Timur Bartels FF

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Alex Breidtbach OC (Own Character)
23.02.2018
25.02.2018
5
2841
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
"Finja, Essen ist fertig!", rief mich meine Oma mich, also kam ich runter und wir aßen. Wie immer vorm Fernseher, das taten wir immer seit mein Opa vor einem Jahr gestorben war. Meine Mutter wollte, dass ich meiner Oma ein bisschen Gesellschaft leiste, zumindest beim Mittagessen.
Erstmal zu mir:
Ich bin nicht sonderlich gut in der Schule, ich hatte im letzten Zeugnis sieben vierer, vier zweier und fünf dreier. Naja der Schnitt war 3,2 was ich eigentlich noch ganz okay finde, trotzdem muss ich jetzt in der neunten besser werden, wenn ich auf dem Gymnasium bleiben will.
Ich hatte eine schöne Kindheit, obwohl meine Eltern getrennt sind seit ich drei bin, gab es nie wirklich Streit um mich. Ich habe immer viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht, sie waren immer wie meine zweiten Eltern. Meine Großeltern waren mir immer sehr wichtig, ich habe im Sommer mit ihnen in meinem Plantschbecken rumgealbert. Sie wurden natürlich auch immer älter und mussten immer öfter zum Arzt oder ins Krankenhaus.
Meine beste Freundin im Kindergarten, Kaya, ist mit ihren Eltern weg gezogen als wir fünf und sechs waren, das war ziemlich hart für mich. Ich ging dann ein paar Wochen zur Psychotherapie, mit fünf! Aber ich war nie richtig krank, eine Freundin von mir hat in der Schule oft gefehlt weil sie krank war oder einfach kein Bock auf Schule hatte.
Ich kam mit Gaumenspalte auf die Welt ('Loch' hinten im Gaumen), da war ich zwischendurch im Krankenhaus und wurde Operiert und dann noch ein paar mal zur Kontrolle, ich bekam Paukenröhrchen in die Ohren ...
Damals war ich noch nicht mal ein Jahr alt, deshalb kann ich mich auch nicht mehr dran erinnern aber seit dem war ich nicht mehr im Krankenhaus (zumindest nicht als Patient) oder richtig Krank. Okay klar eine Erkältung oder auch mal ein verstauchter Knöchel aber wegen sowas war ich nie beim Arzt.
Letztes Jahr im November habe ich immer 'Club der roten Bänder' geschaut, ich liebe diese Serie und vorallem Timur Bartels! Die Serie hat mich zum Nachdenken gebracht, wie gut es uns geht, schließlich ist die Serie eine wahre Geschichte. Wenn ich Krebs oder so hätte wüsste ich nicht ob ich das durchhalten würde, wie Albert Espinosa oder in der Serie Leo.

Langsam merkte ich wie eine vertraute Leere in mir aufstieg. "Mh, Oma ich muss nach Hause, morgen kommt ein Elektriker und ich muss noch ein bisschen aufräumen", sagte ich zu meiner Oma. Sie sagte nur, "Ja ist ok bis morgen". Ich schnappte mir mein Longboard und ging raus. Das mit dem Elektriker war gelogen, der war schon letzte Woche da, aber ich wollte nach Hause. Manchmal würde einfach alles zu viel... Das mit meinem Opa nahm mich schon noch mit und ich hätte niemanden mit dem ich wirklich drüber reden konnte. Als ich zu Hause war ging ich zu meiner Spardose, öffnete sie und holte Rasierklingen heraus. Manchmal frage ich mich warum ich überhaupt noch lebe, manchmal fehlt mir einfach die Kraft. Es fühlt sich an, als ob ich in ein tiefes Loch fallen würde und niemand mich auffängt. Weil mich einfach niemand versteht. Meine Mutter war nicht da, ich war also alleine. Ich krempelte meine Ärmel hoch und setzte an. Irgendwie muss ich meine Gefühle ja raus lassen. Nach dem meine arme wieder Blut überströmt waren, machte ich alles wieder sauber, krempelte meine Ärmel wieder runter und schnappte mir einen Rucksack. In den Rucksack schmiss ich einen Block, mein Mäppchen, mein 'Ritzwerkzeug', eine Flasche Wasser und Taschentücher. Ich schnappte mir min Longboard und ging raus, ich lief einen Hügel hoch und fuhr auf der anderen Seite wieder runter.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich hoffe die Geschichte gefällt euch bis jetzt :)
LG
Review schreiben