NCIS:LA - Separate Lives

von Bendragon
GeschichteSchmerz/Trost / P16
G. Callen OC (Own Character)
14.02.2018
11.03.2019
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... Auch die Wärme passte nicht ganz dazu.
Dreiundzwanzig Grad zeigte die digtale Anzeige am Armaturenbrett.
Die Leute draußen, die geschäftig vorbei hasteten oder gemütlich schlenderten, bepackt mit luxuriös aussehenden Einkaufstüten aus Papier, trugen leichte Kleidung.
In Kiew war sie bei minus zwei Grad losgeflogen.
`Cunoles Boulevard` hieß die Straße, in die G schließlich einbog.
Es musste Venice Beach sein, der Stadtteil in dem sie sich befanden, links war die breite Strandpromenade, rechts standen Häuser, die nicht mehr als drei Stockwerke hoch und teilweise in peppigen Farben gehalten waren, oder neoklassischen Stil aufwiesen.
G parkte den Wagen in einer Parkbucht, gegenüber einem Eckladen für Obst und Gemüse, mit der Hausnummer 125.
Er ging um den Wagen herum und hatte die Beifahrertür geöffnet bevor sie es tun konnte, reichte ihr die Hand zum Aussteigen.
„Danke, G!“
Malgorzatta bewunderte, liebte einmal mehr seine guten Manieren.
G öffnete den Kofferraum und nahm ihren Koffer heraus.
Dann führte er sie zu dem Haus, in dem sich der Eckladen befand, zu einer Seitentreppe aus Metall, die hoch zu der Wohnung in den ersten Stock führte.
Er schloss die Tür auf und ließ sie vorangehen.
Malgorzatta hatte sich beim besten Willen nicht vorstellen können, wie G wohnte.
Als sie jetzt den großen Wohnraum betrat fühlte sie sich jedoch kein bisschen überrascht.
Rechts neben der Tür befand sich eine kleine Eßecke, ein Tisch, drei Stühle vor einem Fenster, eine kleine Kommode an der Wand.
Ein kleiner Wohnbereich schloss sich an, mit einer Couch, einem Fernseher und niedrigen Regalen unter den beiden großen Fenstern.
Links neben der Tür war eine Küchennische, fensterlos.
Daneben führte eine Tür in einen anderen Raum.
Es war makellos sauber und aufgeräumt hier.
Eine dicke beigefarbene Decke lag zusammengefaltet über der Rückenlehne der Couch.
Wenige Bücher waren in den Regalfächern zu sehen, gerade mal fünf CDs. Die meisten Fächer waren leer.
Mitten auf dem Eßtisch lag ein kleiner Stapel Servietten. Die Abstellfläche der Kommode war gänzlich leer.
Auf dem niedrigen Couchtisch vor dem Fernseher lag eine Fernbedienung, klein, schmal, einsam.
Es gab zwei quadratische beige Kissen auf der weinroten Couch, die auf einem hochflorigen braunen kleinen Teppich stand, wie die Eßecke auch.
Der Wohnraum war hell. Lichtdurchflutet. Sehr harmonisch in seiner Farbzusammenstellung. Und wirkte doch auch gleichzeitig erschreckend unpersönlich, fast unbewohnt.
G schloss die Tür hinter sich und stellte ihren Trolley vor der Küchenzeile ab.
Er zog seine Jacke aus und legte sie über eine Stuhllehne. Dann schaltete er das Licht in der Küchenzeile an.
„Möchtest Du etwas trinken? Oder hast Du Hunger? Du hattest einen langen Flug!“
Malgorzatta stellte ihre Tasche vor der Kommode ab.
„Ein Kaffee wäre schön. Danke, G!“
Sie machte die wenigen Schritte zu G und streichelte mit der Linken über seinen Rücken während er begann, die Kaffeemaschine fertig zu machen.
Sie spürte die Wärme seiner Haut unter dem dünnen Stoff.
„Danke, dass ich bei Dir wohnen darf, G!“
G wandte den Kopf und sah sie an. Hielt mit dem Kaffeepulver inne während ein kleines Lächeln seine Lippen verzog.
„Danke, dass Du da bist, Mali!“
„Deine nette Einladung konnte ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen!“
Malgorzatta ließ ihre Linke weiter hinauf bis zu seinem Nacken streicheln, legte ihre Hand an seine Wange und küsste ihn, als G sich ihr zuwandte.
G hielt ganz still.
