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Come back to me Baby

von Tiara22
Kurzbeschreibung
OneshotFamilie, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Mei Aihara Yuzu Aihara
24.02.2018
24.02.2018
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Dieses Kapitel
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24.02.2018 4.264
 
Alles wichtige habe ich schon im Vorwort erwähnt, deswegen viel Spaß an dem OS ^^
eure Nici
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Wie jeden Tag, der vergangenen letzten Wochen, lief sie einsam und verlassen durch die Wohnung. Jeder Tag lief gleich ab. Sie stand früh auf, verabschiedete ihre Mutter die ihr sagte, dass sie erst spät nach Hause kommt. Dann in die Schule, wieder das glückliche Mädchen sein, das alle so mochten. Nicht einmal Harumin merkte es Yuzu an, wie traurig sie in Wirklichkeit war. Mazuri hingegen hatte eine Ahnung, doch sprach sie wie üblich nicht darüber.
So ging auch dieser Tag wieder zu Ende und sie betrat ihr Zimmer. Ja, jetzt war es nur noch ihr Zimmer. Vor ein paar Wochen teilte sie es sich noch mit dem wundervollsten Mädchen, was sie je kennen und lieben lernen durfte. Doch jetzt? Jetzt war alles anders.

Meis Schreibtisch war abgebaut, ihre Sachen weg und selbst ihr Kopfkissen lag nicht mehr im Bett. An der Stelle lag der kleine Teddy den Yuzu damals gewonnen hatte. Aber selbst dieser fühlte sich im Bett so allein ohne den von Mei.

Langsam ging die Blonde auf das Bett zu und so wie jeden Abend sah sie auf die andere Bettseite, nahm den Duft der Schwarzhaarigen wahr, nahm den kleinen Teddy, der schon den ganzen Tag auf sie gewartet hatte, und fing an bitterlich zu weinen. Sie wusste noch immer nicht was eigentlich passiert war.

******

Vor ein paar Wochen war noch alles okay. Beide fingen langsam an in ihrer Liebe für einander auf zu gehen. Yuzu fragte sich, ob es ihre Schuld war. „Vielleicht habe ich sie auf der Reise zu sehr bedrängt mir ihre Gefühle zu gestehen. Und dann als sie sie mir sagen wollte, hab ich es ihr ja quasi verboten. Aber eigentlich war doch dennoch alles gut. Sie trug sogar unseren Ring und jetzt?“, sie griff sich an ihren Hals und spürte den Ring an ihrer Kette. Das Gegenstück zu dem von Meis. Und ihre Tränen wurden noch mehr. Sie verstand die Welt nicht mehr.

In dem einen Moment standen sie beide noch bei diesem Fotoshooting und Yuzu hätte nie gedacht, dass ihre Gefühle, für ihre Stiefschwester, hätten noch größer werden können. Doch wie sie die Schwarzhaarige in diesem wunderschönen weißen Hochzeitskleid sah, schlug ihr das Herz bis zum Hals. Sofort dachte sie daran wie schön es wäre sie wirklich heiraten zu können.
Doch wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Die Fotografin holte sie von Mei weg, da ihr noch einige Accessoires für ihr Kleid fehlten und als sie zurückkamen, war Mei verschwunden.

Völlig perplex suchte sie das Studio ab, konnte aber nur das Hochzeitskleid finden. „Oh nein, das war ihr bestimmt unangenehm und ich Trampel hab sie mit hier rein geschliffen.“, dachte sie traurig. Sie entschuldigte sich bei der Fotografin und ging dann, nachdem auch sie ihr Kleid abgelegt hatte, auf die Suche Mei.

Immer und immer wieder versuchte sie ihre Stiefschwester an zu rufen, ohne Erfolg. Es wurde schon Dunkel als sie verzweifelt nach Hause kam, der letzte Ort wo Mei hätte noch sein können.

