One Way Or Another

von LesMibus
GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
25.02.2018
15.05.2019
13
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Kapitel 13: M steht für Mighty

,,Und ich dann so...Nain, mit dir nicht.“, brabbelte Shigezane betrunken. Keine Sekunde später brachen Keiji und er in lautem Gelächter aus, wobei sie die Sakeschalen ein weiteres Mal munter zusammenschlugen. Es war früher Nachmittag und die beiden Männer saßen betrunken auf der Veranda, mit Ausblick auf den Garten. Um sie herum kullerten die leeren Sakeflaschen auf den Boden herum. Immer noch lachend klopfte Keiji dem betrunkenen Mann auf den Rücken,  aber die heitere Stimmung wurde schnell von einem ohrenbetäubenden Dröhnen zerrissen. Gefolgt von einem lauten Krachen, welches sich anhörte, als wäre irgendwo im Schloss die Decke eingebrochen und es war kein kleines Stück. Um sicher zu gehen ließ Shigezane seinen Blick einmal von links nach rechts wandern, doch als er bemerkte, dass die Wände um ihn herum noch standen, beendete er seine Sorge mit einem resignierenden Achselzucken. Wird schon keiner eingefallen sein. Mit diesem Gedanken nahm er noch einmal einen kräftigen Schluck aus der Schale. Etwas misstrauisch ließ Keiji seinen betrunkenen Blick ich Richtung der geöffneten Tür schweifen. Er erhaschte das Zimmer, in welchem Shigezane und er seit letzter Nacht wohnten. Die Tür, die in den Gang geführt hätte war verschlossen. Überfordert legte Keiji die Stirn in Falten und sah zurück in den Garten.
,,Sollen wir mal nachgucken?“
,,Wieso? Ist doch alles gut.“
,,Hat sich so angehört, als wäre grade ein Teil der Decke eingebrochen...“ Lustlos sah der junge Mann in die gefüllte Sakeschale. ,,Das war... die Katze...“, blubberte Shigezane. Auf der Suche nach einem Grund, der so gut war, dass er nicht aufstehen musste. Ungläubig sahen sich die beiden Männer an. Keiji wandte seinen Blick nicht für einen Moment von den Augen seines Gegenübers ab, bis dieser sich letzten Endes doch mit einem genervten Schnaufen auf die Beine stellte, die Sakeschale nach wie vor in seiner Hand.
,,Maaaaan, dann geh ich halt gucken...“, knirschte Shigezane genervt. ,,Ich wusste, dass du das für mich tun würdest, Schatzi.“, lachte Keiji amüsiert und winkte seinem Freund hinterher, während dieser genervt durch das Zimmer, auf den Gang ging und die Tür wieder hinter sich schloss. Aus einer Mischung von Torkeln und Stapfen schlurfte Shigezane durch den Flur. Wieso musste er überhaupt schauen? Wenn Kojuro nicht immer einen auf Bauernhelfer tun müsste könnte er jetzt gucken... ABER NEIN! Man muss ja unbedingt dem Volk helfen! Genervt atmete Shigezane aus und lief weiter in die Richtung aus der das laute Krachen gekommen war. Es dauerte nicht lang, bis Shigezane die Wurzel allen Übels gefunden hatte.
Zusammen mit einem riesigen menschenähnlichen Ding auf Metall, dessen Kopf aus der eingebrochenen Decke ragte, stand ein gelbgekleideter Mann im Gang. Die Arme vor der Brust verschränkt und die kurzen braunen Haare zurück gemacht.
Wer war das? Und wo waren eigentlich die ganzen Wachen? ...Halloho? Hier war gerade irgendeine Maschine durch die Decke gebrochen. War ja nicht so als wäre das Grund zur Aufregung oder so. Bestimmt alle am Saufen...Zu nichts mehr gut die Soldaten von heute.
Wenn mann es gut machen wollte, musste mann es eben doch selbst machen. Ehe sich Shigezane auf den Weg machte, um über die Balken und heruntergefallenen Steine zu klettern, nahm er noch einmal einen kräftigen Schluck aus der Schale.
Vorsichtig bemühte sich der junge Mann über die Hindernisse zu hechten, ohne hinzufallen und ohne etwas zu verschütten. Schließlich war der Sake nicht billig. Das was Masamune im Schloss hatte, war schon beim Frühstück weg gewesen, also musste Shigezane für Nachschub sorgen und wenn er schon einmal Oberhaupt spielen durfte, dann musste er das auch Ausnutzen. Die drei, vier Fläschen Sake würden in der Staatskasse sicherlich nicht auffallen.
Unsicher stolperte er von dem einen auf den anderen Fuß und schaffte es letztendendlich vor dem großen Mann anzukommen ohne all zu viel von dem Inhalt seiner Schale zu verschütten. Beeindruckt sah er sich den Mann an. Mit diesem Bizeps konnte er sicher kopfgroße Nüsse knacken. Und sein großen metallischer Freund... Shigezane hob seinen Kopf um sich den metallenen Riesen genauer anzusehen. Der... war sicher sehr stabil.
