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Sicherer Hafen

GeschichteLiebesgeschichte / P16
28.02.2018
21.10.2020
30
50.424
2
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
17.02.2019 1.535
 
Hallo zusammen!
Hier kommt das neue Kapitel! Viel Spaß und einen schönen Tag euch allen!

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Langsam drehte sich Jimmy um.
Sein Herz schlug ihm bis zum Hals.
Und dann stand er ausgerechnet IHM gegenüber.
"Aaron... Hey..." begrüßte der junge Mann sein Gegenüber.
"Wie geht es dir?" erkundigte sich Aaron mit einem freundlichen Lächeln. Der Afroamerikaner war groß und schlank. Sein durchtrainierter Körper steckte in einem grauen Langarmshirt, dazu trug er eine beigefarbene Jeanshose. Dazu einen passenden, dunkelbraunen Ledergürtel. Seine Augen hatten denselben Farbton, wie der Gürtel. Aaron hatte die Haare raspelkurz geschnitten. Jimmy vermutete, dass Aaron erst die Tage bei seinem Onkel Harry im Haarsalon war, um sich die Haare schneiden zu lassen. "Besser. Danke!" antwortete Jimmy und versuchte, sich seine Nervosität nicht anmerken zu lassen. "Komm, ich mach dir was zu essen." sagte Aaron und deutete in Richtung Küche. Jimmy zögerte. Eigentlich wollte er so schnell wie möglich nach Hause. "Ich werde dich nicht anfassen oder so... Ich möchte nur, dass du dich nach der letzten Nacht ein bisschen stärkst. Du hast ziemlich viel getrunken und dich auch mehrmals übergeben." erklärte Aaron. Das überzeugte Jimmy und so folgte er Aaron in die Küche. Tee, Bagels, Rührei, Obst, Gemüse, Aufschnitt und frisch gepresster O-Saft standen schon auf dem Tisch. Jimmy setzte sich und begann langsam zu essen. Aaron nahm am anderen Ende des Tisches Platz und arbeitete an seinem Laptop weiter. Beide schwiegen.
"Wie bin ich eigentlich hierhergekommen?" fragte Jimmy, nachdem er fertig gegessen hatte.
"Ich war gestern Abend noch spazieren. Da habe ich dich randalierend und pöbelnd im Park angetroffen. Die Polizei wollte dich schon mitnehmen. Ich bin dazwischen gegangen und hab dich dann hier her mitgenommen. Deinem Chief habe ich auch schon bescheid gesagt." erklärte Aaron. Jimmy sah ihn erschrocken an.
"Du… Du hast... Chief Boden angerufen? Warum? Das geht den doch gar nichts an!" regte sich der junge Mann auf. "Ich wusste ja nicht, ob du heute Schicht hast... Tut mir übrigens leid, was mit deinem Bruder passiert ist!" sprach Aaron ruhig weiter. Jimmy kochte vor Wut.
Wut auf Chief Boden.
Wut auf Aaron.
Wut auf alles und jeden!

"Spar es dir!" schrie Jimmy und sprang auf. "Und du lässt mich in Zukunft in Ruhe! Ich habe es dir schon mal gesagt: Ich will nichts mehr von dir!" brüllte er sein Gegenüber weiter an. Aaron hob entschuldigend die Hände hoch. Doch ehe er noch etwas sagen konnte, rannte Jimmy aus dem Haus.

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Nach dem schlimmen Vorfall mit Severide wollte Sylvie Brett zu ihrer Freundin und Kollegin Stella gehen. Da diese allerdings nicht auf Anrufe und Nachrichten reagiert hatte, machte sich Sylvie schon Sorgen. Also beschloss die junge Sanitäterin zur Wohnung von Stella zu fahren. Dort angekommen, wuchs die Sorge noch um ein Vielfaches an. Polizei, wo man hinsah, Polizei! "Was ist denn hier los?" fragte sich die junge Frau und sah sich um, in der Hoffnung, ein bekanntes Gesicht zu entdecken.
Und tatsächlich entdeckte sie jemanden: Officer Erin Loren.
"Erin? Erin?" rief Sylvie. Und die junge Polizistin reagierte auch gleich. "Hey Sylvie!" grüßte die dunkelhaarige Frau verhalten.  "Was ist denn hier passiert?" fragte Silvie beunruhigt. Erin seufzte. "Letzte Nacht ist ein Pärchen niedergestochen worden. Der Mann kam schwer verletzt ins Krankenhaus, die Frau war bereits tot. Beide sind beim CFD!" erklärte Erin mit gesenkter Stimme. "Wie ist der Name der Frau? Stella Kidd?" fragte die Sanitäterin nach. Die Polizistin nickte. "Oh Gott!" schrie die Blonde auf und schlug sich die Hände vor den Mund.