„Mama ich bin zurück. Du sag mal ist Mei auch zu Hause?“, rief sie in die Wohnung. Doch als keine Antwort kam, wunderte sie sich doch sehr. Sie betrat das Wohnzimmer, was eigentlich so aussah wie immer. Der große Teddy den Mei von ihrem Vater geschenkt bekommen hatte, saß am Esstisch. Besorgt sah sich die Blonde um und vernahm ein Schniefen. „Mei?“, sagte sie schnell und eilte zur Couch. Doch wurde ihr Lächeln getrübt, denn ihre Mutter saß oder besser lag darauf und weinte. „Mama, was ist passiert? Wo ist Mei?“ „Weg“, sprach sie leise unter Tränen. „Aber? Ist sie wieder zu Großvater gezogen? Hat sie gesagt warum?“ Sie sah ihre Mutter mit traurigen Augen an. Diese Überlegte kurz: „Verzeih Yuzu, ich hab ihr versprochen, es dir nicht zu sagen.“, ging es ihr durch den Kopf. „Ich weiß es nicht. Irgendwas hat sie gemeint, das sie sich um euren Großvater kümmern muss. Es geht ihm wohl nicht so besonders und er hatte den Wunsch, dass sie zu ihm kommen soll. Und du kennst ihr Pflichtbewusstsein.“ Ja, wenn Yuzu was kannte, dann das. „Aber wenn es Großvater besser geht, kommt sie doch zurück, oder?“, lächelte die Blonde. Doch ihrer Mutter schüttelte nur den Kopf.

******

Das war nun schon so lange her, doch kam es Yuzu wie Minuten vor. Jeden Tag überlegte sie wie sie es schaffte Mei zu sehen, doch wurde sie immer abgewimmelt. Sie konnte nicht mehr, die Sehnsucht nach Schwarzhaarigen wurde einfach zu groß.

Jetzt lag sie da, sah sich eins ihrer letzten gemeinsamen Fotos an und begann zu träumen, als es plötzlich an der Tür klingelte. Schnell stand sie auf, weil sie sich nicht erklären konnte wer um die Uhrzeit noch klingeln sollte.

Als sie jedoch die Tür öffnete stand da niemand, doch etwas fiel ihr vor die Füße, was anscheinend jemand an die Tür gelehnt hatte. Sie nahm den großen weißen Umschlag und schaute darauf: „Für Yuzu“, stand darauf und Yuzus Augen weiteten sich. Sie ließ ihn fallen und rannte los. Der Fahrstuhl fuhr gerade hinunter. „Was soll ich nur tun?“, panisch und fragend sah sie sich um und kurz entschlossen rannte sie die Treppe hinunter.

Sie wusste nicht wie schnell sie war aber sie glaubte die 10 Etagen noch nie so schnell runter gerannt zu sein. Sie erreichte den Fahrstuhl, doch dieser war leer. Und im nächsten Moment hörte sie wie eine Autotür zu schlug und drehte sich um. Ihr Blick verfinsterte sich. Das war der Wagen ihres Großvaters und sie konnte ihre Schwester auf der Rücksitzbank erkennen. Sie rannte los. Doch eh sie an dem Wagen ankam, fuhr dieser los. Verzweifelt blieb Yuzu stehen und schrie: „MEEEEIIIII!“

*******

15 Minuten später war die Blonde traurig und niedergeschlagen wieder in der Wohnung angekommen. „Was soll das? Du kommst hier her, bringst mir einen Brief und verschwindest ohne ein Wort? Vermisst du mich denn gar nicht?“, sprach Yuzu leise zu sich selbst.
Sie nahm sich den Umschlag und ging zurück in ihr Zimmer. Schmiss ihn aufs Bett und fiel anschließend einfach hinter her.

So blieb sie eine Weile liegen. Sie war auf eine Art neugierig was in dem Brief stand und auf der anderen Seite, was wenn es ein Abschiedsbrief von ihr war? Angestrengt dachte sie nach und schlief darüber ein.

