Drunken, Cuddle, Sex and Sleeping(Mori x Chuuya)

von Nicearth
OneshotAllgemein / P18 Slash
Chuya Nakahara Mori Ougai
28.02.2018
28.02.2018
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Drunken, Cuddle, Sex and Sleeping

Wütend schlossen sich seine Finger enger um das mit Wein gefüllte Glas. Nun hatte es dieser Bastard also auch noch gewagt seine geliebte Schwester zu bezirzen. Zwar hatte sie ihn als "furchteinflößenden Mann" bezeichnet, doch Chuuya konnte die Zuneigung, den Dank und auch die Bewunderung, welche in ihrer Stimme mitschwangen, deutlich heraus hören. Allerdings konnte er sie verstehen. Er hatte viele Kämpfe an Dazais Seite bestritten und sehr von dessen Intelligenz profitiert. Auf seinen Partner konnte er sich immer verlassen. Egal was war, der Brünette war für ihn da. Hatte sich um ihn gekümmert. Hatte ihm das gegeben, was er brauchte. Und dann war er einfach gegangen. Ohne auch nur einen Ton zu sagen. Nicht mal verabschiedet hatte er sich. Dieser verdammte Ego. Er hatte nicht mal gemerkt, wie sehr er den Zwerg, wie er Chuuya manchmal neckisch nannte, verletzte. Natürlich würde Chuuya nie zugeben, was Dazai ihm bedeutete. Nur über seine Leiche! Eher würde er sich die Zunge abbeißen.
Andererseits könnte er ja wie sonst auch seinen Frust im Alkohol ertränken, was er letztendlich auch tat. Statt sich mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen packte er die geöffnete Weinflasche und führte sie zu seinen Lippen, um den edlen Tropfen gierig zu trinken. Er achtete nicht darauf, dass sein kleiner schmächtiger Körper nicht so viel vertug und landete schließlich sturzbetrunken auf Moris Schoß.
Sein Jacket hatte er bereits zu Beginn ihrer kleinen Zusammenkunft ausgezogen und über einen der Stühle geschmissen. Die Weste hing inzwischen mehr schlecht als recht über seinen Schultern und drohte seinen Körper hinab zu gleiten und die unzähligen Gurte zum Vorschein zu bringen, als er sich an den völlig überforderten Mafia Boss, der kurz davor war ihn einfach von seinem Schoß zu kicken, lehnte. Wenn Chuuya dem Älteren nicht in diesem Moment seinen Hut aufgezogen und dabei so unglaublich niedlich ausgesehen hätte, so säße er jetzt auf seinem Hosenboden. Doch so sah er fast aus, wie eines von den kleinen Mädchen, die Mori so abgöttisch liebte.
Der Schwarzhaarige war angetan von dem Kleinen. Er konnte sich nicht erklären weshalb, aber er wollte seine Finger in den rot-gelockten Haaren vergraben. Die zarten Lippen küssen, die sich ihm so verführerisch anboten. Leicht befeuchtet, glänzend und einen kleinen Spalt geöffnet, als würden sie nur auf ihn warten. Sein Kopf bewegte sich von alleine. Seine Lippen näherten sich langsam denen des anderen Mannes. Nur noch wenige Zentimeter trennten sie voneinander, als der Kleinere unsanft von seinem Schoß gezogen wurde.
Kouyou hatte das Treiben der beiden schon eine Weile beobachtet und war der Meinung, dass sowohl ihr Schützling, wie auch Mori bereits zu viel Alkohol intus hatten. Beide würden ihre Taten sicherlich am nächsten Tag bereuen. Im schlimmsten Fall hätten sie in Zukunft vor Verlegenheit sogar Probleme, schlichte Unterhaltungen zu führen, was in einer totalen Katastrophe enden würde. Um das zu verhindern wollte sie Chuuya mit zu sich nehmen. Sie buxierte ihn gerade Richtung Tür, als Mori wieder zur Besinnung kam.
Was hatte er da nur vorgehabt?! Wie war es nur dazu gekommen?!

