[EMMFF] Danganronpa - Das echt jetzt erste Prequel

von Sam-Kun
MitmachgeschichteKrimi, Mystery / P12
Monkuma OC (Own Character)
01.03.2018
12.06.2019
27
196593
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„Gambas Mörderin ist...“, Igean streckte seinen Arm aus und zeigte auf das Mädchen, das keine zwei Schritt weit weg von ihm stand. „Linala Variant!“
„Waaaaaas?!“, rief die Schwerttänzerin schockiert und bekam direkt Tränen in die Augen. „Wie kannst du nur so etwas Gemeinse behaupten?!“
„L-linala...“, stutzte Yoshimi fassungslos. Mit einem ungläubigen, starren Lächeln sah sie zu ihrer Freundin. „Du würdest so etwas nicht tun, oder? Sag es den anderen...“
„Gleicht man alle bisher entdeckten Hobbyzimmer mit den noch fehlenden Kasseteten ab, bleiben nur noch Linala und ich selbst übrig“, erklärte Igean. „Naomi ist tot. Waldemar und Kuro haben bereits ein Hobbyzimmer.“
„Hey“, rief Linala beleidigt. „Dann bist du genauso verdächtig wie ich! Du hast Gamba umgebracht!“, sie find an zu singen. „Du warst´s, du warst´s, lalalalalala!“
„Als alle verraten haben welche Befehle sie gegeben haben, hast du als einzige eine Zeit lang gewartet“, unterbrach Kuro nun den Gesang. „Damit wolltest du sicher gehen, dass der Befehl nicht doch von einem der noch Lebenden stammte... Du hast ihn dir also unter den Nagel gerissen als sich keiner gemeldet hat und uns gegenüber so getan, als hättest du nur nicht zugehört. Igean hingegen hat uns sofort seinen Befehl verraten ohne zu zögern.“
„Und dann hat Mayumi etwas Schlaues gesagt, was zur Auflösung des Falls beitrug“, rief die Falknerin dazwischen.
„Ich bin also die Mörderin, weil ich dir mal nicht zugehört habe?!“, Linala lachte sich ins Fäustchen. „Aber mein lieber Kuro, du bist so langweilig. Dann wäre ja jeder hier ein Mörder“, sie schüttelte den Kopf. „Kuro wars, ich habs genau gesehen! Er hat mit seinen Tränken dafür gesorgt, dass Gambas Leiche sich zersetzt und zum Skelett wird, damit wir denken es sei Rhino!“
„Dem Mörder blieb keine andere Wahl als abzuwarten, wer welchen Befehl gegeben hatte, wenn er uns anlügen wollte“, meinte die Archäologin nun. „Immerhin wussten wir dank der Regeln nichts darüber.“
„A-aber“, Linala schluckte. „Warum schaut ihr mich jetzt alle so böse an? Habe ich was zwischen den Zähne?“, schief grinsend kratzte sich das Mädchen am Hinterkopf. „Kommt schon, Leute. Ich bin´s, Linala! Eure super niedliche hübsche Freundin der man sogar einen Mord verzeihen könnte weil sie so unglaublich toll ist! Wollen wir nicht einfach für Kuro stimmen? Immerhin war er ja der Mörder soweit ich weiß.“
„Linala...“, Yoshimi schluchzte.
„Sogar du beschuldigst mich?“, rief die Blondine nun schockiert. „U-und ich dachte wir wären fest zusammen und füreinander bestimmt, Yoshimi! Aber keine Sorge, ich rede mich da schon wieder raus, meine heiße Meise! Immerhin habt ihr keine handfesten Beweise, dass ich es war! Oder hat etwa einer von euch gesehen, dass ich Gamba umgebracht habe? Nein?! Tja, dann war ich es auch nicht!“
„Kihihihihi“, erstaunt sahen alle zu Waldemar, welcher sich die Hutkrempe tief ins Gesicht zog „Beim allmächtigen Hut, ich erinnere mich!