******

Mit einem Schrei wachte sie auf. „Nicht schon wieder.“ Wie jede Nacht träumte sie von Mei. Sie will sie erreichen, doch gelingt es ihr einfach nicht. Sie wälzte sich im Bett hin und her, bis ihr Fuß gegen etwas Hartes stieß. Sofort erschrak sie, doch dann fiel ihr ein, das ja der Briefumschlag im Bett lag. Es nützte nichts, sie musste ihn öffnen.

Vorsichtig machte sie ihn auf und schaute nicht schlecht, als sie ihr Notizbuch aus dem Umschlag zog. „Warum hat Mei es gehabt? Und warum gibt sie es mir jetzt zurück?“ Yuzu verstand nun gar nichts mehr.
Langsam begann sie darin zu Blättern. Musste schmunzeln, als sie ihren Plan sah, für ein perfektes Date mit Mei. Was ja in einer Katastrophe endete. Obwohl an die Umarmung und den Kuss, erinnerte Yuzu sich gern zurück.

Beim Blättern fiel ihr auf das anscheinend jemand weiter hinten etwas neues rein geschrieben hatte und schlug die Seite auf:

„Hallo Yuzu,

erinnerst du dich noch, an die erste Nacht, die wir zusammen als Stiefschwester verbrachten?

Ich wollte dich nicht als Stiefschwester akzeptieren und habe dich, um dir eine Lektion zu erteilen, sogar geküsst.

Während ich darauf wartete, dass mein Vater zurückkehrt, glaubte ich, dass ich die Akademie für die Aihara Familie beschützen müsste.

Aber vor allem war es um meiner selbst willen. Es war mein einziger Lebensinhalt.
Aber dann kamst du. Du hast frei gelebt und immer über Liebe geredet.

Ich dachte, wir könnten uns nie verstehen, also wollte ich auch nicht mit dir auskommen.

Jetzt, wo ich darüber nachdenke, war ich wahrscheinlich neidisch auf dich.
Du konntest es wahrscheinlich nicht ertragen, eine unreife Person wie mich zu betrachten, die ihre eigenen Gefühle nicht einmal erkannt hat.
Also hattest du beschlossen, mein Herz mit diesen aufrichtigen Augen zu konfrontieren.


Dank dir, konnte ich meinem Vater meine verborgenen Gefühle vermitteln und erkennen, wie wichtig es ist, meine eigenen Träume herauszufinden.
Das Erbe der Akademie anzunehmen, wurde zu etwas, was ich aus eigenem Willen tun wollte.

Aber zur selben Zeit fühlte ich etwas. Ein neues Gefühl, was durch deine Wärme kam.

Dieses Gefühl, das mein Herz wärmte. Plötzlich begann es mir Angst zu machen, mein Ziel erreichen zu wollen. Deswegen habe ich wieder einmal versucht, meine Gefühle für dich zu verbergen, die weiter gewachsen waren.

Aber seit ich meine eigenen Gefühle schätzen gelernt habe, merkte ich, dass ich nicht mehr so werden konnte wie ich war, bevor wir uns trafen.

Ohne es zu wissen, rannte ich von dir weg, wegen meiner schwankenden Gefühle aber selbst dann noch verfolgtest du mich mit deinem aufrichtigen Geständnis.


Wann immer ich an diesen Kuss denke, fühle ich mich als ob es mir erlaubt war dich aufrichtig zu lieben.


Sogar jetzt, kann ich dieses Gefühl von Glück fühlen. Und seitdem, an jedem Tag, an dem wir zusammen waren, dachte ich daran, wie ich am besten auf deine Gefühle reagieren könnte.
Zum Beispiel, neue Dinge mit dir auszuprobieren und alles Mögliche mit dir zu lernen um dich besser verstehen zu können.

Um herausfinden zu können was du willst, nahm ich sogar dein Notizbuch.


Dann der Ring, den du mir geschenkt hast, ist zu meinem unersetzbareren Schatz geworden und ich werde ihn immer bei mir tragen.