Schnell zog der Schwarzhaarige den Hut ab, stand ebenfalls auf und bot Kouyou an, dass Chuuya bei ihm auf dem Sofa schlafen könne. Denn in dem kurzen Moment war der Mann mit den fuchsfarbenen Haaren tief und fest eingeschlafen. Er schnarchte sogar und das nicht gerade leise! Die Dame sah ihn skeptisch an, haderte mit sich, ehe sie schließlich einwilligte. Zwar war ihr das eigentlich nicht Recht, doch andererseits war sie auch nicht mehr ganz nüchtern und es war doch ein beachtliches Stück Arbeit den Rothaarigen im schlafenden Zustand runter zu bringen und dann auch noch in sein Bett zu legen. Außerdem konnte Chuuya sich wehren, sollte Mori ihm zu nah kommen, auch wenn es nicht den Anschein gemacht hatte, als würde es ihm missfallen. Dazu hatte er zu eindeutig die Initiative ergriffen. Doch zu seiner Verteidigung: Er war wirklich stock besoffen!
Widerwillig stimmte sie letztendlich zu. Zusammen hoben sie Chuuya aufs Sofa und deckten ihn zu. Anschließend verabschiedete sich auch Kouyou, allerdings nicht ohne sich Gedanken zu machen, ob es die richtige Entscheidung gewesen war.
Jetzt war es zu spät. Sie stieg in den Aufzug, der sie in ihr Apartment bringen sollte, nachdem sie Mori noch einen warnenden Blick zugeworfen hatte. Er sollte ja nicht auf schräge Gedanken kommen!
Allerdings verschwendete der Mafia Boss im Gegensatz zu Kouyou keinen weiteren Gedanken an den Mann auf seinem Sofa. Lieber sah er nochmal nach seiner geliebten Elise-chan, ehe er selbst zu Bett ging und bis in die frühen Morgenstunden schlief.

Er merkte nicht, wie Elise aufstand, durch das Apartment wanderte, den laut schnarchenden Chuuya fand und eine Idee bekam: Mit den richtigen Klamotten, der richtigen Frisur und etwas Schminke sah der Ältere doch sicherlich total weiblich aus, oder? Immerhin besaß er eine recht weibliche Figur und lange Haare hatte er auch.
Das musste sie jetzt ausprobieren. Hatte Kouyou nicht auch mal erwähnt, dass sie gerne einen weiblichen Protegé hätte? Durch Kyoka hatte sie diesen eine Zeit lang, doch die hatte sich nun der Dedektei angeschlossen. Somit hatte Kouyou sie verloren. Eine gute Idee also, ihr Chuuya als Frau vorzusetzen. Zumindest testen konnte sie es ja mal.
In Windeseile holte sie ihren Schminkkoffer und machte sich an die Arbeit. Zuerst flocht sie ihm einen Bauernzopf. Anschließend verfrachtete sie ihn auf den Sessel (*)neben dem Fenster, wobei Chuuya seine Weste endgültig verlor. Im Sitzen konnte sie ihn viel besser schminken.
Rote Lippen. Lidschatten, der perfekt mit seinen Haaren harmonierte und schwarzen Lidstrich. Damit wirkten seine Gesichtszüge noch weiblicher, als sowieso schon. Nur seine Kleidung passte noch nicht, doch da konnte Elise auch nichts dran ändern. Der Rotschopf war zwar recht klein für sein Alter, aber sie war dennnoch kleiner als er, wodurch sie keine passenden Klamotten hätte. Außerdem wollte sie ihm ja auch nicht an die Wäsche. Das wäre ihr dann doch etwas peinlich. Des weiteren hörte sie schlurfende Schritte, die sich ihnen näherten und somit Moris Kommen ankündigten. Zwar wollte sie einerseits wirklich gerne seine Reaktion mitbekommen, doch andererseits wollte sie noch etwas Ruhe haben und nicht von dem Schwarzhaarigen belagert werden, weshalb sie schnell verschwand.

