Spike und die Mädchen (Workin Title)

von Sunrayy
GeschichteHumor, Romanze / P16
Spike
25.02.2018
27.10.2020
9
29.364
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25.02.2018 2.223
 
In dieser Geschichte sind die Charaktere anthro, also Halb-Mensch-Halb-Pony. Zudem handelt es sich hierbei um eine Geschichte im Sinne eines Harem-Animes. #Ecchi. Daher wird es zu sexualisierten Darstellungen einzelner Figuren kommen.

»Endlich wieder zu Hause«, dachte sich der Drachenjunge Spike, als der Zug über die Landschaft von Equestria sauste. Er hatte ganze zwei Monate bei Drachenlord Ember im Land der Drachen verbracht, teils um als direkter Vertreter Equestrias zu fungieren aber größtenteils um selbst mehr über sich und seine Rasse zu erfahren.
Spike betrachtete seine Spiegelung in der Fensterscheibe und fuhr sich gedankenverloren durch seine stacheligen grünen Haare. Er wusste nicht recht, ob er zufrieden war, mit dem was er wusste.
Drachenmenschen hatten ein impulsives Temperament. Sie waren nicht geschaffen für lange versöhnliche Gespräche oder Kompromisse, wenn doch auch die Möglichkeit bestand einen Zwist mit Hilfe der stärkeren Faust zu lösen.
Zu beginn seines Besuches hatten ihn die vielen knurrigen und nicht gerade umgänglichen Drachenmenschen sehr nervös gemacht. Er war noch ein kleiner Drachenjunge, ein Pimpf und zu allem Überfluss auch noch von den verweichlichten Ponyleuten aufgezogen worden. Oft genug war er das Ziel eines gemeinen Scherzes gewesen, da hatte ihm selbst die Anwesenheit seiner Freundin Ember nicht viel helfen können. Und gerade er sollte den neuen Drachenlord im Auftrag der Ponymenschprinzessin solche Sachen wie Liebe und Toleranz beibringen, was für die meisten der Drachenmenschen so klang, als hätte Spike Pest und Cholera im Gepäck dabei gehabt.
Drachenmenschen waren nicht gerade bekannt dafür offen für solche Veränderungen zu sein. Manch einer fürchtete sogar einen Umsturzversuch durch die Ponymenschen, wenn erst mal alle Drachenmenschen so weichgespült daher redeten, wie dieser kleine Wicht, der weder Drache noch Pony war.
Ja, die ersten Tage waren nicht leicht für Spike gewesen. Vielleicht hatte er sich zu viel zugemutet, als er auf diese Reise bestanden hatte und nach dem ersten Tag hatte er schon daran gedacht die Flucht zu ergreifen und zurück nach Equestria zu fahren.
Aber Ember hatte ihm diese Flausen schnell wieder ausgetrieben, auch weil sie ihn an sich gekettet hatte und zwar wörtlich mit einer Kette aus Eisen, die sie bis zu seiner Abfahrt niemals geöffnet hatte.
»Du willst, dass wir die Dinge wie die Ponymenschen machen«, hatte sie gesagt, als sie die Schellen der Kette um sein Handgelenk geschlossen hatte. »Dann musst du die Drachenmenschen aber erst verstehen. Dafür warst du doch auch hier.«
Letztendlich hatte Spike mehr von den Drachenmenschen beigebracht bekommen als umgekehrt.
Er hatte sie immer für Wesen gehalten, die einfach nur gemein und brutal waren, weil sie es konnten, doch die Wahrheit war wesentlich vielfältiger. Drachenmenschen waren nicht grundlos brutal, sie liebten da Kämpfen und waren hart im Nehmen. Sie waren nicht einfach gemein, es war eine Art von derben Humor, für den nur sie ein Verständnis hatten. Es war auch nicht so, dass sie keine Freundschaften pflegten, ganz im Gengenteil. Drachenmenschen waren Gruppenfreudige Leute, die gerne zusammenkamen und viel lachten. Wenn das lachen auch einem vielstimmigen Grölen glich und niemals dem Gekicher der Ponymenschen gleichkam.
Mit der Zeit hatte sich Spikes Blick auf seine für ihn so fremde und verständnislose Rasse gewandelt.
Drachenmenschen waren nicht unhöflich, sondern ehrlich.
Sie waren nicht ungehobelt, sondern ausgelassen.
