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Be my valentine

von Hasimausi
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
15.02.2018
15.02.2018
1
1.153
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15.02.2018 1.153
 
Be my Valentine

Alec Lightwood war ein Mann der sich mit dem Kämpfen auskannte. Er hatte unzählige Dämonen besiegt, hatte mehr als einmal in schier ausweglosen Situationen gesteckt und doch immer die Oberhand behalten. Heute jedoch hatte er auf ganzer Linie versagt.

Und es gab keinen Ausweg und auch kein Schlupfloch. Ein Blick auf die Uhr bestätigte, dass ihm nur noch wenige Minuten Zeit blieben..... Oh Mist, Magnus musste jeden Moment zur Tür herein kommen.... und er würde ihn sowas von fertig machen!

Tja, aber er war ja selbst Schuld an der ganzen Misere. Denn welcher Depp außer ihm würde schon den Valentinstag vergessen? Schließlich war es ja nicht so, dass die gesamte Stadt mit herzförmigen Pralinenschachteln, Blumenbouques und sonstigem Kram zugemüllt wäre und man das irgendwie übersehen könnte! Nein, natürlich nicht!

Ob Magnus ihm vielleicht abkaufen würde, dass er einen Eid hatte leisten müssen, keine Feiertage zu begehen die den Namen eines Erzfeindes der Shadowhunter trugen? So eine Art Shadowhunter-Valentines-Day-Boykott? Naja, wahrscheinlich würde das wohl nicht funktionieren.

`Nachdenken Lightwood` redete Alec sich gedanklich gut zu. Es musste doch irgendwie möglich sein noch ein Last-Minute-Geschenk für seinen Freund aufzutreiben. Hektisch rasten seine Gedanken hin und her. Er würde es nicht mehr schaffen irgendwas aus einem Geschäft zu besorgen, das war klar. Aber, naja - eigentlich war Magnus´ Loft doch fast so etwas wie ein Luxus-Kaufhaus, wenn er mal so richtig darüber nachdachte. Das könnte er sich doch vielleicht zu Nutze machen. Verzweifelte Situationen erforderten halt manchmal verzweifelte Maßnahmen.

Entschlossen ging Alec Richtung Schlafzimmer, durchquerte dieses und stand schon im nächsten Moment in Magnus´ Ankleidezimmer. Hier reihte sich Kleidungsstück an Kleidungsstück, in allen Farben und Formen die man sich nur denken konnte. Nach kurzem Überlegen entschied sich der Shadowhunter jedoch dafür, lieber eine der unzähligen Schubladen zu öffnen und fand....

Socken? Nein, wohl eher nicht. Das war selbst ihm zu langweilig. Also die nächste Schublade.

Was war denn da drin? Ein Gladiatorenkostüm? Ob das für Halloween war? Oder stand Magnus vielleicht auf gewisse Rollenspielchen? Errötend und auch ein wenig angeturnt schlug Alec die Schublade wieder zu.

Schublade drei war dann endlich ein Treffer. Halstücher – natürlich nur aus den edelsten Stoffen. Zwischen all den auffälligen Tüchern fiel ihm ein dunkelgrünes und für Magnus´ Geschmack recht dezentes Exemplar in die Augen. Das war genau das was er sich vorgestellt hatte.

Nach einigem Suchen in den Schränken hatte Alec auch schon bald eine schwarze Geschenkbox gefunden. Perfekt. Schnell tat er das Halstuch hinein.
Hm, ein wenig schmucklos sah das Teil ja schon aus. Irgendwie musste er das Ganze noch ein wenig aufpeppen. Schnell lief er zurück in den Wohnbereich. Hatte er nicht irgendwo in einer Schale Stifte herumliegen sehen?

Hektisch suchte Alec die Regale ab. Ah, da waren sie ja, es war sogar ein goldener Glitzerstift dabei – was für eine Überraschung. Konzentriert begann er ein goldenes Muster auf die Box zu malen. Hoffentlich sah Magnus nicht allzu genau hin. Denn dann würde er nämlich erkennen, dass diese Muster verdammte Ähnlichkeit mit Runen hatten – aber he, er hatte ja nie behauptet ein Künstler zu sein. Das war ja wohl eher Clary´s Ding.

Gerade als er mit seinen Malarbeiten fertig war hörte Alec wie die Tür des Lofts geöffnet wurde. Puh, das hatte er ja so gerade geschafft. Fast hätte Alec allerdings übersehen, dass er noch den golden Stift in der Hand hielt. Kurz bevor Magnus endgültig eintrat schmiss er diesen in hohem Bogen hinter die Couch – damit waren alle Beweise seiner schändlichen Tat vernichtet.

