Across the line

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Gladiolus Amicitia Ignis Scientia Noctis Lucis Caelum Prompto Argentum
12.02.2018
19.11.2019
58
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Einen wunderschönen guten Morgen ^^

Es ist zwar noch nicht Montag, aber ich kann hier sowieso nicht mehr von regelmaßigem Posten sprechen ...
Ich hoffe, ihr hattet eine angenehme Zeit (und habt sie weiterhin :3)
Die Con Saison ist wieder da, was irgendwo zwischen Arbeit und priveten Sachen wieder Stress bringt und ich kann euch auch noch nicht sagen, wann das nächste Kapitel kommt. Aber ich wünsche euch viel Spaß beim lesen von dem hier <3

lg eure AnubisBride



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Kapitel 51:
Promptos Krankheit

„Noct, was … was ist passiert?!“, Ignis starrte seinen Prinzen an. Noctis Augen waren geschwollen und rot, wärend ihm noch immer Tränen übers Gesicht liefen. Der Körper des Jüngeren zitterte und er sah einfach nur fürchterlich aus.
„P-Prompto“, war alles, was Noctis raus brachte, bevor er Ignis schluchzend in die Arme fiel.
Der Dunkelblonde hingegen zog Noctis in die Wohnung, schloss die Tür und legte einen Arm um den Prinzen während er mit der Anderen über das schwarze Haar strich.
„Hattet ihr Streit?“, fragte Ignis ruhig, doch Noctis schüttelte den Kopf.
„Er … er hat …!“, schluchzte Noctis weiter, „Ein böses Magen- …!“
Und der Rest seiner Worte verschluckten sich in Schluchzern. Doch Ignis reimte sich zusammen, dass es um die Diagnose des Arztes ginge. Vorsichtig löste sich Ignis von Noctis, nahm ihn an der Hand und führte ihn ins Wohnzimmer, ehe er ihn auf die Couch setzte und sich daneben. Er zog Noctis an sich, strich ihm über den Arm und ließ den Prinzen sich in das Schlaf-T-Shirt Ignis krallen.
„Du musst bedenken, dass Prompto nun in den Händen des fähigsten Arztes in ganz Lucis ist“, begann Ignis.
Doch Noctis schluchzte weiter.
„Hey, glaubst du Prompto würde wollten, dass du so wegen ihm weinst?“, fragte Ignis sanft, versuchte eine andere Methode. Noctis hingegen schüttelte langsam den Kopf, schluchzte jedoch weiter.
„Darum … darum bin ich … hier“, brachte der Schwarzhaarige noch raus, ließ Ignis schmunzeln.
„Möchtest du einen warmen Kakao?“, lächelte der Berater, wollte seinen Prinzen ablenken und Kakao beruhigte Noctis immer.
Noctis nickte, löste sich von Ignis und ließ diesen aufstehen, ehe er sich auf der Couch zusammen rollte.