Vor längerer Zeit...
Staunend sah Honzo Waldemar bei der Arbeit zu. Der Hutmacher schien wie ausgewechselt. Er war nicht mehr hibbelig, lachte nicht unkontrolliert und redete kaum. Er war vollkommen konzentriert, während er bunte Flicken auf Honzos weiten Pullover nähte. Der Barbier selbst hüllte seinen nackten Oberkörper in ein weites Stück Stoff ein.
„Sag mal... Warum magst du Kuro eigentlich so sehr?“, wollte er nach einer Weile des unbehaglichen Schweigens wissen.
„Hm?“, Waldemar sah von seiner Arbeit auf und sah Honzo ungläubig an. Dann fing er lauthals an zu lachen. „Ahahaha! Wie kommst du darauf, dass ich den toll finde?!“, abrupt verstummte er wieder und beugte sich über den Tisch. „Kuko ist ein ganz schlimmer Perversling... Aber psssst! Das hast du nicht von mir.“, flüsterte er Honzo zu und pustete ihm dann leicht ins Ohr. Dann gluckste er kurz auf und setzte sich wieder. „Welcher Hut würde dir wohl am besten stehen? Es muss etwas sein, dass deine weibliche Seite betont! Vielleicht ja ein schönes großes Paar Brüste!“
Zu Honzos Glück begnügte sich Waldemar vorerst damit, seinen Pullover um einiges farbenfroher gemacht zu haben. Die beiden traten gerade aus dem Textilzimmer, als sie Schritte die Treppe hinaufkommen hörten.
„Oh, hallo.“, begrüßte Linala die zwei fröhlich winkend. Waldemar winkte mit beiden Armen wild lachend zurück, während Honzo die Röte ins Gesicht stieg.
„W-wieso ha-hast du...“
„Nur Unterwäsche an?“, beendete Linala die Frage. „Weil ich gekocht habe!“
„Ach so, na dann ist doch alles geklärt.“, säuselte Waldemar.
„Überhaupt nicht!“, meinte Honzo verwirrt. „Was hat das eine mit dem anderen zu tun.“
„Gefällt dir Linala denn nicht?“, schluchzte die Schwerttänzerin nun traurig.
„S-so habe ich das doch nicht gemeint...“, versuchte Honzo sie nun zu trösten.
„Iiiiih!“, fiepste das Mädchen dann. „Honzo ist pervers und starrt mich voll an, obwohl ich halb nackt bin!“
Schnell drehte sich der Junge um. Die Röte nahm immer weiter zu. „Also... Wo ist dein Kleid?“
„Das war dreckig vom Kochen.“, kicherte Linala. „Eigentlich wollte ich Yoshimis Herz für mich gewinnen, aber irgendwie hat das Müsli plötzlich angefangen zu brennen... Ich wollte es löschen und hab dabei den Topf mit dem Kartoffelbrei umgeworfen und bin auch an die Pfanne mit der geschmolzenen Schokolade dran gekommen...“
„Was soll das bitte für ein Essen gewesen sein?!“, wunderte sich Honzo.
„Wie fies.“, Linala blies beleidigt eine Wange auf. „Da eh alles gebrannt hat, habe ich mein dreckiges Kleid dem Feuer überlassen. Wir haben ja Wechselkleidung in unseren Zimmern... Wer hätte denn ahnen können, dass ich auf dem Rückweg einem Perversen über den Weg laufe.“
„Oh, du hast es wirklich schwer.“, meinte Waldemar mitfühlend. „Ich kenne mich mit sowas aus, dieser Kickeriku verfolgt mich auch ständig mit seinen Blicken.“
„Nicht wahr?!“, meinte Linala glücklich.
