Making New Memories

von xNadzika
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Elijah Mikaelson Freya Mikaelson Hayley Marshall Marcel Gerard Niklaus Mikaelson OC (Own Character)
23.02.2018
14.03.2019
6
9131
4
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Hallo an alle die hierhin gefunden haben!
Dies ist meine erste neue Story nach nun 2 Jahren FF.de Pause!
Es ist zudem meine erste The Originals Story. Sie ist mal eben spontan um 01:00 Uhr entstanden, also habt etwas Erbarmen bei der Kritik, über die ich mich jedoch sehr freuen würde!

Grüße, Indigo

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Es war erneut ein Abend, an dem der Pub nur halbvoll war. Die Menschengruppen amüsierten sich bei einem Krug Bier oder einem Glas Wein, während er voller Leidenschaft die Tasten des Klaviers betätigte. Musik… seine Leidenschaft. Das Einzige, von dem er wusste, dass es zu ihm gehörte. Mehr konnte er über sich nicht sagen. Seinen Namen kannte er zwar. Über seine Herkunft hatte er keine Erinnerung. Er war einfach da gewesen. In Manosque. In dem einem Pub. Das Klavier hatte ihn angezogen und sobald er darauf gespielt hatte, tat er es jeden Abend um die gleiche Uhrzeit und verdiente somit sein Geld. Viel mehr tat er nicht. Das brauchte er auch nicht zu tun, denn es bereitete ihm Freude, dass die Gäste seine Musik genossen und schätzten.

Täglich, nachdem alle Gäste das Lokal verlassen hatten, nahm er den gleichen Fußweg zu seinem kleinen Appartement, aus dem er die perfekte Sicht auf den beleuchteten Turm du Mont d'Or besaß. Jeden einzelnen Tag verabschiedete er sich vom Inhaber des Pubs, bog nach rechts ab und durchquerte die stillen, friedlichen Gassen, bis er nach fünfzehn Minuten die vier Stufen zum Wohngebäude, in dem sich seine Wohnung befand, mit einem Mal hinaufstieg.

Doch an diesem Abend, kam es anders. Bevor er das letzte Mal nach links abbog, um seinen Wohnort zu erreichen, hörte er eine Straße weiter eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern und einer jungen Frau, welche die Männer bat, sie in Ruhe zu lassen, was sie jedoch nicht taten, wie er ihrer panischen Reaktion in Form eines Hilfeschreies entnehmen konnte.

Es setzte einen Instinkt in ihm frei. Das Blut floss schneller durch seine Venen. Sein Herzschlag wurde schneller. Er wollte helfen. Er musste helfen. Es fühlte sich an, als wäre es seine Bestimmung.

„Hey!“ Seine tiefe Stimme hallte zwischen den Ziegelwänden der Sackgasse. „Hat die junge Frau nicht gesagt, dass sie in Ruhe gelassen werden möchte?“ Er blieb in einer gewissen Distanz zu den Tätern, welche sich zu ihm umdrehten. Der Breitere von ihnen fletschte die Zähne und knurrte. Der Andere packte ihn am Arm, bevor er angreifen konnte. Er flüsterte seinem Kollegen etwas zu, was der Musiker nicht verstehen konnte.

„Schon gut. Wir wollen keinen Ärger“, sprach er ruhig und mit einem Hauch von Respekt. „Wir verschwinden und die Sache ist vergessen.“ Sie setzten sich beide in Bewegung. Der Angriffslustigere eher widerwillig. Einen großen Bigen um den Musiker machend, entfernten sie sich aus der Sackgasse und verschwanden in Windeseile.

„Geht es Ihnen gut?“, fragte der Musiker, als er näher zur Frau in Not getreten war. Er begutachtete sie ihm schwachen Schein der Laterne. Sie war hübsch, obwohl sie im Schock war. Ihr langes schwarzes Haar war zu einem unordentlichen Dutt zusammengebunden. Ihre blau-grauen Augen waren weit aufgerissen. Ihr schmaler Körper, der in einen langen beigen Trenchcoat gewickelt war, zitterte vor Angst. Ihr knielanger schwarzer Etuirock, war an der rechten Seite bis zur Hüfte kaputtgerissen worden. An ihrem Hals war frisches Blut zu erkennen. „Madame?“ Der Musiker trat näher zu ihr und fing sie gerade im richtigen Moment auf, als ihre Knie und ihr Bewusstsein aufgaben.

