Heißes Date

GeschichteHumor, Romanze / P12
Kate Beckett Richard Castle
24.02.2018
08.03.2018
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Da bin ich wieder ;-)  
Hab aber nur etwas kurzes im Gepäck - wobei es eigentlich ein OS werden sollte. Nun ist es immerhin ein Fünfteiler ...

Ein wenig Humor, Romantik und Frust sind vertreten.

Gepostet wird wie immer ALLE DREI TAGE

Viel Vergnügen!

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Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Romanze, Humor
Inhalt: Der diesjährige Polizeiball endet für Rick mit einer großen Überraschung und vier langen Tage der Warterei. Doch die nimmt Rick gerne auf sich, denn an dessen Ende steht für ihn die Möglichkeit, Kate endlich seine Gefühle gestehen zu können und die Hoffnung, dass sie genauso fühlt. Die Chancen  dafür , das spürt Rick, stehen gar nicht schlecht. Er darf es nur nicht vermasseln …
Anmerkung: Es gibt keinen direkten Bezug auf die Folgen, aber angesiedelt ist die Geschichte Anfang der vierten Staffel.
Kapitel:  5   Seiten:  12  (Arial 10) – Veröffentlichung:  24.02. - 08.03.18
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts. Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu Lebenden und Toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

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Kate seufzte. Wieder ein Jahr um. Wieder der Polizeiball. Wieder hatte sie überhaupt keine Lust auf diese Veranstaltung. Und wieder hatte sie ein schickes Kleid angezogen und stand nun gelangweilt in der Gegend rum.
Die Reden waren erledigt … ermüdend wie immer. Dafür war das Menü dieses Jahr besser gewesen und die Musik auch. Vor wenigen Minuten war die Tanzfläche freigegeben worden, was auch bereits viele Gäste dazu nutzten, ihre Hüften, mal mehr und mal weniger gekonnt, in Bewegung zu setzen.

~~

Rick stand an der Bar gelehnt, etwas verdeckt durch einen Pfeiler, und ließ seinen Blick suchend durch den Saal schweifen. Er machte Halt bei den Gästen, die ihr Glück auf der Tanzfläche versuchten. So albern hatte es bei ihm letztes Jahr auch ausgesehen. Mit einem amüsierten Lächeln setzte er seine Suche fort und hätte fast frohlockt, als er das Ziel seiner Begierde sah … Kate Beckett. Das rote Kleid umschmeichelte ihre Figur, die offenen Haare lagen weich auf ihren Schultern und Rick wurde prompt die Hose eng. So war das allerdings nicht geplant. Aber war es ein Wunder? So … weiblich … sah Rick seine Partnerin schließlich nicht alle Tage. Genaugenommen konnte er sich nicht einmal mehr daran erinnern, wann er sie zuletzt in einem Kleid gesehen hatte. Vermutlich beim Polizeiball vor einem Jahr.
„Ein Wasser bitte“, wandte er sich an den Barkeeper. „Mit Eis!“ Als er das Gewünschte erhielt, hätte er es sich am liebsten in die Hose gekippt. Da das aber aus verschiedenen Gründen nicht ratsam war, trank er es in einem Zug aus.
„Besser?“, fragte der Barkeeper mit einem wissenden Grinsen, während er Richtung Kate schaute. Offenbar war Ricks Blick nicht so unauffällig gewesen, wie gedacht hatte.
„Nicht wirklich“, seufzte Rick.
„Ich kann Sie verstehen … eine klasse Frau.“ Rick drehte sich um und warf dem Barkeeper einen Blick zu, der diesen zum Lachen brachte. „Donnerwetter, da ist aber jemand eifersüchtig. Keine Sorge, ich bin keine Gefahr für Sie.“
„Ach nein?“, fragte Rick skeptisch. Der Typ sah gut aus, das musste er neidvoll anerkennen.
„Zuhause wartet selbst so eine klasse Frau auf mich. Mein Ein und Alles. Nächsten Monat feiern wir zehnten Hochzeitstag“, berichtete der Barkeeper stolz und in jedem Wort konnte Rick die Liebe spüren, die er für seine Frau empfand.
Der Schriftsteller seufzte neidvoll. „Sie Glücklicher.“ Er hatte bisher noch nicht einmal ein Date mit Kate.
„Und Sie sollten hier keine Wurzeln schlagen, sondern Ihre Traumfrau zum Tanzen auffordern. Bisher hat sie jeden Mann abgewimmelt, der es versuchte, aber ich habe das Gefühl, bei Ihnen wäre das anders.“
Rick schaute wieder zu Kate, die gerade einen zwei Meter Adonis mit einem freundlichen, aber bestimmten Kopfschütteln in die Wüste schickte. Und da sollte es ihm anders gehen?