Kaum das sie davon geeilt war, öffnete Mori seine Schlafzimmertür und betrat sein Büro, durch welches er erstmal achtlos hindurch schritt und sich in der Küche einen Kaffee kochte. Sein Schädel brummte. Vielleicht hatte er es am Vorabend doch etwas übertrieben. Dennoch hatte er einiges an wichtigen Aufträgen zu erledigen, ehe er sich noch etwas Ruhe gönnen konnte. Verschlafen ging er an seinen Schreibtisch und machte sich an die Arbeit. Je schneller er fertig war, desto schneller konnte er zurück in sein warmes, weiches, fluffiges Bett. Daran, dass Chuuya bei ihm schlief, dachte er überhaupt nicht. Denn dieser ließ momentan keinen Laut von sich hören. Eine beruhigende Stille legte sich über den dunklen Raum. Der Rothaarige lag da, wie eine schlafende Schönheit. So unschuldig. So friedlich. So wunderschön.
Jedenfalls solange, bis er plötzlich wieder anfing zu Schnarchen. Dadurch erschreckte er seinen Boss so sehr, dass dieser mit der Feder abrutschte und eine riesige Sauerei auf dem Blatt hinterließ. Und als wäre das nicht genug, so hatte er auch noch mit der Hand die restliche Tinte vom Tisch gefegt und damit seinen blutroten Teppich verfärbt. Wirklich überall war etwas von der blauen Tinte hingespritzt. Wie sollte er das nur wieder sauber bekommen? Schnell brachte er die bereits abgearbeiteten Unterlagen in Sicherheit. Zum Glück war es sowieso das letzte Blatt gewesen. Dennoch musste er mit diesem jetzt nochmal ganz von vorne anfangen. Und das nur wegen irgendeinem Idioten, der hier schlief. Nun musste er extra eine Reinigungskraft rufen, die sich um das ganze Chaos kümmern sollte oder er musste es selbst machen. Beides würde einiges an Zeit kosten. Zeit, die er erst hatte, wenn auch das letzte Dokument ausgefüllt war. Äußerst genervt nahm er die benötigten Unterlagen und seine Ersatztinte. Sobald er seine Dokumente fertig ausgefüllt hatte, würde er sich um den Störenfried kümmern. Und er hatte auch schon eine Idee, was die Strafe anging. Schließlich beseitigte sich das Chaos nicht von alleine.
Er legte alles nötige auf den Tisch und machte sich an die Arbeit. Übertrug Buchstabe für Buchstabe und Wort für Wort auf das neue Papier. Erst als er fertig war und auch das letzte Blatt auf dem abgearbeiteten Stapel lag, machte er sich auf die Suche nach dem Übeltäter.
Sein Blick wanderte durch den Raum und blieb schließlich an dem rabenschwarzen Sessel hängen, aus welchem seiner Meinung nach das Schnarchen kam. Langsam entfernte er sich von seinem Schreibtisch und bewegte sich mit bedrohlich klingenden Schritten auf das Möbelstück zu, umging es und blickte den Eindringling an. Erkannte ihn jedoch nicht.
Zuerst dachte er, es würde sich um die einzige Frau der Führungskräfte handeln. Doch zu ihr passten die Klamotten nicht. Außerdem würde sie sicher nicht so laut Schnarchen. Das konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Wie sollte sie auch unbemerkt in sein Büro gekommen sein? Und warum sollte sie hier in dieser unbequemen Position schlafen, wenn sie es auch in ihrem Bett tun konnte. Andererseits kannte er die Person. Da war er sich sicher. Konnte aber absolut nicht einordnen woher, da der Alkohol vom vorherigen Abend ihm die Sinne noch leicht vernebelte und er noch immer von leichten Kopfschmerzen geplagt wurde. Er überlegte.
Dem Gesicht und der Schminke nach zu urteilen handelte es sich um Kouyou. Doch die Klamotten, der Körperbau und die Schnarcherei passte nicht zu ihr. Diese Dinge passten jedoch zu... Chuuya! Natürlich er hatte dem Kleineren gestattet, auf dem Sofa zu nächtigen, damit Kouyou ihn nicht noch runter tragen musste. Immerhin war es ziemlich spät geworden und der Rothaarige war kurz vor ihrem Aufbruch in einen komatösen Schlaf gefallen, der scheinbar noch immer anhielt.
Aber woher kam die Schminke, die das Gesicht des Blauäugigen verzierte? War etwa noch etwas passiert, an das er sich nicht erinnern konnte?
Aber dann wäre Chuuya doch sicher nicht mehr angekleidet. Zwar hatte er bis jetzt noch nie wirklich gefallen an Männern gefunden und auch Frauen über 12 hatten ihm nur zugesagt, wenn sie jünger aussahen, doch dieser hier war anders. Gestern hätte er ihn sogar fast geküsst. Vor Kouyou!
Außerdem war er doch direkt ins Bett gegangen, nachdem die Rothaarige gegangen war.
Also, wieso war der junge Mann auf seinem Sessel geschminkt? Und weshalb lag er auf dem schwarzen Sessel und nicht auf dem gleichfarbigen Sofa?
Erneut wanderte sein Blick durch sein Büro und blieb an dem bordeauroten Schminkköfferchen hängen, welches er Elise-chan zu ihrem letzten Geburtstag geschenkt hatte. Damit hätte sich diese Frage wohl auch erledigt.