Jede Minute und jede Sekunde die ich mit dir verbringen durfte, all das fühlte sich so lustig und erfrischend an, dass ich mich für dich fallen ließ, bis es kein Zurück mehr gab.

Dies war jedoch der Moment, als mein Herz zu schmerzen begann. Ich erkannte, dass deine Liebe zu mir, vielleicht dein Herz brechen würde.

Meine Schuld wird schwerer, je mehr ich deine Liebe empfange und je mehr ich an dich denke.

Denn in naher Zukunft werde ich meinen Verlobten heiraten und die Aihara Familie beerben.

Ich habe Mama von den Vorbereitungen für die Hochzeit erzählt und sie gebeten, es dir nicht zu sagen.

Dies ist meine letzte Antwort, die ich um deinetwillen gewählt habe. Von nun an werde ich den Weg gehen, den ich für mich gewählt habe. Ich werde mein Bestes versuchen, um nicht mehr mit dir in der Schule und als eine Familie in Verbindung gebracht zu werden.

Ich werde dich nicht mehr persönlich treffen können, da mein Entschluss dadurch zerbrechen würde, würde ich dich widersehen.
Deshalb habe ich dir alles in dein Notizbuch geschrieben, einschließlich all der Gefühle, die ich dir endlich mitteilen musste.

Bitte vergib deiner schwachen und selbstsüchtigen Schwester. Es wird das Beste für uns sein.
Aber auch wenn unsere Herzen schmerzen und aufhören zu schlagen, bin ich immer noch sehr dankbar dafür, dass wir unsere Bindung als Schwestern haben.

Ich werde immer für dein Glück beten, genauso wie für diejenigen, die du liebst.

Danke Yuzu und Lebwohl“

Sie las die Worte immer und immer wieder. Mei gestand ihr endlich ihre Gefühle, um ihr im gleichen Moment das Herz heraus zu reißen und ihr zu sagen, dass sie sich nie mehr widersehen. Aber das schlimmste... Mei war verlobt. Sie war tatsächlich verlobt und Yuzu war anscheinend die Letzte die es erfahren durfte. Die Tränen liefen. Sie nahm das Heft, schmiss es gegen die Wand und schrie. Sie schrie ihren ganzen Schmerz raus. Plötzlich wurde die Türe zu ihrem Zimmer aufgerissen.

Erschrocken kam ihre Mutter ins Zimmer gestürmt und fand ihre Tochter schreiend und weinend, auf ihrem Bett vor: „Yuzu? Was ist passiert?“, fragte sie voller Sorge. Doch ihre Tochter sah sie mit Wut in den Augen an. „Du hast es gewusst und mir nichts gesagt!“, schrie die Blonde los. Doch ihre Mutter verstand nicht. „Mei! Sie ist. Sie ist verlobt?“ Jetzt machte es Klick bei Ume und sie nahm ihre Tochter in die Arme. Diese wehrte sich anfangs noch gegen die Brünette, gab dann aber nach und ließ sich fallen, bis sie völlig geschafft einschlief. Ume verstand nur nicht, warum Yuzu so aufgebracht war. Sie sollte sie morgen einfach darauf ansprechen. Sie legte ihre Tochter hin und ging ebenfalls wieder ins Bett.

******

Doch zu diesem Gespräch kam es nicht. Jeden Morgen stand Yuzu nun eher auf und ging zum Haus ihres Großvaters. Sie wollte es selber von Mei hören. Sie wollte, dass sie ihr in die Augen sah und ihr sagte, dass sie ihren Verlobten liebt und ihn wirklich Heiraten wollte.

Wäre Mei jetzt hier, würde sie wieder sagen, sie handle ohne nachzudenken. Doch das tat die Blonde. Jeden Tag wo sie vor verschlossenen Toren stehen gelassen wurde, überlegte sie sich wie sie mit Mei reden könnte. Doch kam es zu keinem Gespräch.