,,Jo“, begrüßte der junge Mann sein Gegenüber. ,,Was gibt’s?“
Der Mann in der gelben Rüstung ließ keine Zeit vergehen. Motiviert strahlte er Shigezanze an und antwortete mit lauter, kräftiger Stimme: ,,Tokugawa Ieyasu, ich erbitte um Audienz vor Date Masamune, dem einäugigen Drachen.“
Nachdenklich kniff Shigezane die Augen zusammen. Das ging ihm persönlich nun etwas zu schnell. Er hatte nicht völlig verstanden, was der Mann da vor ihm wollte, aber eins wusste er.
Er wollte zu Masamune... aber Masamune war krank... Er könnte ihn wegschicken... Aber wer weiß wann er dann diesen krasser Cybork wiedersehen würde? Der war schon klasse... wie er in der Sonne funkelte... Wie ein kleiner, tödlicher Stern aus Metall. Ein zufriedenes Grinsen legte sich auf das Gesicht des jungen Mannes, während er seinen Blick von dem coolen Cybork wieder zurück zu Tokugawa Ieyasu wandern ließ.
,,Ich bin grade Oberhaupt vom Date Clan... Shigezane... Date! Und... wer bissu?“
Der Moment indem die Worte seine Lippen verließen, überkam ihn das Gefühl, diese Frage überflüssigerweise gestellt zu haben. Hatte er sich nicht schon vorgestellt? Planlos zuckte Shigezane wiederholt mit den Achseln. Etwas überrascht sah der große Mann an ihm herunter. ,,Tokugawa Ieyasu ist mein Name. Wo ist Date Masamune?“ Wusste er es doch... Ieyasu hatte sich also doch schon  vorgestellt. Ieyasu... Das Lächeln auf Shigezanes Gesicht wuchs. Ein schöner Name.
,,Grad nicht hier... Deswegen bin ich grade Oberhaupt. Was willst du?“, blubberte er genervt. Mit dem Kopf wieder bei Keiji und  dem euroäischen Likör, welches er ihm noch anderehen wollte. ,,Ich möchte ein Bündnis mit dem Date Clan, um gegen Mitsunari vorgehen zu können.“ Ein Bündnis also... Hatte er als Vertreter überhaupt die Befugnisse so ein Geschäft auszuhandeln? Shigezane dachte nicht sonderlich lang darüber nach, bis er beschloss, dass Masamune sicher nichts dagegen hätte... immerhin waren sie ja Cousins, also würde das schon klar gehen. Freundschaftlich legte Shigezane seinen Arm und die Schultern von Ieyasu.
,,Das hört sich doch toll an... Was hältst du davon, wenn wir das bei einem Schlückchen europäischen Likör beschwatzen? Dein Freund da, in der Decke, bekommt natürlich auch was! Aber er soll sich Ducken... Decken sind nicht wirklich billig.“ Mit der Schale in der Hand zeigte der junge Mann in die Richtung des Zimmers, aus dem er gekommen war. Um das kaputte Dach könnte sich nachher Kojuro kümmern. Er wusste sicher wie man solche Löcher stopfte. Hoffentlich würde es aber bis dahin nicht regnen.

Wie ein kleines Kind hatte Yukimura die Hände an den Zugscheiben und sah nach draußen.
,,Woah, wie schnell wir fahren!“, rief er begeistert und verfolgte die vorbeiziehende Szenerie mit seinen Augen. Ein amüsiertes Lächeln legte sich auf Carolines Gesicht. ,,Wo gehen wir jetzt eigentlich hin?“, fragte eine grummelige Stimme neben ihr. Die junge Frau wandte ihren Blick zu Masamune, der mit verschränkten Armen und offenen Beinen, platzverschwänderisch, auf einem Platz saß, auf den sich drei Leute hätten setzen können. Ernüchtert zog Caroline die Brauen zusammen. Was hatte Kojuro ihm eigentlich beigebracht? Manieren konnten es ja nicht wirklich gewesen sein.
,,Wir gehen nach Hirano und setz dich mal normal hin. Die Leute gucken schon.“ Missgünstig sah Masamune zu allen Seiten, änderte letzten Endes aber nichts an seiner Sitzposition.
Auf was hatte sie sich da eigentlich eingelassen? Seufzend holte sie ihr Handy aus der Hosentasche. Makoto hatte es für sie über die Nacht geladen, um im Notfall erreichbar zu sein, aber sie konnte nur schlecht erreichbar sein, wenn man seine Mobilen Daten nicht an hatte. Bestimmt hatte Tomoko sie mit Massen an Nachrichten bombadiert, während sie weg gewesen war. Kaum das ihr Finger den Button berührt hatte, blitzten in Windeseile jede Menge an Nachrichten auf. Von Makoto, ihrer Mutter, Tomoko und... beim Anblick des Namens zog Caroline überrascht die Brauen hoch. Sie hatte nicht erwartete, dass Ryuuji sie derart mit Nachrichten bombadieren würde. Die junge Frau zögerte einen Augenblick, drückte dann aber doch auf den Chat. Die erste Nachricht war schon gut zwei Monate alt.
