Ben and Jerry's

KurzgeschichteRomanze, Familie / P6
Penny Sheldon Cooper
14.02.2018
14.02.2018
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Disclaimer: Alle TBBT Charaktere sind Eigentum von CBS, Warner Bros. TV, sowie Chuck Lorre Productions.

Anmerkung: Wer Rechtschreib- & Grammatikfehler findet, darf sie behalten, ich hab das gerade in 30 Minuten geschrieben. Euch allen einen schönen Valentinstag!



Ben and Jerry's


"Soweit alles in Ordnung?", fragte Sheldon leise, als er zu Penny kam, die im Bett lag. Müde öffnete sie die Augen, blickte zu ihm und lächelte schwach, als sie nickte.

Sheldon tupfte ihr vorsichtig den Schweiß von der Stirn und lächelte sie ebenfalls an. "Eis", sagte Penny leise und deutete auf den Becher, den er in der Hand hielt.

"Oh ja, entschuldige bitte", entgegnete er und gab ihr einen von den Eiswürfeln, die er geholt hatte. Leise seufzte Penny, als der Eiswürfel in ihrem Mund schmolz und ihre Kehle hinunter lief.

Sheldon stellte den Becher mit den restlichen Eiswürfeln auf den Nachttisch und setzte sich auf den Sessel neben dem Bett. Sanft strich er über Wange, nahm ihre Hand und stand ihr bei.

*******

"Das machst du wirklich großartig, Penny, nur weiter so", lächelte Stephanie. Penny ließ sich erschöpft in die Kissen sinken und nahm ein paar tiefe Atemzüge.

Sie hatte zwar nicht das Gefühl, dass sich irgendetwas tat, aber Stephanie wusste sicher von was sie sprach. Die Hebamme hatte in ihrer Laufbahn schon hunderten Babys auf die Welt geholfen.

Penny richtete sich ein wenig auf und hielt sich den runden Bauch, da kam nun eine heftige Wehe und Sheldon war nicht da. Er war so nervös und damit er etwas ruhiger blieb, trank er viel Wasser.

Das natürlich dazu führte das er ständig auf die Toilette musste.

"Sheldon!", rief Penny und nur Momente später kam er aus dem kleinen Badezimmer zu ihr und nahm ihr Hand. "Entschuldige, entschuldige, entschuldige", murmelte er leise.

"Schon gut, Honey, ich weiß du trinkst nur so viel, da du nervös bist und nicht durchdrehen möchtest", antwortete Penny, die ihn tapfer anlächelte, was ihn ebenfalls zum Lächeln brachte.

Penny spürte, wie die Wehe kam, biss die Zähne zusammen und drückte Sheldons Hand so fest sie konnte. Sie hörte ihn leise wimmern und er sank ein wenig in die Knie.

"Entschuldige", wisperte Penny.

Sheldon tupfte ihr mit der anderen Hand die Stirn ab und drückte ihre Hand leicht. "Ich habe mich umgesehen, die Röntgen-Station ist ein Stockwerk tiefer", meinte Sheldon.

Penny lachte leise und drückte ihm einen sanften Kuss auf den Handrücken.

*******

"Okay, Penny, wenn die nächste Wehe kommt, so fest pressen wie du kannst, dann ist das Baby da", sagte Stephanie. Penny, die völlig fertig war, nickte und blickte zu Sheldon.

Ihr Mann saß auf der Bettkante, tupfte immer wieder ihre Stirn trocken und hielt mit der linken Hand die ihre. Er war genauso fertig wie sie, aber versuchte stark zu bleiben.

"Du schaffst das", sagte Sheldon leise.

Penny nickte und da spürte sie auch schon die Wehe kommen, oh und was das für eine Wehe war. So fest sie konnte presste sie und auch wenn es nur Momente waren, es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, da war der Schmerz vorbei.

Augenblicke später hörten Penny und Sheldon ihr Baby schreien und sie konnten sich nicht glücklicher schätzen. Beiden schossen Tränen in die Augen und sie schluchzten.

"Mom und Dad, sagt mal hallo zu ihrem Sohn", meinte Stephanie und hob den kleinen, weinenden Jungen hoch, damit die Beiden ihn sehen konnten. "Ein Junge", wisperte Sheldon stolz.

"Ja, unser Junge", weinte Penny vor Glück und drückte Sheldons Hand.

*******

"So, hier ab zu deiner Mommy", sagte Stephanie, die den kleinen Mann untersucht und ein wenig sauber gemacht hatte. Penny nahm ihn vorsichtig in den Arm und drückte ihn an ihre Brust.

Völlig ergriffen und zum ersten Mal in ihrem Leben sprachlos, blickte sie auf ihren Sohn, der sich mit der winzigen Hand über das Gesicht fuhr. Sheldon, der neben ihr saß brachte ebenso kein Wort heraus.