"Elise-chan, kommst du mal?!"

Mehr ein Befehl, als eine Frage. Und sie gehorchte. Sofort wurde sie von Mori in die Arme geschlossen und einmal durchgeknuddelt, ehe er ihr den kleinen Koffer zurückgab und sie wieder weg schickte. Anschließend wand er sich wieder Chuuya zu, der noch immer friedlich schlummerte und nichts von dem ganzen Tumult mitbekam.

"Also wirklich! Fängst du einfach an, so laut zu schnarchen, dass ich meinen Papierkram versaue. Und das obwohl ich dir sogar erlaubt habe, hier zu schlafen. Da kannst du wenigstens die Sauerei beseitigen."

Mori ließ eine Hand zu Chuuyas Ohr gleiten und zog leicht an diesem, was der Rothaarige mit einem verschlafenen Brummeln quittierte. Seine Augen blieben allerdings geschlossen. Stattdessen bewegte er sich leicht auf dem Sessel und bot dem Schwarzhaarigen unbewusst seinen Körper dar. Seine Körperhaltung ließ ihn noch weiblicher wirken, als es die Schminke sowieso schon tat. Er ähnelte mehr einem von Moris Mädchen als sich selbst. Und dann noch dieses süße Grummeln.
Der Ärger des Schwarzhaarigen war fast verflogen. Chuuya faszinierte ihn. Veranlasste ihn dazu, seine Finger sanft über dessen Wangen gleiten zu lassen und sich langsam seinen Lippen zu nähern. Sie sahen so weich aus. Er musste einfach von ihnen kosten. Zärtlich trafen seine auf die des Kleineren. Das Rot des Lippenstifts färbte ab. Hinterließ eindeutige Spuren auf Moris Lippen.
Erschrocken riss der Jüngere die Augen auf und starrte den Schwarzhaarigen verwirrt an. Er verstand überhaupt nicht, wo er war. Geschweige denn, weshalb der Ältere so weit über ihn gebeugt war und ihn mit diesem undeutbaren Blick musterte.
Erst nach einem kurzen Moment, als er dann etwas wacher war, erinnerte er sich, sowohl wo er war, als auch weshalb er bei dem Boss der Port Mafia genächtigt hatte. Auch was am Vorabend passiert war. Seine Wangen wurden heiß und er war sich sicher einer überreifen Tomate zu gleichen. Wie war es nur so weit gekommen?!
Während Chuuya sich allmählich an alles erinnerte und am liebsten im Erdboden versunken wäre, verlor sich Mori in den meeresblauen Augen des Jüngeren. Sie blickten ihn so unschuldig an. Ließen Chuuya noch weiblicher wirken. Und dann noch die niedlich geröteten Wangen.
Der Mafia Boss sah immer weniger den Mafioso, der unter ihm lag und immer mehr das süße Mädchen, welchem er so ähnelte.
Erneut näherte er sich dem Kleineren. Von der anfänglichen Wut aufgrund der Störung war nichts mehr geblieben. Der Schwarzhaarige fühlte etwas, was er sich absolut nicht erklären konnte. Sein Körper verlangte nach der Nähe des anderen. Wieso nur?!
Das war verdammt nochmal ein Typ, der ihn da so erregte. Lippen trafen vermehrt aufeinander. Chuuya erstarrte. Wollte zurück weichen, doch sein Körper gehorchte nicht. Hatte er doch schon einige Stunden zuvor nach diesem Gefühl verlangt, was ihm jedoch verweigert wurde.
Mori presste ihn tiefer in den Sessel. Blieb über ihm und umklammerte Chuuyas Hände eisern mit den seinen. Er wollte nicht, dass der Kleinere sich gegen ihn auflehnte oder ihn gar von sich stieß. Er sollte es einfach geschehen lassen und genießen, wozu der Rothaarige nach einem kurzen Moment sogar fähig war. Wie von selbst schlossen sich die blauen Augen. Chuuya warf alle Bedenken über Bord und erwiderte den Kuss. Er vertiefte ihn sogar, indem er seine Lippen einen Spalt breit öffnete und der fremden Zunge Einlass gewährte. Es fühlte sich gut an. Zu gut.

