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London is waiting - it´s calling for you!

von Narniala
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Jacob Frye OC (Own Character)
02.03.2018
17.11.2020
38
125.435
14
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15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.08.2020 3.224
 
Tja, was soll ich sagen?
Ich bin mit diesem Kapitel alles andere als zufrieden, aber ich muss es so lassen, da es für die Geschichte wichtig ist und das wo ich Füllkapitel doch so sehr hasse...
Naja, ich hoffe es gefällt euch zumindest etwas und ihr könnt den folgenden zehn Word-Seiten etwas abgewinnen, ich hoffe bis zum nächsten Mal legt sich diese merkwürdige Schreibblockade wieder, bis dahin

Narniala

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Es war doch zum Haare raufen!
Wenn Jacob dachte der letzte Tag wäre stressig gewesen, dann hatte der heutige noch einmal eine lächerlich große Schippe an unnötigen Scherereien und Anstrengungen mit sich gebracht.

Erst war er gefühlte Stunden mit Roth durch das verhältnismäßig hitzegebeutelte London gefahren, dessen Straßen wie immer, natürlich, bis zum geht nicht mehr überfüllt gewesen waren und das alles um einige von Starricks Strippenziehern zu entführen.
Keine sehr dankbare Aufgabe. Bei den ganzen Wachen und Patrouillen die scheinbar nur darauf gewartet hatten das er auftauchte.  

ABER, er hatte allen Widrigkeiten getrotzt und war kein einziges mal gesehen worden. Es war einfacher gewesen sich durchzuschleichen. Alleine schon um den Frieden mit seiner Schwester aufrecht zu erhalten.

Als er gestern am späten Nachmittag zum Zug zurückgekehrt war, war die Stimmung so eisig gewesen wie zuletzt als Freya wieder nach Crawley gegangen war.
Ärger im Paradies? Definitiv.
Greenie und sein Schwesterherz hatten sich verkracht, so richtig mit Drama und allem. Freya hatte ziemlich verzweifelt ausgesehen in dem ganzen Theater. Erst hatten sich die beiden angeschrien, dann angeschwiegen, zumindest hatte Freya das erzählt. Sie war ziemlich überfordert mit den hochkochenden Emotionen gewesen. Clara war wohl da gewesen um den Mittag herum, mehr hatte Freya nicht über den Tag erzählt.

Sie war heil froh gewesen Jacob zu sehen, so eine stürmische Begrüßung hatte er noch nie von ihr zu spüren bekommen, nicht von Freya.
Eigentlich sollte er sich ja freuen, aber das ganze Brimborium außenherum hätte man, in diesem Fall seine Schwester, sich sparen können.
Seine Schwester hatte Melodrama echt drauf, hm...und das wo seien Schwester ihn doch immer für alle Dramen in und um London verantwortlich machte.
Äußerst Ironisch.

Von wegen er stiftete immer nur Chaos…

Nein, heute hatte er wirklich sehr Assassinenhaft operiert, kein Chaos, keine Verwüstung, keine Brände.
Wie gesagt, der Tag war anstrengend gewesen und leider Gottes, falls es denn einen gab, war er noch lange nicht zu Ende.
Er hatte noch ein weiteres… „Date“. Leider nicht mit der Dame seiner Wahl, aber es war seine einzige Möglichkeit an die Informationen zu kommen die er brauchte. Die Politik in London war ebenso Verwinkelt und intrigant wie sie korrupt war.

Dieses neue Anti-Korruptions-Gesetz würde niemals durchkommen wenn die Mächtigsten Männer der Stadt ihre Kontakte und ihr Vermögen spielen ließen. Der angriff auf den Premier war das beste Beispiel dafür.

Und das war der Grund warum er jetzt in einer Kutsche auf dem Weg ins Nobelste Viertel der ganzen Stadt war, um seine Begleitung für den heutigen Abend abzuholen. Alleine. Freya war eh unterwegs und auch wenn sie darauf bestanden hatte zu erfahren wo genau er sich herumtreiben würde, hatte sie ihm freie Hand gelassen und nicht darauf bestanden mit zu kommen.

Wahrscheinlich hatte sie angst ihm die Luft zum Atmen zu nehmen und ihn einzuengen, so das er sie am Ende verlassen würde, weil sie ihm zu anstrengen wurde. Als ob er das jemals könnte.

Er stieß ein leises schnauben aus.
Sie trieb sich jetzt bestimmt in irgendeinem Kampfclub herum und hatte spaß, ohne ihn. Ein kleines Beißen machte sich in seiner Brust breit. War das Eifersucht?
Nein, nein das konnte nicht sein!
Er war nicht eifersüchtig.