So ganz begriffen die Beiden noch nicht, dass sie nun Eltern waren, aber das würde schon noch kommen. Sheldon streckte seine Hand aus und strich mit einem Finger über die Wange seines Sohnes.

In dem Moment schlug der Kleine die Augen auf und sah seine Eltern an. Sie wussten natürlich, dass ihr Sohn noch nicht wirklich sehen konnte, aber zumindest stimmte die Richtung.

"Hi", wisperte Penny und schluchzte.

Sie nahm seine kleinen Finger und strich vorsichtig darüber. Sie waren ein wenig schrumpelig und ganz warm und sie liebte sie. Vorsichtig drückte sie ihm einen Kuss auf die Stirn und lächelte.

Sheldon, der seinen Kopf gegen Pennys lehnte schniefte leise und atmete tief durch. Sein Finger strich noch immer über die Wange seines Sohnes, die ganz weich und warm war.

*******

"Also, der Wonneproppen heißt Valentin?", fragte die Krankenschwester, die mit ihrem Klemmbrett vor Pennys Bett stand und den Kugelschreiber schon gespitzt hatte.

Geschockt sahen Penny und Sheldon von ihrem Sohn auf.

"Absolut nicht!", entgegneten die Beiden im Chor. Was für ein schrecklicher Name. Etwas irritiert sah die Krankenschwester die Beiden an. "Aber Sie haben doch darüber gesprochen, Mr. Cooper."

Sheldon schüttelte energisch den Kopf.

"Erstens heißt es Dr. Cooper und zweitens, habe ich laut darüber nachgedacht, dass Eltern absolut einfallslos sind, was die Namenswahl ihrer Kinder betrifft", entgegnete Sheldon.

"Na ja, viele Eltern denken wohl, es ist etwas Schönes am Valentinstag ein Baby zu bekommen und dann den Namen so weiter zu geben", meinte die Krankenschwester.

Penny und Sheldon sahen sich verdutzt an und dann wieder zur Krankenschwester. "Ach, heut ist Valentinstag?", fragten die Beiden leise, um ihren Sohn nicht zu wecken.

"Ja! Deswegen hatten wir heute fünf Kaiserschnitte und drei normale Geburten. Vier Valentina und drei Valentin", erklärte die Krankenschwester, die kaum glauben konnte, dass die Beiden nicht wussten welcher Tag ist.

"Ich wiederhole mich, es ist sehr einfallslos", sagte Sheldon.

"Aber ein wenig romantisch ist es doch schon", meinte die Krankenschwester und lächelte dabei verträumt. Penny und Sheldon sahen sie ein weiteres Mal verdutzt an.

Sie waren beide nie wirklich romantisch veranlagt gewesen und konnten so gar nichts mit diesem Firlefanz anfangen. Dass heute Valentinstag war hatten sie ein weiteres Jahr komplett vergessen.

"Na gut, wie soll denn der Wonneproppen nun heißen?", fragte die Krankenschwester. Penny und Sheldon sah auf ihren schlafenden Sohn und lächelten glücklich.

"Ben", sagte Penny schließlich.

*******

Ein paar Stunden später, als ihre Freunde gegangen waren, sie mit ihren Familien telefoniert hatten und Ruhe in das kleine Zimmer einkehrte, setzte sich Sheldon zu seiner Frau ins Bett.

Sanft drückte er ihr einen Kuss auf die Schläfe und lächelte, als er sie leise seufzen hörte. Penny lehnte sich an ihn und blickte auf ihren schlafenden Sohn.

"Wir sagen der Krankenschwester lieber nicht, dass wir ihn nach dem Eis benannt haben", wisperte Penny. Sheldon drückte ihr noch einen Kuss auf die Schläfe und lachte leise.

"Absolut nicht! Die hält uns für noch verrückter!"

Penny sah zu Sheldon und lächelte glücklich. "Ich liebe dich, Honey", wisperte Penny. Ihr Mann lächelte erneut an diesem Tag und zauberte einen großen Becher Ben and Jerry's Eis hervor.

Die grünen Augen seiner Frau wurden noch größer. "Nun liebe ich dich noch mehr", meinte Penny. Sheldon öffnete den Becher, tauchte den Löffel darin ein und gab ihn Penny.

Leise seufzte sie und ließ sich das Schokoladeeis auf der Zunge zergehen, genauso wie Sheldon. "Ich liebe dich, Penny und dich ebenfalls, Ben", wisperte Sheldon, der zu seiner Familie blickte.

Die Beiden mochten zwar nicht wirklich romantisch veranlagt sein, vergaßen immer wieder den Valentinstag und hatten ihren Sohn nach einem Eis benannt, aber dieses Eis verband sie.

Alles hatte mit einem Eis von Ben and Jerrys angefangen und eines Tages, wenn sie alt und grau waren, würde es sicher auch mit Ben and Jerry's glücklich enden.


-The End-
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