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Fingerabdrücke bleiben

von Lynnix
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Krimi / P16 / Gen
23.02.2018
25.11.2021
129
578.228
7
Alle Kapitel
102 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.09.2019 5.344
 
Kapitel 03 – Neuanfang im Nirgendwo

Stunden über Stunden irre ich umher und arbeite die Adressenliste Stück für Stück ab. Mein Gepäck ist dabei leider in doppelter Hinsicht sehr hinderlich.
Ich werde teilweise sogar belächelt, sobald ich mit einer Reisetasche die Firma betrete. Vermutlich schreit mein Erscheinungsbild geradezu danach, keine Bleibe zu haben.
Mehrmals muss ich irgendwo eine Kundentoilette aufsuchen, um wenigstens meine Flasche mit Wasser zu füllen, damit ich mich satt trinken kann. Mein Magen streikt allerdings und will etwas Festes haben.
An einem Springbrunnen setze ich mich hin und mache eine Pause, weil mein angeschossenes Bein ziemlich schmerzt. Ich fühle mich vollkommen erledigt und weiß nicht, wie viele Stunden ich inzwischen schon wieder herumgelaufen bin, aber das muss ein Ende nehmen. Besonders das schwere Gepäck muss weg.
Vielleicht sollte ich in Betracht ziehen, lieber einen Job anzunehmen, der mir zuwider ist, als gar keinen zu haben. Es muss ja nichts für die Dauer sein, sondern nur ein Übergang bis ich vielleicht einen Chef gefunden habe, der mich auch ohne Dokumente einstellt. Ich gehe noch einmal alle Stellen im Kopf durch, die sich für keinerlei von meinen Papieren interessierten.
Die Tankstelle hat sich leider erledigt. Als ich vorhin noch einmal da war, traf ich den Chef an und dieser wies kein Interesse an mir auf.
In einer Seitengasse würde man mich als fragwürdige Tätowiererin einstellen. Ich kann immerhin malen, aber ich glaube, dass es ein ziemlicher Unterschied ist, ob ich es mit einem Stift oder einer Nadel mache. Noch dazu posten die Kunden gern die fertigen Werke im Internet und auch gern den Tätowierer dazu. Das kann ich nicht riskieren und noch dazu, kann ich mir bei der Hygiene dort nicht vorstellen, dass der Laden lange offen hat. Die Tinte mit einem Tuch vom Körper wegzuwischen, in das fünf Minuten zuvor genießt wurde, kann sicher nicht sonderlich professionell sein.
Dann war da noch das unseriöse Casino, bei dem ich partout keine Zahlen bezüglich Umsatz und Gehalt genannt bekam. Und nicht zu vergessen, könnte ich als Stripperin arbeiten. Nein, auf absolut gar keinen Fall!
All das sind meine Aussichten. Danach gibt es nichts und deswegen stehe ich am Rand der Verzweiflung. Offensichtlich halten mich alle für eine Ausreißerin Schrägstrich Schulabbrecherin.
Wutentbrannt stehe ich auf und laufe mit meinem Zeug in die Richtung, wo mich der ältere Mann gestern abgesetzt hat.
              Da ich die gesamte Umgebung nach Jobs abgesucht habe, ist es eine ziemliche Entfernung bis dahin, aber schließlich erkenne ich den Ort nach einer Weile wieder und mache mich von dort aus auf die Suche nach einer Bushaltestelle. Bei einigen herumstehenden Leuten frage ich mich durch und versuche diesen Vorort zu beschreiben, an dem ich gestern war. Die Meisten rümpfen die Nase, aber können mir kaum weiterhelfen oder sie wollen es nicht.  
Nur ein junger Mann kann mir endlich sagen, wo ich hin muss und er erklärt mir welcher Bus dort hält. Er sieht mich mit der Tasche in der Hand allerdings etwas bemitleidenswert an und verabschiedet sich mit den Worten:
>Sie sollten sich vielleicht noch umentscheiden und woanders hingehen. <
Dankbar für seine Information, aber auch irritiert wegen seines letzten Ratschlages, laufe ich ein Stück weiter zu einer anderen Haltestelle und sehe auf den Plan. Der Bus fährt nur jede Stunde dorthin, aber es ist besser als nichts.
            Sobald er nahezu pünktlich hält und ich dem Fahrer erkläre, wohin ich will, erhalte ich exakt denselben irritierten Blick, wie von dem Mann, der mir den Weg beschrieb. Langsam frage ich mich, was das Theater soll. Ich war von dem ersten Eindruck zwar auch nicht sonderlich angetan, aber es schien dort immerhin recht ruhig zu sein. Erschöpft lasse ich mich auf einen leeren Platz fallen und bin froh über eine gepolsterte Sitzgelegenheit.