Sie waren nicht unfähig zu lieben, sie zeigten es nur lieber mit Kopfnüssen und blauen Flecken.
Aber selbst als Spike das alles verstanden hatte, war er noch immer kein Mitglied ihrer Gemeinschaft gewesen.
Er hatte darum gebeten damit aufzuhören sich über ihn lustig zu machen, aber das hatte den Spott auf ihn nur schlimmer gemacht.
Ember hatte gesagt: »Anerkennung und Respekt wird dir hier nicht geschenkt. Du musst es dir verdienen, dir erkämpfen.«
Spike hatte sich das zu Herzen genommen und kurz darauf, als ein besonders grobschlächtiger Drachenmensch der Grob hieß, eine fiese Schimpftirade über Spike und, noch schlimmer, über seine Ponyfreundinnen losgelassen hatte, war Spike aufgesprungen, quer über den steinernen Tisch marschiert und hatte dem Typen eine Schüssel voll Lavabowle über den Kopf geknallt.
»Hör zu«, hatte er dann gesagt, mit der einen Hand ein Horn des anderen Drachenmenschen gegriffen und mit der anderen den Griff einer Gabel ins Nasenloch gesteckt und ganz langsam immer höher geschoben. »Du kannst dich von mir aus gerne über mich lustig machen. Aber wenn du noch einmal meine Freunde beleidigst, ziehe ich den winzigen Klumpen in deiner Rübe den du Gehirn nennst durch die Nase raus und fresse es auf.«
Grob war blass geworden und hatte gesagt: »Schon gut, schon gut« und als Spike die Gabel aus Grobs Nase gezogen und sich umgedreht hatte, war Grob selbst auf die Tafel gesprungen und hatte Spike gepackt. Aber nicht um ihn den Kopf abzureißen, wie er fast gefürchtet hatte, sondern um ihn jubelnd und lachend in die Luft zu werfen und wieder aufzufangen.
Ab diesen Zeitpunkt war Spike wirklich ein ganzer Drachenmensch für alle gewesen.
Jetzt fragte er sich allerdings, ob das den Prinzessinnen und Twilight ausreichen würde. Spike hatte mehr über seine Herkunft erfahren, aber wirklich etwas verändert an den Drachenmenschen hatte sein Aufenthalt nicht.
Obwohl... Ember hatte ihn bei seinem Abschied umarmt, von sich aus und nicht umgekehrt.
Das war vielleicht nur eine Kleinigkeit aber Spike fand, es sei ein ziemlich weiter Schritt für jemanden der sonst so Dickköpfig war.
Sie mussten sich halt mit dem zufrieden geben, was er vorzuweisen hatte. Das war eine Regung, die Spike selbst ziemlich neu war.

Eine Dampfwolke hüllte Spike ein, als er auf den Bahnhof in Ponyville trat und er wartete darauf, dass der Nebel sich verzog. Er hatte im letzten Wagon gesessen und wollte nicht aus versehen mit irgendjemanden zusammenstoßen.
Der Zug setzte sich schnaufend wieder in Bewegung und teilte die Wolke in dunstige Schwaden auf.
»Ist er nicht da?«
»Vielleicht wollte er nicht wieder weg.«
»Spike?«
Er hörte vertraute Stimmen und sein Herz machte einen Hüpfer.
Hinter dem Dunst hoben sich Konturen von Leuten ab. Twilight und ihre Freundinnen Applejack, Fluttershy, Pinkie Pie, Rainbow Dash und Rarity warteten auf ihn, zusammen mit Starlight Glimmer und den Cutie Mark Crusaders, Apple Bloom, Sweetie Bell und Scootaloo.
Spike schwang seine Tasche über seine Schulter und wollte schon grüßen, als plötzlich jemand (unverkennbar Pinkie Pie) mit sich überschlagender Stimme schrie: »Twilight! Da! Da ist er!« und auf ihn deutete.
»SPIKE!«
Jetzt setzte sein Herzschlag fast aus. Er hatte zwar erwartet, dass man ihn vermisste, aber damit hatte er nicht gerechnet.
Alle stürzten sich für eine gewaltige Gruppenumarmung auf ihn.