Hey, na wie geht’s? warst heute nicht in der Schule und ich dachte ich frag mal.
Die Nächste kam eine Woche später.
Jo, ist mittlerweile ne Woche... bist du krank? Würde dich besuchen, hab aber keine Zeit.
Natürlich hatte er keine Zeit. Ryuuji hatte immer wichtigere Sachen zu tun. Er hatte nie Zeit für sie gehabt. So wie sie ihn kannte, hatte er nicht einmal versucht sie zu besuchen. Das hatte er noch nie getan, wenn sie krank gewesen war.
Bist du mittlerweile zu krass mir zu antworten oder was? Ein Monat hört man überhaupt nichts von dir.
Weißt du was? Komm, fick dich, ich brauch dich nicht. Gibt genug andere die mich wollen. Lol.
Einen ganzen Monat Funkstille auszuhalten, ohne mit ihr Schluss zu machen... Das hatte Caroline nicht kommen sehen. Wow.
Ohne ein weiteres Kommentar wollte sie ihr Handy wieder zurück in die Hosentasche stecken, als sie eine Stimme aufschrecken ließ. ,,Wer ist dieser... Ryuuji?“, fragte Masamune neugierig. Den Blick auf ihren Bildschirm gerichtet. ,,Niemand besonderes“ Damit steckte sie das Handy wieder in die Hosentasche. Es war nicht einmal gelogen. Ryuuji war schon lang niemand besonderes mehr.
,,Nächster Halt Hirano. Ausstieg in Fahrtrichtung links. Bitte beachten Sie beim Ausstieg den Unterschied zwischen Bahn und Bahnsteig.“, dröhnte es aus den Lautsprechern. ,,Wir müssen raus.“, verkündete Caroline und stupste dabei Yukimura an, damit dieser vor lauter Faszination nicht noch sitzen blieb. Als der Zug zum stehen kam, stiegen Caroline und Yukimura aus. Masamune auf direktem Weg hinterher. Gemeinsam verließen sie den Bahnhof und bahnten sich ihren Weg auf eine belebte Einkaufsstraße. Unzufrieden verschränkte Masamune die Arme vor der Brust, als er die Masse von Menschen sah, die auf der Einkaufsstraße unterwegs waren. Caroline brauchte ihm nur ins Gesicht zu sehen, um zu wissen was er dachte. Sicherlich fragte er sich, wieso sie nicht einfach einen Schneider haben kommen lassen. Sie war sich sicher. Irgendetwas krankes und unnötiges in dieser Richtung ging ihm gerade durch den Kopf.
,,Wieso sind das so viele?“, fragte der junge Mann genervt. So falsch lag sie also gar nicht.
,,Weil die auch irgendwann einkaufen müssen.“, meckerte Caroline und stürzte sich ins Getümmel zusammen mit den beiden Männern. Suchend sah Caroline zwischen den Lücken der Masse hindurch. In der Hoffnung so schnell einen Laden zu finden wie möglich. Schließlich war sie auch kein besonders großer Fan von derartigen Menschenmengen. Doch heute war das Glück, Buddha sei Dank, auf ihrer Seite, denn schon kurze Zeit später fiel ihr ein Geschäft ins Auge, in dem früher häufig ihr Vater einkaufen war. Da müsste es sicherlich irgendwas für die Beiden geben.
,,Kommt“, pfiff Caroline und winkte die beiden Männer hinter sich her, direkt durch den Menschenstrom. Mit verzogenem Gesicht bemühte Masamune jeglichen Körperkontakt mit den anderen Menschen zu vermeiden. Yukimura hingegen schien das nicht viel auszumachen.
Mit einem motivierten Lächeln presste er sich an den anderen Leuten vorbei und folgte der jungen Frau in das Kleidergeschäft. Am Eingang empfing sie eine zierliche Frau, die sie mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen begrüßte. ,,Guten Tag, kann ich behilflich sein?“
Einen kurzen Moment dachte das Mädchen über das Angebot der Frau nach, verwarf den Gedanken jedoch schnell wieder. Sie wollte sich gar nicht ausmalen wie die Beiden sich wieder aufführen würden. Besser gesagt wie Masamune sich aufführen würde, wenn er bemerkte, dass die Kleider hier nicht Maßgeschneidert waren oder sonst was passieren würde.
... Sie waren schon so peinlich genug. Lächelnd schüttelte Caroline den Kopf. ,,Nein, aber vielen Dank.“ Mit den Männern im Schlepptau lief sie an der jungen Verkäuferin vorbei, die Treppen hinauf, in Richtung der Männerabteilung.