Das konnte überhaupt nicht sein…

Nein…nein…er…das war nur weil Freya tun konnte was sie wollte und er hierzu gezwungen war…

Seufzend stoppte er die Kutsche. Er war da. Mrs. Disraeli wollte in ihrem Garten auf sie warten und so langsam verstand er warum. Da lungerten mehrere Paparazzi, brennend darauf den neusten klatsch und tratsch der Politik zu ergeiern.

Er sprang vom Dach in den kleinen Park, der sich Garten schimpfte. Der dekadente Geruch von Rosen, Primeln und Kamille lag schwer in der Luft.
„Oh Mr. Frye! Wie schön sie wieder zu sehen!“ Gilfte die Lady kaum war er aus dem Schatten getreten und auch die Töle in ihrer Handtasche machte ordentlich Rabatz kaum näherte er sich.
Na das versprach ja lustig zu werden…

„Guten Abend, ich…“ Da kratzte er schon seinen anerzogene Englische Manier zusammen und dann wurde er unterbrochen…
„Mr. Frye, es tut mir leid, aber ich glaube ich muss unser kleines Treffen absagen. Das Haus und unsere Kutsche stehen schon den ganzen Tag unter Beobachtung, ich kann nicht dabei gesehen werden wie ich einen Ort wie Devils Acer besuche.“
„Die Werden kein Problem sein, vertrauen sie mir Madam, in fünf Minuten ist der Weg frei.“ Er brauchte den Namen des Mannes in der Husarenuniform, sonst würde er sich weiter festfranzen und dafür fehlte ihm eindeutig die Zeit. Für den Moment war es das beste einfach den Namen von der Frau des Premierministers zu bekommen und wenn er dafür ein paar Zeitungsfutzis vertreiben musste dann war ihm das nur recht.

Also verlies er wieder den Garten, diesmal über den bürgerlichen Weg und raus auf die Hauptstraße. Das wäre doch gelacht…

Suchend sah er sich um und fand sofort was er suchte oder wohl besser wen er suchte.
Jacob, du bist ein Teufelskerl dachte er bei sich und ging auf das kleine Mädchen, welches am Aufgang einer Seitengasse herumlungerte zu.

Die Kinder in London waren anders, das hatte er ja an seinem ersten Tag hier bereits festgestellt und in letzter Zeit begann ihm genau das in die Tasche zu spielen…
Breit lächelnd trat er vor das Mädchen das ihn, kaum hatte sie ihn bemerkt, abschätzig musterte.
„Das gehört dir, wenn du die Reporter dazu bringst mir zu folgen.“ Er hielt ihr einen Penny hin den sie sofort und ohne weitere Fragen ergriff.
Jacob hatte schnell gemerkt, dass das was Agnes gesagt hatte stimmte. Mit wenig Geld konnte man in dieser Stadt eine Menge bewegen.

In dem Fall sehr viel in sehr kurzer Zeit…
Da liefen sie, die Reporter, wie eine Aufgescheuchte Schaar Hühner und sie kamen direkt auf ihn zu.
Zeit für ihn zu verschwinden, aber diesmal nicht schnell und Leise wie heute Nachmittag, nein, diesmal mit Karacho und einer Menge Lärm!
Der Spaß würde niemals enden…

Einige Straßen weiter betrat eine schmale Gestalt mit Kapuze grade einen der renommiertesten Kampfclubs in ganz London. Die Gesellschaft in diesem Etablissement war anders als in den üblichen Schluchten der Gewalt die sich in bestimmten Vierteln der Hauptstadt gebildet hatten. Freya schätzte diese Orte, eben wegen der skrupellosen Schläger und den schnellen K.O.´s, es ging ihr dabei weniger um den Profit als um den Spaß und die Ablenkung, mal ganz von dem Schockierten Blick der „Starken Jungs“ abgesehen wenn sie sie mit ihren eigenen Muskeln schlug.

Freya musste nicht stark sein. Sie musste nur schnell sein.
Und das war sie, auch wenn sie es sonst hasste nicht so viel Kraft wie andere Assassinen zu haben, die vielen Muskeln standen den meisten Kämpfern früher oder später im weg und machten sie langsam und behäbig.
Das Problem hatte sie noch nie gehabt.

Wie hatte George immer gesagt?
„Nutze deinen Vorteil, egal welcher es ist. Du musst nicht stärker als dein Gegner sein, nur schlauer.“ Gerissen. So hatte er ihren Kampfstiel immer genannt. Gerissen und flink, wie eine kleine Hauskatze die beschlossen hatte einen Bären zu erlegen.