Mir fällt schon nach wenigen Fahrminuten auf, wie aus der schönen Innenstadt eine immer trübere Gegend wird. Gestern sah ich es in der umgekehrten Reihenfolge und war begeistert. Vor allem war ich motiviert, dort etwas zu erreichen und das ziemlich schnell.
              Nach etwa zwanzig Minuten werde ich herausgelassen. Der Fahrer ist offensichtlich nur meinetwegen auf das Gelände gefahren, denn an der Haltestelle steht kein einziger Mensch und ich bin die Einzige, die hier aussteigt. So wie gestern ist die Gegend ziemlich leergefegt. Aus dem Motel höre ich lediglich ein paar Kinder brüllen und lauten Hip-Hop.
Mein Blick geht zu dem Diner und eigentlich sträube ich mich davor, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Aber ich muss einfach abklären, wie ernst die Inhaberin ihr Angebot meinte.
Angewidert laufe ich zu der Tür und drücke sie auf, worauf die kleine Glocke darüber klingelt. Am Tisch neben dem Eingang sitzt der alte Mann von gestern und ich werfe ihm ein Lächeln zu. Er nickt mir irritiert zu und liest dann wieder in seiner Zeitung weiter.
Ich laufe nach vorn zur Theke, lasse meine Tasche auf dem Boden stehen und setze mich auf einen der Barhocker. Kurz darauf kommt auch schon die Inhaberin von der Küche nach vorn und ist beladen mit fettigen Pancakes.
Sie sieht mich, aber geht an mir vorbei um das Essen zu den Tischen zu bringen.
Als sie wieder zurückkommt, fragt sie:
>Tag Schätzchen. Kaffee? <
>Nein, danke. Steht Ihr Angebot noch? Ich brauche wirklich dringend einen Job. <
Daraufhin grinst sie plötzlich und stemmt sich mit den Ellenbogen über den Tresen, um auf meiner Augenhöhe zu sein.
>Klar. Wann kannst du denn anfangen? <
>Sofort! Ich kann auch einen Tag auf Probe arbeiten und Sie zeigen mir, wie alles funktioniert. Ich stehe jeden Tag pünktlich auf der Matte, kapiere schnell und ich arbeite vollkommen selbstständig. <
Sie nickt grinsend und greift unter die Theke. Von dort wirft sie mir eine Schürze zu, die ich mit einer Hand fange.
>Eine Sache noch... < wende ich vorsichtig ein. >Ich habe keine Zeugnisse, keinen Abschlussnachweis, nicht mal eine Krankenversicherung. Einfach nichts. Ich bin quasi nicht existent. <
Sie runzelt die Stirn und verengt ihre Augen zu schmalen Schlitzen. Ich greife bereits zu meiner Tasche, denn ich will mir nicht schon wieder die nächste Abfuhr anhören.
>Bist du legal hier? < fragt sie skeptisch.
>Natürlich, ich bin amerikanische Staatsbürgerin. Mir ehm... mir ist nur ... eine Menge zugestoßen und … ich brauche wirklich Hilfe. <
Flehend sehe ich sie an, während sie mich immer noch gedankenverloren mustert. Aber dann grinst sie.
>Wie heißt du? <
>Kim. <
>Pass auf Kim. Ich zahle dich wöchentlich mit 150 $ in bar aus. Dann werfe ich mein Geld nicht dem Finanzamt in den Rachen und wir sind raus aus diesen bürokratischen Dingen. Ich denke damit können wir beide leben. Es gibt keinen Arbeitsvertrag. Das Trinkgeld wird geteilt. <
Unter normalen Bedingungen hätte ich ihr den Vogel gezeigt, aber ihr Vorschlag kommt mir in jeder Hinsicht gelegen. Das, was ich tun werde, wird Schwarzarbeit sein und ist absolut illegal.
>Klingt gut. < erwidere ich monoton. Es ist das bisher erste Angebot, das sich halbwegs in Ordnung anhört. Ein Monatsverdienst von 600 US-Dollar ist zwar mehr als zum Heulen, aber vielleicht kann ich das mit dem Trinkgeld etwas aufbessern. Wenn ich allerdings um mich herumschaue, dann sind hier im Augenblick kaum Kunden drin, die welches geben könnten.
Vielleicht kann man diesen Schuppen einfach generalüberholen und nach etwas Putzen geht das Ganze schon. Zumindest verdiene ich erst einmal mein Geld und habe Zeit gewonnen, um mir nebenher etwas Anderes zu suchen. Kein Arbeitsvertrag bedeutet auch, dass ich keine Kündigungsfrist habe. Ich kann also von heute auf morgen gehen und sehe das hier als eine Art Zwischenstation, falls sie mich nimmt.
Die Inhaberin klappt ein Brett vor dem Personalbereich nach oben, durch das sie zwischen Bartresen und Gästebereich hin und her laufen kann.