Seine Sinne waren vernebelt. Seine Augen vor Lust verschleiert. Der Rothaarige bemerkte nicht, wie sein Partner den Griff um seine Handgelenke erst lockerte und sie dann schließlich ganz losließ. Der Ältere merkte, dass er nichts mehr zu befürchten hatte. Chuuya hatte Blut geleckt und verlangte eher nach mehr, als dass er versuchte zu entkommen.
Mori ließ seine Hand über den Körper des Mannes mit den fuchsfarbenen Haaren gleiten. Zuerst blieben seine Finger noch oberhalb des Stoffes, doch schnell merkte Mori, dass Chuuya seine Berührungen noch mehr genoss, als er erwartet hatte. Der Jüngere bog sich den neugierigen Fingern entgegen. Wollte mehr von ihnen. Und dem gab der Schwarzhaarige nur zu gerne nach. Gierig wanderten seine Finger über den Körper des anderen. Überwanden den Stoff. Haut traf auf Haut. Chuuya keuchte leise. Versuchte seine Laute der Lust zu unterdrücken, doch es gelang ihm nicht. Er war Mori voll und ganz verfallen. Dessen Lippen wanderten langsam Chuuyas Hals hinab. Verschmierten den Lippenstift auf der Haut des Rothaarigen, was dieser glücklicherweise nicht bemerkte. Gleichzeitig strich Moris Hand von unten her über die schwarzen Ledergurte, welche stets an Chuuyas Körper lagen und einen starken Kontrast zu dem weißen Hemd unter ihnen bildeten. Auch wenn sie dem Älteren sehr gefielen und sie an Chuuya sehr erotisch aussahen, so waren sie dem Schwarzhaarigen nun im Weg. Sie verdeckten das von ihm begehrte Objekt. Das konnte er nicht länger dulden.
Die Lippen des Dominanteren wanderten den Lederriemen entlang und fanden in Chuuyas Nacken schließlich eine Schnalle, mit der man ihn öffnen konnte, was Mori auch direkt tat. Anschließend zog er den schwarzen Riemen mit den Zähnen weg und ließ ihn neben den Sessel fallen.
Kaum waren seine Lippen wieder frei, drückte er sie besitzergreifend auf die des anderen Mannes. Nahm sich, was er begehrte. Gleichzeitig knöpfte er gemächlich die Knöpfe von Chuuyas Hemd auf. Auch der Unterlegene wurde nun aktiv. Da er bemerkt hatte, dass seine Hände nicht mehr festgehalten wurden, ließ er eben diese über den Körper des Älteren gleiten. Zuerst in seinen Nacken. Dann soweit seine zarten Finger in Moris Oberteil reichten. Weit war das nicht. Schon nach kurzer Zeit hatte er nur noch den störenden Stoff zwischen den Fingern. Er packte den Kragen des Schwarzhaarigen und riss sein hemdähnliches Oberteil mit so einem Schwung auf, dass die Knöpfe nur so durch die Gegend flogen, ehe sie zum Stillstand kamen.
Anschließend zog er ihm das Hemd komplett aus und ließ seine Hände den ansatzweise muskulösen Oberkörper hinabwandern, strich andächtig über die weiche Haut und hakte seine Finger schließlich in den Hosenbund des Größeren ein, wo sie erstmal verweilten und Mori bei ihm hielten.
Zusätzlich schlang der Rothaarige seine Beine um die seines Gegenübers. Er wollte den Anderen nicht mehr gehen lassen. Er wollte mehr. Brauchte mehr.