Twilight war zuerst bei ihm, riss ihn von den Füßen und drückte ihn mit Tränen in den Augen an sich. »Ich bin so froh, dass du wieder da bist.«
Spike selbst konnte nichts erwidern. Er war zwar noch ein Junge, aber naja, so klein war er auch nicht mehr und der plötzliche Kontakt mit Twilights weicher Oberweite hatte ihm praktisch die Sprache verschlagen.
Aber er hatte auch gar keine Zeit zum Antworten. Schon klammerten sich andere Arme um ihn und sein Gesicht versank in dem üppigen Busen von Fluttershy. Er hörte sie nur leise flüstern: »Schön dich wieder zu sehen«, als er auch schon von AJ gepackt und so fest gedrückt wurde, dass ihm die Knochen knackten.
So ging es weiter, von einer zur anderen, oder besser gesagt von Busen zu Busen, wie am Fließband und ohne dass Spike auch nur eine der hundert Fragen hören konnte, die sie hatten, weil ihm die Ohren rauschten.
»Wie war es im Drachenland? Du musst mir alles erzählen.«
»Waren die anderen Drachenmenschen gemein zu dir?«
»Wir schmeißen eine Party!«
»Hast du auch ordentlich gegessen?«
»Musstest du einen von ihnen in den Arsch treten?«
»Eine Party!!«
»Hat dich Amber auch gut behandelt? Wenn nicht kann sie was erleben!«
»Du siehst gut aus. Aber gewachsen bist du kein Stück.«
»EINE PARTY!« Konfetti und Luftschlangen flogen durch die Luft.
Die Cutiemark Crusaders schlangen ihn in eine Gruppenumarmung, Pinkie Pie erstickte ihn fast in ihren nach Karamell riechenden Brüsten, Rainbow Dash und Starlight legten ihm glücklicherweise nur die Arme um die Schultern aber erst bei Rarity begann sein Herz wieder zu schlagen.
Dieses für ihn wunderschönste Mädchen aller Zeiten, ging auf ein Knie um mit ihm auf einer Höhe zu sein, legte ihre schmalen Hände auf seine Schultern und zog ihn sanft aber bestimmt an sich. Ihr Vorbau schmiegte sich an seine Brust und Spike konnte ihren Herzschlag spüren, während sein eigener plötzlich von einer Seite seines Brustkorbes zur anderen stürmte.
»Spikey«, sagte sie in sein Ohr und rieb ihren Kopf an seinen. Dann setzte sie ihm einen Kuss auf die Stirn und Spike erstarrte endgültig zur Salzsäule.
Stocksteif stand er da, sein fassungsloses Gesicht knallrot und seine Ohren rauchend.
»Na toll, Rarity«, sagte Rainbow Dash vorwurfsvoll. »Jetzt hast du ihn kaputt gemacht.«
Rarity beachtete sie gar nicht, sondern zupfte Spikes Jacke zurecht, der regungslos in den tiefen ihrer blauen Augen ertrank.
»Oh Spike, wie du aussiehst.«
Keines von Spikes Kleidungsstücken hatte den Ausflug heil überstanden. Spike war durch die Kette dazu gezwungen worden an den Kämpfen von Prinzessin Ember teilzunehmen und so hatten sich etliche Schürfwunden und Kratzer auf ihm und seiner Kleidung breit gemacht.
»War das diese Amber?«, fragte Rarity und ihre Augen glühten plötzlich vor Wut. »Wenn ich die erwische!«
»Nein, es war nicht Amber.« Endlich hatte Spike seine Sprache wiedergefunden und hob beschwichtigend die Hände. »Das waren andere Drachenmenschen. Aber es ist nur halb so schlimm.«
»Hast du einen von ihnen in den Arsch getreten?«, fragte Rainbow Dash aufgeregt.
»Und wie«, sagte Spike streckte den Daumen in die Höhe und blinzelte verschlagen zu ihr hoch. »Hab einem eine Schüssel über den Kopf gezogen.«
Rainbow kicherte.
»Aber ehrlich Leute, die Drachenmenschen sind echt okay. Sie haben nur andere Ansichten als wir. Eigentlich sind sie sogar ganz nett.«
»Und was ist dann das hier?«, schnaubte Rarity und zog Spikes Shirt bis zum Kinn hoch. Es gab ein einvernehmliches Luftstocken in der Gruppe.
Seinen ganzen Körper bedeckten blaue Flecke wie ein Mosaik, durchzogen von Bahnen aus Kratzern und Abschürfungen.