>Na dann komm mal mit, ich zeig dir alles. Deine Taschen kannst du hinten im Lager lassen. < sagt sie und ich trete in den hinteren Bereich des Personals. Ich stelle mein Zeug in einem Nebenraum neben der Küche ab und lerne kurz darauf den Koch kennen.
>Mitchel, das ist Kim. Sie arbeitet heute als Bedienung auf Probe. < stellt sie mich vor. Er dreht sich irritiert um, zieht einen Kopfhörer aus seinem Ohr und hat mich zuvor offensichtlich gar nicht bemerkt. Er grinst, legt einen Pfannenwender beiseite, wischt sich die Hände an der Schürze ab und kommt dann mit einer ausgestreckten Hand auf mich zu.
>Hi du kannst mich Mitch nennen. Willkommen am Ende der Welt. < wendet er feixend ein, aber seine Chefin schlägt ihm augenrollend gegen die Brust. Ich greife seine Hand und finde, dass seine Bezeichnung diesen Ort sehr gut beschreibt.
>Freut mich. <
>Was führt dich denn ausgerechnet hier her? < will er wissen. Er ist etwa in meinem Alter, trägt längere blonde Haare und hat ein längliches Gesicht. Seine Statur ist ebenfalls schmal und lang. Meine Freundin Meg würde ihn definitiv als „Lauch“ bezeichnen und meiner Meinung nach, ist er nicht gerade der motivierteste Angestellte. Rauchend und musikhörend steht er an seinem Herd und macht gerade Pancakes, wenn ich es richtig deute. Als ich seine Hand loslasse, versuche ich den Blick schnell von seinen Fingernägeln abzuwenden. Das Gesundheitsamt würde diesen Laden sofort schließen und den Koch baden.
>Geänderte Lebensumstände. < erwidere ich knapp.
>Komm mit, ich zeige dir wie alles funktioniert. < wendet sich die Inhaberin wieder an mich und geht schon vor, damit ich ihr wieder zum Tresen folgen kann. >Mich kannst du Debra nennen. Wenn du das packst, dann kann ich die Öffnungszeiten endlich verlängern. Besonders abends und nachts gibt es die meiste Kundschaft. Hast du was gegen Spätdienste? <
>Nein, gar nicht. <
Die Schnellrestaurants, die ich kenne, sind in der Regel rund um die Uhr besetzt aber ganz offensichtlich gibt es hier nur sie und den Koch.
Als Erstes zeigt sie mir das Kassensystem, für das man nicht gerade ein Genie sein muss. Danach bekomme ich die Speise- und Getränkekarte vorgelegt. Sie bietet hier nur Filterkaffee an, weshalb ich mich nicht mit hundert Knöpfen eines Vollautomaten auseinandersetzen muss. Ansonsten serviert sie Tee, Softdrinks und ein paar alkoholische Getränke. Das, was gekocht wird, ist ebenfalls kein berauschendes Angebot und die Zubereitung liegt nicht mal in meinem Aufgabenbereich, sondern in dem von Mitchel. Es gibt die Basics wie gebackene Bohnen, gebratenem Bacon, Eier in allen Variationen, Pancakes mit Ahornsirup und zwei verschiedene Burger.
Meine Aufgaben bedeuten im Grunde: die Bestellungen aufnehmen, servieren, Kaffee kochen, abkassieren, putzen und abwaschen. Nachdem ich weiß, wo alles steht, schickt sie mich zu den vereinzelten Kunden, um sie zu bedienen. Für die Bestellungen brauche ich keinen Zettelblock – das merke ich mir so und gebe alles direkt an Mitchel weiter. Debra fängt mich auf dem Rückweg zu ihm ab und sagt leise zu mir:
>Das da drüben ist Ed. Er ist ein Stammkunde und kommt jeden Tag für ein paar Stunden her. Gieß ihm noch etwas Kaffee ein! <
Ich schnappe mir die Kanne und laufe damit zu ihm.
Sobald ich bei seinem Tisch angekommen bin und die dunkle Flüssigkeit in seine Tasse nachfülle, hebt er grinsend seinen Kopf von seiner Zeitung und sagt:
>Danke Deb... oh… nicht Debra. Saßen Sie nicht gestern in meinem Auto? <
>Ja. Nochmals danke, dass Sie so freundlich waren, mich mitzunehmen. <
>Habe ich gern gemacht, aber nennen Sie mich ruhig Ed. Ich gehöre ja beinahe zum Inventar dieses Diners. < lacht er und faltet seine Zeitung zusammen.
Ich grinse und stelle mich ihm ebenfalls mit meinem Rufnamen vor – mit diesem falschen Namen, den ich seit zwei Tagen verdammt oft sagen muss und der mir wie ein Fluch und nicht wie ein Segen vorkommt. Er mag mir für kurze Zeit aus der Patsche geholfen haben, aber jetzt verschließt er mir alle Türen.