Sie lächelte. Dieser Club war wirklich etwas anderes. Da war eine gut gefüllte Tribüne um den befestigten Boxring aufgebaut und alleine der war Luxuriöser als die gesamte Einrichtung anderer Kampfgruben. Der Boden war mit Holz verkleidet worden und auch wenn die Blutspritzer und Kratzer das perfekt gebohnerte Holz etwas entstellten und dem ganzen Bild ein makabres Aussehen verliehen rundete es den Eindruck von einem gehobenen Club ab. Der Geruch von Schweiß, Blut und Teurem Parfum umwaberte sie und nahm sie tief gefangen wie ein Traum.

Sie zog die Kapuze von ihrem Kopf und sah sich mit einem breiten Lächeln um. Ja, das hier war anders. Das Kliente war gut betucht wie kein zweites in London. Hauptsächlich Männer, nur wenige Frauen.

Die Blasphemie die diesen Ort erfüllt war greifbar. Waren es nicht die Reichen die sich für etwas Besseres hielten? Der Unterschicht überlegen in so vielen Dingen, der Bildung, dem Geist und den Trieben?
Es war Heuchlerisch. Die Männer die am Tag von Etikette und gehobenem höfischen Verhalten predigten trafen sich hier um ihrer Lust nach Gewalt und Brutalität gerecht zu werden und ihre niederen triebe zu befriedigen, schlimmer noch als die Arbeiter klasse. Sie zahlten diesen zweifelsohne teuren eintritt nicht um einen Fairen Kampf zu sehen oder Geld zu machen, sie zahlten für die Zügellosigkeit die sie nicht leben konnte.
Das Blut, splitternde Knochen und grobe Verstümmelung.

Ihnen reichte das normale nicht mehr, ihr eintöniges Leben und das Gutmenschen sein ließ sie leben wie ein Fisch auf dem Land der verzweifelt um sein leben Japst. Die Maßlosigkeit war das einzige das sie noch befriedigen konnte. Die Gesellschaft der Übertreibung hatte über die Vernunft gesiegt.

Und sie würde ihnen geben was sie brauchten, den Heuchlern des Adels und der Tugend. Sie würde ihnen ihre Eigenen Medizin geben und zwar die ganze verdammte Flasche. Ach ja und nebenbei würde sie noch eine beträchtliche Summe Gewinn machen.

Sie wusste das sie klang wie Jacob, aber grade da machte ihr das garnichts aus.
Zielstrebig drängte sich Freya an einigen Aktionären vorbei um sich anzumelden. Keiner der Männer würdigte ihr eines Blickes oder machte Platz, sie waren zu sehr gefangen, teils sabbernd sahen sie in den Kampfring in dem sich drei Männer grade die Seele aus dem Leib schlägerten.

„Miss Fox, eine Überraschung sie zu sehen. Ich setz sie mal auf die Liste, geben sie diesen Raudies noch eine Minute, ich versichere ihnen dann sind sie an der Reihe!“ Robert Topping hatte sie erblick und stand nun in freudiger Erwartung und sich unverhohlen die Hände reibend neben der Tafel um ihren Namen aufzuschreiben.
Freya nickte und ballte einige male ihre Fäuste und schüttelte ihre Arme und Beine aus um die Knöchel auf die bevorstehende, wortwörtliche, Knochenarbeit vorzubereiten. Genau deswegen war sie hier.
Als die neue Runde ausgerufen wurde kletterte sie über die Absperrung, genoss die irritierten Blicke der anderen Kämpfer. Die Menge grölte und klatschte. Sie gingen wohl davon aus die Frau würde innerhalb von Sekunden am Boden liegen und um ihr Leben röcheln. Schwerer Fehler.
Mit einem Zuckersüßen grinsen streckte sie den Arm in Richtung ihrer Gegner und winkte sie mit der Hand näher.
Dann ertönte das Startsignal
Der Spaß würde niemals enden…

„Mrs. Disraeli, Devils Acer.“ Jacob war zu dem Schluss gekommen, dass es garnichtmal so übel sein konnte die überaus einflussreiche Frau des Premierministers hierher zu bringen, sie würde sich ein Bild von den Zuständen hier machen und vielleicht würde sich dann etwas ändern. Auch wenn er nicht viel von Politik hielt, diese Frau war anständig, auch wenn sie eindeutig die Gefahr unterschätzte die von diesem Ort und diese Leuten für sie ausging.

Er warf den Typen auf der anderen Straßenseite einen abschätzigen Blick zu, die waren eindeutig auf Ärger aus.

