Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein Hauch von Minze

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Adrian Ivashkov Christian Ozera Eddie Castile Rosemarie "Rose" Hathaway Sydney Vasilisa "Lissa" Dragomir
17.02.2018
19.03.2018
2
6.865
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
17.02.2018 2.314
 
Hallo, ihr Lieben!
Freut mich dass ihr Lust habt meine Geschichte zu lesen!
Rechtschreibfehler oder Logikfehler immer gerne zu mir,  bringt ja nichts die müssen hier weg^^
Ich glaube das hier wird die erste Jill x Eddie FF sein, die ich hier gefunden habe.
Bis jetzt habe ich nur eine wirklich gute auf Englisch gefunden und die ging leider Gottes nur 5 Kapitel.
Ich hoffe, dass ich das überbieten kann.
Um die Story lesen zu können muss man nicht unbedingt Bloodlines gelesen haben, wünschenswert wäre es aber da man sonst einige Insider nicht verstehen wird.
Dann noch viel Spaß, eure Lavette :)


”Prinzessin Dragomir, bitte aufwachen!", irgendjemand sprach zu mir, doch die Bedeutung der Worte wollten nicht zu mir vordringen. 
"Hnn", war das einzige was ich von mir gab und drückte mein Gesicht in das weiche Kissen unter mir. 
"Prinzessin, sie müssen jetzt wirklich aufstehen und sich fertig machen lassen!" 
Wie konnte man nur so herzlos sein und mich in aller Herrgotts früh wecken wollen? 
Unmensch! 
"Hnnn", stöhnte ich ins Kissen und rieb mein Gesicht in es. 
Ich hätte nicht bis in den späten Mittag mit Eddie skypen sollen. 
Das war nun die Quittung, bereuen tat ich es allerdings kein bisschen.
Warum auch? 
Eddie war mein Freund, mein Partner und wir führten eine Langzeit Fernbeziehung, weil ich nicht aus dem Palast kam. 
Die vereinzelten Treffen zwischendurch reichten nicht aus, um die Sehnsucht nach einander zu befriedigen- 
"Prinzessin also wirklich!", zeterte die Stimme neben mir nun deutlich lauter. 
"Hnnnnn". 

Verdammt, warum ließ mich keiner in Ruhe? 
Immer wollte jemand etwas von mir. 
Prinzessin tu dies, tu das - Jill das darfst du nicht, weil... 
Ja, weil was denn? 
Weil ich die Dragomir Prinzessin war und es sich nicht schickte? 
Ich selbst sah mich nie als Prinzessin, immerhin wurde ich nicht in dem Bewusstsein erzogen. 
Nein, ich war Jill Mastrano eine ganz normale Moroi und keine Royal. 
Manchmal wünschte ich mir, dass die Sache mit meinem biologischem Vater nie ans Licht gekommen wäre. 
Andrerseits wären dann viele Dinge nicht so gekommen wie sie jetzt waren. 
Wären Eddie und ich womöglich gar nicht- 
Jäh wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als mir die Decke vom Leib gerissen wurde und die Kälte mein Körper ergiff. 
"Hey, was soll das!", empört setzte ich mich auf und sah mich leicht desorientiert um. 