Ignis hingefen lief in die Küche und setzte Milch auf, griff nach seinem Handy und textete Gladio, ehe er Kakaopulver in den Topf gab.
>> Noct ist bei mir, fix und fertig mit den Nerven. Ich denke wegen Promptos Arztbesuch.
Ich werde ihn bei mir übernachten lassen, kann dir jetzt aber noch nicht sagen, ob er morgen früh mit dir Laufen kann <<
Er rührte in Ruhe im Kochtopf, bis sein Handy zur Antwort vibrierte.
>> Was in Ifrits Namen hat Prompto?!
Soll ich vorbei kommen oder schaffst du das so?
Sonst hol ich ihn morgen ab und je nach dem wie er drauf ist, gehen wir eine kleine Runde oder eben keine <<
Ignis seufzte. Grundsätzlich hätte er Gladiolus liebendgerne bei sich gehabt. Doch für sie drei waren nicht genug Schlafmöglichkeiten da und außerdem brauchte Noctis Ruhe.
>> Irgendwas am Magen – mehr weiß ich auch nicht.
Ich schaffe das allein; freue mich jedoch morgen früh dein Gesicht zu sehen :)
Schlaf gut und träum was süßes :*
Ich liebe dich <3 <<
Ignis goss die Milch in eine Tasse.
>> Dann hoffe ich, dass unser kleiner Chocobo schnell wieder gesund wird.
Ich freu mich auch, dich morgen zu sehen. Schlaf gut und träum von mir :*
Ich liebe dich auch <3 <<
Mit einem Lächeln verließ Ignis die Küche, stellte die Tasse Kakao vor Noctis auf den Tisch und strich dem Schwarzhaarigen über den Rücken.
„Trink deinen Kakao, Noct“, Ignis lächelte sanft, „Du übernachtest heute bei mir.“
Der schwarze Schopf nickte, schniefte und setzte sich schließlich auf.
„Vorsicht, heiß“, informierte der Berater seinen Prinzen, ehe er in sein Schlafzimmer lief. Ignis war vorbereitet auf so ziemlich alles: als der Dunkelblonde sein Schlafzimmer verließ hatte er eine Schlafmontur für Noctis in der Hand und legte T-Shirt und Hose neben ihn.
„Passe ich denn in deine Sachen,“ fragte Noctis, hatte sich hörbar beruhigt.
„Nun, da das hier Sachen von dir sind, hoffe ich doch das du hinein passt“, der Ältere richtete seine Brille und lächelte.
„Wa ... warum?“
„Nun, ich bin gerne für alles Vorbereitet“, die Antwort viel knapp aus, doch das Endergebnis blieb das selbe.
Noctis verzog sich ins Badezimmer um sich umzuziehen, während Ignis neues Bettzeug aus seinem Schrank holte. Er würde heute Nacht auf seiner Couch schlafen und Noctis das Bett überlassen. Er würde es nicht wagen, seinem Prinzen die Couch anzubieten – geschweige denn sich mit ihm in ein Bett zu legen.
„Ignis?“, Noctis betrat das Wohnzimmer, er sah müde aus, „Ich ... ich hab Angst um Prompto.“
„Ich glaube, du musst dir keine Sorgen machen, Noct“, Ignis veruchte es mit einem aufmunternden Lächeln, „Er ist in den Händen des besten Arztes von ganz Lucis.“
Noctis lächelte matt.
„Ich hab dir das Bett im Schlafzimmer fertig gemacht“, begann Ignis, „Ich hoffe, das ist in Ordnung für dich.“
Der Prinz nickte, trottete in Ignis Schlafzimmer. Ignis räumte fertig auf und lief dann ins Schlafzimmer, blieb an der Zimmertüre stehen.
„Möchtest du noch etwas, bevor du schlafen gehst?“, fragte der Dunkelblonde ruhig, doch Noctis schüttelte den Kopf.
„Wo … schläfst du heute Nacht?“, fragte der Jüngere vorsichtig, hielt seinen Berater auf.
„Auf der Couch“, Ignis lächelte, doch Noctis richtete sich ruckartig auf.
„Aber … das musst du nicht …!“, setzte der Prinz an.
„Ich werde dich keines Wegs auf der Couch übernachten lassen, Noct“, antwortere Ignis, „Keine Diskussionen, Hoheit. Ich wünsche eine gute Nacht.“
Und damit schaltete Ignis das Licht aus und verließ das Schlafzimmer.


