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Better than I know myself

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
14.02.2018
06.04.2019
5
5.248
6
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Dieses Kapitel
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14.02.2018 1.059
 
Better than I know myself

Kapitel 1 - Missed

Alec

„Alexander? Hören Sie mich?“ Alec schwirrte der Kopf, es fühlte sich an, als wäre er mit 1000 Sachen gegen eine Mauer gerannt. “Alexander? Können Sie mich hören?” Die Stimme drang jetzt eindinglicher, lauter an sein Ohr. “Mhhm.” machte Alec, was soviel wie “Ja” bedeuten sollte. “Kommen Sie, stehen Sie auf.“ meinte die Stimme und hielt ihm eine Hand hin. So viel konnte Alec durch seine halb zusammengekniffenen Augen erkennen. „Danke.“ murmelte der dunkelhaarige und ergriff die ihm angebotene Hand, die ihn sogleich auf die Beine zog. Es dauerte etwas, bis der Schwindel verschwand und er wieder einigermaßen stehen und sehen konnte. Erst jetzt erkannte er die Person, die ihm auf die Füße geholfen hatte. “Magnus?” sagte er verwirrt und hielt sich den Kopf. Fast hätte er den Hexenmeister nicht erkannt. Er trug eine Brille, seine Haare waren ordentlich gescheitelt, hatte verwaschene Jeans und weiße Sneakers an, sowie ein graues Oberteil. Abgerundet wurde das ganze Outfit von einem weißen Arztkittel.

„Sehr witzig, ehrlich.“ murmelte Alec und sah sich um. „Ernsthaft. Ihr könnt rauskommen.“ Er wartete eine Minute und noch eine. „Ich weiß, dass ihr dahinter steckt. Kommt schon Jace, Simon. Ich find das echt nicht mehr komisch. Was soll das ganze?“ fragte er lauter und sah dann wieder Magnus an, der mit verschränkten Armen vor ihm stand. „Ich versteh ja, dass ihr auch mal Spaß haben...“ Der Hexenmeister unterbrach Alec mitten im Satz. „Spaß? Denken Sie, es macht mir Spaß in einer Anstalt zu arbeiten und immer nur aufmüpfige Teenager zu behandeln?“ fragte er. Alec klappte die Kinnlade runter. „Anstalt? Was?“ Magnus seufzte. „Ich verstehe, dass Sie immer noch nicht über den Tod Ihres kleinen Bruders und deiner Eltern hinweg sind, aber, dass Sie sich so sehr wehren müssen?” murmelte er. „Meine Eltern? Max? Was ist passiert? Welcher Dämon? Wo...?“ wieder wurde dem dunkelhaarigen das Wort abgeschnitten. „Dämonen? Alexander. Es gibt keine Dämonen. Und wir sind auch nicht zusammen, auch wenn Sie es noch so gerne hätten. Und auch Ihr Bruder Jonathan und Ihre Schwester Isabelle kämpfen nicht gegen Dämonen. Weil es sie nicht gibt... Aber da werden wohl noch lange Einzeltherapiestunden auf uns zukommen.“ meinte er resigniert. „Und es heißt Dr. Bane und nicht Magnus, zum jetzt ungefähr hundertsten Mal.“ setzte er noch hintendran. Alec schluckte heftig. Was war das nur? Wo war er jetzt schon wieder reingeraten?