„Ähm, sag mal... Hast du das Feuer wenigstens gelöscht?“, wollte Honzo nun wissen. „Weil... Da steigt Rauch aus dem Keller auf.“
„Warum sollte ich?“, gähnte Linala. „Ich zieh mich jetzt um. Wehe, du folgst mir.“
„Tatü Tata, Feuerwehrkuma ist da!“, mit einem Schlauch und einem roten Helm sauste Monokuma an den Dreien vorbei in den Keller. Einige Momente später war der Rauch verzogen und der Bär kam wieder die Treppen hoch. „Puh.“, er wischte sich erschöpft den Schweiß von der Stirn. „Wenn du schon ein Feuer legst, dann töte wenigstens jemanden!“, schimpfte er Linala aus.
„Bäääh!“, machte diese nur und streckte dem Bären die Zunge raus.
„S-... So eine Frechheit!“, rief dieser schockiert und verschwand wieder.


„Habe ich nicht gesehen, wie du gerne nackt kochst?!“, säuselte Waldemar. „Du kamst aus der Küche und hast gesagt, deine Kleidung sei eingesaut, darum warst du nur in Unterwäsche! Dann ist das Stück Stoff hier doch bestimmt dein Kleiderhut! Hanzel und Phuxu können das bezeugen, die waren nämlich auch anwesend! Äh...“, verwirrt sah der Hutmacher sich um. „Wo sind die beiden eigentlich?“
Schockiert sah Linala Waldemar an. Plötzlich war sie gänzlich verstummt. Sie hatte sich eigentlich als glücklich eingeschätzt, da die drei Zeugen, die sie damals gesehen hatten, fast alle gestorben waren. Bis auf Waldemar, welcher zu verrückt war, um solch einer Kleinigkeit seine Aufmerksamkeit zu schenken. „Das ist doch verrückt!“, rief die Schwerttänzerin. „Das ist Waldemar! Wollt ihr seine Aussage wirklich als letzten Beweis akzeptieren?!“, lautlos lachend blickte sie von einem Recken zum anderen. Mit jedem Gesicht zogen sich ihre Mundwinkel weiter nach unten. Niemand glaubte ihr mehr, nicht einmal Yoshimi. Diese stand nur weinend da und hielt sich die Hände vor die Augen.

„Wir haben noch etwas Zeit“, sagte Igean schließlich. „Also fassen wir den Fall noch einmal zusammen. Es war zur Zeit des zweiten Motivs, als besagte Person beschloss, einen Mord zu begehen. Sie nutzte eine Lücke in den Regeln aus, um sich Monokuma auf ihre Seite zu holen.“
„Während der Rest von uns einem anderen Recken einen Befehl gab, teilte der Mörder Monokuma einen Befehl mit, den dieser befolgen musste“, fuhr Rhino fort. „Er lautete: Mache den anderen glaubhaft, dass Gamba Zamba entkommen sei.“
„Gamba wurde als Opfer ausgesucht, weil sein Verschwinden kein Aufsehen erregen würde“, sagte Kuro. „Wir alle dachten, er sei durch seinen Fluchttunnel entkommen. Dabei wurde er nur umgebracht.