Es war mitten in der Nacht, als Ignis von einem lauten „NEIN!“ Noctis aus dem Schlaf gerissen wurde.
„Noct!“, nur wenige Sekunden später stand er in der Schlafzimmertür; sie waren alleine, doch Noctis schuchzte jämmerlich, „Ist alles in Ordnung?“ – Noctis schüttelte den Kopf – „Ein Albtraum?“
Als der Schwarzhaarige nickte seufzte Ignis, ließ das Licht aus und setzte sich auf die Bettkannte. Noctis hingegen wimmerte immer noch.
„Möchtest du darüber reden?“, fragte der Dunkelblonde vorsichtig, doch Noctis klammerte sich einfach nur an Ignis.
„Bleibst du bei mir?“, fragte Noctis leise und mit dem Kopf an Ignis Schulter. Ignis überlegte kurz, ob er sich an Noctis Seite setzen sollte, da hatte der Schwarzhaarige schon seine Arme um seinen Berater gelegt und ihn an sich gezogen. Leise seufzend ließ Ignis sich ins Kissen ziehen und zudecken, ehe Noctis sich an ihn kuschelte.
Das hier war nicht richtig; Noctis war Prinz und er nur Berater – ein „Sterblicher“.
Das überschritt die Grenze, die er nicht überschrei- …! Er seufzte innerlich. Hatte er diese Grenze nicht schon längst überschritten? Seit er mit Gladiolus zusammen war?
Noctis neben ihm begann ruhig zu atmen – schlief anscheinend wieder.
Es half nichts; Ignis würde wahrscheinlich nicht aufstehen können, ohne Noctis zu wecken und so blieb er liegen, schloss die Augen und driftete in den Schlaf.


Das Türklingeln ließ Ignis hoch schrecken. Er sah auf die Uhr und auch jetzt erst nahm er seinen Handy Wecker im Wohnzimmer wahr – ER HATTE VERSCHLAFEN!
Der Dunkelblonde sprang nahezu aus dem Bett, lief zur Tür unf öffnete. Natürlich stand Gladiolus – vollkommen gut aussehend – vor ihm und er … er sah wahrscheinlich aus, wie ein verwuseltes, frisch geschlüpftes Chocobo Kücken.
„Guten Morgen Iggy“, Gladiolus lächelte, „Alles in Ordnung?“
Ignis lief zum Wohnzimmertisch und schaltete den Wecker aus.
„Nein“, seufzte der dunkelblonde, „Verschlafen.“
„Dann schläft unsere Prinzessin noch?“, schlussfolgerte der Schild.
„So wie ich bis du geklingelt hast“, nickte Ignis, „Entschuldige. Ich habe Versa- …!“
„Wag es nicht!“, Gladiolus schnitt ihm das Wort ab, „Du bist verdammt gut in allem was du tust!“ – er nahm Ignis Gesicht in seine Hände und legte seine Stirn an die eigene – „Das hier war doch eh alles nicht geplant. Mach dir keine Vorwürfe; dann geh ich mit Noct morgen wieder Joggen.“
Und dann drückte er Ignis einen sanften Kuss auf die Stirn.
„Ich liebe dich und ich möchte nicht, dass du dich kaputt machst“, fuhr Gladio fort und zog Ignis in einen Kuss, „Wieder gut?“
Schwach nickte Ignis, ehe er sich den nächsten Kuss holte, ihn intersiver werden ließ und dann abbrach, bevor es ein Zungenkuss werden konnte.
„Wir … Noct“, brachte der Dunkelblonde noch zustande, doch sein Gegenüber verstand.

„Noct, aufstehen“, Ignis saß auf seinem Bett, strich dem Prinzen durch das dunkle Haar, „Gladio ist schon da.“
Doch Noctis murrte.
„Noct, wir haben verschlafen. Laufen fällt aus, aber wenn du nicht so langsam aufstehst, wirst du zuspät zur Schule kommen“, fuhr der Berater fort, „Du hast gestern schon den Unterricht verpasst. Lass es nicht noch einen Tag werden.“ – doch auch hier hatte Noctis nur gemurrt – „Ich werde jetzt in die Küche gehen, Frühstück vorbereiten und dein Essen für die Schule. Und wenn du dann noch nicht in der Küche bist, werde ich Gladio schicken um dich zu wecken!“
Und damit verließ Ignis das Zimmer, während Noctis senkrecht im Bett saß.

Nach dem Frühstück war Gladiolus mit Noctis zu dessen Apartment gefahren, wo der Prinz sich schnell fertig machen musste, damit sie noch pünktlich zum Unterricht kamen. Ignis hingegen hatte sich schnell fertig gemacht und war zur Zitadelle gefahren.