>Aber obwohl ich Sie von hier weggebracht habe, sind Sie trotzdem wieder zurückgekommen. Haben Sie es dort schon aufgegeben? < will er wissen, als ich gerade zurück zu dem Tresen laufen will.
>So leicht gebe ich nicht auf. Aber ich schätze, ich bin noch nicht bereit für die große Stadt. Im Moment muss ich wieder laufen lernen. < erwidere ich grinsend und setze erneut an: >Es wird sich etwas Anderes ergeben, da bin ich sicher. Kommt Zeit, kommt Rat. <
>Das hat mein Vater auch immer gesagt und das ist die richtige Einstellung. Aber ganz ehrlich Miss… < sagt er und sieht flüchtig zu Debra, die gerade nach hinten in die Küche geht. Dann wendet er sich wieder an mich. >Dieser Ort ist nichts für eine junge Frau wie Sie. <
>Weshalb nicht? <
>Die Trucker machen hier Pause oder schlafen über Nacht in ihren Lastern auf dem Parkplatz. Sie pöbeln herum und saufen. Das Motel da drüben ist noch schlimmer. Dort wohnen üble Leute. Abends stehen die jungen, halbnackten Frauen da draußen und sie hoffen auf die Kraftfahrer, die nicht wählerisch sind. Legen Sie sich also gleich ein dickes Fell zu oder verschwinden Sie von hier, so schnell es geht. <
Die Frauen hoffen auf pöbelnde und betrunkene Kraftfahrer? Will er mir etwa gerade sagen, dass hier Prostituierte arbeiten? Ich sehe aus dem Fenster, aber da steht kein einziger Mensch.
>Wenn die Gegend so schlimm ist, weshalb kommen Sie dann jeden Tag hier her? < will ich wissen.
>Um ein bisschen aufzupassen. Debra hat das Diner zwar nachts nicht offen, aber selbst am frühen Abend kann es unruhig werden und manchmal will ich lieber sicher gehen, dass ihr nichts passiert. Sie redet schon lange davon, dass sie jemanden für eine Nachtschicht will. Ich schätze mal, dass Sie die machen sollen und ich hoffe, Sie wissen worauf Sie sich hier einlassen. <
>Ich hatte ein paar Stunden Selbstverteidigung. < erwidere ich augenzwinkernd und gehe wieder zurück. Die lockere Art ist allerdings reine Show von mir. Ich will hier nicht sein und schon gar nicht, wenn auch noch solche Warnungen kommen.
Am liebsten möchte ich die Schürze auf den Tresen werfen und dieses Lokal sofort verlassen, aber ich gehe wieder zurück zu meinem Arbeitsbereich.
Die inzwischen leere Kaffeekanne stelle ich unter die Maschine und will das neue Koffeingetränk machen, da huscht meine hoffentlich baldige Chefin zu mir ran und nuschelt in mein Ohr:
>Nimm einen Löffel weniger Kaffee, dann hält er länger. <
Ist das ihr Ernst? Kein Wunder, dass das Zeug so widerlich schmeckt. Jede Tütensuppe scheint dicker zu sein als dieser Kaffee. Ich nehme es mir jedoch zu Herzen, da ich diesen Job brauche und nicke einfach.
Inzwischen habe ich ziemlich starken Hunger, den ich allmählich nicht mehr ignorieren kann. Da ich Mitch und die Küche nun kenne, weigere ich mich allerdings etwas aus diesem Lokal zu essen.
Wie kann Ed jeden Tag herkommen und seine Zeitung bei einem Kaffee lesen, wenn es in der Innenstadt weitaus schönere Lokalitäten gibt?

             Nach wenigen Minuten verteile ich auch die Bestellungen an die anderen Gäste und als es ruhiger als ohnehin schon wird, erklärt mir Debra das System des Trinkgeldes. Das, was wir zusätzlich bekommen, landet in einer gesonderten Kasse und wird gerecht zwischen den Bedienungen aufgeteilt. Jeden Tag nach Geschäftsschluss macht sie die Abrechnung und nimmt das Geld aus der Kasse.
>Ich zeige dir, wie die Kassenabrechnung geht. Du kannst doch mit Zahlen umgehen oder? < fragt sie vorsichtig.
>Natürlich. <
Nach einigen Minuten merke ich allerdings, dass sie nicht damit umgehen kann, denn sie macht eine halbe Wissenschaft daraus. Schließlich unterbreche ich sie, um alles im Schnellverfahren zusammenzufassen. Ich mache ihr eine Proberechnung vor, weswegen sie mich verdutzt anglotzt.
>Na gut, dann können wir uns die Zeit ja sparen. < grinst sie.