»Das sind Abschiedsgrüße«, versuchte Spike schnell zu erklären. »So zeigen wir, dass wir jemanden gern haben und an ihn denken. Blaue Flecke sind so was wie Erinnerungsstücke.«
Ember selbst hatte ihn, nachdem sie ihn umarmt hatte, einen gewaltigen Fausthieb auf die linke Schulter gegeben, den er auch jetzt noch fühlen konnte.
Aber als Spike einen prüfenden Blick in die Runde warf, sah er nur eine Reihe von zweifelnden Gesichtern.
Das machte Spike ein wenig wütend. Was hatten sie denn erwartet? Dass er mit Blumen und in Babypuder gebadet zurückkommen würde? Er war im Drachenland gewesen! Entweder war man da hart im Nehmen oder man konnte gleich wieder verschwinden. Außerdem hatte er das Gefühl, dort wirklich gute neue Freunde gefunden zu haben.
»Ehrlich Leute«, sagte Spike und zog missmutig sein Shirt wieder runter. »Drachenmenschen sind nett. Sie zeigen es nur auf eine andere Weise.«
»Ja, das sehe ich«, sagte Rarity naserümpfend. »Andere grün und blau prügeln. Sowas brutales.«
»Ich habe Ember einen Zahn ausgeschlagen«, erwiderte Spike trocken und zog einen spitzen Eckzahn hervor, der an einem Band um seinen Hals hing. Ember hatte ihn drei ganze Tage und Nächte lang triezen und ärgern müssen, ohne ihm auch nur eine Sekunde Schlaf zu gönnen, bis Spike irgendwann die Geduld verloren und mit der Faust ausgeholt hatte. Sie war sehr stolz auf ihn gewesen.
Rarity sah ihn entgeistert an. »Spike«, stotterte sie, als würde sie ihn gar nicht wiedererkennen. »Das... das ist so...«
»Normal«, sagte Spike deutlich. »Für Drachenmenschen.« Und ich bin einer von ihnen.
Plötzlich fühlte er sich, als würde er allein auf der falschen Seite eines tiefen Graben stehen, der ihn von den anderen trennte. Sein Besuch im Drachenland hatte ihn wohl doch mehr verändert, als er angenommen hatte.
»Okay«, brach Twilight schließlich das Schweigen und versuchte eine fröhliche Miene aufzusetzen, um die Stimmung wieder in angenehmeres Fahrwasser zu bringen. »Ich denke wir können da ganz auf Spike vertrauen. Wenn er sagt, dass die Drachenmenschen nett sind, dann sind sie es auch. Ich meine, wer könnte das besser beurteilen als er? Aber jetzt wird es Zeit, dass wir erst mal nach Hause gehen. Du hattest eine lange Fahrt und bist sicher sehr erschöpft.«
»Und du musst ausgeruht sein«, kam Pinkie Pie ihr zu Hilfe. »Heute Abend gibt es eine große Willkommen-Zurück-Party für dich.«
»Und wir müssen noch eine Menge vorbereiten«, sagte Twilight zustimmend und sie und die anderen setzten sich in Bewegung.
Spike wollte ihnen folgen, doch Rarity hielt ihn einen Moment zurück, bis die anderen außer Hörweite waren.
Fragend sah er sie an.
»Spike«, sagte sie. »Es tut mir leid, was ich gesagt habe.Twilight hat recht. Ich habe mir nur solche Sorgen gemacht. Wenn dir etwas passiert wäre dann...«
»Ist schon gut, Rarity«, sagte Spike die Hände peinlich berührt erhoben, von dem nassen Schimmer in ihren Augen. »Mir geht’s gut.«
Wieder schloss sie ihn in ihre Arme, diesmal fester als wolle sie ihn gar nicht mehr loslassen.
»Okay«, keuchte er und war froh überhaupt Worte formen zu können, weil seine gehobenen Hände von Raritys weichen Brüsten ausgefüllt wurden. Sie selbst schien es gar nicht zu bemerken. »Jetzt kann ich dir schon gar nicht böse sein.«
Rarity ließ ihn los und küsste ihn noch einmal auf die Wange. Es war zum dahinschmelzen.
»Wo bleibt ihr denn?«, rief Applejack den beiden zu.
»Wir kommen schon, Darling.«
Rarity nahm Spikes Hand und führte ihn mit sich und ließ ihn nicht für eine Sekunde los.
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