~~

Kate schaute sich um, konnte Rick aber nirgends entdecken. War er vielleicht gar nicht gekommen? Sie selbst war auch am Überlegen gewesen, der Veranstaltung fernzubleiben, aber ihr Pflichtbewusstsein hatte gesiegt. Wie jedes Jahr. Diesmal war allerdings ein zusätzlicher Motivator der Wunsch gewesen, mit Rick den Abend zu verbringen. Und trotzdem hatte sie seine Bitte, gemeinsam zu dem Ball zu gehen, abgelehnt. Im Nachhinein bereute Kate diese Entscheidung sehr, aber nun war es zu spät.
Die junge Frau seufzte, schaute sich noch einmal um und beschloss, still und leise zu verschwinden. Den wichtigsten Teil hatte sie mitgemacht und der amüsante Teil war ohne Rick nicht amüsant, sondern einfach nur langweilig. Da legte sie sich daheim lieber mit seinem neuen Roman und einem Glas Wein in die Badewanne.

~~

„Sie müssen sich beeilen, wenn Sie mit Ihrer Angebetenen noch das Tanzbein schwingen wollen“, riet der Barkeeper und deutete mit dem Kopf zu Kate. „Sie scheint verschwinden zu wollen.“
Rick folgte seinem Blick und musste ihm zustimmen. Kate war dabei, den Saal zu verlassen. „Drücken Sie mir die Daumen, Mike“, bat er den Barkeeper und eilte hinter Kate her. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, vermied er es, ihren Namen zu rufen, sondern überholte sie links und stellte sich ihr in den Weg.
Kate blieb abrupt stehen, wollte bereits losschimpfen, als sie sah, wer ihr da vor die Füße gelaufen war.
„Wo kommen Sie denn her?“, fragte Kate den Schriftsteller verblüfft.
„Geradewegs von der Bar. Ich brauchte erst einmal etwas zu trinken, nachdem ich endlich angekommen war“, erklärte Rick und klang noch immer etwas genervt. „Unterwegs gab es nämlich einen Unfall, ein Bus und ein PKW waren zusammengestoßen. Ich stand über zwei Stunden dort, bevor es endlich weiterging.“ Er deutete mit dem Kopf Richtung Saal. „Wie war es denn bis jetzt?“
„Langweilig.“
Rick lachte. „Deswegen wollten Sie sich also heimlich aus dem Staub machen.“ Er zwinkerte ihr zu und fragte, nicht ganz ernst gemeint. „Haben Sie mich vermisst?“
„Ehrlich gesagt … ja“, gab Kate zu seiner Überraschung zu. „Ich wollte mich entschuldigen, dass ich Ihre Einladung abgelehnt hatte. Das war dumm von mir gewesen.“
Rick zuckte mit den Achseln. „Sie fürchteten das Gerede und sicherlich auch die Fotografen, die hier rumschwirren. Morgen die Zeitung aufzuschlagen und ein Bild von Ihnen und mir dort vorzufinden, ist sicherlich das Letzte, was Sie möchten.“ Er zog sie hinter einen Pfeiler. „Hier sieht uns niemand.“
„Das waren meine Beweggründe“, nickte Kate. „Aber sie waren lächerlich. Dies ist ein ganz offizieller Ball und alle, die irgendwie mit der Polizei zusammenarbeiten, sind heute hier. Sie gehören ebenfalls dazu, Rick. Abgesehen davon sind wir Partner. Es gibt also keinen Grund, weswegen wir diesen Abend nicht zusammen verbringen sollten.“
„Sie wollen doch noch bleiben?“
„Wenn Sie es wollen?“
„Wahnsinnig gerne … aber was ist mit den Fotografen? Wenn wir uns wieder ins Getümmel stürzen, wird diese Meute mit Sicherheit auftauchen. Sie warten doch nur darauf.“
„Das ist okay“, versicherte Kate ihm. „Es ist nun einmal deren Job. Und am besten verkaufen sich vermutlich Bilder mit Ihnen. Die Frau an Ihrer Seite wird die Fotografen nur sekundär interessieren.“
„Glauben Sie das wirklich?“, wollte Rick skeptisch wissen.
„Nein“, erwiderte Kate und lachte, zu Ricks Erstaunen. „Ich mache mir damit nur selbst Mut. Mir ist schon klar, dass sich jeder Fotograf ein Bein dafür ausreißen würde, um ein Bild von Ihnen und mir zu bekommen, welches nichts mit einem Tatort zu tun hat.“
„Davon ist auszugehen“, nickte Rick. „Wir können verschwinden. Mein Angebot steht. Obwohl …“
„Obwohl was?“
„Die ganze Zeit, während ich vorhin darauf wartete, endlich weiterfahren zu können, habe ich mich auf eines ganz besonders gefreut.“
„Auf was denn?“
„Mit Ihnen zu tanzen.“ Just in diesem Moment, als hätte Rick es bestellt … was natürlich nicht der Fall war … begann die Band ein neues Lied. „Wollen wir?“ Rick reichte Kate die Hand, die sie mit Argwohn betrachtete, aber nicht ergriff.
„Einen Salsa?“
„Angst zu versagen?“, neckte Rick sie.
„Ich weiß, dass ich diesen Tanz hinbekomme, aber Sie? Meine Füße erinnern sich noch schmerzlich an letztes Jahr und das war nur ein Walzer gewesen.“
„Lassen Sie sich überraschen. Es sei denn, Sie möchten die Fotografen doch lieber meiden. Ich hätte dafür wirklich Verständnis, Kate.“
„Die können mich mal“, erwiderte sie. „Aber Salsa?“ Seufzend nahm Kate seine Hand und zusammen gingen sie zur Tanzfläche. Bereits nach wenigen Tanzschritten war sie tatsächlich überrascht.
„Wie kommt es, dass Sie auf einmal so gut tanzen können?“, wollte sie erstaunt wissen.
„Ich hatte ein Jahr Zeit, es zu lernen“, erwiderte er lächelnd.
„Sie haben Unterricht genommen?“, fragte Kate überrascht. „Warum?“
„Weil ich unbedingt mit Ihnen tanzen wollte, Kate“, erklärte Rick. „Und zwar richtig.“ Passend zum Tanzschritt zog er sie für einen kurzen Moment eng an sich. „Körper an Körper, nicht Fuß auf Fuß.“
Kate lachte leise. „Sie danken es Ihnen.“
Es war den beiden selbstverständlich nicht entgangen, dass das Blitzlichtgewitter in dem Moment einsetzte, als Rick sie an sich gezogen hatte, kümmerten sich aber nicht darum. Viel zu sehr waren sie mit sich und dem Tanz beschäftigt. Es war, als würden sie umeinander werben und als die Musik aufhörte, brauchten sie einen Moment, um in die Realität zurückzukommen. Zwischen ihnen hatte sich etwas verändert.
Kate schaute sie vorsichtig um, aber es schien niemand von ihnen Notiz zu nehmen. Die Fotografen hatten, was sie wollten, und waren nun sicherlich dabei, ihre Ausbeute an die Redaktionen weiterzuleiten. In der Branche zählte Schnelligkeit.
„Wollen wir verschwinden?“, fragte Rick.
„Gerne.“
Sie gingen zur Garderobe, Rick half Kate in ihre Jacke und dann verließen sie Hand in Hand das Gebäude. Das war auf einmal so selbstverständlich wie das Atmen.
„Wo steht Ihr Wagen?“, wollte Rick wissen.
„Ich bin mit dem Taxi gekommen.“
„Dann fahre ich Sie nach Hause.“