Das war zwar wirklich kein Hexenwerk, aber immerhin hat mein Gehirn wieder etwas zu tun. Umso mehr Ablenkung ich habe, desto besser. Alles, was meinen Kopf mit anderen Dingen füllt die nicht mit Grand Portage oder Duluth zu tun haben, ist mir herzlich willkommen. Verdrängung war eigentlich nie eine Methode von mir, aber momentan ist sie heilsam.

Später
Ich habe zwischen vier und fünf Stunden gearbeitet, als Debra gegen 22 Uhr das Ladenschild auf „geschlossen“ umstellt. Dieser Ed verließ exakt zehn Minuten zuvor das Diner, legte etwas Trinkgeld zu seiner Rechnung dazu und verabschiedete sich bis morgen. Ab 20 Uhr wurde es wie angekündigt voller und die Gäste wurden mir unangenehm.
Ich räume das dreckige Geschirr weg und wische die leeren Tische ab. Früher habe ich mit Megan ab und zu bei ihren Eltern im Restaurant ausgeholfen und es machte mir Spaß. Allerdings kann ich das nicht einmal annähert mit diesem Job vergleichen.
Es ist kaum zu glauben, dass ich so etwas wie jetzt tue. Ehe ich noch mehr in Selbstekel versinke, werde ich zum Glück auf Debra aufmerksam, die gerade aus der Küche zu mir nach vorn kommt. Sie peilt mich an und sieht dabei zufrieden und gut gelaunt.
>Pass auf Kim, ich finde du hast dich gut gemacht und ich würde dich einstellen. <
>Das ist schön, danke. < erwidere ich und tue so, als würde ich mich ernsthaft darüber freuen. Immerhin habe ich nach nur einem Tag etwas gefunden. Es ist nichts worauf ich stolz bin, aber das ist egal. Zumindest kann ich mich über Wasser halten und nur darauf kommt es an.
>Dann suche ich dir deine Uniform zusammen. Welche Größe brauchst du? < will Debra wissen.
>Inzwischen eine 36. <
Ich gehe mit ihr in den Lagerraum, in dem ich meine Sachen gebunkert habe. Dort kramt sie ein paar Kisten von links nach rechts und wirkt so, als würde sie ihr Chaos nicht beherrschen. Irgendwann findet sie offensichtlich was sie sucht und zieht eine fürchterlich senfgelbe Uniform heraus - die Gleiche, die sie auch trägt.
Sie schaut sich den Stoff an und steckt ihn zurück in die Kiste. Dann kramt sie weiter herum und zieht schließlich ein Kleidungsstück in meiner Größe heraus. So viele Uniformen scheint sie nicht zu besitzen, also kann ich wohl froh sein, dass sie überhaupt etwas Passendes für mich hat.
Dieser Fetzen ist der letzte Alptraum. Gut, dass es hier keinen Spiegel gibt. Ich versuche nicht meine Nase zu rümpfen, als ich den Stoff entgegennehme. Er riecht so, als wäre er drei Jahre eingemottet gewesen.
>Ich habe dir schon gesagt, dass ich die Öffnungszeiten verlängern will, also habe ich mir überlegt, dass ich dich für eine Woche in meiner Schicht lasse und dir zeige wie alles geht. Glaubst du, du stemmst danach allein die Nächte? <
>Ich schätze, das schaffe ich. < erwidere ich optimistisch.
>Na sehr schön. < jubelt sie und wirkt begeistert. Besser hätte es für sie schließlich nicht laufen können. Sie optimiert ihre Einnahmen und muss mich nirgendwo anmelden, da es mich offiziell nicht gibt. Der Gedanke gefällt mir einfach nicht, so einen Weg einzuschlagen, aber auch für mich sind es derzeit die besten Optionen. >Ich werde Mitchels Dienstzeiten anders einteilen und ihn wohl eher am späten Vor- und Nachmittag einsetzen. Morgens bekomme ich die paar Pancakes schon irgendwie alleine hin. Abends kommen die anderen Durchreisenden hier an, die dann eher was trinken wollen. Entweder fahren sie dann weiter oder sie pennen in ihren Autos oder im Motel. Das wird deine Arbeitszeit sein und vor allem die Lukrativste. Wahrscheinlich kommt dann auch endlich mal etwas Trinkgeld zu Stande. <
Das ist in etwa das, was mir Ed bereits sagte und drum schockiert es mich nicht mehr. Als sie mir allerdings das Pfefferspray unter dem Tresen zeigt, wird mir allmählich doch einiges klar. Debra versucht partout keinen Spätdienst zu machen, um diesen Leuten auszuweichen, die „lukrativ“ sind. Sie hat offensichtlich Angst vor dieser Schicht und auch mir wird etwas mulmig dabei. Kein Wunder, dass sie schon so lange eine Hilfe sucht. Niemand ist so blöd und lässt sich auf so etwas ein. Niemand außer mir, die dringend dieses Geld braucht.