Magnus

„Ich bin wieder da.“ tönte es durch Magnus‘ Wohnung von niemand anderem als dem Besitzer selbst. Magnus war ein paar Tage auf Bali gewesen, um sich dort mit dem Hexenmeister auszutauschen. Und natürlich, um sich zu erholen. Wie gerne hätte er Alec mitgenommen, doch der musste auf eine Mission, wie schon so oft. „Alec?“ rief er, und als er keine Antwort bekam, ging er ins Schlafzimmer, wo er aber nur seine beiden Katzen schlafend vorfand. Von Alec keine Spur. Es war nicht Magnus‘ Naturell, sich aufzuregen. Er wusste, dass Alec sich sehr gut verteidigen konnte. Aber irgendwas sagte ihm, dass etwas nicht stimmte. Er zog sein Handy aus der Hosentasche und rief Jace an. Wenn jemand wusste, wo Alec war, dann waren es er und seine Schwester. Und die drei hingen ja bekanntlich immer miteinander, und Clary und Simon ab. „Ja? Was gibt’s?“ meldete sich Jace auch gleich. „Ist Alec bei euch?“ fragte Magnus gleich. “Was? Der sollte bei dir sein und ihr solltet... Er wollte auf dich warten.” sagte Jace und ließ den Satz unvollendet. „Hier ist er aber nicht...“ Magnus‘ Alarmglocken begannen zu schrillen. Hier stimmte etwas definitiv nicht. „Was? Dein Ernst?“ meinte Jace. „Also wenn Alec anfängt, witzig zu sein, dann wird das der Tag sein, an dem ich sterblich werde, also nie.“ sagte Magnus. Jace seufzte. „Ja ich weiß. Aber die Hoffnung geb ich noch nicht auf.“ Magnus hörte das Grinsen in den Worten des Parabatei‘s seines Freundes und musste gleich mit grinsen. Doch sofort wurde er wieder ernst.

“Und wo ist er dann?” wollte Magnus von Jace wissen. „Keine Ahnung. Vielleicht besorgt er noch was oder so?“ Die Frage konnte Magnus sogar durch‘s Telefon hören. „Dann ist es wohl besser, wenn wir warten, ob er heute noch kommt, wenn nicht, dann starten wir morgen eine Suchaktion.“ meinte Magnus, hatte aber selbst kein gutes Gefühl bei seinem eigenen Vorschlag. „Macht die Polizei auch nicht anders.“ setzte er noch dran, hauptsächlich aber, um seine eigenen Sorgen damit zu bekämpfen. Er legte auf, aber nicht ohne Jace vorher das Versprechen abgenommen zu haben, dass sie sich gegenseitig informierten, sobald es etwas neues von Alec gab. Einige Zeit wanderte Magnus in seiner Wohnung noch auf und ab, dann beschloss er, ein Bad zu nehmen und auf andere Gedanken zu kommen. Mit Alkohol und einem heißen Bad waren schon manche seiner Sorgen verschwunden. Ohne auf die Sorte des alkoholischen Getränkes zu achten, schenkte er sich ein Glas ein und ging dann ins Badezimmer. Mit einem Mal fühlte er sich unglaublich müde und ausgelaugt. Keine zehn Minuten später lag er schon in der großen Badewanne und schloss die Augen, damit er ungestört nachdenken konnte.

Alec

Alec stand immer noch wie vom Donner gerührt da und starrte Magnus an, als noch ein Mann mit einem Jungen dazu kam. Als Alec beide sah, wich er ein paar Schritte zurück und begab sich im Kampfhaltung. „Ihr? Du bist tot! Und du? Was hast du Max angetan? Was hast du uns allen angetan?!“ Die beiden waren niemand anderes, als Valentine Morgenstern und sein Sohn Jonathan. Mit glühenden Blicken durchbohrte der sonst so ruhige dunkelhaarige seine beiden gegenüber. Valentine hatte den gleichen Kittel an, wie Magnus und Sebastian trug T-Shirt, Hose und Schuhe, alles in weiß. „Beruhigen Sie sich. Es ist alles gut.“ sagte Valentine und hob beschwichtigend seine Hände. „Sicher nicht.“ knurrte Alec und trat nach Sebastian, der sich ihm genähert hatte und ihn am Arm nehmen wollte. Auf den Wink von Magnus hin, kamen fünf Männer auf Alec zu und umringten ihn. Schlussendlich hatte er keine Chance. Am Ende hatten ihn zwei der Männer gepackt und ihn gegen die Wand gedrückt. Obwohl Alec sehr gut im Nahkampf war, so traf das nicht auf so viele Männer zu. „Wir sehen uns auf Ihrem Zimmer, Mr. Lightwood.“ waren Magnus‘ letzte Worte, bevor der ihm eine Spritze in den Oberarm rammte. Das letzte, was Alec mitbekam war, wie er auf dem Boden zusammenbrach.
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