Ich sah mich in meinem Schlafzimmer um. 
Durch das Fenster konnte ich erkennen, dass wir späten Nachmittag haben mussten und ein Blick auf den Wecker bestätigte mir meine These. 
Stöhnend rieb ich mir durchs Gesicht und suchte den Störenfried, der mich so unsanft geweckt hatte. 
Ich hörte meine Zofe Terese nebenan im Ankleidezimmer. 
Mir behagte der Gedanke nicht aber so hatte Lissa sie mir damals vorgestellt und auch betittelt. 
Teresa kam gerade mit einem altrosa farbenes Etuikleid heraus, warf dieses über den Herrendiener und machte sich dann auf die Suche nach passenden Schuhen. 
Innerlich fing ich an zu kochen, als ob ich mich nicht selbst einkleiden könnte. 
So lief es leider öfters als mir lieb war und normalerweise ließ ich es über mich ergehen weil ich wusste, dass wir hohen Besuch empfingen. 
Doch das war heute am Samstag nicht der Fall, man hätte mich vorher gebrieft. 
"Terese, warum?", murrte ich und streckte mich gähnend. 
Das schwache Licht der untergehenden Sonne stach mir in die Augen und ließen sie leicht tränen. 
Stöhnend kniff ich sie zusammen und rieb sie erneut. 
"Prinzessin hört bitte sofort auf eure Augen zu reiben, nicht dass sie noch dick und rot werden!", beschwerte sich Terese und ich hörte wie sie sich an meiner Kommode mit dem Schmuck zu schaffen machte. 
"Terese, was ist hier eigentlich los?" 
"Eure Hoheit, die Königin hat euch doch übermitteln lassen, dass sich kurzfristig eine sehr wichtige Delegation angekündigt hat. Es ist von äußerster Wichtigkeit dass ihr anwesend seid. 
Nun geht bitte duschen und zieht euch an. 
Wenn ihr fertig seid, gebt mir bitte bescheid und ich mache euch weiter zu recht.", klärte sie mich auf und verschwand in das Wohnzimmer meines Apartments. 
Die Information ging dann wohl an mir vorbei.
Na toll, besser kann die Nacht nicht mehr werden! 
Mit vielleicht drei Stunden Schlaf fühlte man sich nicht gerade wie neugeboren. 
Seufzend machte ich mich an die Arbeit, ging duschen, abtrocknen, Zähne putzen und anziehen. 
Danach rief ich Terese die keine Zeit verlor und sich gleich ans Werk machte. 
Ich saß vor dem Schminktisch, vor mir stand ein riesiger, professioneller Koffer Rand voll mit Schminke. 
Ca. ein Dutzend Pinsel in allen möglichen Varianten und nochmal genauso viele Haaruntensilien. 
Zu erst hatte Terese mir einen klassischen Chignon frisiert, jetzt war sie dabei meinem Gesicht beschäftigt. 
"Bitte nicht zu extrem", murmelte ich während meine Wimpern getuscht wurden. 
"Nein, sie bleiben natürlich Prinzessin. 
Jeder Mann soll doch ihre Schönheit erkennen können" 
Unbedacht rollte ich mit den Augen und nur Tereses schnellen Reflexen war es zu verdanken, dass der Maskarastab nicht in meinem Auge landete. 
"Der einzige Mann der mich interessiert, ist leider nicht anwesend.", seufzte ich und betrachtete mich im Spiegel. 
Terese macht ihre Sache echt gut, das muss ich schon zugeben. 
Schade dass Eddie mich so nicht sehen kann, er wäre auch begeistert gewesen. 
Traurigkeit ergriff mich. 
Ich wollte bei ihm sein, nicht hier am Hof versauern. 
Ich hatte mich sogar schon informiert wie es oben in Main aussah. 
Ganz in der Nähe von Adrians Haus, gab es ein kleines College welches Mode Design anbot. 
Das wäre perfekt für uns, ich könnte zusammen mit Eddie in seinem Zimmer leben oder wir würden uns etwas eigenes suchen.
Ich könnte mein Geld als Jungdesignerin verdienen und notfalls etwas Geld von meinem Erbe abzwacken.
Hauptsache weg vom Hof und zusammen leben.
Wären da nicht die Abers, viele Abers. 
Ein Aber war ich selbst, genauer gesagt mein Blut und mein Titel. 
Beides würde ich gerne ablegen wollen und ein ganz normales Leben an der Seite von Eddie führen. 