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Auf der Wache 51 herrschte zu Beginn der nächsten Schicht eisige Stille. Stellas Tod und die Sorge um Severide schien die anderen Teammitglieder regelrecht zu lähmen. Hinzu kam dann auch noch die mehr als schlechte Laune von Anwärter Borelli. "Chief! Ich will wieder zurück auf die Drehleiter!" sagte Jimmy ohne Umschweife zu seinem Vorgesetzten, als er in dessen Büro marschierte. „Jimmy, setzen Sie sich." bat Boden und zeigte auf die Stühle vor seinem Schreibtisch. "Nein." gab Jimmy zurück. Boden schaute den jungen Mann irritiert an. Jimmy war noch immer wütend auf ihn! Der ältere seufzte leise und fuhr sich mit den Fingern über seinen Schnauzbart. "Jimmy, ich denke, Sie sollten noch damit warten und erst einmal den Tod Ihres Bruders verarbeiten. Lassen Sie sich von Herrmann die Nummer von Kaplan ..." sagte Boden langsam, doch er wurde unterbrochen. "Der Kaplan? Ist das Ihr Ernst? Ich will zurück auf die Drehleiter! So, und nur so, kann ich Danny ehren! Ich brauche kein religiöses Pseudotherapeutengeschwätz!" sagte Jimmy und wurde dabei immer lauter. "Jimmy, ich glaube nicht, dass Sie schon so weit sind, wieder auf der Drehleiter zu arbeiten." sagte Boden ehrlich seine Meinung. "Pah! Was Sie glauben, ist mir sowas von scheißegal! Zur nächsten Schicht bin ich wieder auf der Drehleiter!" schrie Jimmy und stürmte aus dem Büro. Boden seufzte.
Was sollte er nur tun? "Conny?" rief er. "Ja, Chief?" meldete sich diese sofort. "Rufen Sie bitte den Kaplan an. Und Herrmann und Casey sollen herkommen." beauftragte er sie. "Wird gemacht." sagte Conny und ging wieder an ihren Schreibtisch. In diesem Moment kamen Tony, Cruz und Capp. "Dürfen wir kurz stören, Chief?" fragte Capp. "Natürlich. Kommen Sie rein." bat er. "Wie sieht es denn jetzt mit der Rüstgruppe aus, Chief?" fragte Cruz. "Wir bekommen einen Springer. Sein Name ist Alexander Donohue. Capp, Sie sind, bis auf weiteres kommissarischer Lieutenant. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an Casey oder mich wenden." erklärte Chief Boden. "Alex Donohue kommt hier her auf die 51?" fragte Cruz ungläubig. "Kennst du den Kerl?" fragte Capp. "Ja, er ist ein alter Schulfreund von Otis! Echt ein feiner Kerl!" erklärte Cruz.
"Danke für die Lorbeeren, Joe!" ertönte plötzlich hinter ihnen eine warme Männerstimme. "Guten Morgen Chief Boden. Ich bin Alexander Donohue. Aber Alex genügt." stellte sich der Neue vor und reichte Boden die Hand. „Willkommen!“ begrüßte Boden den Neuzugang. Dann begrüßte Alex Capp und Tony. Zum Schluss umarmte er Cruz zur Begrüßung. "Cruz und Otis werden Ihnen alles zeigen. Falls Fragen sind, können Sie sich jederzeit an Capp oder mich wenden." sagte Boden und entließ damit die Männer der Rüstgruppe 3.
"Vielen Dank Chief." sagte der Hochgewachsene Blonde und verließ mit den anderen das Büro.
Otis hüpfte schon aufgeregt auf und ab. Er freute sich sehr, dass sein guter Freund Alex jetzt hier auf der Wache 51 war.

"Wessen Stiefel ist das?" erkundigte sich Alex im Aufenthaltsraum und deutete auf den Stiefel von Stella.
"Stella Kidd. Ihr Ex hat sie getötet. Und Severide liegt wegen dem Arsch im Koma." antwortete Capp mit bitterem Unterton und nahm einen Schluck Kaffee. "Das tut mir leid. Ich hoffe, Lieutenant Severide wird bald wieder gesund." sagte Alex, zückte einen Geldschein aus seiner Hosentasche und steckte diesen in den Stiefel. „Kanntest du Stella?“ erkundigte sich Mouch. „Nein, nicht persönlich. Aber ich habe viel Gutes über sie gehört.“ erklärte Alex und nahm neben Otis am Tisch Platz. „Erzähl mal was von dir.“ forderte Herrmann Alex auf. „Wie kommt es, dass du noch nie im Molly´s warst?“ fügte der Familienvater hinzu. „Ich trinke keinen Alkohol. Und ich bin seit drei Jahren alleinerziehender Vater einer inzwischen achtjährigen Tochter. Ihr Name ist Victoria.“ erklärte der Neuzugang. Herrmann und die anderen musterten den Neuling irritiert. Und in ihren Gesichtern stand groß die Frage nach dem Warum. Das entging Alex natürlich nicht. Er hasste es zwar, darüber zu sprechen. Aber hier fühlte sich der junge Mann sicher genug. Nicht zuletzt wegen der Anwesenheit von Brian. Er seufzte, atmete einmal tief durch und begann dann, zu erzählen. "Meine Mutter starb einen Tag vor meinem 10. Geburtstag. Wir waren zusammen in der Stadt unterwegs, als plötzlich, wie aus dem Nichts, ein Transporter angerast kam. Meine Mutter schubste mich zur Seite in einen Hauseingang. Da wurde sie auch schon erfasst. Später erfuhr ich, dass der Fahrer betrunken war. Das hat mich wohl bis heute geprägt." Alex bekam sofort wieder diesen traurigen Blick. Das erkannte Brian sofort und legte ihm tröstend einen Arm um die Schultern.
"Shit!" war der einstimmige Kommentar der Truppe. "Das tut mir unendlich leid, Alex!" fügte Herrmann noch hinzu. Da ertönte auch schon der Alarm. Ein Großeinsatz bei dem alle Hände gebraucht wurden! Alle rannten zu den Fahrzeugen. Rüstgruppe, Drehleiter und Löschzug stürzten sich in ihre Einsatzkluft. Dann ging es mit Blaulicht und Sirene durch die Stadt.

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Das wars auch schon wieder! Bis nächsten Sonntag!
Eure Julia
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