Keuchend löste sich Mori von Chuuyas Lippen. Wanderte erneut dessen Hals hinab. Küsste sein Schlüsselbein und biss spielerisch in die weiche Haut. Ein Stöhnen entwich den Lippen des Kleineren. Es spornte den Mafia Boss weiter an. Dieser in seinen Ohren lieblich klingende Laut.
Moris Hände legten sich an Chuuas Hüfte. Langsam richtete der Schwarzhaarige sich auf. Schnell stahlen sich die kleinen Finger wieder in seinen Nacken. Wurden dort ineinander verschränkt um dem Blauäugigen Halt zu verschaffen. Er wurde hoch gehoben. Kurz lockerte er seine Beine, nur um sie ein Stückchen weiter oben wieder besitzergreifend um den Älteren zu schlingen.
Diesmal waren es Chuuyas Lippen, welche nach Moris langten. Chuuyas Zunge, die sich frech einen Weg in Moris Mundhöhle suchte, sie erkundete und seine Zunge zum Tanz aufforderte.
Mit dem Rothaarigen auf seinem Arm schritt Mori durch die Räume seines Apartments und brachte sie in sein Schlafzimmer. Dort setzte er sich auf den Rand seines Bettes und drückte Chuuya so eng wie möglich an sich. Dieser kam ihm entgegen. Schmiegte sich wie eine rollige Katze an ihn. Nur getrennt vom Stoff ihrer Hosen rieben ihre Glieder aneinander. Sie wollten den jeweils anderen spüren. Ungeduldig wanderten Chuuyas Finger über Moris Schultern und seine Brust. Sie spielten mit seinen Brustwarzen, während er gleichzeitig seinen Lippenstift an der Haut des Schwarzhaarigen verteilte. Er küsste sich über dessen Hals und wanderte dann über Schlüsselbein und Brust runter zu seinem Bauch. Dort verweilte er einen Moment. Ließ seine Zunge über die vampirähnliche Haut gleiten. Bearbeitete sie mit Lippen und Zähnen, um ihr etwas Farbe einzuhauchen. Der Boss der Port Mafia verlor die Beherrschung. Seine Hand glitt in die fuchsfarbenen Haare, drückten Chuuya, der inzwischen zwischen den Beinen des anderen kniete, noch ein Stück runter, sodass dieser seine Mitte direkt vor Augen hatte. Nur der dünne Stoff der Schlafanzugshose und der von Moris Unterhose trennte die Lippen des einen von dem Glied des anderen. Zärtlich leckte der Rothaarige über die weiche Haut und küsste Moris Mitte. Automatisch hakte er seine Finger in den Hosenbund ein und suchte daran Halt.

" Zieh sie aus,"

