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Fen'Harel, ich sehe dich

KurzgeschichteTragödie, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Solas
28.02.2018
22.02.2021
16
20.741
8
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06.06.2019 2.334
 
VI. TAM


Tam erwachte ruhig aus einem langen, tiefen Schlaf. Sie wusste es, denn sie war absolut entspannt und kannte die verschiedenen Abstufungen des Schlafentzuges genau. Umso mehr fragte sie sich, weshalb ihr dieser erholsame Schlaf vergönnt gewesen war.
Ach ja, der Kampf… Leliana… sie hatte auf Solas gezielt und Tam hatte es aus ihrem Versteck im Schatten gesehen. Und sie hatte es nicht zulassen können. Alles, was danach kam, war Dunkelheit.

Die junge Elfe ließ ihre Augen wandern, als ihre Ohren das Knistern eines Feuers wahrnahmen und sie feststellte, dass sie in einem weichen Bett lag. Nicht ihr eigenes, wohlgemerkt. Schnell erkannte sie Solas‘ Gemächer im schwachen Schein der Flammen. Er musste sie gerettet haben.
Tam fühlte unter ihrem Hemd nach der Stelle, die der Pfeil getroffen hatte. Keine Wunde, doch ein unangenehmes Ziehen zeugte noch von ihrer kurzen Laufbahn als Nadelkissen.
Sie drehte sich um auf ihrem Lager und entdeckte dabei erstaunt, dass Solas neben ihr lag. Auf dem Rücken mit einem Arm unter dem Kopf. Hatte er sich so um sie gesorgt, dass er sie nicht alleine lassen wollte?
Er schlief offenbar, atmete ruhig. Und hatte sich wohl gewaschen, denn er lag dort lediglich mit einer frischen Hose bekleidet. Keinerlei Spuren des Kampfes waren an ihm zu erkennen.
Makellos… schoss es Tam durch den Kopf und sofort schämte sie sich ihrer Gedanken.
Und doch, er war es.
Sein Körper, der schon so lange lebte, war schlank und dennoch muskulös. Auf der hellen Haut fand sich kein Kratzer, keine Narbe, wirkte unverbraucht wie die eines Kindes.
Tam konnte das jedenfalls nicht von sich behaupten. Sie hatte einige Narben durch Fehler, die ihr früher unterlaufen waren.

Sie richtete sich auf, beugte sich leicht über den schlafenden Wolf und betrachtete seine Gesichtszüge. All die Geschichte, die sich hinter dieser glatten Stirn verbarg. Wie schon bei ihrer ersten Begegnung war sie der Meinung, man sah ihm nichts davon an. Noch immer fand sie, dass er wie ein gewöhnlicher junger Elf aussah. Was ihn attraktiv machte, war schwer zu erfassen.

„Solas?“, flüsterte sie. Wollte wissen, ob er wirklich schlief.
Und als sie so über ihn gebeugt war, wanderten ihre Augen über seine gut definierten Arme, den nackten Oberkörper. Sie biss sich auf die Unterlippe, als sie mit sich selbst focht, schaute noch einmal in sein Gesicht, das jedoch keine Regung zeigte. Dann hielt sie ihr Haar mit einer Hand in einem Zopf nach oben, damit es nicht hinabfiel und ihn möglicherweise noch wachkitzelte, stützte sich mit der anderen neben ihm ab und brachte ihr Gesicht ganz nah über seine ebenmäßige Haut. Sog seinen Geruch von Wald und Seife ein, der ihm zu Eigen war und der ihr mittlerweile so vertraut war. Sie hatte nicht vor, ihn zu berühren, doch mit Nase und Lippen nur knapp über seiner Haut, fühlte sie sich, als würde sie es tun. Wanderte über seine Brust, seinen flachen Bauch und hielt dort an, wo Muskeln und Sehnen schließlich vom Bund der Hose verdeckt wurden. Sie erschrak ein wenig über das Verlangen, das sich in ihr breit machte, diesen nach unten zu ziehen und ihre Lippen stattdessen darauf zu pressen.

Was, zum Henker, tat sie da nur?