„Alexander!“ Freudestrahlend zog Magnus seinen Freund in eine innige Umarmung und küsste ihn stürmisch. „Du bist schon ja da! Dabei bin ich doch noch gar nicht mit den Vorbereitungen für unser romantisches Dinner fertig. Aber warte, das haben wir sofort.“

Magnus vollführte ein paar Bewegungen mit seinen Fingern und schon war der Raum in romantisches Kerzenlicht getaucht und im Hintergrund spielte leise Musik.

`Tja, Warlock müsste man sein´, dachte Alec ein wenig missmutig.

Magnus lächelte ihn an. „So mein Schatz, ich verschwinde jetzt mal eben in der Küche und hole uns die Platte mit den Antipasti. Selbstverständlich habe ich alles selbst gemacht, ganz ohne Magie. Ich habe für heute Abend einige Rezepte einer italienischen Dame, die ich in den 40er Jahren in Venedig getroffen habe ausprobiert. Also die 1840er um genau zu sein. Du wirst sehen, diese Köstlichkeiten werden deine Geschmacksnerven zum jubilieren bringen.“ Die Begeisterung leuchtete förmlich aus Magnus´ Augen.

Sofort schlug das schlechte Gewissen bei Alec zu. Oh man, Magnus hatte den ganzen Tag in der Küche etwas Schönes für sie beide zubereitet und er schaffte es nicht einmal rechtzeitig ein Geschenk für Magnus zu besorgen. Er war wirklich eine Nullnummer als Freund. Und das er Magnus sein eigenes Halstuch hatte schenken wollen, bestätigte das nur noch. Nein, er konnte das wirklich nicht bringen. Nicht gerade unauffällig versuchte Alec sein “Geschenk“ hinter seinem breiten Rücken zu verbergen.

Natürlich hatte Magnus sein Tun sofort registriert. „Oh, was hast du denn da Alexander? Ist das etwa ein Geschenk für mich?“ Beherzt griff Magnus zu und hielt noch einigem hin- und her-Gezerre die Geschenkbox in der Hand.

Alec versuchte die Situation zu retten. „Äh nein, Magnus.... Also das ist nicht.... Eigentlich wollte ich ja....“ Mehr als ein Stottern brauchte der Shadowhunter nicht heraus.

Ohne Alec weiter zu beachten riss Magnus die Geschenkbox auf, nahm das Halstuch entzückt heraus und tastete vorsichtig über den edlen Stoff. „Das ist wunderschön Alexander. Und dazu noch diese tolle Farbe, du hast meine Geschmack wirklich getroffen. Es gab in meiner Zeit in Paris einen Herrenausstatter der solch exquisite Halstücher wie dieses angefertigt hat. Alles Unikate und wahnsinnig teuer. Er hat mir damals eins davon verehrt und zusätzlich mit meinen Initialen versehen. Er war wirklich ein ganz reizender Mensch.“ In Erinnerungen versunken bemerkte Magnus nicht, wie Alec plötzlich blass wurde.

Dafür bemerkte Magnus jedoch etwas anderes. „Oh, du hast ja ebenfalls meine Initialen einsticken lassen. Das ist ja wirklich ein Zufall…...“ Magnus stockte kurz und fuhr dann fort: „Nun habe ich also zusätzlich zu dem roten Tuch von Monsieur Houbert auch noch dieses grüne hier. Ich danke dir sehr mein Schatz.“

Verlegen, aber auch irgendwie erleichtert, dass er nun doch nicht mit der Wahrheit herausrücken musste, ließ sich Alec in eine Umarmung ziehen. Dabei schwor er sich Magnus das schönste Valentinstag-Dinner seines Lebens zu bereiten. Und vielleicht würde dabei heute ja auch noch die Gladiatoren-Rüstung zum Einsatz kommen. Man konnte ja nie wissen.

Magnus schmunzelte indes, während er seinen Freund im Arm hielt. Hatte Alec tatsächlich geglaubt, ihn mit diesem “Geschenk“ hinters Licht führen zu können?
Aber es war schon niedlich, dass er zumindest die Geschenkbox so süß bemalt hatte. Ein oder zwei der Runen hatte Magnus auch gleich erkannt und nach den Anderen würde er heute noch auf dem Körper seines Geliebten suchen. Denn was brauchte er anderes als diesen Mann an seiner Seite? Sein Alexander war ihm definitiv Geschenk genug.
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