„Noct!“, freudig begrüßte Prompto den Schwarzhaarigen. Doch der Angesprochene konnte diese Geste nicht so ganz erwiedern. Noch immer lagen ihm Promptos Worte schwer im Magen – auch wenn Prompto etwas viel schlimmeres im Magen hatte.
„Hey“, Noctis lächelte, „Gut geschlafen?“
„Ja“, der Hellblonde lächelte, „Und du?“
„Na ja“, Noctis zuckte mit den Schultern und murmelte dann, dass es nur Prompto mitbekam, „Wie geht es deinem Bauch?“
„Ich bin okay, Noct“, Prompto lächelte leise, „Die Medikamente wirken und alles wird jetzt besser.“
Noch immer nicht überzeugt nickte Noctis und seufzte leise.
„Hey, ihr Beiden“, Gladiolus nickte in Richtung Schulgenäude.
„Guten Morgen Gladio“, Prompto lächelte und lief in Richtung Gebäude. Noctis folgte, ehe sein Schild zu ihm aufschloss.

Es war Nachmittag, Noctis saß in seinem Appartment und grübelte über Mathe, als er die Wohnungstüre klicken hörte.
Keine Minute später stand Ignis im Türrahmen zwischen Flur und Wohnzimmer.
„Ignis“, Noctis sah seinen Berater überrascht an, „Ist alles in Ordung?“
Er hatte absolut nicht mit seinem Berater gerechnet.
„Mir geht es gut, danke“, er lächelte und trat in den Raum, „Ich wollte nur sicher gehen, dass bei dir alles in Ordnung ist.“
Er stellte die Aktentasche neben dem Tisch ab und sah Noctis prüfend an.
„Na ja, Mathe ist gerade nicht das Beste, aber ich denke, ich schaffe das“, zuckte Noctis mit den Schultern.
„Das … freut mich“, wollte Ignis offensichtlich auf etwas ganz anderes heraus, „Ich meinte eigentlich Prompto.“
„Oh …!“, geriet der Prinz ins straucheln, „Naja … ich … ich weiß nicht.“ – er seufzte, legte den Bleistift weg und vergrub das Gesicht in den Händen.
Ignis hingegen zog den Stuhl neben Noctis zurück und setzt sich.
„Möchtest du darüber Reden?“, fragte er vorsichtig, wollte seinen Prinzen nicht direkt weinen sehen.
„Er hat ein Magengeschwür, Ignis. Ein böses“, sprach Noctis mit ruhiger Stimme, „Groß genug, dass er daran sterben könnte. Und sie können es nicht einfach so entfernen.“
Das war natürlich einheftiger Schlag.
„Aber Prompto ist doch jetzt in ärztlicher Behandlung“, setzte Ignis ruhig an, auch wenn er dieses Argument gefühlt zum hundertsten Mal aussprach.
„Er nimmt Medikamente, damit das Geschwür kleiner wird. Damit man es irgendwann rausoperierem kann“, antwortete Nochtis leise.
„Und das ist doch was gutes“, Ignis lächelte, „Prompto geht den Weg der Besserung.“
„Aber er ist trotzdem krank!“, die Bitterniss in Noctis Stimme war kaum zu überhören.
„Noctis Lucis Caelum“, Ignis strenge Stimme ließ den Prinz zusammen zucken, „Ein König sollte stehts positiv in die Zukunft; wenn du also dem Beispiel deines Vaters bitte folgen würdest?“
„Aber Prompto …!“, setzte Noctis an.
„Ist in Behandlung des besten Arztes in ganz Insomnia!“, wiederholte der Berater ruhig aber ernst und Noctis knickte ein, „Er wird wieder gesund.“
„Du hast ja Recht“, murmelte der Prinz.
„Noct, es ist vollkommen in Ordnung, wenn du Angst um ihn hast – du liebst ihn“, setzte Ignis an, „Aber du darfst die Angst niemals die Oberhand gewinnen lassen.“
Der Schwarzhaarige nickte.