Malgorzatta konnte sehen, wie er die Augen leicht schloss und ihren Kuss genoss.
In ihrer Berührung konnte sie spüren, wie er sich noch ein bisschen mehr entspannte.
„Alles gut, G?“
„Mhmh.“
Er hatte die Augen noch immer leicht geschlossen. Sein Atmen gegen ihren Oberkörper war tief, ruhig, regelmäßig.
„Du bist mein schönstes Weihnachtsgeschenk!“
Malgorzatta spürte, wie sie errötete.
„Danke, G! Es ist nett, dass Du das sagst!“
G öffnete die Augen und sah sie an.
Malgorzatta spürte seine Hand über ihren Rücken langsam hinauf bis zu ihrem Hinterkopf streicheln.
„Du weißt, dass ich das nicht einfach nur so sage?“
Sein Blick zu ihr war aufmerksam.
Selbst hier, im Halbdunkel der fensterlosen Küche, leuchtete das Blau seiner Pupillen elektrisierend.
„Ich weiß, G! Und das ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk. Ich bin sehr froh, dass ich bei Dir sein darf. Ich habe mir das gewünscht!“
„Sein wann hast Du es Dir gewünscht?“
Gs Stimme war ein leises Raunen an ihrem Ohr.
Malgorzatta schmiegte sich für einen langen Moment an ihn.
„Seit ich Dich in Rio gehen lassen musste!“ flüsterte sie zurück.
G nickte leicht.
Seine Hand streichelte zu ihrer Wange. Seine Lippen suchten die ihren. Er küsste sie.
Malgorzatta erwiderte seinen Kuss, das leichte Spiel seiner Lippen mit den ihren.
Sie schmiegte sich eng an ihn, ließ ihre Hand über seine Seite streicheln, für einen Moment an seiner Hüfte liegen bevor sie ihre Finger unter den Stoff seines Shirts, auf seine nackte Haut über dem Bund seiner Jeans schob.
G gab ein leises wohliges Seufzen von sich.
Sein Kuss wurde inniger, tiefer. Fordernder.
Malgorzatta ließ sich nur zu gerne darauf ein.
Langsam, sacht umspielte sie mit ihrer Zungenspitze die seine.
Gs Atmen gegen ihren Oberkörper wurde sehr tief. Sie spürte seine Hände sehr sanft über ihre Schultern, ihren Rücken streicheln. Seine Fingerspitzen spielten an ihrem Nacken.
Malgorzatta konnte einen kleinen Laut des Wohlbefindens nicht unterdrücken.
Sie hatte sich seine warme kompakte Nähe, seine zärtliche liebevolle Berührung fast unablässig gewünscht. Jetzt, wo es soweit war, konnte sie es gar nicht richtig genießen weil es ihr zu plötzlich, zu unwirklich erschien. Und sie nach wie vor den Abschied im Hinterkopf hatte.
„Was ist mit Deinem Kaffee?“ raunte G ihr leise zu.
Malgorzatta suchte seinen Blick.
„Ich würde ihn gerne hinterher trinken!“
G lachte. Leise, amüsiert, zärtlich.
Drückte ihr einen sanften Kuss auf die Wange.
„Wir scheinen beide dasselbe zu denken?“
Malgorzatta lächelte.
Sie ließ ihre Hand weiter unter dem Stoff seines Shirts über seine warme Haut wandern.
„Bleibt bei mir nicht aus wenn ich wieder so nett verführt werde!“
G lachte erneut. Ein bisschen deutlicher.
Malgorzatta mochte das. Sie hatte kein Lachen von ihm wirklich in Erinnerung. Er lachte wohl selten.
„Dann sind wir uns einig?“
„Seit Du mich eingeladen hast!“ gab Malgorzatta halblaut zurück.
Sie streichelte mit der Linken leicht über seine Wange, genoss das Kratzen seiner Bartstoppeln, die Wärme seiner Haut.
Langsam stemmte sie sich auf die Zehenspitzen und berührte mit den Lippen kurz, trocken, nur so eben die seinen.
„Es ist wundervoll bei Dir, G!“
G küsste sie sanft.
„Wie hast Du es geschafft … Deinen … konntest Du problemlos herkommen?“
Malgorzatta verstand sogleich, was er meinte.
Langsam streichelte sie auch mit der Linken unter sein Shirt. Genoss seine warme weiche Haut.
„Ich hab` gesagt, eine Freundin hat mich eingeladen … hier … aber Efremil interessiert das eh nicht!“
„Nicht?“
G klang ein wenig irritiert.
