Familienzusammenführung der anderen Art

von Wali19
GeschichteFamilie, Fantasy / P16
Balin Elrond Fili Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
12.02.2018
08.12.2019
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Hallo meine lieben Leser, hier ist wieder ein neues Kapitel, es kann sein, dass ihr es zum Teil schon kennt, ich habe aber einiges an dem Kapitel geändert. Ich hoffe trotzdem, dass ihr Spaß beim Lesen habt.

Eure Wali




46 Ein reumütiger Dain


Alle drei standen auf der Aussichtsplattform, über Nacht und auch jetzt noch sorgte der fallende Schnee für eine nahtlose weiße Fläche. Leise drangen Geräusche zu ihnen, die aber noch sehr weit weg waren.
Beide Männer schauten in die Richtung von wo die Geräusche herkamen, dachten sie doch, vereinzelt Rufe zu hören, einzig Aurelia sah gerade aus, sie nahm nichts von ihrer Umgebung wahr, sie war in Gedanken zu jenen Tagen zurückgekehrt, als sie mit einem Heer aus Imladris nach Süden zog, um gegen die Steifbärte und Orks zu kämpfen. Elrond hatte die Informationen, dass die Orks auf den Weg in die Eisenberge seien und sie wurden von Zwergen aus der Sippe, der Steifbärte begleitet, sie wussten, dass alle Steifbärte auf der Seite von Sauron standen und ihm die Treue hielten.



Auf halber Strecke kamen die Krieger aus Lothlorien, die Galadhrim zu ihnen und reihten sich unter den Kriegern aus Imladris ein.
Haldir war unter ihnen und er gesellte sich zu Aurelia, die schon von Elladan und Elrohir flankiert wurde. Alle drei wussten, welche Gabe sie hatte und dass sie sie auch einsetzen würde, sollten sie in Bedrängnis geraten.
Sie wussten aber auch, dass der Feind sie nur zu gern in die Finger bekommen würde, weshalb es wichtig war, dass sie geschützt wurde.
Trotz alledem ging Aurelia niemals einem Kampf aus dem Weg, sie setzte auf ihre geringe Größe, die Orks achteten selten auf sie und so konnte sie dem Feind empfindlich schaden. Ein Ork nach dem anderen vernichtete sie.


Und dann stand sie Ulzbat gegenüber, dieser Ork sah anders aus, als die anderen, er war groß, größer als all die anderen Orks, gegen die sie schon gekämpft hatte, er war mindestens gute drei Köpfe größer, es würde für Aurelia schwer werden gegen ihn zu bestehen, aber sie war eine Kämpferin, ihr würde schon was einfallen. Ulzbat hatte eine fast weiße Haut, sein Gesicht war mit Narben übersät, seine Finger waren mit Dolchähnlichen spitzen versehen, Er trug eine art Waffenrock, sie erkannte einige Kettenglieder aber auch Leder war zu sehen und zwischen Ober und Unterkörper prangte das Zeichen Saurons, ein lidloses Auge umgeben von einem Feuerrad.


Egal was sie auch versuchte, er ließ sich nicht von ihrer Größe täuschen, unbarmherzig schlug er mit seinem Schwert und seiner Eisen gespickte Keule nach ihr.
Sie hörte wie er sie auslachte und verspotte, nannte sie einen ungeliebten Bastard, sie würde niemals von Thranduil als seine Tochter angesehen, selbst vor Elrond machte dieser Ork kein halt. Er sagte ihr, dass sie nichts wert sei, denn sonst hätte Elrond sie sicher nicht in den Kampf geschickt. Und dann machte er auch ihre Mutter schlecht, verunglimpfte sie auf das schändlichste.