„Oh, und ich weiß auch wie“, Mayumi meldete sich eifrig. „Der Mörder hat ihn in die Eiserne Jungfer im Folterkeller gesteckt. Die hat er dann mit einem Monokumaschloss abgesperrt, sodass keiner von uns die Leiche jemals finden konnte.“
„Nachdem das getan war, musste der Mörder seine blutige Kleidung los werden“, fuhr Igean fort. „Er nahm Gambas Spiralschaufel und bohrte ein Loch in die Wand, die Lagerraum und Küche voneinander trennte. Das Werkzeug sowie das Loch selbst wurden durch die Kisten versteckt.“
„Der Täter ging in die Küche und verbrannte dort seine Kleidung in der Feuerstelle, wobei jedoch ein kleines Stück übrig blieb“, erinnerte sich Kuro. „Als er danach die Treppen hoch ging kamen ihm jedoch zu seinem Unglück drei Recken entgegen: Honzo, Phönix und Waldemar. Diesen musste er natürlich eine Lüge auftischen. Er habe sich beim Kochen dreckig gemacht und habe die Kleidung deshalb ausgezogen.“
„Und dann geschah eine ganze Weile erst mal gar nichts“, seufzte Rhino. „Aufgrund der Regeln durften wir nicht über die Befehle sprechen, weshalb niemand Verdacht schöpfte. Ariadne, Phönix und Honzo begangen Morde, wir erlebten zwei weitere Class Trials... Und während all dieser Zeit lag Gambas Leiche in dem Versteck, ohne dass es auch nur einer von uns ahnte. Wir alle hofften darauf, dass er eines Tages zurückkehren und uns retten würde... Das können wir jetzt wohl vergessen.“
„Und dann habe ich die Leiche doch noch gefunden“, Mayumi schlug sich stolz schnaubend auf die Brust. „Zwar etwa eintausend Jahre zu spät, aber ich hab sie gefunden!“
„Dank der atomaren Explosion in der Zukunft ist die Eiserne Jungfer geöffnet worden“, sprach Igean. „Die Leiche war verwest. Übrig blieben nur noch das Skelett und Reste der Kleidung. Aufgrund der Größe und der Latzhose vermuteten wir, dass es sich bei dem Opfer um Rhino handeln müsse, da wir uns in der Zukunft befanden.“
„Eine Tatsache, die dem Mörder wohl ganz gelegen kam“, brummte Kuro und spuckte aus. „Genauso wie der Fakt, dass er die Kassette mit seinem Namen drauf alleine gefunden hat und vernichten konnte.“
„Das deutete darauf hin, dass es sich bei ihm um einen Lügner handeln muss“, nickte Rhino. „Da die Kassetten in Hobbyzimmern versteckt werden und die zerstörte Kassette im Folterkeller gefunden wurde, lässt dies vermuten, dass es sich bei dem Mörder um den Ultimativen Foltermeister handelt.“
„Und er hat sich während des Class Trials durch seine Lügen verraten“, stimmte Igean zu. „Denn bei dem Mörder von Gamba handelt es sich um niemand anderen als... Linala!“
Er zeigte erneut auf das Mädchen. Kuro nickte ihm anerkennend zu.
„Kuro ist pervers, Igean ist fett und Linala ist böse“, kicherte Waldemar. „Anders kann es nicht sein.“

„Schluss jetzt!“, rief Monokuma dazwischen. „Pupupupu! Es wird Zeit für die Abstimmung! Ab jetzt haltet bitte alle eure niedlichen Mündlein und gebt auf eurem Monostein den Namen des Mörders ein.“, die Recken kamen dem Befehl nach und stimmten ab. „Also schön“, Monokuma räusperte sich. „Der Mörder von Gamba Zamba, dem Ultimativen Totengräber, ist... Linala Variant, die Ultimative Foltermeisterin! Ups, habe ich jetzt ihr wahres Talent verraten? Äh... Nun ja... Und eure Stimmen gingen mit einer Mehrzahl an... Linala Variant! Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt die richtige Person gewählt!“
„Wieso...“, hauchte Yoshimi, welche immer noch fassungslos dastand und im Gesicht weiß wie Schnee war.
„Tja, ihr habt mich wohl erwischt“, Linala zwinkerte und streckte grinsend ihre Zunge raus.
„Ich verstehe nicht...“, schluchzte Mayumi auf. „Ich dachte du bist die liebe Schwerttänzerin in unserer Gruppe.“
„Ach, mein Kleines“, Linala kicherte. „So schwer ist es doch gar nicht. Der Schwerttanz ist nur ein Hobby. Aber mein Ultimatives Talent ist das der Foltermeisterin. Und als solche konnte ich getrost darauf verzichten, dass in diesem Spiel ein dummes Video meine wahre Identität verrät“, sie schluchzte. „Hättet ihr erfahren, was mein wahres Talent ist, hättet ihr mich bestimmt für eine Mörderin gehalten und voll diskriminiert!“
„Du bist eine Mörderin“, korrigierte Rhino sie.