Das Streicheln der Außenseite seiner Finger an ihrer Wange war sehr zärtlich, langsam, während er sie aufmerksam ansah.
„Unglaublich, dass er nicht schätzt, was ein anderer so gerne hätte!“
Malgorzatta sah ihn an. Verwundert. Geschmeichelt.
„Danke, G!“
Sie stellte sich wieder auf die Zehenspitzen und küsste ihn.
G hielt still.
Für einen langen Moment.
Dann streichelten seine Hände an ihrem Hals hinab bis zum ersten geschlossenen Knopf ihrer Leinen-Tunika.
Malgorzatta konnte sehen, dass seine Finger ganz leicht zitterten als er ihn durch das Knopfloch zurückschob.
Sie fand es total süß, anrührend, diesen toughen Bundesagenten auch `mal aufgeregt, berührt zu erleben. Zu erkennen, dass es etwas gab, das ihn nicht kalt ließ.
G öffnete die beiden anderen Knöpfe ihres Oberteils, streifte es ihr behutsam über den Kopf. Dann legte er seine Hände an ihre Schultern, beugte sich zu ihr vor und berührte mit den Lippen zärtlich ihren Hals, drückte eine Reihe von kleinen bestimmten Küssen langsam auf ihre Haut, Richtung ihrer Brust.
Malgorzatta hielt fast den Atem an.
Ihr Herz schlug hinauf bis zu ihrem Hals. Gs warmer Atem an ihrer Haut, die kurzen trockenen Berührungen seiner Lippen berauschte, benebelte sie.
„Sollen wir es uns nebenan etwas bequemer machen?“
G sah sie fragend an.
Sein linker Zeigefinger strich sehr langsam, aufreizend den dünnen Träger ihres Hemdes hinab.
Malgorzatta musste sich räuspern.
„Hört sich gut an, G!“
Sie hielt zuerst ganz still als G sich über ihre Schulter beugte und seine Lippen dort über ihre Haut streicheln ließ.
Dann konnte sie es nicht lassen, mit den Fingerkuppen ganz leicht über seinen Hinterkopf, die kurzen Haare dort zu streicheln.
G hob den Kopf und sah sie an.
Ein kleines Lächeln verzog seine Lippen. Sein Blick wirkte ein bisschen umflort.
„Komm!“ flüsterte er ihr zärtlich zu, legte seinen Arm um ihre Schultern und zog sie sanft mit sich.
In den Raum links nebenan, zu dem die Tür offen stand, und der sich als Schlafzimmer erwies.
Malgorzatta lugte neugierig während G sie küsste.
Der Raum war mittelgroß, hell, das französische Bett an der linken Seite, zwischen zwei Fenstern.
Zwei längliche Kopfkissen standen akkurat nebeneinander am Kopfende. Eine braune Tagesdecke lag glattgestrichen über der Liegefläche.
Es gab zwei Nachttische rechts und links, ein offenes Regal an der rechten Wandseite, eine hohe Kommode links. Rechts neben der Tür stand ein Kleiderschrank. Neben dem Regal führte eine geschlossene Tür in einen Nebenraum.
Ein brauner schmaler Teppich umgab U-förmig das Bett.
Malgorzatta hielt fast für einen Moment den Atem an.
Hier war es ordentlicher als bei ihr. Fast genau so unpersönlich, unbewohnt wie der Rest der Wohnung. Als würde er hier gar nicht schlafen! Leben!
G zog sie sanft mit zum Bett. Er drückte sie sacht darauf nieder, rutschte neben sie, Malgorzatta wandte sich ihm zu, streichelte mit der Hand langsam über seine Brust hinab.
„Schön hast Du`s hier!“
„Ich war in letzter Zeit nicht oft hier!“ ließ G sie freimütig wissen.
Malgorzatta nickte.
Sie ließ auch ihre Linke zum Saum seines Shirts rutschen, ergriff ihn mit den Fingern und begann, ihn vorsichtig nach oben, über Gs Oberkörper, seinen Kopf zu streifen.
G ließ es geschehen, schlüpfte bereitwillig hinaus.
Malgorzatta hielt den Stoff sekundenlang an ihre Nase, roch daran, bevor sie ihn beiseite legte. Es war ein Reflex. Sie konnte nichts dagegen tun.
„Was tust Du?“ fragte G verwundert, streichelte mit der Hand über ihren Arm.
