scheiße.“

Die neunzehnte Stunde ließ unsere Narben wieder Blut spucken.
„Also, wenn wir uns das nächste Mal begegnen...“
„Ja.“
„Es müsste nicht so sein...“
„Eben doch. Es muss sein.“

Die zwanzigste Stunde brachte uns zum Lachen.
„Im Grunde kann man hierbei auch von einem Kampf reden, oder?“
„Einem Nahkampf?“
„Mit schweren Waffen und scharfer Munition.“
„Spinner.“

Die einundzwanzigste Stunde nahm den Atem.
„Wie kannst du nur so sein?“
„Atemberaubend? Unwiderstehlich?“
„So anders.“
„Bin ich gar nicht. Du kanntest diese Seite nur noch nicht.“

Die zweiundzwanzigste Stunde trennte uns.
„Verdammt, ich muss echt los. Die Jungs brauchen mich.“
„Dann solltest du wohl gehen.“
„Das ist jetzt also der Abschied.“
„...noch nicht.“

Die dreiundzwanzigste Stunde war jeden Kampf wert.
„Wenn ich die Wahl zwischen dir und dem Rest der Welt hätte, würde ich gerne dich wählen.“
„Ich dich auch.“
„Was sagst du?“

Die vierundzwanzigste Stunde war die schönste in meinem Leben.
„Es war schön, von dir geliebt zu werden. Wenn auch nur für einen Tag.“
„Es war auch schön, dich einen Tag lang zu lieben.“

Vierundzwanzig Stunden, die auch hätten Tage, Jahre oder Leben sein können.
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