„Falls du noch letzte Worte hast um dich zu rechtfertigen“, bemerkte Igean gleichgültig. „Dann wäre jetzt die Zeit.“
„Nicht wirklich“, lachte Linala auf. „Ihr habt das schon gut erraten. Ich hätte mit meinem Befehl an Monokuma auch einfach von hier fliehen können... Aber wäre das nicht super langweilig gewesen, ahahahaha?! Darum habe ich mir lieber einen Spaß gemacht das kleine Kind getötet, das hätte sich ja sonst eh keiner getraut! Und dass Ariadne und Akito dann auch noch umsonst starben war die Kirsche auf dem super leckeren Eisbecher das sich mein Leben nennt, ahahahah!“
„Ich wünsche dir, dass du in der Hölle schmorst“, zischte Rhino.
„Da ist es bestimmt spannender als mit euch“, säuselte die Blondine.
„Ich muss dir mein Lob aussprechen“, sprach Kuro nun mit ernster Stimme dazwischen. „Du hast einen Fall kreiert, den selbst ich nicht lösen konnte. Du hast dir meinen Repsekt verdient... Auch wenn das nicht lange anhalten wird, immerhin wirst du jetzt grausam sterben.“

„Ach ja?“, Linala kicherte amüsiert und leckte sich genüsslich über die Lippen.
„Hä?“, wunderte sich Waldemar. „Sie wird hingerichtet? Aber sie hat doch niemanden umgebracht, wir leben doch alle noch. Werden wir jetzt einfach alle wahllos hingerichtet, kihihihi?! Dann brauche ich ganz schnell einen Hinrichtungshut!“
„Also dann“, meinte Monokuma nun. „Linala Variant. Es wird Zeit für deine Bestrafung!“, rief der König und schlug mit seinem Hammer auf den roten Knopf vor sich.
Man hörte bereits das mechanische Zischen des Greifarms, welcher ausgefahren wurde. „Es wird Zeit für meinen Lieblingstanz“, hauchte Linala mit geröteten Wangen und funkelnden Augen. In ihrer Stimme klang ein Hauch von Zärtlichkeit mit. „Der Tanz des Todes!“, sie griff nach ihren beiden Schwertern.
„Die sind stumpf, du Idiotin“, meinte Rhino nur, während sich Kuros Augen geschockt weitete. Linala zog die Klingen nicht wie sonst aus ihren Scheiden heraus. Sie hatte die Griffe vorher ein Stück weit gedreht. Unwillkürlich erinnerte sich an die etlichen Male, in denen er gesehen hatte, wie andere Recken Linalas Schwerter samt Hüllen in den Händen hielten und überrascht darüber waren, wie schwer sie sich doch anfühlten. „Oh nein!“, schrie der Alchemist und hockte sich mit Tränen in den Augen zu Boden. „Bitte tu mir nichts!“
„Ich sagte es wird Zeit für die Hinrichtung“, empörte sich Monokuma.
Linala drehte sich um und schwang den Arm gelassen noch oben. So wurde der Greifarm, der nach ihrem Hals trachtete, zurückgeschlagen. „Als Erstes befreie ich mich von dir“, kicherte das Mädchen und schlug mit dem zweiten Schwert zu. Im nächsten Augenblick lag Igean schreiend und mit nur noch einer Hand am Boden.
„Du kannst mir nichts anhaben!“, rief Monokuma wütend. „Äh... glaube ich...“
Doch Linala schien sich für den Bären gar nicht zu interessieren. Laut lachend war sie zu Mayumi übergegangen und ließ den Stahl durch die Luft wirbeln. Dann lag auch die Falknerin mit einer klaffenden Wunde am Boden und schrie wie am Spieß.