„Oh wirklich? Ach nein ist das Aufregend!“ Mrs. Disraeli stieg aus der kutsche und lief quasi sofort los, begeistert dreinschauend. Jacob eilte ihr hinterher, das konnte doch nicht sein! Diese Frau war wohl wirklich lebensmüde, wenn sie sich hier einfach so von ihm entfernte…!

„Ma’am, wenn sie wohl meinen Arm nehmen würden?“ Beeilte er sich schritt zu halten. Junge die Frau hatte echt noch Schwung für ihr Alter…

„Ah, wie aufmerksam Mr. Frye! Sie sind wirklich gut erzogen, hat ihnen das schonmal jemand gesagt, ach was sag ich, zweifelsohne liegt ihnen die Frauenwelt zu Füßen, haha!“ Nun da hatte sie nicht ganz unrecht, auch wenn er ganz sicher noch nie ein Kompliment wegen seiner Erziehung bekommen hatte.

„Nun, eigentlich nicht.“ Er zog den Arm seiner Begleitung unter seinem Hindurch.
Sie betraten den Slum und Jacob wurde bei dem Gekläffe von Mrs. Disraelis Hund mehr als einmal beinahe wahnsinnig. Er hatte im Allgemeinen keine besonders gute Beziehung zu Hunden, wahrscheinlich weil er als Kind ein paar Unschöne aufeinandertreffen mit Hunden hatte. Vor allem mit diesen kleinen Bissigen Kampfratten…

Er hatte gewusst das diese Töle ärger machen würde, in welchem Maße war ihm zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht klar, aber sie würde.

Als das ungleiche Paar am Pub ankam, in den Madam gehen wollte um sich mit den, zweifelsohne wundervollen Personen, die hier lebten vertraut zu machen. Trotzdem, diese Frau überraschte Jacob, auf eine gute Art und Weise. Er kannte keine andere Frau aus der Oberschicht die sich mit den armen Leuten auseinandersetzte wenn es nicht unbedingt von Nöten war.

„Ah und das ist also ein Pint?...Bemerkenswert.“ Jacob konnte nicht anders als zu Grinsen als er ihr merkwürdig Verzogenes Gesicht sah. Das war die feine Lady wohl eindeutig nicht gewohnt.
Was war auch sonst zu erwarten gewesen?

„Desmond!“ Jacob sah im Augenwinkel wie jemand die Tasche mit dieser Vermaledeiten Fußhupe schnappte und davon stürmte.
Na großartig.
Er hatte doch gewusst das diese Töle ärger machen wurde!

„Oi! Bleib stehen!“ Jacob knallte seinen Krug auf den schäbigen Holztisch des Pubs, dass das verbliebene Geschenk nur so umher schwappte.
Dann stürmte er los, dem gemeinen Dieb hinterher. Er konnte sich bei weitem nicht erklären warum jemand so einen beschissen lauten Hund klauen sollte, diese Ratte konnte weder einen Menschen, geschweigenden ein ganzes Haus beschützen!

Er jagte dem lauten bellen und knurren nach, es war ja nicht zu überhören…

Als er den Entführer einholte versuchte dieser grade vergebens den kleinen Hund zum schweigen zu bringen.
„Na komm schon großer, gib mir die Töle.“ Mit einem bestimmend Lächeln streckte er abwartend die Arme aus.
„Wenn meine Freunde hier wäre sähe die Sache anders aus! Wir sehen uns wieder, darauf kannst du Gift nehmen Frye!“ Der Mann warf ihm die Tasche mit dem inzwischen jaulenden Hund zu.

„Na dann bringen wir dich mal zu deinem Frauchen zurück das ich in einem der Gefährlichsten Pubs von London alleine gelassen habe…!“ Jacob war schon immer schnell gewesen, aber so schnell wie an diesem Abend war er wohl noch nie gerannt.
In Rekordgeschwindigkeit rannte er zurück zu der Spielunke.
Es konnte doch wohl nicht wahr sein, dass er sie einfach so vergessen hatte!

Oh Gott…hoffentlich kam er nicht zu spät! Wenn der Frau des Premierministers etwas zu stieß, wäre ein fehlender Name das Geringste Problem das er hatte! Die gesamte Politik würde in Aufruhr versetzt werden, erst recht nach den kürzlichen Ereignissen!

Als Jacob um die letzte ecke preschte geriet er ins Straucheln, als er sah WAS sich da abspielte.
Das konnte doch nicht wahr sein…!

