Spar dir die Ritterlichkeit

von Kathy1899
GeschichteRomanze, Fantasy / P18 Slash
Ezekiel Jones Jankins / Galahad
27.02.2018
08.03.2018
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Es war ein ruhiger Tag. Fast schon zu ruhig dafür, das in der Bibliothek immer etwas zu tun war. Ezekiel saß gerade auf seinem Stuhl, die Füße auf einen Tisch gelegt und die Augen gebannt auf sein Handy gerichtet. Mit diesem konnte er sich zumindestens etwas beschäftigen, und würde nicht vor Langeweile vergehen. Denn was brachte der Bibliothek ein zu Tode gelangweilter Meisterdieb? Flynn war mal wieder irgendwo in der Bibliothek unterwegs um die Bücher zu sortieren oder andere Dinge ins Gleichgewicht zu bringen. Eve und Stone waren dabei ihre Muskeln zu härten, wären Cassandra über mathematischen Formeln grübelte. Und Jenkins breitete eine neue Mission vor.
"Mr. Jones, wollen Sie sich nicht auch ein wenig nützlich machen?" Hallte die Stimme des ehemaligen Ritters durch den Raum. Der jüngste der Bibliothekare sah kurz von seinem Handy auf, und hob eine Augenbraue. Er war nicht gerade begeistert davon, dass ihn hier jeder wie ein kleines Kind zu behandeln schien. Sicherlich war er der jüngste in der Gruppe, allerdings hatte er schon in sehr jungen Jahren anfangen müssen auf sich alleine zu achten. Und deshalb, fand er dass er das Vorrecht darauf hatte, auch wie ein Erwachsener behandelt zu werden.
"Sie wissen doch, wenn ich mich irgendwo beteilige, wird alles nur noch chaotischer als es ohnehin schon ist." Antwortete er und senkte den Blick erneut auf das Display. Das war oft genug klar gemacht worden, im ersten Moment hieß es, hilf uns, doch wenn er dann einmal half, hieß es gleich wieder er soll es lassen da er ohnehin nur mehr durcheinander in die ganze Angelegenheit bringen würde. Und das war ihm dann auch etwas zu blöd. Der grauhaarige Mann, verließen seinen Platz hinter dem Tisch, an dem er meistens anzutreffen war, und stellte sich hinter ihn. Er legte ihm die Hand auf die Schulter, und betrachtete was auch immer sich auf diesen neumodischen Ding vor ihm abspielte.
"Mr. Jones, wenn ich eins in allen Jahren gelernt habe, dann dass man auch einmal über seinen eigenen Schatten springen muss, und die Animositäten beiseite lassen muss. Sind doch ein kluger Junge, stellen sie ihr Licht nicht immer so unter den Scheffel. Wissen Sie, auch ich habe mein Päckchen zu tragen, denn obgleich es vielleicht für viele erstrebenswert erscheinen mag, ist es auch kein Zuckerschlecken unsterblich zu sein. Man bekommt mit wie die Menschheit sich in kleinen Dosen selbst vernichtet. Wie sie die Welt, der Planeten der ihre Heimat sein soll zerstören, wie Menschen andere Menschen foltern und töten, nur um ihren eigenen Vorteil auszubauen. Das war immer so, das ist so und das wird vermutlich auch ewig so bleiben. Man sieht Menschen die einem wichtig sind sterben, ohne etwas dagegen tun zu können. So glauben Sie mir Junge, alles egal wie erstrebenswert ist auf den ersten Blick erscheinen mag, hat seine Tücken." Erklärte er, während er die Hand weiterhin auf Ezekiel's Schulter ruhen ließ. Diese erhob sich daraufhin relativ unerwartet und ebenso abrupt.
"Glauben Sie mir! Ich weiß genau, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist! Ihr habt doch alle gar keine Ahnung was es bedeutet ich zu sein. Ihr denkt ich wäre ach so sehr von mir überzeugt, ihr denkt ich wüsste immer was ich mit meinem Leben anfangen will, ihr denkt, dass mir nichts etwas anhaben kann. Aber ihr habt Unrecht! Ich bin vielleicht eine harte Schale aber habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass ich vielleicht auch einen weichen Kern haben kann? Nein natürlich nicht! Ezekiel Jones hat keine Gefühle. Das scheint zumindestens das zu sein was ihr von mir glaubt. Und bitte dann glaubt es weiter, aber dann maßt euch nicht an, mir zu sagen wie das Leben zu laufen hat! Denn das weiß ich schon ganz genau alleine." Knurrte er leicht ungehalten, während er missmutig davon stapfte und Jenkins seufzend stehen ließ.
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