Während der Fahrt war es sehr still im Wagen. Wäre es möglich gewesen, hätte man allerdings hören können, wie es in den Köpfen der beiden arbeitete. Jeder für sich dachte darüber nach, was wohl geschehen würde, wenn sie am Ziel … Kates Wohnung … angekommen waren.

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„Ich begleite Sie noch nach oben“, sagte Rick, als er vor dem Wohnhaus hielt. „Wenn es Ihnen recht ist.“
„Ganz der Gentleman“, erwiderte Kate lächelnd und betrat den Fahrstuhl..
Die Enge in Ricks Hose war wenig gentlemanlike, aber zum Glück trug er eine längere Jacke und konnte ziemlich sicher sein, dass Kate nichts davon mitbekommen konnte.

Wieder schwiegen sie, bis die Wohnung erreicht war. Kate schloss auf und drehte sich zu ihm um.
Sehnsucht lag in seinen Augen, als er sich vorbeugte und sie sanft auf die Wange küsste. „Schlafen Sie gut, Kate.“
Beide wünschten sich mehr, doch es war noch zu früh. Heute jedenfalls.
„Samstag bin ich mit meinem Dad verabredet, aber möchten Sie vielleicht am Sonntag zu mir kommen?“ Kate schaute ihn fragend an. „Also nur, wenn es Ihnen passt. Ich könnte uns etwas kochen.“
„Ein Date?“, wollte Rick zögerlich wissen und wartete darauf, dass sie etwas von einem Essen unter Freunden erzählte, doch Kate dachte gar nicht daran.
„Ja, ein Date“, bestätigte sie.
Ricks Augen leuchteten auf. „Sonntag passt hervorragend. Ich komme am Samstag am späten Nachmittag zurück.“
„Stimmt“, erinnerte sich Kate. „Sie müssen ja morgen nach Washington.“
„Genau. Eigentlich hatte ich mich auf die Lesung gefreut, aber nun werde ich nur an Sonntag denken können und die Zeit im Schneckentempo vergehen.“ Er strahlte sie an. Noch vier Tage
Kate strahlte ebenfalls, ob sie wollte oder nicht. „Sagen wir gegen halb acht?“
„Ich werde pünktlich sein“, versprach Rick. „Und wenn ich am Abend vorher losfahre und vor Ihrem Haus übernachte.“
Kate lachte, gab ihm wortlos einen leichten Kuss und verschwand in ihrer Wohnung.
Rick legte seinen Finger an die Lippen, seufzte selig und machte sich auf den Heimweg. Jetzt half nur noch eine kalte Dusche. Und es waren immer noch vier Tage …

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Hoffentlich konnte der Anfang  eure Neugierde wecken und ihr könnt es bis zum zweiten Kapitel kaum erwarten ;-)
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