Er bremste abrupt ab als er die kleine Menschentraube sah die sich um den Pub-Tisch gebildet hatte und nicht nur die waren neu hier…
Mit wenigen Zügigen Schritten näherte er sich dem Tisch um die Tasche mit dem Hund abzustellen.
„Was machst du denn hier?!“ Nicht das er nicht erfreut war Freya zu sehen aber…Seufz. Schon wieder rettete sie ihm den Arsch.
„Ich wollte mal schauen was du so machst. Außerdem war ich grade in der Nähe.“ Freya stand von ihrem oder wohl besser seinem Platz am Tisch auf. Jacob konnte nicht um hin den eindeutig neuen und nicht grade billig aussehenden Stockdolch zu bemerken den Freya an den Tisch gelehnt hatte und sofort an sich nahm bevor er seine Hände danach ausstrecken konnte.

Jacob zog die Augenbrauen zusammen. Er hatte Freya noch nie mit einem Gehstock gesehen, wirklich noch nie…
Und jetzt auf einmal hatte sie einen? Und nicht nur irgendeinen, dieser war eindeutig wertvoll und mit einer menge liebe zum Detail verziert. Der Stock an sich war von einem burgunderrot und hatte in regelmäßigen Abständen goldene Zierringe eingearbeitet. Er konnte ein paar Asiatisch anmutende Muster auf dem Übergang von Stock zu Knauf erkennen, aber das wohl eindrucksvollste war der Jadegrüne Drachenkopf der Griff dieses eindeutig imposanten Gehstocks darstellte.
„Wo hast du den denn her?“ Er konnte nicht anders als zu fragen, zumal sie ihm die Waffe nicht in die Hände gab.
„Ein Geschenk von Mr. Topping.“ Sie lächelte und fuhr über den Fingern über den reichlich dekorierten Kopf des Drachen.
Da war es wieder. Das stechen in Jacobs Brust. Jetzt war er doch eife-…Nein!
Er war nicht eifersüchtig!
Schluss damit.
„Warum macht er dir Geschenke?“ Fragte er betont beiläufig. Nicht dass es ihn interessieren würde, aber der wohl verschwinde freudigste Gaukler von ganz London war nicht grade bekannt dafür sonderlich spendabel zu sein.

„Warum sollte er nicht?“ Diese Aussage machte es nicht grade besser, eher schlimmer. Jacob hielt die Aufkommende Wut in seinem Bauch so gut es ging zurück, aber das war wirklich alles andere als leicht, das war eine Zerreißprobe!
Wusste Freya überhaupt was sie ihm damit antat?

„Aber, aber Mr. Frye! Eifersucht ist keine Option! Als Dissi um meine Hand anhielt war er auch nicht ohne Nebenbuhler! Ich habe zwei Monate jeden Tag Geschenke und Aufmerksamkeiten von beiden bekommen, wissen sie Konkurrenz belebt das Geschäft hat Dissi gesagt und er hatte recht. Wenige Wochen später waren wir verheiratet.“ Hoppla. Mrs. Disraeli hatte er ja total vergessen…

„Das hat nichts mit Eifersucht zutun Ma’am…“ Freya zog eine Augenbraue hoch. Es war wirklich ungewohnt Jacob so reden zu hören, aber sie könnte sich bestimmt dran gewöhnen auch wenn sie nicht glaubte, dass das jetzt zur Normalität werden würde.
„Mr. Frye ich kenne die Männer. Was mich zu meinem eigentlichen Anliegen bringt: Würden sie mich wohl wieder Nachhause bringen, ich hatte einen Wundervollen Abend aber jetzt will ich wieder zurück.“ Mit einer Geschwindigkeit die Jacob noch immer nicht von der Lady erwartete war sie aufgestanden und Zockelte, mit ihrer Handtasche unter dem Arm, von dannen.

Die Truppe die sich um den Tisch versammelt hatte sah ihn merkwürdig an, so das er nur mit den Schultern zucken konnte. Keine Ahnung was diese Frau ihnen erzählt hatte…
Freya folgte Mrs. Disraeli so das ihm nicht viel anderes übrig blieb als ihr einfach auch zu folgen.
Eifersüchtig…er…pff! Von wegen.

Mürrisch stiefelte er hinter Freya her.
Er wusste das es lächerlich war zu bocken, aber grade war es das einzige das ihm wirklich logisch erschien. Auch wenn er wusste das es das nicht war.
Er machte sich mit jedem Moment lächerlicher.
Und das schlimmste war das er nichts dagegen unternehmen konnte…rein garnichts…dieses verräterische stechen…er konnte es nicht stoppen oder irgendwie lindern…

Er musste es sich eingestehen…er war eifersüchtig.

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