Wie in jedem Kleidergeschäft auch, führte sie der Weg erst einmal durch eine riesige Frauenabteilung, die sich über zwei Stockwerke erstreckte und danach durch die Abteilung für Kinderklamotten. Im obersten Stockwerk angekommen legte Masamune schon wieder die Stirn in Falten und sofort wusste Caroline, wieso sie die Hilfe der Verkäuferin abgelehnt hatte. ,,Könntest du mir erklären, weshalb Frauen ein größeres Kleidungsangebot haben als Männer?“, fragte Masamune. Sie konnte aus seiner Stimme ableiten, wie diskriminiert er sich in diesem Moment fühlte. Aber woher sollte sie das wissen? ,,Um ein Gefühl der Gleichstellung herzustellen.“, warf Yukimura geistreich in den Raum. Gefühl... der Gleichstellung? Was? Überzeugt nickte Masamune diese Aussage ab. ,,Das hört sich überzeugend an. Ein sehr guter Ansatz... Nicht das Frauen noch anfangen zu rebellieren.“ Ein amüsiertes Grinsen legte sich auf das Gesicht des jungen Mannes. ,,Frauenrechte... wie unrealistisch.“

Aber er war nicht hier, um sich über Frauenkleider Gedanken zu machen. Er war hier, um sich zeitlich angemessene Kleider zu kaufen, damit er ein Teil dieser sonderbaren Zeit werden konnte. Doch das schien nicht so leicht zu sein, wie er der junge Herrscher sich anfangs vorgestellt hatte. Skeptisch ließ Masamune seinen Blick über die Kleidungsstücke wandern, die in Reihen massenhaft an irgendwelchen Bügeln hangen. Irgendwie gab es nichts was ihm so recht gefallen wollte. Was sollte das alles sein? Diese Trachten... Als Caroline zum ersten Mal von ihrer Welt erzählte, da hatte er sich das ganze etwas... aufregender vorgestellt. Alles an Stangen aufgeführt. Dieselbe Kleidung immer und immer wieder nur in verschiedenen Größen... Was sollte das? Wofür brauchte man dann Masßanfertigungen? Bei diesem massigen Angebot kam es Masamune beinahe so vor, als würden die Kleider an Klasse verlieren. Wenn sie denn welche besaß. ,,Caroline?“
Aufmerksam sah die junge Frau zu ihm herauf. Der junge Mann zögerte einen Augenblick,
unsicher, ob diese Frage tatsächlich angebracht war. Er kannte Caroline mittlerweile gut genug, um zu verstehen, dass sie manchmal etwas... schwierig war.
,,Mir ist durchaus bewusst, dass deine Familie nicht sehr vermögend ist, aber wieso lassen wir nicht einfach den Hofschneider kommen? Er würde uns angemessene Kleidung anfertigen.“
Mit jeder Sekunde die nach seiner Frage verstrich, wurde ihr Wimpernschlag langsamer und ihr Gesichtsausdruck ungläubiger. Masamune wurde klar, das er diese Frage wirklich nicht hätte stellen sollen. Sicher war sie wieder beleidigt.
Ihren Satz begann die junge Frau mit einem lauten Seufzer. ,,Wir suchen dir und Yukimura einfach etwas passendes raus und gehen wieder... okay?“
,,Okay“ Also würde kein Hofschneider bekommen. Auch gut. Ein Versuch war er Wert gewesen. Dann würde sich Masamune also mit diesen Kleidern zufrieden geben müssen. Mäßig neugierig streifte er durch den Laden und begutachtete die einzelnen Kleidungsstücke. Seine Motivation hatte ihn mittlerweile schon wieder verlassen.
Alles war voll mit diesen Jeans und T-Shirts... Ihm war bewusst, dass sie sich im 21. Jahrhundert befanden, aber verkaufte dieser Laden keine Hakama? Wirklich eine seltsame Mode, die sie da hatten. Aber man musste sich wohl oder übel anpassen. Die Welt würde es schließlich nicht für einen tun.
Beflügelt von diesem neumodischen Gedanken griff Masamune nach einem Zettel, der aus einen der T-shirts herausragte.
Auf ihm stand L.
L?
Was L?
Das sagte doch überhaupt nichts aus! Welcher Mann sollte denn so passende Kleidung finden?! Kein Wunder war die Frauenabteilung größer! Nur Frauen konnten sich so schamlose Abkürzungen ausdenken, dass sie nicht einmal ein hervorragender Stratege, wie er es war, verstehen konnte!
Der junge Herrscher stoppte.
Einen Augenblick...
Masamune zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. Hinter seiner Stirn begann es zu arbeiten und allmählich begann Masamune zu begreifen, welche Bedeutung dieser Buchstaben zu haben schien.
Stand dieses L etwa für... Dieser Laden verkaufte Kleider nach Klassen?!
,,Caroline!“ Mit dem T-Shirt in der Hand stürmte er in Richtung der jungen Frau, welche gerade bemüht war, Klamotten zu finden die Yukimura gefielen. ,,Dieser Kleidungsanfertiger bietet Kleider mit den Bedeutung für Loser! Was ist das für ein Geschmackloseses Geschäft?!“ Erschrocken riss Caroline ihren Blick zu ihm, in der Hand hielt sie ebenfalls eines dieser Schilder. Auf ihrem stand M...
M?
M also.
,,Caroline, kaufe mir Gewänder der Klasse M.“ Vielleicht war diese Einrichtung doch nicht so geschmacklos wie er zunächst angenommen hatte. ,,Wieso?“, fragte sie noch völlig verwirrt. ,,Wir wissen doch gar nicht ob dir M passt.“, hing sie hinten an.
Was?
,,Natürlich passt mir M!“, protestierte Masamune empört. ,,Nur einem echten Clanoberhaupt gebühren Gewänder der Klasse M!“ Die junge Frau stockte, als sie dabei war, dass Shirt in ihren Händen zurück an die Stange zu hängen. Seufzend fasste sie sich an die Stirn. In letzter Zeit tat sie das öfter, wenn sie mit ihm sprach. Was hatte es mit dieser Geste auf sich? War sie etwa... genervt?
NEIN... das konnte nicht sein. Caroline konnte nicht genervt von ihm sein. Yukimura war wesentlich anstrengender als er... Nein... das bildete er sich sicher nur ein. Das konnte nicht sein. Er steigerte sich nur wieder in etwas rein. Ja genau, so war das!
,,Masamune, was glaubst du, für was M steht?“ Was war denn bitte das für eine Frage? Wer war aus der heutigen Zeit, sie oder er?
,,Natürlich für Mighty. Für was denn sonst?“ Caroline spitzte die Lippen und ließ den kleinen Zettel, auf dem das M stand, durch ihre Finger gleiten. Sie wollte gerade auf seine Feststellung antworten, als Yukimura sie übertönte. ,,Caroline, darf ich das haben?“ Gleichzeitig wandten sich Masamune und Caroline zu Yukimura, der eine Stange weiter stand. In seinen Händen hielt er eine schmale kurze Hose. Vom Schnitt erinnerte sie ein wenig an die, die Caroline trug. Hatte Yukimura etwa vor sich eine Frauenhose zu kaufen? Pf... das passte zu ihm. Der kleine Schritt zumindest sollte kein größeres Problem darstellen. Ein selbstgefälliges Grinsen legte sich auf das Gesicht des jungen Mannes, als er sich über seinen eigenen Gedankengang freute. ,,Nein, Yukimura. Das ist eine Frauenhose, die hat sich hier wahrscheinlich irgendwie rein verirrt. Die kannst du nicht haben.“, bemühte sich Caroline ihm mit einem aufheiternden Lächeln zu erklären, wobei sie dem jungen Mann die Hose aus der Hand nahm. Zurück blieb Yukimura, mit einem feurroten Kopf. Beschämt sah er auf den Boden. Gerade wollte die junge Frau zu einem Aufheiterungsversuch ansetzen, als Masamune ihr zuvor kam. ,,Das muss ein Irrtum sein. Frauen tragen keine Hosen.“, stellte der junge Herrscher trocken fest, wobei er die Arme vor der Brust verschränkte. Doch noch im selben Augenblick räusperte sich Caroline und mit einem Mal wurde er wieder an die unschöne Wahrheit erinnert, dass Caroline gerade auch Hosen trug. In den Kimonos gefiel sie ihm ohnehin wesentlich besser. Frauen aus der Zukunft... Unzufrieden rümpfte der junge Mann die Nase. Wenigstens hatte sie sich die Jacke um die Hüfte gebunden.
Seufzend kratzte sich die junge Frau am Hinterkopf. ,,Was haltet ihr beiden davon wenn ihr euch einfach ein bisschen im Laden umseht, den ihr NICHT verlassen werdet, und solang schau ich nach Klamotten für euch, ist das okay?“ Ohne eine weitere Sekunde zu verschwenden öffnete Masamune den Mund, doch noch ehe er einen Ton herausbrachte, stahl ihm Caroline das Wort. ,,Wag es nicht, Masamune.“, ermahnte sie ihn und erhob dabei belehrend den Finger. Masamune schloss den Mund wieder. Somit wandte sich Caroline von den beiden Männern ab, erneut auf der Suche nach Kleidung.
,,Wir sollten sie nicht weiter stören. Sonst wird sie nur noch böse.“, murmelte Yukimura leise, als die junge Frau schon ein paar Stangen weiter gegangen war. Vorsichtig zupfte er an dem Ärmel des jungen Herrschers. Immer noch knallrot und den Blick gen Boden. Wahrscheinlich hatte Yukimura tatsächlich Recht. Sie sah gerade etwas gestresst aus.
,,Dann erkunden wir die Gegend.“ Mit Yukimura im Schlepptau lief er die Treppen hinunter. In Richtung Frauenabteilung.

Hoffentlich war sie nicht zu gemein gewesen. Jetzt hatten sie es doch geschafft ihr ein schlechtes Gewissen zu machen. Vielleicht sollte sie sich nachher kurz entschuldigen. Mit einigen T-Shirts und Hosen über den Armen lief Caroline durch den Laden, auf der Suche nach Yukimura und Masamune.
Wegen dem schlechten Gewissen, welches sich in sie eingenagt hatte, hatte sie sich sogar dazu herabgelassen diese peinlichen Hawaiihemten zu nehmen, welche ihr Vater immer getragen hatte. Das eine war blau, mit Drachenprint und das andere rot mit Tigerprint. Damit könnte sie die Bögen sicherlich wieder glätten, denn wenn ihnen das nicht gefiel, dann wüsste das Mädchen auch nicht mehr weiter. Aber wo waren die beiden überhaupt hingegangen? So groß war der Laden doch gar ni-,,NEIIIIIN“
Inmitten der Frauenabteilung riss es Carolines Blick zur Seite. Nur um zu sehen, wie Masamune und Yukimura in der Unterwäscheabteilung standen und Masamune krampfhaft versuchte Yukimuras Hand gegen die Brüste einer Schaufensterpuppe zu drücken. ,,Was zur Hölle?!“, quietschte die junge Frau völlig entsetzt. Immer noch mit den Kleidern in beiden Händen stürmte sie zu den Männer hinüber. ,,Masamune, lass das!“ Beschämt sah sich das Mädchen zu allen Seiten um. Bei den angeekelten Blicken der herumstehenden Frauen lief es Caroline eiskalt den Rücken herunter. Sie könnte nie wieder in diesen Laden. Es wäre ein Wunder, wenn sie für diese Aktion kein Hausverbot bekamen. Schlagartig ließ Masamune die Hand des jungen Mannes fallen. ,,Er hat gefragt wie sich Brüste anfühlen und ich wollte es ihm zeigen. Mich trifft hier absolut keine Schuld.“ Mit dem Ende seiner Entschuldigung schwankte sein Kopf zur Seite.
,,D-d-d-d-das stimmt nicht!“, haspelte Yukimura völlig überfordert den Versuch sich zu verteidigen. Seine Stimme überschlug sich mehrere Male und sein Kopf wurde dabei immer röter. Ungläubig fiel Carolines Blick zu Masamune. Ihr war schon klar, auf wessen Mist das ganze gewachsen war. ,,Das-das-das-das das ist ein riesiges M-m-m-miss-Missverständnis!“, quietschte er unbeholfen. Das Gesicht hielt er in beiden Händen, immer noch knallrot. Schnell sah die junge Frau zu beiden Seiten. Offenbar hatte sich die Aufregung so weit es möglich war irgendwie beruhigt. Jetzt eine Standpauke zu halten würde womöglich nur dazuführen, dass sie aus dem Laden geschmissen werden, ohne etwas gekauft zu haben.
Seufzend fuhr sie sich mit der Hand über das Gesicht. Es war alles gut. Alles war gut. So schlimm war das alles gar nicht. Zwei Männer die eine Schaufensterpuppe begrapschten... Was war schon dabei? Sie wussten es ja nicht besser... Oder das war es zumindest was sich das Mädchen versuchte einzureden. ,,Okay...“, schnaufte sie. ,,Wir vergessen das jetzt alles und ihr geht Klamotten anprobieren, ja?“ Beschämt nickte Yukimura, kurz darauf Masamune. Zusammen nahmen sie die Klamotten von ihren Armen und Caroline zeigte ihnen wo die Umkleiden waren.
,,Wieso sind diese Räumlichkeiten derart klein? Da pass ich nur allein rein. Was soll das?“, brummte Masamune unzufrieden, als sie einem Gang ankamen, in dem links und rechts kleine Kabinen mit Vorhängen waren. Im ersten Moment dachte sich Caroline nichts bei dem was der junge Mann gesagt hatte, doch als sie noch ein zweites Mal daran dachte musste sie trocken schlucken. Allein? Mit einem Mal schoss Caroline das Blut in den Kopf. Dachte er etwa? Nein das konnte nicht sein... Verlegen legte die junge Frau ihren Kopf in die Hände. Wollte er etwa, dass sie ihm beim umziehen half? Das konnte nicht sein... Aber was wenn doch? Schließlich waren sie nun schon seit einiger Zeit so mehr oder weniger... beieinander. Dachte Masamune etwa es sei Zeit eine neue Stufe zu besteigen? Aber Yukimura war doch dabei! Da konnte sie nicht einfach mit in seine Umkleide kommen! Aber... es war schon eine ganze Weile her, dass sie ihn ohne Oberteil gesehen hatte... Diese Erinnerung könnte man durchaus auffrischen... Aber was wenn Yukimura das falsch verstand? Oder sie gar von einem Mitarbeiter oder einem anderen Kunde gesehen werden würde?! Was redete sie sich denn da ein? Diese Situation war doch mehr als Eindeutig! Aber... was war wenn Masamune irgendetwas machte? Sie wusste doch gar nicht was sie tun sollte! Nein, Masamune würde so etwas nicht machen... Was wenn aber doch? Sie wusste ja sowieso nie was in seinem Kopf vor sich ging.