Aktuell hat sie jeden Tag von 8:00 Uhr morgens bis 12:30 Uhr offen. Dann macht sie eine Pause und öffnet wieder von 16:00 bis 22:00 Uhr. Als sie mir das erklärt, kommt auch Mitch dazu und bekommt die neuen Änderungen zu hören. Damit ich nicht vollkommen allein sein werde, wird er eher in meine Schicht eingeteilt. Ihm scheint das Ganze aber ziemlich egal zu sein, also wirft er sich seine Jacke über die Schulter, steckt sich eine Zigarette an und verschwindet dann aus dem Lokal.
In Zukunft soll von 7:00 morgens bis 2:00 Uhr morgens durchgehend geöffnet sein, wodurch jede Schicht 9 ½ Stunden Dienst hat.
Ich werde also diejenige sein, die das Diner abschließt und das Vergnügen haben wird, exakt die Gäste zu bewirten, auf die Debra keine Lust hat. Das bedeutet auch, dass ich am Tage schlafen werde und in der Nacht arbeiten bin. Das kommt mir verdammt bekannt vor.

            Sobald das Lokal einigermaßen aufgeräumt ist, schnappe ich mir den Rucksack mit der Reisetasche und laufe zum Ausgang. Ich trete zur Tür raus und schaue zur anderen Seite zum Motel. Inzwischen wird es von Tag zu Tag spürbarer, dass die Tage kürzer werden. Es ist seit einer halben Stunde bereits dunkel und nicht alle Laternen funktionieren auf diesem trostlosen Fleck.
Trotz der schlechten Beleuchtung, erkenne ich, dass auf diesem Gelände deutlich mehr los ist. Jetzt weiß ich, was dieser Ed meinte. Auf den Metallstufen des Motels stehen zwei rauchende junge Frauen in verdammt kurzen Röcken und in knapp ausgeschnittenen Oberteilen. Ihre Schuhe sind sogar noch höher als die von Sophia.
Die Parkplätze sind inzwischen viel voller und nach dem, was ich bisher zu hören bekam, reicht meine Phantasie aus, um mir vorzustellen, was in einigen dieser Trucks oder Apartments abgeht.
An den Telefonzellen steht ein auffälliger Typ mit einem Bein an der Wand gelehnt und scheint auf jemanden zu warten. Ein paar Türen neben ihm steht eine Gruppe Menschen vor dem offenen Apartment und wirkt alles andere als nüchtern. Von dort tönt Musik heraus, die sicher auf dem Index steht.
Ich sehe mich auch nach hinten um und dort sind sie: Junge Frauen die ihren Körper verkaufen, Menschen die mit Rauschgift und anderem Zeug dealen oder sogar zugedröhnte Personen, die offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, sich an einen sicheren Ort zu schleppen. Deswegen warnten mich sämtliche Personen vor diesem Ort und wollten, dass ich umdrehe. Meine Atmung geht hektisch und ich kneife verzweifelt die Augen zusammen.
>Es ist nur eine Zwischenstation. Du hast Schlimmeres überstanden als das hier. < flüstere ich mir selbst zu.
Ich setze mich in Bewegung und laufe in einem großen Bogen an der Seite des Motels vorbei. Irgendwo wird sicher die Rezeption sein und nach wenigen Augenblicken weiß ich, wo ich hin muss.
Die Tür quietscht beim Öffnen und eine flackernde Pfeilbeleuchtung führt mich durch einen kurzen Gang. Schon dort erkenne ich jemanden hinter einem Schreibtisch sitzen. Schräg über seinem Kopf ist ein winziger Fernseher angebracht, auf dem irgendwelche alten Folgen von Tom & Jerry laufen. Der Kerl an der Rezeption schaut grinsend dorthin und bemerkt mich gar nicht. Bevor ich auf mich aufmerksam machen kann, muss ich aber zuerst meine Fassung zurückbekommen. Der Rezeptionist sitzt hinter dickem Glas und darin steckt eine Pistolenkugel.  
Ich räuspere mich einmal laut, aber er schaut immer noch nicht zu mir.
>Hallo? < rufe ich etwas lauter.
Dann dreht er sich um und grinst breiter.
>Oh hi. Was kann ich machen? <
Er ist eindeutig ein Inder. Sein Akzent und sein Aussehen verraten ihn.
>Ist hier noch ein Apartment frei? Ich müsste für eine Weile unterkommen. <
>Moment. Ich werde gucken. < lacht er und gestikuliert mit einem Finger. Er schaut ein paar Unterlagen durch und schnappt sich dann einen Schlüssel, um ihn mir breitgrinsend vor die Glasscheibe zu halten.  >Zimmer noch frei. <
>Das ist super. Wie viel wollen Sie dafür? <
>23 $ eine Nacht. <
Ich rechne die Summe sofort mit 31 Tagen pro Monat im Kopf hoch. Das funktioniert auf keinen Fall. Für so viel Geld könnte ich auch bei Jamie einziehen und es wäre noch bedeutend gemütlicher.