*****

Zwei Wochen lang versuchte sie ihr Glück. Vor und nach der Schule. Sie fragte sogar Momokino-san, doch selbst die konnte ihr nicht sagen was mit der Präsidentin, ihrer MeiMei war.

Sie wollte gerade nach Hause gehen, da wurde sie am Arm gepackt. „Hey Yuzuki, heute gehst du mir nicht einfach so nach Hause. Komm mit!“ Harumin hatte die Faxen dicke. Sie vermisste ihre beste Freundin einfach und so schliff sie die Blonde mit in ihr beider Lieblingscafé.

Der Senpei und Yuzus ehemaliger Chef begrüßte die beiden als sie das Café betraten, doch verhielt er sich merkwürdiger als sonst. Yuzu und er hatten sich auch seit der Reise nicht mehr gesehen aber irgendetwas an ihm war anders.
Beide setzten sich und nach ein paar Sekunden stand der Senpei auch schon neben ihnen. „Was kann ich euch bringen?“ Yuzu lag mit dem Kopf auf dem Tisch und nuschelte: „Nichts, danke!“ Doch Harumin winkte dies ab und bestelle für beide einen Eistee und ein Stück Kuchen. Der Braunhaarige nickte und wandte sich ab.

Plötzlich gab es eine Kettenreaktion. Die Tür ging auf und ein Windhauch zog am Senpei vorbei und flog gerade Wegs auf Yuzu. Diese riss die Augen auf und sah sich um. Das war sie. Es roch nach Mei. Dieser Duft der über ein Jahr lang direkt neben ihr lag. Ihn würde sie überall erkennen.

Panisch blickte sie sich um. „Was hast du Yuzu?“, fragte Harumin skeptisch. „Mei? Hast du? Ihr Duft?“ „Die Präsidentin? Nein, wie kommst du drauf das sie hier ist?“ Die Blonde schaute auf die Dunkelhaarige. „Nun, ich. Ich hab ihr Parfum gerochen.“ Doch Harumin schüttelte den Kopf, als Zeichen dafür, das Mei nicht anwesend war. Plötzlich stand der Senpei mit ihrer Bestellung vor ihnen.

„Was habt ihr zwei denn? Sieht aus als sucht ihr jemanden.“ Harumin fing an mit lachen und Yuzu freute das gar nicht. „Unsere Yuzuki hat ihre Schwester gerochen.“ Der Braunhaarige machte große Augen und wusste nicht was er sagen sollte. „Oh ähm, also ich hab sie nicht gesehen. Entschuldigt mich.“ Yuzu wunderte sich. Er war sonst nicht so drauf. Was stimmte nicht mit ihm. Fragend sah sie ihm hinterher. „Er ist verlobt und wird bald heiraten.“ Kam es plötzlich von der Bankreihe hinter Yuzu. „Matsuri, warum? Jedes Mal erschrickst du mich.“ Selbst Harumin hielt sich die Hand an die Brust und atmete schnell ein und aus, obwohl sie die Spontan Auftritte von der Kleinen mit den pinken Haaren gewöhnt war.

„Woher weißt du dass er heiratet?“ „Nun ich habe während einer Schicht mal mitbekommen wie er vieles organisiert hat dafür. Und wie er mit seiner Zukünftigen gesprochen hat.“ Sie grinste, wusste sie doch mehr als sie zugab.

Yuzu drehte sich ab und trank ihren Eistee. Sie sprach kein Wort, doch ihre Gedanken fuhren Achterbahn. Der Duft von Mei der noch immer in der Luft lag. Sie verlobt. Er verlobt. Senpeis Verhalten. Plötzlich sprang die Blonde auf und zeigte mit dem Finger auf den Brünetten.