Sie drehte den Kopf zur Seite und schloss die Augen, um wieder zu sich zu kommen. Atmete dabei tief ein. Und als sie glaubte, sie hätte sich im Griff, öffnete sie die Augen und schaute noch einmal hoch zu seinem Gesicht.
Aus dem Solas‘ blaue Augen sie anstarrten. Wie der Wolf, der seine Beute bereits fest im Blick hat.

V-e-r-d-a-m-m-t-e  Sch…

Tam stieß sich zur Seite Richtung Bettkante ab und hoffte, mit ihrer Schnelligkeit aus dieser prekären Situation fliehen zu können. Doch sie hatte ihn unterschätzt, auch er hatte sich schnell aufgerichtet und packte sie hinten an ihrer Hose, als sie gerade mit dem Bauch über der Bettkante hing und sich abrollen wollte.

In Windeseile musste sie überlegen, was sie nun tun sollte, doch ihre Gedanken wurden unterbrochen, als ihr siedend heiß klar wurde, dass ihre Hose, die er noch immer fest im Griff hatte, ein wenig nachgab und fast ihren halben Po entblößte. Zischend zog sie die Luft ein, doch als sie plötzlich warme Lippen darauf fühlte, entfuhr ihr nur ein verräterisches, heiseres „Ah!“. Sie krallte sich am Bett fest, während ein Zittern nach dem anderen sie durchlief.
Solas hörte nicht auf, sie dort zu küssen, sie immer wieder erschaudern zu lassen, bis seine Hand in ihrem Rücken unter ihr Leinenhemd schlüpfte. Sie spürte den sanften, kühlen Hauch, als er Magie wirkte und… ihre Bandage sich lockerte, von ihr abfiel wie eine zu klein gewordene Haut. Sie keuchte überrascht auf, wollte sie festhalten und verlor dabei selbst den Halt. Tam landete auf den Fellen neben der Schlafstätte. Und blieb dort liegen, geschlagen.

„Du weißt es“, stellte sie fest. „Seit wann?“ Hörte ein Rascheln, als er zu ihr hinunterstieg und mit sanftem Druck an ihrer Schulter zwang, sich zu ihm umzudrehen. Sie ergab sich, stoppte die sinnlosen Versuche, diesen Verband an seiner Stelle zu halten und drehte sich auf den Rücken. Solas kniete über ihr und lächelte leicht.
„Seit wir wieder hier sind, Tam. Wenn das dein richtiger Name ist?“ Er wirkte überhaupt nicht enttäuscht oder wütend.
Sie nickte. „Nun eigentlich… Tamriel. So nennt mich allerdings schon lange niemand mehr.“
„Weshalb hast du all das vor mir verborgen?“ Sein Blick wanderte über sie.
„Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man einem Mann mehr zutraut. Ich wollte dich mit meinen Fähigkeiten überzeugen und mit nichts anderem. Und so… war es einfacher.“
Solas nickte verstehend und es irritierte sie fast, dass ihm das als Erklärung reichte. Er wirkte sogar erleichtert, dass sie kein Mann war und musterte sie mit einer Intensität, die ihre Umgebung mit Energie aufzuladen schien.
„Und nun… Tam?“, fragte er und wartete ab.

Eine gute Frage. Die Situation war nun eine andere. Sie musste sich nicht mehr verstellen, ihn auf Abstand halten, um den Schein zu wahren. Er hatte bereits deutlich gemacht, was er wollte. Und sie?
Sie erinnerte sich, wie so oft in der letzten Zeit, an…

Erst zögerte sie, doch dann hob sie ihre Hände und griff nach seinem Gesicht. Zog ihn zu sich hinunter und küsste ihn. Sie küsste ihn ohne Scheu und der ihr eigenen Neugier und Solas schien nur darauf gewartet zu haben. Sein Körper sank auf sie herab und sein Gewicht löste ein köstliches Gefühl in ihr aus. Sein Mund war sanft und geduldig mit ihr, lockte sie, sog an ihrer Unterlippe, bevor seine Zunge in sie drang und ihr den Atem raubte. Noch nie war sie so geküsst worden. Noch nie war ein solches Kribbeln direkt in ihren Schoß gewandert.
Solas‘ Hände waren ebenfalls nicht untätig. Mit seinem Körper machte er gerade so weit Platz, dass sie über ihr Hemd streichen konnten, spielerisch an ihrer Seite entlang, und fest wieder nach oben, schob den Leinenstoff mit und befreite ihren Oberkörper davon. Bereitwillig hob Tam Kopf und Schultern, um es sich ausziehen zu lassen.
Noch einmal ließ er seine Augen einem Streicheln gleich über sie wandern.
„Ein Schande, was du ihnen angetan hast.“ Der ewig getragene, feste Verband hatte seine Spuren hinterlassen. Ein paar rote Striemen umrahmten ihre Brüste, an den Stellen, wo er mit Schweiß und Dreck zusammen gerieben hatte. Solas ließ seine Hand über ihre Rundungen gleiten und senkte den Kopf, um tausend Küsse auf den Striemen zu verteilen, als wolle er den Schmerz damit vertreiben. Tam hielt den Atem an und bog sich ihm entgegen, ohne dass sie es bewusst tat. Und als sich sein hitziger Mund um ihre Brustwarzen schloss, entfuhr ihr ein kehliger Laut, den sie selbst von sich nicht kannte.