"Das hast du ganz wundervoll gemacht, Terese!", sagte ich anerkennend und sah im Spiegel wie sich die Wangen meiner Zofe leicht rot färbten. 
"Danke eure Hoheit" 
"Terese wie oft noch? Bitte, bitte, bitte lass doch "eure Hoheit" weg. 
Das ist mir furchtbar unangenehm!" 
Schon schlimm genug, dass sie auf das "Prinzessin" bestand. 
Ich schwor, würde Eddie mich jemals  so ansprechen würde ich ausrasten. 
"Verstanden, Prinzessin" 
Innerlich rollte ich die Augen, beließ es aber dabei. 
Die Moroi und die Dhampire um mich herum benötigten das Hofprotokoll um sich sicher zu fühlen. 
So wurde es mir zumindest damals erklärt. 
Wobei damals ist auch schon eine kleine Weile her.
Ganze 7 Jahre um genaus zu sein, ich war 16 als ich an den Hof kam.
Ich beendete die Schule und fing im Anschluss an Mode Design zu studieren.
Hierzu wurde mein Studiengang extra an den Hof verlegt, was hieß dass meine Professorin auch eine Moroi war.
Zum Glück war ich nicht die einzige Studentin, mit mir studierten noch 5 weitere Moroi und 2 Dhampire.
So saß ich zum Gück niemanden eins zu eins gegenüber.
Im Umkehrschluss bedeutete dieser Umstand aber auch, dass ich den Hof nur für die gelegentlichen Treffen bei Adrian verlassen konnte.
Manchmal kam ich mir vor wie eine Gefangene im goldenem Käfig.
Aber man soll ja nicht meckern, es gibt schlimmere Leben, das wusste ich.
Und trotzdem wünschte ich mir oft ein anderes, mein altes Leben, zurück.
Unbewusst griff ich mir an den Hals, ich bekam plötzlich schlecht Luft.
Erst jetzt bemerkte ich, dass mir Terese eine Halskette angelegt hatte.
Sie ging schwer und kalt an meinem Hals und schnürte mir die Luft zum Atmen ab.
Komisch, schoss es mir durch den Kopf, dabei ist sie doch so leicht.
Ich schaute sie mir näher im Spiegel an und erst da erkannte ich, dass es sich um meine Lieblingskette handelte.
Sie war silber filigran und ein kleiner Rosenquarz Anhänger zierte sie.
Eddie hatte sie mir zu unserem Jahrestag vor 2 Jahren geschenkt.
Damals wäre ich beinah in Ohnmacht gefallen so sehr hatte ich mich über sein Geschenk gefreut.
Er hatte sich damals geschämt, da der Anhänger seiner Meinung nach ”nur” aus einem Rosenquarz bestand und kein Diamant oder Rubin war.
- Ab und an kamen immer noch Zweifel und Scham bei ihm zum Vorschein und er redete etwas von weniger Wert sein und ich hätte doch etwas besseres verdient. -
Doch nachdem ich ihm glaubhaft begreiflich gemacht hatte, dass ich mehr als glücklich war und er der einzige auf der Welt war der dies schaffen konnte, kam er wider zu Verstand.
Ich brauchte nicht viel, kein Geld der Welt aber Eddie.
Er war mein Anker, mein Freund,  mein Vertrauter, mein Geliebter.
Und eines Tages hoffentlich mein Ehemann und der Vater meiner Kinder.
Rose würde jetzt wohl kotzen oder sich zu mindest den Finger in den Hals stecken und so tun als ob.
Kopfschüttelnd stand ich auf und schlüpfte in die ebenfalls altrosa farbenen Heels.
Prost Mahlzeit!
"Ich danke dir Terese,  du hast wie immer ein kleines Wunder vollbracht. Ich denke so kann ich mich sehen lassen, ohne dass jemand schreiend reiß aus nimmt", scherzte ich und machte mich auf den direkten Weg zu Lissas Office.