„DU BIST MEIS VERLOBTER!“

******

Sie öffnete die Augen und spürte einen kühlen Lappen auf der Stirn. Sie überlegte wo sie war, als sie eine Stimme vernahm. „Schön, du bist wach. Verzeih Yuzu, ich wollte nicht dass du es so erfährst. Mei hatte mich darum gebeten dir nichts zu sagen.“ Seine Stimme klang sehr traurig.

Doch jetzt hatte sie ihre Antwort, obwohl sie es immer noch nicht fassen konnte. „Was heißt das? Mei hatte dich drum gebeten. Meine... nein unsere Mutter hatte sie auch darum gebeten. Wo ist Mei? Bitte Senpei, sagt mir wo ich eure Verlobte finden kann?“ Er wendete sich ab. „Ich habe nie gefragt warum ich dir nichts sagen sollte, ich tat es einfach. Und wo sie ist? Ich denke mal da in zwei Tagen die Hochzeit ist, im Haus ihres Großvaters. Ich glaube heute wird das Brautkleid fertig angepasst.“ Er wollte weiter reden, doch Yuzu stand auf und rannte los. Sie hatte nur einen Gedanken: „MEI!“

******

Wie jeden Tag stand sie vor dem Haus und wusste nicht so richtig was sie tun sollte. Da kam plötzlich ein Wagen angefahren und hielt neben ihr. Zwei Damen stiegen aus und sahen sie fragend an. „Sie sind?“ Wurde sie von oben herab betrachtet. Sie wollte ihnen schon die Wahrheit sagen, doch dann kam ihr eine Idee. „Ja ich bin hier um der Braut ein Make-up zu machen. Damit man schon einmal sehen kann wie es mit dem Kleid zusammen passt. Aber ich kann die Klingel nicht finden.“ Genervt verdrehte die Erste der beiden Damen die Augen. „Du stehst davor Dummchen.“ Sie betätigte die Klingel und meldete sich und ihre Kollegin an. Das Tor wurde geöffnet und Yuzu lief den beiden einfach hinterher.

Diese klopften, nach wenigen Metern, an eine Tür und zum ersten Mal seit so vielen Wochen, durfte die Blonde die Stimme von Mei hören.

Alle drei betraten den Raum und fanden Mei. Ihre langen schwarzen Haare waren hoch gesteckt und es befanden sich Blumen darin. Sie trug einen Schwarzen Kimono mit roten Rosenmustern. „Miss Aihara, wir sind froh Ihnen sagen zu können, dass Ihr Kleid fertig ist.“ „Ich danke Ihn...“, sie brach ab, als sie sich umdrehte und auf einmal Yuzu vor sich sah. Ihre Augen wurden klein und ihr Herz raste. Doch musste sie sich richtig verhalten. „Entschuldigung, ich war abgelenkt. Ich danke Ihnen.“ Sie nickte den beiden Damen zu und die gingen zielstrebig auf die Schwarzhaarige zu.

Yuzu hingegen blieb einfach nur in der Ecke stehen und sah sich das Schauspiel an. Sie war froh das Mei sie nicht raus warf, also wartete sie auf ihren Moment.

*****

Nach knapp einer Stunde war die Anprobe vorbei und die Damen verabschiedeten sich mit den Worten: „Jetzt noch das perfekte Make-up von der jungen Dame hier und Ihrer Hochzeit steht nichts mehr im Wege. Falls Sie uns noch einmal benötigen, rufen Sie einfach an.“ Und schon waren sie verschwunden.

Und da war es wieder. Stille lag im ganzen Raum. Während Mei einfach nur vor dem Spiegel stand und sich betrachtete ging Yuzu zur Tür und schloss diese ab. Sowas wie damals mit Großvater sollte nicht wieder vorkommen.