„Ich lasse mich doch nicht einfach töten!“, lachte die Foltermeisterin hysterisch auf. „Ich hatte noch lange nicht genug Spaß im Leben!“, als nächstes fuhren die Schneiden über Kuros Rücken. „All die Relikte! Die Magister und Seizons Krieg!“, stöhnte sie genüsslich auf. „Die atomare Explosion will ich auch sehen! Es gibt noch so viel, was ich erleben will! So viel Neues, was es noch geben wird! So viel Blut, dass ich noch sehen kann!“, im nächsten Moment heulte Waldemar auf. Nicht weil er verletzt war, sondern weil Linala den Kaninchenhut kurzerhand in unzählige Teile geschnitten hatte. Mit ihrer nächsten Drehung wehrte sie erneut den Greifarm ab. Monokuma drückte wiederholt auf den Knopf und schickte weitere Greifer los. „Wer kommt als Nächstes dran?“, kicherte Linala, ehe sie Rhino in die Augen blickte. „Oh! Du warst doch so froh noch am Leben zu sein?“, Rhino nahm gar nicht wahr, wie schnell das Mädchen die Distanz zwischen ihr und sich überwunden hatte. Mit einem Mal steckten zwei Schwerter in ihrem Körper und durchbohrten sie. Linala zog sie wieder heraus, Rhino sackte zusammen, und die Foltermeisterin sah sich um. Shina hatte ihr den Rücken gekehrt und kniete. Sie hielt die Hände direkt vors Gesicht, sah hoch in den Himmel und betete inbrünstig. Dann wanderte Linalas Blick zu Yoshimi. Mit geröteten Wangen leckte sie sich über die Lippen und ging, Blut überschmiert wie sie war, auf die Verführung zu. „Keine Sorge. Dich könnte ich niemals verletzen“, hauchte sie ihr zärtlich ins Ohrt. „Ihr solltet eure Gesichter sehen. Diese Leiden. Diese Qualen“, sie kicherte leise und küsste Yoshimi auf die Wange. „Dafür Lebe ich. Das Alles war es wert, dich und alle hier zu verraten. Wie wärs, meine Süße? Wollen wir zusammen abtreten?“, sie holte zum Schlag aus und zielte auf Yoshimis Herz. Doch bevor sie es treffen konnte, wurde sie plötzlich weggezogen.
„Ha! Die Ultimative Verführung war mal nützlich, indem sie Linala abgelenkt hat“, lachte Monokuma erleichtert auf, während die Foltermeisterin mit einem laut kreischenden, hysterischen Lachen und nur noch einem Schwert in der Hand in den Abgrund gezogen wurde. Die zweite Klinge landete direkt vor Yoshimi am Boden.

Die Bildschirme schalteten sich ein. Kuro zwang sich trotz der Schmerzen nach oben zu sehen. Er wollte es nicht verpassen, wenn dieses Mädchen ihren letzten Atemzug tat und vorher etliche Qualen litt. Linala fand sich derweil in einer großen unterirdischen Kammer wieder, die durch den roten Schein von Feuerquellen erhellt wurde. Über dem Mädchen strahlte ein leuchtender Schriftzug: „Monokumas Folter-Massenproduktions-Fabrik“. Fest umgriff Linala ihr Schwert und sah sich um. Sie befand sich direkt auf einem Fließband, das sie langsam nach vorne trug. Direkt vor ihr standen lebensgroße Puppen mit blonden Zwillingszöpfen. Links und Rechts von ihr befand sich nichts weiter als ein Becken mit siedenden Öl, welches sie unmöglich überwinden konnte. Sie hob das Schwert hoch und sah nach vorne, um zu erkennen, wo das Fließband endete. Eine der Puppen, etwa zweihundert Meter weiter entfernt, gelangte an das Ende des Bandes und fiel vornüber auf einen Tisch, wo ihr prompt Arme und Beine festgemacht wurden. Sofort blickte Linala nach unten. Ihre Beine waren bereits angekettet, sie konnte sich nicht mehr bewegen. Sie würde also unweigerlich genau wie die Puppe auf der Bank landen und genau wie diese gerade