Als Noctis die Hausaufgaben erledigt hatte, hatte Ignis bereits die Waschmaschine angeschmissen und ließ das Abendessen köcheln.
„Ignis?“, Noctis gesellte sich zum Dunkelblonden in die Küche, „Glaubst du, es ist Genesungsbeeinträchtigend, wenn ich … naja … mit Prompto schlafe?“
Überrascht zog Ignis die Augenbrauen hoch, ehe er sie tief zusammen zog.
„Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung“, setzte Ignis an, „Ich fürchte, dafür müsstest du – oder besser Prompto – den Arzt fragen. Aber rein prinzipiell kann ich mir nicht vorstellen, dass es nicht gehen würde. Es sei denn natürlich, Prompto hat Schmerzen dabei.“
„Das will ich nicht …!“, entfuhr es Noctis mit panischem Unterton.
„Dann gilt das, was ich immer sage“, Ignis lächelte, „Redet miteinander.“
Noctis nickte.
„Redet … ihr auch miteinander? Also Gladio und du?“, setzte der Jüngere an.
„In der Tat“, die Antwort kam mit einem Lächeln.
„Über was denn?“
„Eigentlich über das gleiche wie vorher auch. Über deinen Werdegang, die Arbeit, was passiert ...!“, Ignis lächelte und sah dann fast peinlich berührt aus, „Wenn niemand da ist, über uns.“
Noctis nickte.
Kurz überlegte er, entschied dann allerdings, das er lieber nicht wissen wollte wie und was für Sex sein Schwert und Schild hatten.
„Noct“, setzte Ignis an, als der Kleinere zum gehen ansetzte, „Weiß Prompto, das du so viel Angst um ihn hast?“
„Nein“, leise sah der Angesprochene zu Boden, „Aber ich möchte das auch nicht. Ich will nicht, das er sich schlecht fühlt.“
„Weil du Angst um ihn hast?“, Ignis zog die Augenbrauen hoch.
„Ich will nicht, das er sich auch noch Sorgen um meine Gedanken macht“, antwortete der Schlarzhaarige, „Ich will das er gesund wird.“
Dann verließ Noctis den Raum, ließ Ignis seufzend zurück.


Noch bevor Ignis zum Essen gerufen hatte hörte Noctis ein „Hallo?!“ vom Eingang, das er definitiv seinem Schild zuordnete.
Er stolperte fast zu seiner Zimmertür und als der die zuvor Angelehnte öffnete, standen da Gladiolus und Prompto. Irritiert blickte der Prinz die Beiden an.
„Ich hab dir unterwegs was eingesammelt“, grinste Gladiolus und gab Prompto einen Klaps auf den Rücken, dass dieser nach vorne stolperte und mehr oder minder in Noctis Arme viel.
„Was zum …!“, setzte Noctis verdattert an, hielt Prompto noch immer in seinen Armen, wärend er nich immer Gladiolus anstartr.
„Schön, das ihr schon da seid“, Ignis stand im Türrahmen zwischen Wohnzimmer und Flur, „Gladio, würdest du mir beim Tischdecken helfen?“
Noctis Blick schwang zu seinem Berater.
„Natürlich, Iggy“, mit einem Grinsen machte Gladiolus sich auf ins Wohnzimmer, ließ es sich jedoch nicht nehmen, Ignis mit einem Kuss zu begrüßen.
„Es ist … fastzinierend, wie sie sich hier anders verhalten als letztens im Park“, setzte Prompto an.
„Da haben wir es ja auch noch nicht gewusst“, antwortete Noctis leise, ehe sein Blick zu Prompto ging und sich ihre Blicke trafen.
„Hey“, Prompto lächelte zaghaft und richtete sich dann auf.
„Hey“, lächelte Noctis und entschied, das er Schwert und Schuld nacheifern konnte, in dem er Promoto einen Kuss zur Begrüßung gab, „Was macht ihr eigentlich hier?“
Verdutzt sah Prompto seinen Liebsten an.
„Ignis hatte angerufen, ob ich zum Essen kommen wollen würde. Gladio würde mich mitnehmen“, setzte der Hellblonde an, „Ich dachte, es wäre deine Idee gewesen.“
„Wäre es meine Idee gewesen, hätte ich dich angerufen“, der Prinz grummelte.
„Stimmt“, lächelte Prompto peinlich berührt, „Dann ähm … Überraschung?“
„Ja … Überraschung“, Noctis nickte und kicherte dann, ehe er Prompto in einen weiteren Kuss zog, „Ist dir geglückt.“
„Freut mich“, lächelte Prompto, legte seine Arme um den Hals seines Gegenübers und wollte Noctis gerade erneut küssen, als sie ein Räuspern unterbrach.
„Essen ist fertig“, erklang Gladiolus Stimme, „Wenn ihr eure Zärtlichkeiten dann später fortführen würdet.“