Das war zuviel, niemand durfte ihre Mutter verunglimpfen oder sonst wie schlecht über sie reden, und dieser Abschaum schon gar nicht, Voller Wut schwang sie ihre Schwerter, konnte ihn immer wieder treffen, steckte aber auch selber einige schmerzhafte Treffer ein, bis sie von hinten angegriffen wurde. Sie spürte den Schmerz am linken Oberschenkel, schrie gepeinigt auf und ließ sich fallen, gleichzeitig rollte sie sich weg, sie schaffte es, sich wieder aufzurichten, spürte wie ihr das Blut warm am Bein herunter lief, aber es kümmerte sie nicht. In ihrem Körper war so viel Adrenalin, dass sie keinen Schmerz weiter spürte und sich wieder auf den Ork stürzte.

Aus dem Augenwinkel nahm sie eine Gestalt wahr, er war etwas kleiner als sie, hatte überall Zeichen der schwarzen Sprache auf der sichtbaren Haut, seine Haare und sein Bart sahen irgendwie gerupft und drahtig aus. Er war eindeutig ein Zwerg. Sein Wams war aus schwarzem Leder darauf prangte ein Auge das von einem Feuerrad umgeben war. Das Zeichen Saurons.

Sie hörte wie sich die beiden Unterhielten, konnte aber nichts davon verstehen, wie auch? Die beiden unterhielten sich in der Schwarzen Sprache, Elrond weigerte sich ihr diese Sprache auch beizubringen, da er nicht genau wusste, was die Sprache mit Aurelia anstellen würde.


Sie duckte sich unter einem Hieb von Ulzbat weg und rammte dann dem Zwerg ihr Schwert in den Rumpf, sie drehte es herum und zog es dann wieder heraus. Das Blut quoll aus der Wunde und langsam sackte er zusammen. Mit einem lauten Schrei kam der Ork auf sie zu, er schlug immer wieder auf sie ein, bald merkte sie, dass ihr die Kräfte ausgingen, da erwischte es sie an der linken Schulter. Ulzbat hatte sie mit seiner Keule an der Schulter getroffen, der Schlag war so heftig, dass sie in die Knie ging.

Haldir bemerkte dass sie Hilfe brauchte und kämpfte sich zu ihr durch, gleichzeitig rief er nach den Brüdern, damit sie sich dann um die Prinzessin kümmern konnten. Kurz bevor Haldir bei ihr war, holte sie aus und schlug dem Ork eines seiner Beine weg, er stürzte auf ein Knie und dies reichte ihr. Sie kam unter  Schmerzen auf die Beine der linke Arm hing am Körper, er sah nicht so gut aus. Es störte sie nicht, sie wollte diesen Okt töten.  Sie nahm all ihre noch verblieben Kräfte zusammen und holte mit den rechten nochmal Schwung und hieb ihm den Kopf ab. An diesem Tag überlebte keiner der Zwerge und der Orks.

Aurelia war am Ende ihrer Kräfte, langsam ging sie in die Knie und ließ sich dann auf die Seite fallen, ihr linker Oberschenkel brannte und die linke Schulter spürte sie nicht mehr. Sie hatte keinerlei Gefühl im linken Arm. Haldir und Elrohir kamen fast gleichzeitig bei ihr an. Beide waren geschockt, aber ihr Ziehbruder untersuchte sie bereits. Der Oberschenkel war nicht allzu schwer verletzt, durch ihre Rüstung wurde der Schlag abgemildert und sie hatte dort nur einen tiefen Schnitt, aber keine Ader war verletzt, anders die Schulter, die war halb zertrümmert, einige Knochensplitter stachen aus der Haut hervor. Elrohir versuchte Aurelia die Schmerzen zu nehmen, aber sie war da schon längst ohne Bewusstsein.


„Was ist geschehen, wie komme ich hierher? Warum kann ich meine linke Schulter und Arm nicht bewegen?“, „Aurelia, bleib liegen, deine Schulter wurde fast zertrümmert, das wird eine Weile dauern bis du sie wieder richtig verwenden kannst, an was kannst du dich noch erinnern?“ Wollte Elrond wissen.

„Da war ein Zwerg, er hatte so graubraune Haare, sah wie gerupft aus, der hat mich am Bein verletzt und Ulzbat der Ork, gegen den habe ich gekämpft und ihn getötet. Adar, was geht hier vor, warum machen Zwerge gemeinsame Sache mit Sauron?“ Aufgebracht wollte die Prinzessin sich schon wieder aufrichten, aber Elrond drückte sie wieder nach unten.

„Gut, ich sehe es wird Zeit dir alles zu sagen.
Also ich Rede und du bleibst liegen, wenn du dich auch nur einmal aufrichtest, dann werde ich sofort gehen.“ Augenrollend, aber wissbegierig stimmte sie ihm zu.

„Die Steifbärte sind schon seit Ewigkeiten Untertanen von Sauron, dieser hatte sie, so wie die Dunkelelben und die Haradras mit seiner Macht und seinen Lügen auf seine Seite gezogen.
Jeder Fürst der Steifbärte, gibt eine Tochter einem hohen Heerführer der Orks zur Frau. Niemand beschwert sich darüber, warum auch? Sie kennen es nicht anders, Sauron will so seine Macht noch verstärken.
Der jetzige Fürst der Steifbärte, Brond, hat seine einzige Tochter mit Ulzbat verheiratet. Dann wurde beschlossen, dass seine Tochter Belina in die Eisenberge gehen soll um den jungen Dain II. zu bezirzen und ihn zum Manne nehmen, aber sie war schon seit einem halben Jahr mit dem Ork verheiratet und die Verbindung wurde auch Vollzogen.

Sobald Dain sie einmal sah, wollte er sie unbedingt für sich, jede Warnung schlug er in den Wind, durch Sauron konnte Belina ihn sich gefügig machen, sie ließ ihm glauben, dass sie noch Unberührt war. Dain schloss den Bund mit ihr. Ein Jahr später brachte sie einen Jungen zur Welt, Dains Sohn.

Dain selber war zur Geburt nicht anwesend, da der Berg vermeintlich angegriffen wurde, es waren aber nur schein Angriffe, welcher von Ulzbat ausgeführt wurde, der sich aber nicht am Kampf beteiligte, er blieb immer im Hintergrund.
Dains Heer hatten die Orks vernichtet, er kehrte zurück und dort hörte er, dass ihm ein Sohn geboren wurde, aber als er zu Belina kam, lebte das Kind schon nicht mehr.
Sie hatte es einfach erstickt, dann hatte sie der Hebamme die Zunge herausgeschnitten, damit diese nichts verraten konnte.

Dain war untröstlich, er versuchte Belina zu trösten, ihm entging, dass sie den Tod ihres Kindes nicht interessierte. Nach einigen Monaten, wollte Belina zu ihrer Mutter, Dain erlaubte es ihr, er wollte ihr einige der Eisenbergzwerge als Geleitschutz mit geben, aber sie lehnte ab, sie bestand darauf, ihre eigenen Leute mitzunehmen.
Es wurde alles für die Abreise von Belina vorgenommen, weit kam sie nicht. Ulzbat wartete schon auf sie. Kein Jahr später kam ihre erste Tochter Nika zur Welt, keine drei Jahre später kam Ulsa, sie hatten beide das Aussehen von ihrer Mutter geerbt, nichts deutete auf den Vater hin. Belina hatte nun Dain so sehr unter ihrer Kontrolle, dass sie ging wann immer sie wollte um sich mit ihrem rechtmäßigen Manne zu treffen.
Zehn Jahre später bekam Dain endlich seinen Erben, selbst Ulzbat hatte Belina gut zureden müssen damit sie solange bei Dain blieb, sie brauchten ein Druckmittel und ein Thronfolger ist ein sehr gutes Druckmittel.

Dain war bei der Geburt anwesend, er ließ Belina nicht allein, er half ihr bei der Entbindung, als Belina ihren Sohn nicht Stillen wollte, oder konnte, fand er schnell eine Amme für ihn.

Aurelia, ihr Name war Blanka, sie war eine entfernte Verwandte von Dain. Blanka war bis zu ihrem Gewaltsamen Tot an der Seite von Dains Sohn Thorin.“ Hier machte Elrond eine Pause, er wusste, dass Aurelia zu dem gehörten Fragen hätte, aber sie sah ihn nur an.

„Du kannst weiter erzählen, ich hebe mir die Fragen bis zum Schluss auf.“ Elrond lächelte ihr zu und erzählte weiter.

„Dain brachte seinem Sohn alles bei, was dieser wissen musste.
Ich weiß nicht, was mit Blanka passierte, ich kann eben doch nicht alles sehen, aber seit sie nicht mehr da war, behielt er den Prinzen in seiner unmittelbaren Nähe. Ich weiß nicht was Belina und Ulzbat noch vorhatten, aber dass du den Ork getötet hast war sehr gut.

Den Zwerg, den du ebenfalls getötet hast, war Brond, Fürst der Steifbärte und Belinas Vater. Eine Mutter hat sie nicht mehr, dass warum, entzieht sich meiner Kenntnis. So nun weißt du alles.“
Er gab ihr einen Becher mit einer Flüssigkeit, den sie auch leerte.

„Ich nehme aber an, dass Belina es trotzdem versuchen wird, den Prinzen zu töten. Sobald ich etwas erfahre und du dich soweit erholt hast, werde ich es dich wissen lassen. Du solltest nun Ruhen, damit die Kräuter ihrer Wirkung entfalten können.

„Aber, ich dachte ich dürfte dir noch die ein oder andere Frage zu dem gehörten stellen?“ Nachdem Elrond ihr zugenickt hatte überlegte sie.

„Warum hatte Dain alle Warnungen Belina betreffend ignoriert? Und wer hat ihn denn gewarnt?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie eine Frau freiwillig mit einem Ork zusammen sein will, dass will mir nicht in den Kopf.

Würdest du Arwen einen Ork geben? Schon gut, schon gut, ich hab ja nur mal laut gedacht.“ Elrond schaute sie ernst und ungläubig an.

„Ich begreife einfach nicht, warum Dain nichts mitbekommen hat. Irgendetwas muss er doch herausgefunden haben. Warum sonst, sollte er seinen Sohn in seiner Nähe behalten wollen?
Ich glaub nicht, dass... Belina... noch...“ Weiter hörte man nichts mehr, Aurelia war eingeschlafen, der Trank, den Elrond ihr gegeben hatte, zeigte Wirkung.



Prinz Thorin begab sich wieder in den Berg, Thorin und Aurelia standen still beieinander, sie in ihre Vergangenheit vertieft und er in ihren Anblick versunken.
Bis ein sehr kalter Wind aufkam, wo selbst Thorin fröstelte. Er berührte die Prinzessin, aber sie reagierte überhaupt nicht. Ihre Augen blickten starr geradeaus, er hob eine seiner Hände und bewegte sie vor ihrem Gesicht auf und ab, keinerlei Reaktion von ihr.

„Aurelia, komm es wird kalt, lass uns hineingehen. Aurelia?“ wieder keine Reaktion,
„AURELIA!“ Nun fasste er sie an den Arm, durch sein Ruf, kam der Prinz sofort wieder zu ihnen.

„Was ist los?! Thorin, was hat sie?“, „Ich weiß es nicht, ich hab sie nur einmal so erlebt, als wir hierher kamen. AURELIA, komm zu dir!“ Nun faste er sie grob an den Schultern und schüttelte sie kurz, das brachte sie wieder zu sich.
Sie schloss kurz die Augen und Atmete tief ein und aus. Dann drehte sie ihren Kopf zu Thorin.

„Was schreist du denn hier so rum? Hier kann doch niemand her oder doch? Sind Orks in den Berg?“ Nun wurde sie wieder bleich, ihre Augen huschten von einem Thorin zum anderen. Als Thorin ihre Frage verneinte, atmete sie hörbar auf. Aber ihr blasses Aussehen blieb, was Thorin natürlich nicht gefiel.

„Last uns nun wieder zu den anderen gehen. Sie werden sich fragen wo wir bleiben.“ Aurelia musste mit Elrond sprechen, sie musste wissen, was es mit Blanka auf sich hat, umsonst hätte Elrond sie nicht erwähnt.

>Kann es sein, dass Prinz Thorin nicht der Sohn von Belina ist? Was kann Elrond in der Zukunft sehen, müssen wir uns auf einen erneuten Kampf mit den Orks einstellen?< Ging es der Prinzessin durch den Kopf, während sie mit den beiden Thorins auf den Weg zu den Gemächern von Galadriel war.
Sie wollten erst zum kleinen Speisesaal, wurden aber von einer Wache unterrichtet, dass sich die Elben alle bei Galadriel befanden und so änderten sie ihre Richtung.  

Die drei betraten das Empfangszimmer von Galadriel, es waren nur Thranduil, Elrond und Galadriel selbst anwesend. Noch bevor Aurelia fragen konnte, wurde sie von Elrond unterbrochen.

„Ich weiß was du mich fragen möchtest, und ich kann dich beruhigen, es wird keinen erneuten Kampf geben. Ulzbat, Azog und Bolg waren die stärksten Orks, die Sauron hatte, es wird noch einige Zeit dauern, bis er wieder so starke Krieger bekommen wird.
Auch sind die Steifbärte stark angeschlagen, sie haben keinen Fürsten mehr, sie werden untereinander kämpfen, wer der Stärkere ist, der wird dann der neue Fürst.
Aber wir sollten wohl mit Dain reden, was er zu sagen hat, ist sehr wichtig für euch alle drei. Aurelia, ich hatte dir einst, nach dem Kampf mit Ulzbat von Blanka erzählt.“ Hier machte Elrond eine Pause und wartete darauf, ob sich seine Nichte an das Gespräch noch erinnern konnte, sie nickte ihm zu.

„Gut, was es genau mit ihr zu tun hat, dass soll euch Dain verraten. Ich werde euch zu ihm begleiten und ich weiß, dass er euch diesmal nicht anlügen wird.“ Alle sechs Personen begaben sich nun zu Dain, jeder wollte wissen, was er zu sagen hatte. Jeder, bis auf Elrond, der wusste es schon, aber er wollte, dass es Dain selbst ist, der ihnen die Wahrheit sagte.

König Thorin war nicht sonderlich begeistert Aurelia wieder in dessen Nähe zu bringen, ebenso empfand es Thranduil. Der Prinz kämpfte noch immer mit seiner Wut auf Belina.
Aurelia wurde, je näher sie Dain kamen, immer stiller und blasser.
Dann standen sie vor der Tür, Thorin gab dem Wächter ein Zeichen und dieser schloss auf.

Als Thorin in den kleinen Raum trat, erhob sich Dain, er gab ein Bild des Jammers ab. Er hatte sich seine Haare zerzaust und hatte allen Schmuck aus seinem Barte entfernt. Mit rot unterlaufenden Augen sah er seinem König entgegen. Langsam stand er auf und kam auf diesen zu. Er fiel vor Thorin auf seine Knie.

„Thorin, ich weiß nicht was mit mir passiert ist, warum ich Aurelia das schlimmste antun wollte.
Sie, die meinen größten Feind tötete, die meinem Sohn rettete. Ich hab wahrlich den Tot verdient, bitte mach es schnell.“ Dain war nur noch ein Schatten seiner selbst.
Auf ein Zeichen Thorins fasten zwei Elben den einstigen Fürsten an den Armen und zogen ihn hoch und führten ihn aus der Kammer, sie folgten dem König zu einer der vielen Wachkammern, dort würden sie sich setzen können und reden. Die beiden Elben platzierten den Gefangen auf einen Stuhl. Aurelia nahm ihm gegenüber Platz, sie wollte mit ihm reden, wollte dass warum wissen. Sie verdrängte ihre Angst, dies gelang ihr aber nur, weil Thorin hinter ihr stand und ihr eine Hand auf die Schulter legte.

Als Dain den Kopf hob und Aurelia vor sich sah, brach er schluchzend zusammen.

„Vergib mir Aurelia, ich weiß nicht was über mich gekommen ist. Ich wollte doch nur die Eisenberge von dem Orkgezücht befreien, ich wollte meine Kinder in Sicherheit wissen.
Nika und Ulsa sind doch völlig Unschuldig. Was habe ich nur getan? Aurelia, du musst dich vor Belina, dieser Ork Hexe in achtnehmen, sie ist abgrundtief böse. Ich weiß, ich habe keinerlei Recht dich zu bitten, meine Töchter zu beschützen. In ihnen fließt genauso viel Durinsblut wie in meinem Sohn. Keines meiner Kinder stammt von dieser Hexe ab.“ Hier stoppte Dain und schlug seine Hände vor sein Gesicht.

„Was meinst du damit, sie stammen nicht von Belina? Rede endlich!“ Hörte man die von Wut unterdrückte Stimme des Königs.

Drei tiefe Atemzüge brauchte Dain, um sich halbwegs wieder zu beruhigen. Dann blickte er auf und in das fragende Gesicht seines Sohnes.

„Mein geliebter Sohn, du hast so viel von deiner Mutter, du hast ihre sanften Augen, auch besitzt du viel von ihrem Wesen. Deine Schwestern sehen deiner Mutter auch sehr ähnlich, ja du vermutest richtig mein Sohn. Nicht Belina ist eure Mutter, sondern Blanka.

Ich werde euch die ganze Geschichte erzählen, aber könnte ich bitte etwas zu trinken und essen bekommen?“ Fragte Dain demütig und der König gab ihm ein Becher Wasser, auf sein Zeichen hin, wurde für Dain etwas zu essen geholt, nicht viel nur etwas Brot und Schinken.

Nachdem Dain einige Schlucke nahm, begann er zu reden.

„Als ich Belina damals zum ersten Mal sah, war ich von ihrer Schönheit wie verzaubert, ich wollte sie wiedersehen.
Wir waren auf einer Erkundung, wir dachten ihre Kutsche würde von Orks angegriffen, wir dachten damals wirklich, sie bräuchten unser Hilfe, aber dass dies alles zu ihrem Perfiden Pan gehörte, daran dachten wir natürlich nicht.
Sie waren doch Zwerge. Meine Männer machten mit den Orks kurzen Prozess.  


Sie sagten uns, sie seien auf der Rückfahrt von Verwandten und wurden von den Orks überfallen. Selbstverständlich brachten wir die Reisegruppe zum nächsten Wirtshaus, dort sagte sie mir, dass sie von hier aus ihrer Familie Bescheid geben könnte, aber sie hätte gern meinen Namen, damit sich später ihr Vater angemessen bei mir bedanken könnte.

Was war ich nur für ein Tölpel, mir sind die Zeichen an den Armen ihrer Begleiter nicht aufgefallen, sonst hätte ich doch sofort gewusst, welche Zwerge es waren.“
Immer wieder schüttelte Dain mit seinem Kopf, dann wurde ihm ein Teller mit essen hingestellt, welches er regelrecht verschlang.

„Wie ging es dann weiter? Du musst uns nicht die ganzen Einzelheiten erzählen, nur das wichtigste.“ Gab der König unter dem Berge von sich.
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