gestreckt werden. Sie hörte Knochen brechen und zuckte mit einem aufgeregtem Lächeln zusammen. Anscheinend waren die Puppen um einiges Lebensechter als erwartet und besaßen ein eigenes Skelett. Im nächsten Schritt wurde die Plattform der Puppe zu einer anderen Station gefahren. Die Streckbank schipperte auf dem siedenden Öl weiter. Etliche Spritzer gelangten auf die Puppe und zersetzten die Haut. Derweil kamen aus den Wänden kleine Daumenschrauben gefahren und legten sich an die Finger der Puppe. Binnen weniger Momente waren diese zerquetscht. Als Nächstes wurde die Puppe von der Bank befreit und auf einen mit Nägeln besetzten Stuhl platziert. Von oben fuhr ein metallenes Stirnband herab und legte sich um ihren Kopf. Und dann fing es langsam an enger zu werden. Das schelmische Grinsen der Puppe sah direkt zu Linala. Diese grinste mit Tränen in den Augen zurück. Ob sie Angst hatte oder von Glück erfüllt war vermochte wohl niemand mehr zu sagen. Und dann war der Schädelbrecher zu eng. Der Kopf der Puppe zerplatzte wie ein Ei. Achtlos wurde sie in das siedende Öl geworfen.
Linalas Herz pochte laut und schnell. Es dauerte nicht mehr lange, bis auch sie das Ende des Fließbandes erreicht hatte und genau wie die Puppen vor ihr endete. Doch wenige Meter, bevor das Mädchen auf die Streckbank fiel, sah es breit grinsend in die Kamera und streckte die Zunge raus. Dann wirbelte sie mit ihrem Schwert herum, streckte beide Arme aus und umklammerte den Griff, um mit ganzer Kraft zuzustoßen. Linala hatte sich ihr eigenes Herz durchbohrt und sackte auf der Stelle in sich zusammen, das letzte bisschen Leben aushauchend, ohne Schmerzen empfunden zu haben. Die Bildschirme schalteten sich wieder aus.

Igean und Kuro waren die einzigen Verletzten, die sich die Hinrichtung angesehen hatten. Rhino hatte ihr Bewusstsein verloren, Mayumi und Waldemar weinten laut und Shina betete weiterhin. Yoshimis Gesicht war verheult. Erst, als sie Linala hat sterben sehen, hatte sie es Begriffen. Den Verrat und den Tod ihrer besten Freundin. Erst jetzt erlaubte sie es sich, laut und schmerzerfüllt zu schreien.
„Oh man...“, etwas ratlos sah Monokuma zu den schwer verletzten Recken. „Ähm... Wisst ihr was?!“, er lächelte aufmunternd. „Ich finde, wir haben uns alle eine kleine Pause verdient!“
Er bekam Gewimmer und Geschrei als Antwort.
„Jetzt reißt euch mal bitte zusammen! Indianer kennen kein Schmerz... Auch, wenn keiner von euch einer ist...“, der Bär räusperte sich verlegen. „Wenn jetzt mehrere Leute sterben ohne dass es ein Trial gibt weil Linala offensichtlich die Mörderin wäre, wäre das gar nicht gut für das Spiel. Darum verkünde ich hiermit feierlich, dass wir uns Urlaub vom Killerspiel nehmen werden! Und zwar im Spa-Bereich, den wir extra für solche Notfälle hergerichtet haben, pupupupu! Dafür gibt es auch gleich eine neue Regel! Also wenn ihr kurz von eurem Todeskrampf ablassen und mir zuhören könntet: Wenn von Monokuma Urlaub ausgerufen wurde, müssen sich die Teilnehmer in den Spa-Bereich begeben und dort bleiben. Hier sollen sie wieder fit für das Spiel gemacht werden. Im Spa-Bereich sind Morde strengstens untersagt. Es gibt auch kein Class Trial, sollte ein Teilnehmer im Spa-Bereich sterben. Also erholt euch gut, pupupupu!“, lachend schlug der Bär mit seinem Hammer auf den großen roten Knopf vor sich. Daraufhin fiel die schwebende Plattform wie üblich ruckartig in Richtung Boden.