>Gibt es eine Vergünstigung, wenn ich einen ganzen Monat buche? < frage ich verzweifelter. Er hingegen grinst die ganze Zeit unablässig, aber schüttelt den Kopf. Ich atme seufzend auf und frage genervter:
>Kann ich das Zimmer bitte erst sehen? <
Dieses Mal nickt er grinsend und kommt um den Tresen herumgelaufen. Die Tür seiner Rezeption muss er erst aufschließen, um herauszukommen. Ich denke, dass er mich kaum versteht, weil er so kurz und knapp antwortet, aber vielleicht ist er nur unsicher mit der amerikanischen Sprache, weil er noch nicht lange in den Staaten ist. Er läuft mit mir nach draußen und geht dann die Metallstufen hoch, die in die obere Etage führen. Wir müssen an den beiden jungen Frauen vorbei, die ich vorhin schon von Weitem sah. Die Zigaretten, die sie rauchen, weisen einen eindeutigen Geruch nach Marihuana auf und in ihren Augen kann ich sehen, dass sie jeglichen Glanz verloren haben.
Sobald wir festen Halt auf der oberen Etage haben, läuft der Rezeptionist mit mir den langen Gang entlang, auf dem die Zimmer auf einer Seite verteilt sind. Hinter fast jeder Tür sind laute Geräusche zu hören. Mehrere Kinder weinen, Menschen brüllen sich an, hören laute Musik oder haben den Fernseher sehr laut angestellt. Wir gehen an einem Apartment vorbei, wo eine dunkelhäutige Frau rauchend an ihrer offenen Tür gelehnt steht und ziemlich böse schaut. Sie hat ein kleines Kind auf dem Arm und im Zimmer scheinen noch mehr davon zu sein. Eine Tür weiter liegt eine Katze auf dem Rücken und scheint zu schlafen. Der Inder stampft mit dem Fuß auf und verscheucht sie, worauf sie fauchend davonrennt.
Bei dieser Tür bleibt er schließlich stehen und steckt den Schlüssel ins Schloss.
Als mein Blick etwas höher geht, sehe ich die Zimmernummer dreizehn.
Ich bin nicht abergläubisch, aber die Zahl dreizehn? Ernsthaft?
Sobald er die Tür öffnet und das Licht anstellt, trifft mich der Schlag. Flur, Wohn- und Schlafzimmer sind gemeinsam in einem winzigen Raum. Als ich hineintrete, wird mir klar, dass die Küche ebenfalls eine kleine Ecke innerhalb der vier Wände gefunden hat. Ich habe beim Eintreten in diesen Raum beinahe das Bett vor mir. Daneben sehe ich einen kleinen Nachttisch. Darauf befindet sich die einzige Lampe, die per Wandlichtschaltung anging. Ich sehe nicht einmal ein Fenster oder ein Deckenlicht.
Ein Minikühlschrank, eine Herdplatte mit zwei Kochflächen und ein Schrankteil darunter ergeben die Küche. Es gibt keinen Backofen, keinen Toaster und keinen Wasserkocher. Nun gut, es ist eben ein Motel. Häufig sind das nur genutzte Stundenhotels für Frauen, die ihre „Dienste“ anbieten. Selbst die Lichtfarbe der Tischlampe ist Rot.
Links von mir ist eine Tür und als ich sie öffne, sehe ich das erschreckende Bad.
>Das Klo ist unter der Dusche? < japse ich.
>Ja ja. < grinst der Inder wieder. Zwei Quadratmeter Bad, zwei Quadratmeter Küche und ein Bett. Das Highlight ist das einzige Fenster im gesamten Apartment, welches im Bad über dem Waschbecken ist.
>Wie groß ist das Apartment? < will ich wissen.
>Ehm…. neun. <
>Neun Quadratmeter? Und dafür verlangen Sie 700 $ im Monat? <
>Zu viel? < fragt er unsicher.
>Soll das ein Scherz sein? Das ist viel zu viel. <
Er guckt etwas überfordert und ich bin es langsam auch. Das kann ich mir auf keinen Fall leisten. Was soll ich jetzt machen?
>Strom, Wasser dabei und Wäsche für Bett auch? < bietet er mir an, worauf ich hysterisch lospruste.
>Auf keinen Fall. Für das Zimmer können Sie höchstens 10 $ die Nacht verlangen. <
Er grinst über beide Wangen und schüttelt dann den Kopf.
>Okay 13 $. < schlägt er vor.