„Mei...“ „Was willst du hier Yuzu. Ich habe dir geschrieben, das ich dich nicht mehr sehen will.“ Die Blonde sah verletzt zu Boden. Sie hatte sich in den letzten Wochen so viel überlegt was sie der Schwarzhaarigen sagen wollte. Angefangen von „Ich liebe dich“ bis hin zu „Du bist so eine dumme Kuh“, doch nichts davon kam ihr gerade über die Lippen.
Doch musste sie doch etwas tun. Sie nahm ihren Mut zusammen und ging auf ihre Schwester zu. „Mei? Bitte sieh mich an. Sieh mich an und sag mir; dass du ihn heiraten willst, weil du ihn liebst. Sag es mir und dann siehst du mich nie wieder.“ Die Blonde hatte das Gefühl, ihr Herz sprang ihr aus der Brust. Sie stand so nah bei Mei, das nicht mal ein Blatt mehr zwischen sie gepasst hätte. „Yuzu lass mich los. Ich.. Ich bin verlobt und ich werde Hitoshi heiraten.“ Sie drehte sich in den Armen von Yuzu um und sah ihr direkt in die Augen. „Und daran kannst auch du nichts ändern.“ Da war es wieder. Diese hellen grünen Augen die die Schwarzhaarige ansahen. So liebevoll und rein. Augen die viel geweint hatten in den vergangenen Wochen. Doch auch Meis Augen verrieten viel. Sie hatte auch oft und viel geweint, was sie nie zugegeben hätte, doch Yuzu sah es.

Sie legte ihrer Schwester vorsichtig die Hand aufs Gesicht. „Mei!“ „Yuzu?“ Da passierte es. Ihre Lippen berührten sich. Ein Gefühl von Freiheit und Glück durchzog den Körper der beiden. Doch so schnell wie es begann, brach Mei den Kuss ab und schob Yuzu, wie immer von sich und drängte sich an ihr vorbei. „Hör auf Yuzu!“, schrie sie die Blonde an. „Warum? Warum soll ich mit Dingen aufhören die wir beide wollen. Mei.. Ich will dich und ich weiß, du willst mich a...“ „Lass es, ich will dich nicht. Ich … meine Gefühle waren kurzzeitig verwirrt aber jetzt ist alles wieder in Ordnung.“ Die Blonde wurde sauer. Sie ging auf Mei zu, zog sie rum und zeigte auf die Kette. „So es bedeutet alles nichts. Du hast deine Gefühle im Griff. Was ist das?“ Sie hielt den Ring, der an der Kette hing hoch. „Das ist unser Ring Mei. Er steht für unsere Empfindungen, für unsere Beziehung, für unsere Abmachung 1 Kuss pro Tag. Er steht für unsere geheime Liebe.“ Mei riss sich los. „Richtig Yuzu, unsere geheime Liebe. Wie stellst du dir das vor? Wir zusammen, entehren die Aihara Familie wenn das raus kommt. Das kann und werde ich nicht zu lassen“, schrie sie, während ihr die Tränen über die Wangen liefen.

Auch bei Yuzu flossen die Tränen. „Sag... Mei... Ich wünsche es mir nur einmal zu hören... Liebst du mich?“ Die Schwarzhaarige sammelte sich. „Ja, ich liebe dich... wie meine Schwester.“ Yuzus Augen weiteten sich. Sie riss sich ihre Kette mit dem Ring ab und warf ihn Mei vor die Füße, bevor sie weinend aus dem Haus rannte.

„Es tut mir so leid Yuzu. Ich liebe dich aber ich darf nicht.“, ging es ihr durch den Kopf, während sie Yuzus Kette aufhob und fest an ihr Herz presste.

******

Die zwei Tage bis zur Hochzeit vergingen schnell.

Während Mei zusammen mit ihrem Großvater in der Kirche waren, saß Yuzu zu Hause auf ihrem Bett. Und wieder stand ihre Mutter vor der Tür und klopfte: „Yuzu, ich fahre jetzt zur Kirche. Du kannst immer noch mitkommen.“ Sie stand da und wartete, doch von der Blonden kam keine Antwort. Ume gab es auf. Traurig blickte sie zu Boden und verließ die Wohnung. Und Yuzu. Sie saß mit gesenktem Kopf da. Hielt die Hand an ihr Herz, was ganz langsam schlug und schmerzte. Und immer wieder tropften vereinzelte Tränen zu Boden, während sie immer wieder „Mei“, flüsterte.