Mit hoch rotem Kopf lief Prompto zum Wohnzimmer und an Gladiolus vorbei, während Noctis ihm folgte – nicht ohne seinem Schild einen mürrischen Blick entgegen geschmissen zu haben.
Der Tisch war für vier gedeckt und Ignis stellte gerade die Auflaufform auf den Tisch, als alle eintrafen.
„Ich hoffe, da ist kein Brokkoli drin“, setzte Noctis an und besah die Auflaufform, die nach viel Käse aussah.
„Lasagne“, Ignis lächelte. Doch Noctis entschied, dass er es essen konnte, ehe er sich an seinen Platz setzte.



Zu Ignis Erleichterung aß Noctis das gesammte Stück Lasagne – ohne Dinge auszusortieren. Er holte sich sogar noch einen Nachschlag.
Gesprächsthemen am Tisch waren kaum vorhanden, alle vier aßen zufrieden und erst als Prompto fragte, ob sie öfter zu viert essen könnten – es schmeckte so doch gleich viel Besser – begannen die Gespräche. Noctis war direkt begeistert von der Idee und auch Gladiolus war nicht abgeneigt. Ignis sowieso – hatte er dich das Gefühl, Noctis würde so mehr gesünderes Essen essen, als wenn er alleine war.

Nach dem Essen blieben Noctis und Prompto noch am Tisch sitzen, machten Hausaufgaben und lernten, während Gladiolus und Ignis abräumten, aufräumten und spülten.
Am Ende gesellte sich der Schild gegenüber an den Tisch, arbeitete an Trainingsplänen; während Ignis über die Ausarbeitung der beiden Schüler sah.
Erst spät Abends fuhren Ignis, Gladiolus und Prompto heim.



Es war Samstag Vormittag.
Während Noctis und Prompto friedlich im Bett des Prinzen lagen und schliefen, standen Gladiolus und Ignis in einer der Trainingshallen mit Holzschwertern bewaffnet. Keuchend stand Ignis da, ging jedoch wieder in Angriffsposition.
„Pause“, Gladiolus zog die Notbremse. Er hatte den Ergeiz in Ignis Augen gesehen, wusste das der Dunkelblonde eine Pause brauchte – aber auch, dass er zu ergeizig war um es einzusehen.
Sie liefen rüber zur Bank, tauschten Waffen gegen Trinkflaschen und Gladiolus sah im Augenwinkel, wie Ignis fast die halbe Flasche austrank.
„Beim nächsten Mal sagst du, wenn du ne Pause brauchst“, setzte der Schild an.
„Die haben wir im Kampf auch nicht“, antwortete Ignis knapp.
„Richtig. Allerdings ist im Kampf auch schluss, wenn du dein Gegenüber außer Gefächt gesetzt hast. Und wir trainieren schon den halben Vormittag“, argumentierte Gladiolus dagegen, „Außerdem ist es eben nur das: Training. Punkt. Ende!“ – er sah Ignis streng an – „Wenn wir länger trainiert haben, dann kannst du gerne mal ein langes Stück ohne Pause traunieren. Aber nicht jetzt.“
„Also gut“, der Berater knickte ein.
„Weißt du, du bist super darin, anderen die richtigen Ratschläge zu geben“, der Ältere seufzte, „Aber du vergisst, dir selbst welche zu geben und dich auch an diese zu halten.“
„Du hast ja Recht“, der Jüngere seufzte.
„Gut, dann behalte dir das im Kopf“, Gladiolus grinste und wuselte durch Ignis Haare.
„Ich versuch‘s“, der Dunkelblonde seufzte, setzte sich auf die Bank, schloss die Augen und ließ den Kopf nach hinten sinken, bis er sie Wand berührte.
Gladiolus lächelte. Am liebsten hätte er sich jetzt vor Ignis gestellt, sich über ihn gebeugt und ihn geküsst. Doch es waren genug Glaiven da, die diese Idee im Keim erstickten.
„Was hältst du davon, wenn wir noch eine Runde machen und dann zu Mittag essen?“, schlug Gladiolus stattdessen vor, Ignis Augen öffneten sich und Grün traf Bernstein.
„Klingt nach einer ausgezeichneten Idee“, er lächelte, „Trainieren wir anschließend weiter?“
„Nach einer Verdauungspause, ja“, der Schlild lächelte und hielt Ignis seine Hand hin. Dieser ergriff sie und ließ sich hochziehen.
Bewaffnet ging es zurück zum Trainingsablauf.