Seine Hand wanderte indes bereits weiter ihren  Bauch hinab, streichelnd und zielstrebig. Tam hielt gespannt den Atem an, was Solas dazu veranlasste, seinen Kopf wieder zu heben und ihr in die Augen zu sehen.
„Du und nervös?“, fragte er in liebevollem Spott.
„Quatsch!“, entgegnete sie, doch so wirklich überzeugend klang es nicht. Oh nein, sie würde ihm jetzt nicht erklären, dass das alles neu für sie war. Er ließ sie jedoch nicht mehr aus den Augen und das machte sie durchaus nervös. Seine Hand glitt bestimmt in ihre Hose zwischen ihre Schenkel, rieb sie sanft. Tam klammerte sich mit ihren Händen an seinem Hals fest und er beobachtete jede ihrer Regungen. Sie versank in seinem Blau, während seine kundigen Finger sie unaufhörlich reizten. Ihr schneller Atem floss in seinen Mund, der über ihrem schwebte. Tam spürte, dass er sich noch zurückhielt.

Plötzlich richtete er sich auf, schob sich über sie und immer weiter hinunter. Seine Zunge zog dabei eine heiße Spur über ihren Hals, die beiden Pfeilnarben, zwischen ihren Brüsten entlang bis hinunter zum Bauchnabel. Dann zog er ihre Hose, die immer noch auf Halbmast hing, endgültig aus, warf sie achtlos hinter sich, und kniete sich zwischen ihre Beine.

„Was hast du vor?“, entfuhr es Tam atemlos und er lächelte wissend.
„Was hattest du denn vorhin vor, als du dachtest, ich schlafe?“, konterte er und die junge Elfe bekam rote Ohren. Er hatte alles mitbekommen, dieser hinterhältige…
Das Wort fiel ihr nicht mehr ein, da sich seine Lippen auf ihre empfindlichste Stelle senkten, sich dort einbrannten und festsaugten. Sie kniff die Augen zusammen und wand sich unter ihm, merkte sehr wohl, wie sich ihr Becken ihm schamlos entgegenreckte, doch sie war außerstande, dies zu verhindern. Seine warme Zunge war nicht grob, aber unbarmherzig. Trieb sie in schwindelerregende Höhen, von deren Existenz sie nichts gewusst hatte. Als sie glaubte, es wäre nicht mehr zu steigern, glitten zusätzlich seine Finger in sie und belehrten sie eines Besseren.

Mittlerweile hörte sie sich selbst stöhnen und als sie sich dessen gewahr wurde, presste sie den Handrücken gegen ihren Mund, was die Töne zumindest zum Teil dämpfte.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Solas‘ Mund von ihr abließ und er sich erneut über sie schob, die Finger der einen Hand noch immer tief in ihr. Mit der anderen Hand zog er die ihre weg.
„Oh nein“, tadelte er leicht, „versteck dich nicht mehr vor mir. Ich will hören, was das mit dir macht, und wissen, dass ich dafür verantwortlich bin.“
Sie wollte antworten, dass er schrecklich eitel war, aber sie konnte sich nur darauf konzentrieren, was seine Finger taten. Wie sie sie weiteten, die brennende, feuchte Hitze immer weiter anfachten. Ja, sie brannte, brannte von innen heraus.