Der Gedanke daran, wie er sie möglicherweise Umarmen könnte, ließ noch mehr Blut in ihren Kopf schießen. Seine Arme um ihren Körper... Wie sich ihre Körper aneinander drückten... Auf so engem Raum... Sie mussten dann auch leise sein. Immerhin waren die Wände nur aus dünnem Holz. Was wenn man irgendwelche seltsamen Geräusche hören würde?
Oh Gott, Oh Gott, OH GOTT!! Panisch schnappte sie nach Luft.
Sie musste sich beruhigen. ,,W-wie meinst du... allein umziehen? W-wer soll denn da noch mitkommen?“, stotterte Caroline nervös. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Zwar fühlte sie sich wie der letzte Vollidiot, als sie Masamune das fragte, aber sie brauchte Gewissheit.
Unbeeindruckt sah Masamune zu ihr herunter. ,,Natürlich die Kammerdiener. Wer soll mich denn sonst Einkleiden?“
Sie blinzelte.
Einmal.
Zweimal.
Dreimal.
Und wieder blinzelte sie nur.
Kammer... Diener?
Er dachte dieser gottverdammte Drecksschuppen hätte Kammerdiener die ihm seinen Hintern mit Seide einwickeln?
Ernsthaft?
KAMMERDIENER?!
WIRKLICH?!! KAMMERDIENER?! GOTT, sie war so ein Vollidiot, zu denken, dass Masamune so romantisch sein könnte! Wie konnte sie denn auch erwarten, dass DER HERR soweit denken würde?! ACH WAS! Ein hysterisches Lachen brach aus Caroline heraus.
Sie musste sich setzen. Ganz dringend. Sonst würde sie gleich irgendetwas kaputt machen.
Schließlich wollten sie Klamotten kaufen.... Genau... Klamotten kaufen... Knallrot taumelte sie zu einer nahegelegenen Couch und ließ sich Wortlos hineinfallen. Ihren Kopf stützte sie mit einer Hand. Umarmen... Erinnerungen auffrischen. AHAHAHA Wieso sollte er auch so süß sein?! Das ist doch Masamune Date! Der Drache aus Oshu, das Einzige an was der denkt wenn eine Frau neben ihm steht sind seine KAMMERDIENER! Aber natürlich! Weil die auch direkt hinterher gekommen sind! Hauptsache seine Kammerdiener sind da! Ach und Schaufensterpuppen bekrabschen, das kann er auch suuuuuuper Klasse! Was war das überhaupt für Einer?! Das waren Plastikmöpse. Möpse aus Gott verdammten PLASTIK. WIESOOOOOOO?!  ,,Caroline? Ist... alles in Ordnung?“, fragte Yukimura vorsichtig und tat dabei einen Schritt auf die junge Frau zu. Schlagartig riss sie ihren Kopf nach oben.
Natürlich war alles in Ordnung! Was sollte denn nicht in Ordnung sein?! ALLES SUPER! ALLES KLASSE! War doch alles irre hier! ,,Alles gut. Was soll denn nicht in Ordnung sein? MIR GEHT ES BLENDEND!“, presste Caroline zwischen ihren Zähnen hervor, wobei ihre Lippen ein gezwungenes Lächeln formten. ,,Geht euch einfach umziehen, OKAY?“, knirschte sie und legte ihren Kopf wieder auf der Hand ab.
Unbeholfen sah Yukimura zur Seite, ehe er nur stumm nickte und dann hinter einer der Umkleidetüren verschwand. Masamune in der daneben.

Mit den Klamotten in der einen Hand, schloss er die Tür der Umkleide. Was hatte sie denn?
Masamune wusste nicht genau weshalb, aber irgendwie kam Caroline ihm gereizt vor.
Lag es etwa an den Kammerdienern? Nein... An Kammerdienern war nichts verkehrt.
Grübelnd schlüpfte der junge Mann aus den braunen Schuhen. Sie würde sich bestimmt auch wieder beruhigen. Jetzt galt es erst einmal eine zeitgemäße Robe zu finden, die seinem Geschmack entsprach.
Unüberzeugt durchsuchte er den Haufen. Bunte T-shirts und Jeans. Waren Jeans in dieser Zeit etwa so gewöhnlich? So etwas konnte er Kojuro dann unmöglich mitbringen. Nachdenklich durchsuchte er den Haufen, bis er etwas entdeckte, dass seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Das war es. Es war einfach... perfekt. Stolz hielt er ein kurzärmliges Hemd aus weichem Stoff in die Höhe. Es war blau und hatte einen mächtigaussehenden Drachen aufgenäht... oder was auch immer.