Auf meinem Weg dort hin folgten mir mehrer Wächter stumm wie Schatten.
Mein Magen knurrte leise, doch an Essen war jetzt nicht mehr zu denken, alleine schon wegen dem Make-up.
Ich wurde direkt zu Lissa durchgelassen und setzte mich auf den Sessel vor ihrem opulenten und einer Königen würdigem Schreibtisch.
"Guten Abend", kam es von der anderen Seite.
War das alles was sie mir zu sagen hatte?
Klar, unser Verhältnis war seid der Bekanntgabe unsers familiären Bande und damit der Betrug ihres Vaters an ihrer Mutter unterkühlt aber dies hatte sich die Jahre eigentlich wieder eingerenkt.
Eigentlich…
"Ja, dir auch einen schönen Abend. Lissy, dürfte ich bitte erfahren was an dieser Delegation so wichtig ist, dass ich in aller Herrgotts früh geweckt wurde, von Terese hergerichtet wurde nur um jetzt hier bei dir im Office zu sitzen? Nichts für ungut.", oh Gott, ich plapperte wieder zu viel und zu schnell.
Daran musste ich dringend noch einmal arbeiten.
Ernste jadegrüne Augen blickten mir entgegen.
Ich kannte diese Augen,  es waren meine, nein, es waren die Augen meiner biologischen Familie, väterlicherseits.
Lissa seufzte und rieb sich das Nasenbein.
"Bei der Delegation handelt es sich bei allen Personen um adelige Moroi in etwa deinem Alter.
Sie kommen aus Europa und sollen hier bei Hof etwas mehr Etikette erlernen und neue Kontakte knüpfen.", fing sie an und mir war immer noch nicht ganz klar, warum ich nun dabei sein sollte.
"Meine Berater haben mir dazu geraten, dass du dabei sein solltest. Wir sollen ein geschlossenen Eindruck machen. Du sollst sie ein bisschen durch das Schloss führen und ein bisschen Zeit mit ihnen verbringen. Ich hoffe das stellt für doch kein Problem dar, im Anschluss bekommst du ein paar Tage frei.
Danach solltest du aber dein Studium wieder aufnehmen.", endete sie.
Klar, wenn es sonst nichts war.
War ich eine Fremdenführerin?
Es gab bessere, extra ausgebildete Führer, die den Hof kannten wie ihre Westentasche.
Ich schluckte meinen Frust und Ärger herunter und nickte.
"Klar, kein Problem. Um wie viel Uhr soll die Delegation ca eintreffen?"
“Ich schätze in ca 15 Minuten, je nachdem wie schnell die Wächter mit dem Durchchecken sind”
Gut, noch etwas Zeit um vielleicht an einem Tee zu nippen.
Und als ob Lissa meine Gedanken gelesen hätte, schob sie mir eine dampfende Tasse zu.
“Großer Gott, danke Lissa! Du bist ein Engel.”
“Bitte nicht den Namen des Herren missbrauchen”, lachte Lissa leise und zwinkerte mir zu.
Ja, meine Schwester war gläubig, für meinen Geschmack manchmal zu sehr aber jeder wie er möchte.
Ich pustete an meiner Tasse und nahm einen kleinen Schluck.
Hmm, frische Minze so wie ich ihn mochte, leicht gesüßt und äußerst  aromatisch.

"Sag mal Jill, wie läuft es eigentlich zwischen dir und Eddie?", fragte Lissa plötzlich und ganz unerwartet in die Stille zwischen uns.
Ich sah sie überrascht an, lächelte dann.
So etwas fragte sie nicht allzu oft und es freute mich, dass sie Interesse an meinem Leben zeigte.
Ich wusste dass die Beziehung zwischen einem Dhampir und einem Moroi, erstrecht einer Prinzessin kritisch gesehen wurde, doch Lissa hatte bis jetzt keine Einwände gezeigt.
Nicht, das ich darauf etwas gegeben hätte.
"Alles wie immer, klar ab und an ein paar Streitigkeiten aber das ist ja völlig normal. Ich liebe ihn, er liebt mich, was will man mehr? Das einzige was mir wirklich Kopfschmerzen bereitet ist die räumliche Distanz zwischen uns aber nach der Beendigung meines Studiums wird sich das wohl auch erledigt haben.", ich sah Lissa unter halb geschlossenen Augenlidern an, während ich mein Gesicht halb in die Wärme meiner Tasse vergrub.
Lissa nickte abwesend und fuhr sich durch das Haar.
"Ja, das denke ich auch.", war alles was sie mir darauf antwortete.
Mehr hätte sie auch nicht antworten können, denn die Lautsprechanlage auf ihrem Schreibtisch leitete rot auf.
Sie drückte auf einen Knopf und eine wohlbekannte Stimme ertönte.
"Eure Hoheit, die erwartete Delegation wartet im Empfangssaal auf Euch.", Dimitris tiefe Stimme spiegelte hohe Professionalität und Hingabe für diesem Job.
"Danke Wächter Dimitri, kündige den Herrschaften bitte Jill's und mein Kommen an".
Ich bewunderte Lissa dafür dass sie das Hofprotokoll und die Etikette einhielt und dienstlich selbst ihre Freunde höfflich ansprach.
Sie war mindestens so professionell wie Dimitri.
"Komm"
Gemeinsam schritten wir den Flur entlang zum Empfangssaal, wobei ich darauf bedacht war Lissa als Königin den Vortitt zu lassen.
Wir konnten gerade noch mitanhören wie Dimitri uns ankündigte, dann traten wir auch schon ein.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast