Unschuldig oder doch nicht? Zu was bist du fähig?

GeschichteKrimi, Familie / P12 Slash
13.02.2018
19.01.2020
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Voller Wut zog sich Dennis ruckartig sein Shirt über den Kopf. Er atmete zischend aus als dadurch die genähte Stichwunde an seinem Oberarm schmerzhaft zog. Der Ärger war jedoch bestimmend, deshalb knüllte er es zusammen und warf es in die Mülltonne die in der Umkleide stand. Anziehen hätte er es nach dem heutigen Tag sowieso nicht mehr gekonnt. Schließlich war es schmutzig, hatte einen langen Riss am Arm und war blutverschmiert.

„Verdammte Scheiße!“, erklärte er ärgerlich.

Die Metalltür seines Spinds vibrierte als er diese zuschlug, schließlich trat er auch noch dagegen. Für einen Moment starrte er ohne etwas zu sehen nur auf die Tür.

„Whoa! Also ich glaub dein Spind hat genug. Soll ich dir noch bei der Verhaftung helfen?“

„Sehr witzig Paul! Wirklich sehr witzig.“, knurrte er.

Wahrscheinlich war er gerade auf den Falschen wütend, doch es war ihm egal. An guten Tagen genoss er Pauls Humor und die Tatsache, dass es viele Situationen leichter machte. Doch heute war ihm alles zu viel und er wollte nur noch nach Hause. Im Moment war er einfach bloß froh, dass er das Wochenende frei hatte. Das erste Mal seit Monaten.

In einer beruhigenden Geste hob Paul daraufhin auch die Hände an.

„Ich glaub ich komm wieder, wenn du bessere Laune hast!“

Müde schloss Dennis kurz die Augen, dabei hörte er wie Paul in die kleine Küche der Wache ging und sich mit den Kollegen unterhielt. Es dauerte auch nicht lange bis er sie alle gutgelaunt lachen hörte. Überfordert presste er die Augen zusammen, irgendwie war ihm diese Fröhlichkeit gerade einfach zu viel. Irgendwie war es wie ein kosmischer Witz auf seine Kosten, dass sie so gut gelaunt waren, wenn ihm alles zwischen den Fingern zerrann.

Schließlich atmete er durch und nahm sich ein frisches Hemd aus seiner Tasche. Er fluchte leise als er versuchte dieses zuzuknöpfen. Mit einem verletzten Arm war das jedoch schwieriger als er es gedacht hatte.

„Soll ich dir helfen?“

Überrascht sah Dennis auf als er plötzlich angesprochen wurde, sehr schnell sah er dann Erik. Dieser stand in der Tür zur Umkleide und sah ihn zögernd an. Er schluckte schwer als er erkannte wie schuldbewusst dessen Augen immer wieder zum Verband an seinem Arm huschten. Aber wahrscheinlich sollte er sich darüber nicht wundern. Schließlich war ihr Verdächtiger mit dem Messer eigentlich auf Erik losgegangen. Nur die Tatsache, dass er selbst schneller reagiert hatte und dazwischen gegangen war, hatte verhindert, dass dieser verletzt wurde. Dafür hatte er nun eine große Schnittverletzung am Oberarm die mit zwölf Stichen hatte genäht werden müssen.

Kurz überlegte er was er zu der Offerte sagen sollte. Denn irgendwie war es ihm peinlich sich bei so einer Kleinigkeit helfen zu lassen. Aber genauso wusste er, dass es einfach nur dämlich war auf Grund von falschem Stolz eine Ewigkeit damit zu verbringen sich anzuziehen.

„Bitte!“, flüsterte er dann ohne Erik anzusehen.

Somit trat dieser an ihn heran und begann damit die Knöpfe des Hemdes zu schließen. Dennis schauderte leicht; es war lange her, dass ihm jemand so nahe gekommen war.

„Die Jacke auch?“

Ergeben nickte er. Welchen Sinn sollte es auch haben sich jetzt noch zu wehren? Zudem wollte Erik wohl wirklich nur helfen. So vorsichtig wie nur möglich half er Dennis schließlich in seinen Anorak. Er konnte aber einen leisen Schmerzlaut nicht unterdrücken als er seinen verletzten Arm unglücklich drehte.

„Tut mir leid.“, murmelte Erik nur.

Dennis seufzte leise. Denn ihm war bewusst, dass sein Kollege sich auf mehr bezog wie die aktuelle Situation.

„Das war nicht deine Schuld Erik! Mach dir keine Vorwürfe! Bitte!“

Langezogen atmete dieser aus.

„Ich hätte einfach besser aufpassen müssen. Schneller reagieren… Irgendetwas…“

„Dann hätte er vielleicht dich verletzt, was auch nicht besser wäre. Das aufzurechnen ist einfach nur bescheuert. Zudem geht’s mir gut.“

Zweifelnd sah Erik ihn nur an. Scheinbar war er nicht komplett überzeugt.

„Ich sollte mich wohl aber eher bei Paul entschuldigen…“

„Der wird darüber hinweg kommen. Manchmal weiß er sowieso nicht wann er besser den Mund halten sollte.“

Dennis nickte nur und rieb sich eine Hand über den Kopf. Inzwischen war das Adrenalin fast verschwunden und er fühlte wie sich eine bleierne Müdigkeit in ihm ausbreitete.

„Komm, ich fahr dich nach Hause.“

„Musst du nicht!“

„Weiß ich, aber ich will. Also komm!“, erklärte er lächelnd.

Bevor er noch protestieren konnte hatte Erik seine Tasche gegriffen und über die Schulter geworfen.

„Hast du alles was du brauchst?“

„Ja!“

Ohne noch auf seine Einwände zu achten ging Erik nach draußen zu seinem Auto. Schweigend folgte Dennis ihm und setzte sich schließlich auf den Beifahrersitz. Träge seufzend lehnte er seinen Kopf gegen die Nackenstütze und schloss die Augen. Eher am Rand bekam er dann mit wie Erik ebenfalls einstieg und losfuhr.  Irgendwie war er dankbar dafür, dass dieser das Radio nicht einschaltete und auch sonst nicht versuchte ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Zu viel der alten Wut simmerte noch immer in ihm und vertraute sich selbst nicht genug als, dass er sich beherrschen konnte. Das letzte was er da wollte war Erik mit einem Ausbruch vor den Kopf zu stoßen. Schließlich kotzte es ihn sowieso an, dass er nach all dieser Zeit von seiner Vergangenheit so sehr getroffen wurde. Eigentlich hatte er geglaubt endgültig damit abgeschlossen zu haben.

„Wir sind da!“

Erschrocken zuckte er zusammen als Eriks Stimme plötzlich in seine Gedanken einbrach. Er hatte gar nicht aufgepasst wohin sie gefahren waren. Als er aufblickte erkannte Dennis, dass sie nun vor seinem Wohnhaus standen. Trotz seiner Proteste trug Erik ihm seine Tasche sogar nach drinnen.

„Kann ich dir etwas zu trinken anbieten?“

Zynisch lächelte Dennis nur, sein Kindermädchen wäre so stolz auf ihn. Schließlich war sie es gewesen die ihm Manieren beigebracht hatte.

Zu seiner Überraschung schien Erik aber mit sich selbst zu kämpfen. Sehr genau konnte er den Zeitpunkt erkennen als er dann zu einer Entscheidung gekommen war.

„Ein Wasser wäre nett…“

So lange er konnte beschäftigte sich Dennis damit zwei Gläser Wasser einzuschenken. Eines davon stellte er Erik auf den Küchentresen, das andere nahm er selbst. Schweigend tranken sie dann, die Stille die sich um sie legte war drückend und unangenehm.

„Sag schon was du sagen willst.“, meinte Dennis als er es nicht mehr aushielt.

In seiner Stimme lag dabei eine gewisse Schärfe die er nicht unterdrücken konnte.

„Was ist eigentlich los mit dir in letzter Zeit?“, fragte Erik angespannt.

„Ich hab ehrlich keine Ahnung wovon du gerade sprichst!“

„Davon, dass du seit Wochen schon total komisch bist. Du hast so eine unterliegende Aggressivität in so ziemlich allem was du machst. Vor allem auch im Umgang mit Verdächtigen. Weißt du wie schwierig das für mich ist? Gerade wenn ich mich auf dich verlassen können muss jedes Mal, wenn wir gemeinsam auf Streife sind? Zudem weißt du hoffentlich, dass du einer meiner besten Freunde bist. Und als dein Freund muss ich gestehen, dass mir dein Verhalten in den letzten Wochen wirklich Angst macht!“

Aus zusammen gekniffenen Augen starrte Dennis Erik nur an. Angespannt ballte er die Hände zusammen. Er wusste worauf Erik anspielte, darüber reden wollte er aber trotzdem nicht. Schließlich atmete Erik seufzend aus. Scheinbar überlegte er wie er seine nächsten Worte wählen sollte.

Bevor er aber etwas sagen konnte wurden sie durch das Klingeln des Telefons unterbrochen. Müde schüttelte Dennis den Kopf, irgendwie fehlte ihm gerade der Nerv sich mit weiteren Problemen zu beschäftigen.

„Ähm…“, unsicher sah Erik ihn an. „Soll ich?“

Mit dem Kopf deutete er in die Richtung des Telefons. Nach dem nächsten Klingeln wurde sprang aber bereits der Anrufbeantworter an.

„Hallo hier ist Dennis! Ich bin mal wieder unterwegs um die Welt zu retten und habe in meinem Superhelden-Cape leider keine Handytasche.“

Dennis zog eine kurze Grimasse. Irgendwie war ihm der Text nun ein klein wenig peinlich. Perplex sah er aber auf als Erik zu glucksen begann, schließlich lachte er. Für einen Moment lächelte er selbst auch ein wenig. Dieses erstarb schnell als er mitbekam wer nun am Telefon war.

„Hallo Dennis! Hier ist Lydia. Ich denke du weißt warum ich anrufe, aber du bist ja scheinbar mal wieder auf Schicht. Du kannst das Thema nicht ewig ignorieren! Also hör endlich mit diesem kindischen Blödsinn auf und meld dich bei mir! Zudem solltest du dringend darüber nachdenken diese unseriöse Ansage zu ändern! Hast du schon mal darüber nachgedacht wie das nach außen repräsentiert?“

Nur Sekunden später war ein finales Klacken zu hören als der Anruf beendet wurde. Dennis schloss die Augen und massierte sich mit der freien Hand die Nasenwurzel. Jedes kleine bisschen gute Laune war nun auch wieder verschwunden. Irgendwie wunderte es ihn immer wieder wie ein Mensch so viel Ablehnung in so wenige Worte packen konnte.

Heftig zuckte er zusammen als er plötzlich eine Hand spürte die sich auf seine legte. Vorsichtig strich dann ein Daumen über seine Finger. Es kostete ihn zwar ziemliche Mühe doch er zwang sich dazu seine Emotionen wieder in den Griff zu bekommen, schwer räusperte er sich.

„Meine Schwester!“, antwortete er auf die unausgesprochene Frage.

„Sie klingt ziemlich wütend…“, begann Erik zögernd.

„Es wäre eher interessant, wenn sie das nicht wäre. Das ist sie nämlich immer, wenn sie nicht bekommt was sie will.“

Unbewusst hatte er bei seinen Worten Eriks Hand gegriffen und hielt diese nun fest wie einen rettenden Anker. Doch diesem schien das nichts auszumachen, vielmehr erwiderte er den Druck einfach. Scheinbar war sein Kollege aber besser darin die wichtigen Teile zusammen zu setzten als er das erwartet hatte.

„Sie ist der Grund für deine schlechte Laune, oder?“, fragte er vorsichtig.

Unfähig Erik ins Gesicht zu sehen nickte Dennis nur, beschämt starrte er auf die Tischplatte. Er war schließlich Polizist und sollte doch mit ein wenig Stress umgehen können.

„Du weißt, dass du mit mir reden kannst oder? Mit den anderen auch, wir sind da Dennis. Du musst das nicht alleine mit dir ausmachen. Schon gar nicht, wenn dir das so zusetzt.“

Angespannt zog Dennis die Unterlippe zwischen die Zähne. Dass Erik recht hatte wusste er, er hatte tolle Kollegen und Freunde die ihm immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Über seine Familie hatte er aber so lange schon geschwiegen, dass er gar nicht mehr wusste wie er ein solches Gespräch beginnen sollte. Es war einfach immer simpler gewesen sich über dieses Thema auszuschweigen.

Er hätte aber am liebsten aufgeschrien als plötzlich wieder das Telefon klingelte. Fassungslos zog er die Augenbrauen nach oben als er mitbekam, wer nun eine Nachricht hinterließ.

„Guten Tag Herr Mann! Hier spricht Cordula Leitzer, die Assistentin ihres Vaters bei der Steuerkanzlei Mann und Mann. Ihr Vater hat mich darum gebeten Ihnen mitzuteilen, dass für die besprochenen Feierlichkeiten alles vorbereitet ist. Er erwartet, dass sie ebenfalls anwesend und dem Anlass entsprechend gekleidet sind. Für den Fall, dass sie widererwarten doch in Begleitung kommen sollten versteht es sich hoffentlich von selbst, dass auch von dieser Person dieselben Standards erwartet werden…“

Als sie ihn nun nochmals daran erinnerte wann und in welchem Restaurant sich die Familie treffen würde hörte Dennis gar nicht mehr hin. Er hatte sich selten so erniedrigt  und vorgeführt gefühlt. Dabei war es schon unverschämt genug, wenn es nur ihn selbst betraf. Aber, dass nun auch noch Erik Zeuge des Ganzen geworden war, war demütigender als er es erwartet hatte.

„Wow! Also das war echt…“, Erik wirkte ehrlich betroffen. „Reden die immer so mit dir?“

In diesem Moment konnte Dennis praktisch spüren wie es ihm die Kehle zu schnürte. Fast unmerkbar nickte er dann.

„Dir ist schon bewusst, dass du das nicht hinnehmen musst, oder?“, fragte er vorsichtig.

Fast hätte Dennis hysterisch aufgelacht, er kannte das schon gar nicht mehr anders. So lange er sich erinnern konnte hatten sie immer so mit ihm gesprochen. Voller Arroganz und ganz so als ob er geistig behindert war und man ihm alles möglichst einfach erklären musste.

„Ist eben Familie…“, flüsterte er rau.

„Das hat nichts mit Familie zu tun Dennis! Von niemandem musst du dir das bieten lassen!“

„Erik bitte! Lass es gut sein, du kennst die Gesamtsituation nicht…“

„Soll ich mich nochmal wiederholen?“

Bei seinen Worten waren Eriks Hände auf seine Unterarme gewandert. Dort drückten sie leicht, ganz so als wollte er die Tragweite seiner Worte nochmals unterstreichen.

„Aber…“, setzte er lahm an.

„Nein! Sieh dir doch mal an wie sehr dich das alles hier stresst! Ich glaub ich will gar nicht wissen was da alles vorgefallen ist, sonst zieh ich noch los und schrei deine Familie zusammen!“

Dennis schmunzelte kurz als er sich vorstellte wie Erik seiner Familie die Meinung sagte. Irgendwie war es eine schöne Vorstellung, dass endlich mal jemand auf seiner Seite stand.

„Darf ich fragen um welchen Termin es eigentlich geht?“

Langgezogen atmete Dennis aus. Genau über dieses Thema hatte er nicht sprechen wollen, zu viele alte Erinnerungen hingen daran. Aber was sollte er schon sagen? In diesem einen Punkt hatte Lydia wirklich Recht. Er konnte die Situation nicht ignorieren, egal wie sehr er das wollte. Tief seufzte er.

„Meine Eltern führen eine international renommierte Steuerkanzlei, die sie von meinen Großeltern übernommen haben. Diese wollen sie Lydia nun überschreiben. Da ja aber die Kanzlei und deren Reputation über allem steht ist auch dieser Termin komplett durchgeplant. Zuerst ist morgens die offizielle Seite mit der Vertragsunterschrift und abends soll dann ein großes Festessen für und mit wichtigen Mandanten stattfinden. Einfach um das Ereignis gebührend zu feiern. Um den PR-Coup perfekt zu machen ist es selbstverständlich, dass die gesamte Familie anwesend sein soll. Hauptsache nach außen hin sieht alles perfekt aus und es sieht alles einvernehmlich aus.“, Dennis haste sich ein wenig dafür wie bitter seine Stimme zum Ende hin klang.

„Wahnsinn!“, antwortete Erik nur und strich sich nachdenklich über den Bart. „Lass mich raten, die Überschreibung ist nicht einvernehmlich?“

Dennis schnaubte leise. Er war mit so vielem nicht einverstanden da wusste er nicht einmal wo er anfangen sollte. Schließlich schüttelte er langsam den Kopf.

„Nein! Das ist die Entscheidung meiner Eltern und meiner Schwester. Mir wurde das alles erst mitgeteilt als die Pläne konkret waren. Ein Mitspracherecht hatte ich zu keinem Zeitpunkt…“

„Hast du mit einem Anwalt gesprochen?“

„Nein!“, entschieden schüttelte Dennis den Kopf. „Das will ich aber auch nicht. Zwischen uns gibt es schon genug Streit, da will ich nicht noch einen weiteren Grund geben.“

„Aber das ist doch nicht nur ein Familienstreit!“, erwiderte Erik heftig. „Das ist eine Sache die auch weitreichende juristische Konsequenzen hat…“

Müde seufzte Dennis und lies den Kopf leicht nach vorne sinken.

„Erik, lass gut sein. Bitte! Ich liebe mein Leben so wie es ist. Alles was meine Familie angeht ist davon bloß noch selten ein Teil. Über die letzten Jahre hatten wir sowieso kaum Kontakt. Meistens nur, wenn es um irgendetwas Offizielles ging bei dem sie die ganze Familie präsentieren wollten. Ansonsten legt niemand viel Wert auf mich oder das was ich tue…“

Fragend legte Erik die Stirn in Falten und zog dabei die Augenbrauen zusammen. Ohne darauf warten zu müssen wusste er was dieser als nächstes fragen würde.

„Warum?“

„Weil ich den großen Plan meiner Eltern zerschlagen hab. Sie haben von Beginn an vorgehabt die Kanzlei an die nächste Generation zu vererben. Ich wollte das nie, hab mich aber zurück gehalten das auch zu äußern. Erst als die Pläne zur Polizei zu gehen ernsthafter wurden hab ich wirklich mit ihnen gesprochen.“, in der Erinnerung gefangen schüttelte er den Kopf. „Wobei wir uns eigentlich eher einen ziemlich heftigen Streit geliefert haben. Ich hab die beiden selten so wütend erlebt. Als sie nur Tage später auch noch mitbekommen haben, dass ich schwul bin war die Situation sowieso zu Ende.“

Mühsam zwang er sich dazu Erik nach seinen Worten ins Gesicht zu sehen. Es überraschte ihn jedoch zu sehen wie viel Wut in dessen Augen lag.

„Okay, ich glaub ich überleg mir das mit dem Feldzug gegen deine Familie nochmal.“

Trotz allem konnte Dennis ein Schmunzeln nicht unterdrücken. Dabei wusste er sehr genau, dass Erik gegen dieselbe Wand laufen würde gegen die er sein Leben lang schon kämpfte. Und er wusste genau deshalb auch wie schmerzhaft das sein konnte…
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