Daraufhin starre ich ihn an. Ohne Wenn und Aber wurde das Zimmer um 10 $ pro Nacht heruntergehandelt und er sagt grinsend „okay“? Er stellt sich doch nur doof, oder?
Am liebsten würde ich ihn zum Teufel jagen, aber in der Nähe finde ich nun mal keine Wohnung ohne Dokumente. Für eine Vermietung muss immer sehr viel über den möglichen Mieter in Erfahrung gebracht werden und günstiger als jetzt – mit den 13 $, würde ich auf keinen Fall kommen. Wenn ich es hochrechne, dann ist das zwar immer noch ziemlich viel für mich, aber hier habe ich wenigstens eine Grundausstattung und mein Arbeitsweg kostet nichts.
>Na gut ich nehme es. < murre ich und lasse übermüdet den Rucksack von den Schultern fallen.
>Kein Frühstück oder Trinken. < sagt er sofort.
>Davon bin ich auch nicht ausgegangen. <
Er greift in seine Hosentasche und faltet ein Blatt auseinander. Dort kritzelt er meine Zimmernummer rauf und seine sonstigen Vermerke, wie die 13 $ pro Nacht. Ich glaube, er nennt willkürlich irgendwelche Preise und haut die Leute öfter übers Ohr.
Dann will er meinen Namen haben und reicht mir seine Notizen, unter die ich ihm meine falsche Identität schreibe. Da er aber nicht einmal meinen Pass sehen will, hätte ich ihm auch einen vollkommen anderen Namen geben können. Er übergibt mir den Schlüssel und verschwindet grinsend aus dem Zimmer. Sobald er weg ist, knalle ich die Tür zu und lasse mich seufzend auf das Bett fallen. Ich könnte vor Erschöpfung zusammenbrechen. Seit mehr als 24 Stunden habe ich nichts mehr gegessen. Ich bin allein in einem wahrhaftigen Ghetto und umgeben von Kriminalität und Prostitution. Inzwischen bin ich den Tränen so wahnsinnig nah, aber das Weinen muss ein Ende nehmen und ich weiß, niemand kann mir helfen, außer mir selbst.
Um mich abzulenken, packe ich ein paar Dinge ins Badezimmer und fülle meine Flasche mit dem Leitungswasser auf. Es sieht sauber aus und ich rieche daran. Es wirkt für mich okay und ich trinke eine Flasche nacheinander, um den Magen zu füllen. Danach packe ich ein paar Dinge aus der Taschen aus und es versetzt mir einen Stich, als mir die Unterlagen der Hunter-Schule in die Hände fallen. Heute hätte meine Trainingswoche eigentlich wieder begonnen, aber ich war nicht mehr dort. Es war falsch zu denken, dass ich dort überleben könnte. Wütend schlage ich das Zeug zu, um es unter dem Bett zu verstauen.
Ich ziehe mir etwas zum Schlafen an, putze mir die Zähne und beziehe das Bett mit der Wäsche, die mir vor wenigen Minuten vor die Tür gelegt wurde.
Sobald ich fertig bin, nehme ich das Geld aus dem Rucksack und versuche ein sicheres Versteck dafür zu finden. In dieser Gegend wird bestimmt auch regelmäßig eingebrochen.
Bis auf 100 $ will ich alles in den Spülkasten der Toilette packen. Es ist etwas mühselig, den Deckel abzubekommen, aber ich klemme die gebündelten Scheine in der Plastiktüte so hinter die Halterung, dass sie trocken bleiben. Dann verschließe ich den Kasten wieder und hoffe, dass ich damit eine Weile auskomme.
Das Waschbecken fülle ich mit heißem Wasser und wasche diese grässliche Uniform von dem Diner durch. Sogar ohne Waschmittel kommt dort eine Menge grauer Staub heraus – zumindest rede ich mir das ein, dass es nur das ist. Zum Trocknen hänge ich sie an die Duschstange ran und hoffe, dass sie bis morgen tragbar ist.  
Entkräftet lege ich mich ins Bett und starre zur Decke. Als ich in diesem stillen Moment beinahe anfange zu weinen, schlage ich mir die Hände vor die Stirn. Dabei bemerke ich, dass noch etwas an meinem Handgelenk baumelt. Es ist dieses Armband von Sam, das ich tragen sollte. Ich sehe es so finster an, weil mir allein bei dem Anblick zu viele Gedanken durch den Kopf rasen. Über den Magnetverschluss öffne ich es und werfe es in das einzige Schubfach dieses Nachtschrankes.  
Dann schließe ich die Tür ab, stelle das furchtbare rote Licht aus und werfe mich wieder in das Bett, um endlich zu schlafen.
>Willkommen zu Hause Kimberly. < flüstere ich zu mir selbst und starre in die Dunkelheit hinein.
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