******

Alle Gäste waren in der Kirche versammelt. Und Mei stand gemeinsam mit ihrem Großvater bereit den Gang zum Altar anzutreten. „Hallo Mei-chan, danke für die Einladung.“ Die Angesprochene drehte sich um und sah in die Augen ihrer Stiefmutter. „Mama? Du bist gekommen. Yuzu?“ Ume schüttelte den Kopf und verließ die Braut um an ihren Platz zu gehen.

Mei verfiel in Gedanken an den Kuss vor zwei Tagen. „Es ist besser, dass sie nicht da ist.“ Mei spürte bei den Gedanken daran, wie sich ihre Tränen versuchten an die Oberfläche zu schleichen. Doch sie hielt sie zurück.
Die Musik setzte ein und langsamen Schrittes gingen sie voran Richtung Altar. Plötzlich kamen ihr die Bilder vom Shooting in den Kopf und auch Yuzus Kommentar: „Wenn wir einmal heiraten können, dann sollten wir sehen, das wir das gleiche Kleid tragen.“ Meis Herz begann zu brennen. Sie sah zu Hitoshi, der sie liebevoll anlächelte, doch plötzlich stand Yuzu da. „Ich liebe dich Mei.“
„Yuzu“, flüsterte sie. „Was sagst du mein Kind?“ Der Grauhaarige sah auf seine Enkelin. Doch diese konnte nicht mehr. Ihr Herz hörte nicht auf, ihr Bilder von Yuzu zu zeigen. „Verzeih Großvater.“ Die Schwarzhaarige riss sich los, verneigte sich und rannte los.

*****

Die Blonde sah auf die Uhr. „Jetzt ist meine geliebte Mei wahrscheinlich schon verheiratet.“ Sie konnte nicht weiter denken, denn plötzlich riss jemand, schwer atmend in einem weißen Kleid vor ihr. „Yuzu!“ „Mei?“ Sofort sprang die Blonde auf und ging schnell auf ihre Schwester zu, da diese gleich umzufallen schien. Wie sie Sie in ihren Armen hielt, fragte sie: „Was tust du hier? Was ist mit der Hochzeit?“ Sie spürte wie es an ihrem Hals feucht wurde. Weinte Mei etwa?

Vorsichtig nahm Yuzu das Gesicht von Mei in ihre Hände und begann ihr die Tränen weg zu küssen. Alles, jede noch so kleine Berührung von Yuzu brannte auf dem Körper der Schwarzhaarigen. „Yuzu, ich... ich konnte ihn nicht heiraten. Ich weiß nicht was kommt. Ich weiß nicht wie es zwischen uns weiter geht. Aber eines weiß ich...“ Sie sah der Blonden voller Leidenschaft in die Augen. „Yuzu, ich liebe dich und der einzige Mensch den ich jemals heiraten will, bist du.“ Sie hielt Yuzu ihren Ring hin und steckte ihn ihr an den Finger. „Mei...“ Ungläubig schaute sie zwischen ihrer Schwester und dem Ring hin und her. Doch dann: „Ich liebe dich auch, Mei Aihara.“ Sie überbrückten die letzten Zentimeter und endlich, nach so langer Zeit, gaben sie sich ihren Gefühlen für die andere hin.

Keine der beiden wusste, was in Zukunft, auf sie zukommen würde aber das war ihnen egal. Im Moment zählten nur sie beide und ihre aufflammende Liebe zu einander.

ENDE



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Ich hab mal ne Frage an die, die auch bis Band 9 gelesen haben. Ich hoffe, dass ich es richtig verstanden hab was Meis Verlobten betrifft :o Was anderes konnte ich mir nicht erklären. Sagt mir doch einfach mal eure Gedanken dazu. Danke eure Nici
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