Jedenfalls war dieses Hemd eines Herrschers würdig. Augenblicklich streifte er sich seine Errungenschaft über und begutachtete sich im Spiegel. Er wusste, dass es ihm stehen würde. Es war perfekt. Wie auf seinen Leib geschneidert. Während der junge Mann sich zufrieden im Spiegel betrachtete fiel ihm noch etwas auf, das in dem Haufen lag. Es war eine kurze Hose. Blau und es machte den Anschein, als dass wieder ein Drache drauf sei. Caroline wusste was ihm gefiel. Kurze Zeit später präsentierte er sich wieder dem Spiegel. Dieses Kleidungsstück war perfekt. Auf einem der Zettel hatte er beim Anziehen das Wort Boxershort gelesen. Wunderschön. Er fühlte sich so... frei und unbeschwert.
Der Drache war frei! Wieso gab es das nicht schon in seiner Zeit?! Noch nie in seinem Leben hatte er so eine bequeme Hose getragen! Das musste er auf jeden Fall haben. Aber diese Hose war nicht sehr viel länger wie die Unterkleidung die er zuvor getragen hatte. Bedeutete das etwa? Was für eine unglaubliche Verschwendung!
Behalten würde er sie trotzdem. So viel stand fest. So etwas sollte er Kojuro mitbringen! Ob es das auch in grün gab? Nach einiger Zeit des Suchens fand Masamune eine angemessene Hose, die dem Hemd und dieser Boxershort würdig war. Natürlich akzeptierte er nichts als blau und so schlüpfte er in eine knielange Hose aus Stoff. Auch wenn es riskant war solch kurze Hosen zu tragen, konnte der junge Herrscher nicht leugnen, dass er in dieser Kleidung unwiderstehlich aussah.
Caroline könnte ihm so sicher nie wiederstehen. Mit diesem Gedanken warf Masamune selbstsicher die Tür beiseite und stiefelte aus der Umkleidekabine.
Die junge Frau saß immer noch auf derselben Bank wie zuvor, den Kopf wie davor auch auf der Handabgestützt. War sie etwa immer noch so komisch?
,,Caroline“
Kurz schreckte sie zusammen, bevor sie ihren Kopf zu Masamune wandte. Ein amüsiertes Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus, welches keine Sekunde später in Lachen ausartete.
Nachdenklich sah der junge Herrscher an sich herunter. War seine Kleidung etwa nicht angemessen? Quatsch! Das war perfekt! Lächelnd steckte er die Hände in die Hosentaschen. Wenigstens sah sie jetzt nicht mehr so ernst aus. Also hatte er auf jeden Fall die richtigen Klamotten rausgesucht. ,,Entschuldige, ich dachte mir nur das du dir das aussuchst. Jetzt müssen wir nur noch auf Yukimura warten. Der sollte aber auch gleich fertig werden.“ Zufrieden setzte er sich neben Caroline. ,,Du kannst die Sachen übrigens gleich anbehalten wenn du willst. Wir müssen nachher nur noch bezahlen.“
Verstehend nickte der junge Mann. Sehr gut. Diese Klamotten würde er nämlich nie wieder ausziehen. Stille trat ein. Wo blieb Yukimura? Masamunes Blick glitt zur Seite. Mit ihrem Handy in der Hand saß Caroline neben ihm. Ihre ausgebleichten lila Haare fielen ihr ins Gesicht. Sie hatte die Beine überschlagen und das künstliche Licht ließ ihre Haut noch blasser aussehen, als ich sie eigentlich war. Bei dem unschuldigen Anblick wurde Masamune wieder bewusst, wieso er Caroline zur Frau nehmen wollte. Auch wenn sie manchmal einen ziemlich fiese Zunge hatte, war sie doch perfekt. Auf was wartete er eigentlich? Dass war das erste Mal seit gefühlten Jahrzehnten, dass sie Mal wieder allein waren und er ergriff nicht die Chance sie zu fragen?! Wo war eigentlich sein Kopf?! Aber er hatte so etwas noch nie gemacht... Wie ging das? War dieser Klamottenladen überhaupt okay? Wo sollte er sie sonst fragen? Sonst war ja immer Yukimura dabei. Er musste die Gelegenheit beim Schopf packen, sonst würde sie irgendwann noch einen anderen Mann heiraten!
,,Steht dir Yukimura“
Ruckartig riss der junge Mann seinen Kopf nach oben. Caroline war aufgestanden und stand nun vor Yukimura, der anscheinend gerade aus der Umkleide gekommen war. Seufzend ließ er seinen Kopf in den Nacken fallen. Und da ging seine Chance flöten. Was er auch zögern musste. Resignierend ließ er seinen Kopf wieder nach vorn fallen Unbeeindruckt sah er zu Yukimura. Wie er da stand mit seinem roten Hemd mit dem Tiger drauf und dieser dummen roten Stoffhose. Knielang wer trug denn so etwas? Nur Yukimura trug so einen Mist.
Jetzt musste er auf die nächste Chance warten, um Caroline endlich fragen zu können.
So etwas konnte auch nur ihm passieren!

Ende Kapitel 13
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