Und dann sah sie, dass auch seine Beherrschung bröckelte. Sein Blick wirkte entrückt, sein Atem beschleunigte sich und er küsste sie immer drängender, vertrieb jegliche Bedenken hinsichtlich ihrer Unerfahrenheit. Denn er gab ihr das Gefühl, das sinnlichste Wesen in Thedas und hinter dem Schleier zu sein. Tam tastete nach seinem Schoß, dem Zentrum der Hitze, und strich mit der Hand über die Wölbung seiner dünnen Hose. Sie war überrascht, wie hart es sich anfühlte. Er legte seine Hand über ihre und verstärkte den Druck, pressten seine Erregung in ihre Handfläche. Erst hatte sie Bedenken, ihm weh zu tun, doch die rauhen Töne, die er daraufhin von sich gab, überzeugten sie schnell vom Gegenteil.
Offenbar konnte und wollte nun auch er nicht mehr warten. Er entledigte sich seiner Hose und Tam spürte seine Erregung an ihrem Oberschenkel, als er schnell in ihre Arme zurückkam.
Dann öffnete er sie zuerst mit seinen Fingern und glitt dann vollständig in sie hinein. Sie rang nach Atem und wurde ganz still, versuchte sich an die ungewohnte Weite zu gewöhnen, während sich in ihr ein Druck aufbaute, der sie erzittern ließ. Sie kam nicht dagegen an, es war eine Welle, die über sie hinwegrollte, unaufhaltsam. Mit einem leisen Schrei umschloss sie ihn zuckend, dass es kein Ende nehmen wollte.

Solas hatte sich kaum gerührt. Nur mit Entzücken genossen, wie sie in einer Heftigkeit kam, die die Gier nach mehr in seinen Augen aufblitzen ließ. Er sah sie aber auch ein wenig überrascht an, als er erkannt hatte, dass er der Erste war, der sie besitzen durfte. Er atmete stoßweise und kämpfte mit seiner eigenen Lust. Sein Gesicht sank an ihren Hals und er flüsterte: „Du bist voller Überraschungen, Tamriel.“ Sie mochte, wie ihr voller Name aus seinem Mund klang. Und dann noch einmal leiser: „Meine Tam…“, was das Flattern in ihrem Bauch erneut anheizte. Bevor er anfing, sich langsam in ihr zu bewegen.

Tam glaubte zu zerspringen, als er in ihre Enge stieß. Sie umklammerte seinen Nacken und fühlte seine Haut an ihrer glühen. Und nun war es an ihr, ihn zu beobachten. Wie er sich immer mehr verlor in ihrer Vereinigung; seine Unnahbarkeit, die Legenden sich auflösten und nichts übrig blieb bis auf den Mann, der sie begehrte. Und den sie ebenso begehrte, wie sie sich nun eingestehen musste.
Sofern sie es beurteilen konnte, war er ein aufmerksamer Liebhaber. Vergaß zu keiner Zeit, sie zu berühren – mal ein zartes Zurückstreichen ihres Haares, mal umfasste er voller Verlangen ihren Hintern. Und auch sie bekam nicht genug davon, ihre Hände über ihn gleiten zu lassen. Seinen Rücken, der allmählich von Schweiß bedeckt wurde, und in den sie sich festkrallte, wenn seine sich bewegenden Hüften die süße Qual zu weit trieben.
Es kam ihr vor, als wären sie außerhalb der Zeit. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie sich tatsächlich liebten. Doch es war so lange, dass sie sich schon fragte, wie er diese Spannung ertragen konnte, während sie selbst zu vergehen drohte.

„Solas…“, seufzte sie, als der Druck erneut ins Unermessliche stieg und sie ihre Beine fest um seine Hüften schlang. „Ich… es passiert schon wieder“, kam es mühsam über ihre Lippen. Er erwiderte ihre fordernden Bewegungen mit tiefen Stößen und nun konnte sie hören, dass die Lust auch ihn übermannte. Sein Atem kam unregelmäßig, zitternd. Seine Finger gruben sich in ihre Taille, ihren Schenkel, als suche er vergeblich Halt. Er spannte sie über ihr an und seine Erregung pulsierte in ihrem Inneren, was sie mehr als faszinierte. Mit einem tiefen Laut bäumte er sich auf. Sie fühlte seine Schauer, schloss die Augen, und ließ sich mitreißen.
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