forderte der Sitzende. Der Griff des Kleineren wurde fester. Nur sehr langsam zog er an dem flauschigen Stoff und befreite Mori somit auch von dem letzten Stückchen Stoff, den er einfach achtlos hinter sich warf und sich lieber Moris Glied widmete, welches steil vor seinen Augen aufragte. Zuerst umspielte er es nur mit der Zunge, doch als Mori ihn ein leises Keuchen hören ließ wurde er mutiger und versuchte es ganz in seiner Mundhöhle aufzunehmen. Wie oft hatte er sich vorgestellt seinen ehemaligen Partner so und auf viele weitere Arten zu befriedigen, während er sich dabei einen runtergeholt hatte? Wie oft hatte er nachts wachgelegen und sich nach Dazais Armen gesehnt? Jetzt konnte er alles, was er je gehofft hatte von einem anderen bekommen. Wahrscheinlich eine einmalige Sache, doch er konnte einfach nicht widerstehen. Zu sehr war er bereits in das Netz seines Verlangens verstrickt.
Moris Stöhnen wurde lauter. Seine Hand krallte sich in Chuuyas Haar. Wusste nicht so recht, ob sie ihn näher an ihren Besitzer ziehen oder ihn von sich schieben sollte, um den Spaß nicht schon frühzeitig zu beenden. Die Entscheidung wurde ihr abgenommen. Der Kleinere entfernte sich ein Stück. Auch er hatte gemerkt, dass sein Partner bald kommen würde, sollte er so weitermachen. Doch das wollte er nicht. Er wollte schließlich auch befriedigt werden. Sein bestes Stück drückte schon schmerzhaft gegen die Innenseite seiner Hose, welche er nun mit einer geschmeidigen Bewegung öffnete und sich ihrer entledigte. Seine Boxershorts und sein bereits geöffnetes Hemd folgten. Kaum hatte er beides in eine Ecke des Zimmers geschleudert, wurde er von dem Schwarzhaarigen auch schon wieder besitzergreifend an sich gezogen. Ein heißer fordernder Kuss folgte. Speichel lief aus Chuuyas Mundwinkel. Wurde von den Fingern des anderen Mannes aufgewischt. Zunächst verweilten sie noch an seiner Wange, doch schon kurze Zeit später glitten sie über den Hals und den Rücken des Rothaarigen und streiften schließlich seinen Hintern. Dort blieben sie kurz, während die zweite Hand nach dem Gleitgel angelte, welches Mori anschließend auf seinen Fingern verteilte, um dem anderen nicht allzu große Schmerzen zuzufügen. Als die glibrige klare Paste einigermaßen auf seinen Fingern verteilt war, begann der erste von ihnen schon sanft Chuuyas Innerstes zu erkunden. Äußerst vorsichtig bereitete der Port Mafia Boss seinen Untergebenen auf sein bestes Stück vor.
Das Stöhnen der Beiden wurde lauter. Die Küsse noch inniger. Das Verlangen unbändig. Plötzlich stöhnte der Rothaarige noch lauter als zuvor. Mori hatte den einen Punkt in ihm gefunden, der ihn in ungeahnte Höhen katapultierte. Er warf seinen Kopf in den Nacken und kam mit dem Namen des Schwarzhaarigen auf den sinnlichen Lippen zwischen ihre Körper, als dieser seine Prostata weiter reizte und gleichzeitig seinen Hals bearbeitete. Chuuyas Fingernägel krallten sich in Moris Schultern, während sein Orgasmus langsam abklang und er sich wieder etwas entspannte, den Fingern in seinem Inneren damit wieder etwas mehr Platz zugestand, welchen sie jedoch nicht nutzten, sondern sich langsam entfernten. Das immer noch harte Glied des jungen Mannes unbefriedigt zurücklassend. Leise murrte er. Dabei hatte er dieses Gefühl genossen. Wollte in diesem Moment nichts mehr, als wieder ausgefüllt zu werden. Er drückte sich den Fingern entgegen, doch sie entglitten ihm trotzdem. Erneut grummelte der Rothaarige, wurde jedoch von einer rauen erregten Stimme getröstet.

“Gleich,”

raunte Mori ihm ins Ohr, ehe er an gleicher Stelle zärtlich zubiß. Gleichzeitig packte er das Fliegengewicht an der Hüfte und drehte sich mit ihm um. Drückte den schmalen Körper in die weichen Laken und positionierte sich anschließend direkt über ihm und zwischen seinen gespreizten Beinen. Nun hatte er seinen Partner da, wo er ihn haben wollte. Die Augen von Lust gezeichnet. Ihre Körper in Chuuyas Saft getränkt. So unglaublich heiß. Der Schwarzhaarige konnte nicht mehr an sich halten. Er setzte sein Glied an das geweitete Loch. Kurz blitzte Angst in den Augen des Kleineren auf. Wie sollte er das Ungetüm, das er nicht mal ganz in seinen Mund bekam, an anderer Stelle ganz aufnehmen?! Doch der Obere wusste damit umzugehen. Seine Lippen legten sich auf die des anderen. Raubten ihm Atem und Verstand, während sie langsam eins wurden. Immer weiter drängte sich das Glied des Älteren in ihn. Stück für Stück eroberte Mori Chuuyas Körper. Und erst als er ganz in ihn eingedrungen war, ließ er von den sündhaften Lippen ab. Gab dem Blauäugigen einen Moment sich an ihn zu gewöhnen. Genoss gleichzeitig den Anblick, der sich ihm bot. Die meeresblauen Irden halb geschlossen. Der fuchsfarbene Zopf zerzaust und halb aufgelöst. Einfach nur zum anbeißen.
Erst als der Untere leicht nickte und dem Anführer der Port Mafia so sein Einverständnis mitteilte, bewegte sich dieser. Er zog sich langsam zurück, stieß dann wieder zu. Nur um diese Prozedur zu wiederholen. Diese Enge, die ihn umgab... unglaublich. So würde es sicherlich nicht lange dauern bis er kam. Schade eigentlich. Andererseits wollte er ja auch auf seine Kosten kommen, nachdem Chuuya ihn kurz vor seinem Orgasmus wieder freigegeben hatte.