„Du riechst so gut.“ gab Malgorzatta zurück.
„Ich hab` das vermisst! Ich hab` Dich vermisst!“
Gs kleines Lachen war leise, zärtlich.
Er zog sie sanft zu sich.
„Du bist wunderbar, Mali! Komm zu mir!“
Er streichelte mit den Lippen über ihre Wange.
„Ich habe Dich auch vermisst! So sehr, dass ich gestern bei einer Observation mit Sam an nichts anderes denken konnte als dass Du heute kommst! Ich glaube, Sam hat sogar gemerkt, dass ich nicht ganz bei der Sache war!“
„Wer ist Sam?“ erkundigte sich Malgorzatta, streichelte mit der Hand leicht, spielerisch über seinen Oberarm.
Sie mochte die sanfte Wölbung seines Bizeps. G war nicht muskelbepackt, doch die straffe Spannung unter seiner weichen Haut vermittelte, dass er zupacken konnte wenn es nötig war.
Sie ließ ihre Fingerkuppen weiterstreicheln, über seine Schulter, seine Brust hinab.
Langsam beugte sie sich zu ihm vor und ließ ihre Lippen folgen.
G schwieg für einen langen Mann.
„Mein Partner.“
Malgorzatta nickte verstehend.
Sie hätte gerne noch mehr gefragt. Doch sie hatte Angst, dass G sich ausgehorcht vorkommen würde. Schließlich kam sie aus einem anderen Land und sie hatte zudem für die `Konkurrenz` gearbeitet.
Und sie kannten sich noch nicht so lange.
Die feinen kurzen Härchen auf Gs Brust kitzelten an ihren Lippen.
Sie machte die kleine Abzweigung zu seiner linken Brustwarze, umspielte sie leicht mit ihrer Zungenspitze, es gefiel ihr zu spüren, dass G es genoss, wie die kleine Vorwölbung deutlicher hervortrat.
G wühlte seine Finger in ihre kurzen Haare.
„Ich bin so froh, dass Du wieder bei mir bist, Mali!“
Seine Stimme war ein leises Raunen. Klang ein wenig angespannt. Malgorzatta ließ ihre Lippen langsam weiterstreicheln, seine Brust hinab, Richtung seines Bauchnabels.
„Leg` Dich doch einfach ein bisschen hin, Schatz, hm?“
Malgorzatta sah zu ihm auf.
Aus diesem Blickwinkel registrierte sie das erste Mal die längliche Narbe unter seinem Kinn.
G lächelte ein wenig.
„Du bist der Gast hier! Ich wollte Dich eigentlich ein bisschen verwöhnen!“ gab er zurück, leise, sanft, während er sie behutsam nach hinten auf die dicke Matratze drückte.
Malgorzatta ließ es geschehen bis sie die Matratze in ihrem Rücken spürte.
Dann schlang sie beide Arme um Gs Oberkörper und zog ihn zu sich hinab. Etwas mühevoll schob sie ihn neben sich.
„Aber als Gast steht es mir zu, mich zuerst gegenüber dem Gastgeber erkenntlich zu zeigen!“
Rasch beugte sie sich über ihn, ließ sich ein wenig auf ihn sinken um zu verhindern, dass er sich wieder aufrichtete.
G lachte leise.
Malgorzatta beobachtete sein Gesicht dabei in dem sehr hellen, hereinfallenden Tageslicht genau.
Das Blau seiner Pupillen leuchtete geradezu. Seine Haut war leicht gebräunt. Der Blick seiner Augen lag ruhig auf ihrem Gesicht. Wieder einmal bewunderte sie die Länge seiner hellbraunen Wimpern. Die Bartstoppeln breiteten sich dunkel über seine Wangen, sein Kinn, seinen Hals.
Malgorzatta streckte ihre Hand aus und streichelte mit dem Zeigefinger sacht unter seinem Kinn längs.
„Wo hast Du die Narbe her, G?“
G seufzte leicht.
„Ich hatte einen Abszess. Musste aufgeschnitten werden.“
„Oh.“
Malgorzatta ließ ihren Finger weiterstreicheln. Seine Barthärchen kratzten.
Sie konnte sehen, wie Gs Lippen sich zu einem kleinen Lächeln verzogen. Er schloss die Augen ein wenig.
Sie mochte es zu sehen, wie entspannt er wirkte. Bisher hatte sie das noch nicht so oft beobachten können...

Happy Birthday, Grisha!