Unten angekommen stöhnte Igean. Er sah zu Rhino und wollte ihr helfen, doch sein eigener Blutverlust war zu hoch. Er konnte sich nicht mehr rühren.
„Ja ja, ist ja schon gut“, fuhr Monokuma ihn an. „Ich lasse Tragen kommen und behandle eure Wunden.“
Kuro stand trotz der schmerzenden Schnittwunden auf und sah zu Yoshimi. „Du hast dich für Linala entschieden. Und jetzt bezahlst du den Preis dafür“, zischte er. „Auf dass es dich ewig heisuchen wird, du verräterische Hure.“
Shina indes hatte endlich aufgehört zu beten und erhob sich. Wortlos verließ die Verräterin und Hohepriesterin die Plattform und ging einige Schritte voran. Dann hielt sie plötzlich Inne und drehte sich um. Sie hustete krampfhaft und hielt sich den unverletzten Bauch. „Scheint, als hätte man mich erwischt“, sagte sie dann mit einem blassen, aber lieben Lächeln. Irritiert sahen die Recken, die noch bei Bewusstsein waren, zu ihr. „Ihr seid ja so niedlich und so naiv“, sprach Shina mit einer warmen, geradezu mütterlichen Stimme. „Ihr wisst doch von Anfang an wer hier wer ist.“
Und dann explodierte sie. Mit einem lauten Knall stieg der Dampf aus ihrem Körper. Der Magen war aufgerissen, Blut spritzte heraus und Shina Akarui fiel zu Boden. Ihre Augen wurden matt und starrten in die Richtung der anderen.
„Eine Leiche wurde gefunden“, dieses Mal brauchte Monokuma die Durchsage nicht über die Bildschirme zu verkünden, da er noch anwesend war. „Aber das ist jetzt erst einmal egal“, auf zwei Tragen, die von selbst fuhren, wurden Igean und Rhino einfach an Shinas Leiche vorbei transportiert. Monokuma hob fröhlich die Arme in die Luft. Wie aus dem Nichts lag plötzlich eine bunte Blumenkette um seinem Hals und eine herzförmige Sonnenbrille auf seiner Nase. „Denn jetzt genießen wir erst einmal unseren Urlaub, pupupupu! Und danach könnt ihr immer noch ermitteln!“

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Aktualisiertes Gruppenbild


Aktualisierte Gruppeninfo


Die kleine Rückblende von Waldemar hat übrigens wirklich so in Kapitel 11 stattgefunden ;) Ich hatte damals drei Charakter das bezeugen lassen in der Hoffnung, dass bis jetzt einer von ihnen überlebt um das sagen zu können. Das war ganz schön knapp würd ich sagen xD

Ansonsten hoffe ich ihr seid nicht allzu starr vor Schock und könnt mir bis zum 17.06. eure Antworten auf folgende Fragen schicken  :D
- Was hält euer Charakter von den Geschehnissen? (Linalas Tod, ihr Amoklauf und dass ihr verletzt seid, der ausgerufene Urlaub und Shinas Tod)
- Was möchtet ihr während des Urlaubs gerne machen? (Der Spa-Bereich ist noch nicht ganz designt, ich habe ihn offen gelassen, solltet ihr bestimmte Ideen umsetzen wollen, was ihr dort machen wollt :) Gilt natürlich auch für die schwer Verletzten ^^)
- Sonstiges

GLG
Sam
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