Moris Bewegungen wurden schneller. Sicherer. Er traf fast jedes mal den einen Punkt in Chuuya, der diesen zum Keuchen und Stöhnen brachte. Auch der Schwarzhaarige hatte Probleme seine Stimme zu bändigen. Beide fieberten ihrem Höhepunkt entgegen. Der Rothaarige krallte sich in die Schultern des Dominanteren, ließ sich von ihm nehmen, nahm seine Umgebung nicht mehr wahr. Das einzige, was zählte, war ihre Vereinigung. Immer wieder stieß Mori zu. Er brachte seinen Untergebenen zum Orgasmus und folgte ihm mit einem Schrei, welchen er versuchte zu dämpfen, indem er Chuuya in die Schulter biss. Anschließend blieb er einen Moment einfach auf dem Kleineren liegen, ehe er sich aus ihm entfernte und sich neben ihn ins Laken fallen ließ, wo er kurze Zeit später einschlief.

Chuuya kam derweil wieder zur Besinnung. Was hatte er nur getan?! Wie konnte es dazu kommen?! Noch lag er in Moris Bett, doch er wusste dort konnte er nicht bleiben. Gott, wie sollte er ihm je wieder unter die Augen treten? Wobei das Ganze eindeutig von dem Schwarzhaarigen ausgegangen war. Er hatte ihm im Schlaf mit einem Kuss überrascht, als wäre er Dornröschen, die unbedingt wachgeküsst werden müsste.
Hastig sprang der Rothaarige auf, fiel jedoch direkt zurück ins Bett und fast gegen Mori. Sein Hintern schmerzte höllisch. Unmöglich konnte er so vernünftig laufen. Geschweige denn sich vernünftig anziehen.
Plötzlich legten sich zwei Arme um seinen schlanken Körper. Er versuchte noch zu entkommen, doch keine Chance. Moris Griff war zu fest. Selbst mit treten und schieben kam er nicht weiter. Wohl oder Übel musste der Rotschopf sich fügen. Zumindest hatte er es bequem und durch die Körperwärme des anderen auch schön warm. Eigentlich genau das, was er sich schon lange mal gewünscht hatte. Die Wärme lullte ihn ein und er merkte wie müde er doch eigentlich war. Die Nacht war kurz gewesen und der Morgen bereits sehr erfüllt. Seine Augen fielen zu und auch er driftete in das Land der Träume ab. Schmiegte sich im Schlaf enger an Mori und verknotete sogar seine Beine mit denen des anderen Mannes.
So lagen sie da. Eng ineinander verschlungen und unwissend, was die Zukunft ihnen alles bringen würde.

(*) Elise ist Moris Fähigkeit oder ein Teil davon. Sie kann ihm, egal in welcher Situation das Leben retten. Da sie dementsprechend Mori tragen kann, bin ich davon ausgegangen, dass sie auch in der Lage ist Chuuya vom Sofa in den Sessel zu setzen und ihn in die gewünschte Position zu bringen.


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Hey ihr Lieben, hier jetzt die korrigierte und überarbeitete Version. Eigentlich wollte ich ja nur die Rechtschreibung korrigieren und ein zwei Grammatik Fehler, aber irgendwie sind es mal eben um die 800 Wörter mehr geworden.
Naja ich hoffe der OS hat euch gefallen. Über ein Review würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen. Bis bald Weiser Wolf
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