Er legte ihren Arm um seinen Nacken um sie besser tragen zu können und nahm sie mit sich, zu seiner naheliegenden Wohnung. Dort legte er sie auf sein Bett, wo er zunächst ihre Verletzung überprüfte., wobei er versehentlich ihre Haut berührte. Eiskalt, stellte er fest. Zudem bemerkte er eine Einstichwunde einer Nadel in ihrem Hals. Aus den zerrissenen Klamotten schloss er, dass die Männer sie zu vergewaltigen versucht hatten. In ihrem Kreislauf müssen sich also irgendwelche Drogen befinden, weswegen sie auch so schnell ihr Bewusstsein verloren hatte, schoss es durch seinen Kopf. Sein Blick wanderte weiter über ihren reglosen Körper, um ein Indiz darauf zu finden, wie er ihr helfen konnte. Dabei stellte er plötzlich fest, dass sie nicht atmete. Ihr Brustkorb bewegte sich nicht auf und ab, wie er es tun sollte. Verdammt! Er wusste nicht, was er tun sollte. Sein Instinkt in ihm, gab ihm eine Idee zur Handlung, die er nicht ganz wahrnehmen wollte. Trotz seines Identitätsverlustes wusste er, dass er kein Mensch war. Er war ein Vampir. Ein unnatürliches Lebewesen. Bisher war es kein Problem für ihn gewesen. Seine Persönlichkeit hatte es akzeptiert und er hat damit leben gelernt, auch wenn es komisch war, denn er kannte keinen, der so war wie er oder Werwölfe oder Hexen in dem Teil von Manosque, von dem er sich bisher auch noch nie weiter wegbewegt hatte. Irgendwo gab es bestimmt seinesgleichen, aber der fehlende Kontakt zu ihnen störte ihn eher weniger. Schließlich gab es keinen Anhaltspunkt für ihn, wer er denn überhaupt war. Außer ein Vampir, natürlich.

Sie braucht mein Blut, sagte er in Gedanken zu sich selbst, nachdem er sie vergeblich zu reanimieren versucht hatte. Mein Blut und sie wird zum Vampir oder sie stirbt. Tief in seinem Innern flackerte eine schwache Erinnerung daran auf, wie er schon mehrmals toten Menschen zum Wiederauferstehen durch sein Blut geholfen hatte. Der darauf folgende Prozess würde nicht einfach werden, doch er würde sein bestes für die unbekannte Frau tun, um ihr zu helfen, diese ersten vierundzwanzig Stunden als Vampir zu überstehen, um die Verwandlung zu überleben.

Aus einem seiner Küchenschränke nahm er eine Porzellanschüssel. Dann biss er sich ins rechte Handgelenk und sein Blut sich in dem Gefäß sammeln. Sobald er genug hatte, hob er den Kopf der leblosen jungen Frau auf seinem Bett hoch, stützte ihn mit seiner freien Hand. Mit der anderen Hand legte er den Rand der Schüssel an ihre bläulichen Lippen und ließ sein dickes, dunkles Blut in ihren Mund fließen. Als das Behältnis bis auf den Grund geleert worden war, deckte er sie zu und platzierte sich auf einem Sessel, den er aus dem Wohnzimmer neben das Bett stellte, um sie im Auge zu beachten.

Er war sich nicht sicher, ob sein Blut ihr helfen würde, die Überdosis an Drogen zu überleben. Falls es das tat, würde sie demnächst aufwachen. Hungrig. Ohne Kontrolle über diesen Hunger und ihre neuen Instinkte. Bevor sie unschuldigen Menschen oder sich etwas antat, musste er sie stoppen und beruhigen. Im Kühlschrank waren noch zwei Beutel Menschenblut, die er von einem nächtlichen Autounfallopfer entnommen hatte. Der Täter war ohne Anruf bei der Polizei oder beim Notdienst von der Unfallstelle verschwunden. Das Opfer war schon tot gewesen, als er es aufgefunden hatte. Es war unmoralisch gewesen das Blut zu stehlen, das gab er zu, aber er hatte es gebraucht. Vor allem jetzt erwies es sich als sehr brauchbar.

Sein Blick bewegte sich zwischen der Frau und seiner Wanduhr über der Zimmertür. Mit jeder Minute die verstrich, schwand seine Hoffnung, dass die Frau erwachen würde. Es schien, dass er ihr sein Blut zu spät verabreicht hatte. Einen Verlust erlitt er persönlich dadurch nicht, doch tat ihm die Frau und ihre Familie leid. Ein weiterer, kurzer Blick auf die Zeiger. 01:19. Schon vierzehn Minuten… Er wurde ungeduldig und erhob sich aus dem Sessel. Mit großen Schritten ging er zum Fenster. Mit den Händen in die Hüften gestemmt, starrte er hinaus und versuchte zu überlegen.

Da setzte sich die Frau, nach Luft schnappend, ruckartig auf….
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