„Guten Morgen, Noct“, mit sanfter Stimme wurde Noctis aus dem Schlaf geweckt, während Finger ihm mit angenehmen Druck über die Kopfhaut fuhren, „Aufstehen, Frühstück ist fertig.“
„Hmhm …!“, murrte der Angesprochene, nicht gewillt aufzustehen oder gar die Augen zu öffnen. Die Finger verließen ihn und er spürte, wie Prompto das Bett vierließ. Mit geschlossenen Augen versuchte er noch den hellblonden zu erwischen, doch natürlich tat er das nicht.

„Nooooohooooooct!“, Promptos Stimme klang von der Tür, „Aufstehen!“
Vermutlich war er zwischenzeitlich eingenickt.
„Noct!“, noch Mal Promptos Stimme, dieses Mal ärgerlich; dann Fußstapfen, die schnell näher kam und im nächsten Moment landete der Kleinere mit voller Wucht auf Noctis, der dies stöhnend kommentierte.
„Prooooooooom ...!“, jammerte der Schwarzhaarige auf.
„Ich hab Frühstück gemacht und dich mit Liebe geweckt und du schläfst wieder ein …!“, Prompto war definitiv beleidigt.
„Entschuldige“, der Prinz nuschelte.
„Du kannst jetzt dein kaltes Frühstück essen – allein!“, das klang patzig.
Noctis, noch immer auf dem Bauch liegend, öffnete die Augen. Er drehte seinen Kopf, dass er Prompto sah, der noch immer auf ihm saß und sah gerade noch, wie der Blonde sich sein T-Shirt anzog.
„W-Was hab ich verpasst?“, fragte der Schwarzhaarige verwirrt.
„Alles“, antwortete Prompto maulig und verließ das Bett, ehe er aus dem Zimmer lief.
„Prom …!“, jammerte Noctis, krabbelte aus dem Bett – doch Prompto antwortete nicht, „Maaaaan, Prom.“
Er sah den Blonden im Bad verschwinden und wie er die Tür hinter sich schloss – bewusst mit Krach.
Seufzend lief der Ältere ins Wohnzimmer und blieb direkt im Türrahmen stehen. Prompto hatte sich definitiv mühe gegeben und er hatte alles verschlafen.
Seufzend sah er noch Mal zur geschlossenen Badezimmertür, dann setzte er sich an den Frühstückstisch und begann zu essen.



Sie saßen gemeinsam beim Mittagessen, unterhielten sich und genossen die gewohnte Atmosphäre, als es plötzlich schlagartig im Speisesahl still wurde.
Gladiolus und Ignis hielten inne, sahen auf und hatten augenblicklich den Grund des Schweigens ausgemacht: Lord Clarus höchstpersönlich schritt durch den Speisesaal. Abrubt standen Schwert und Schild des Prinzen auf.
Panik rannte durch Gladiolus Adern; was wollte sein Vater von ihm? Hatte er etwas falsch gemacht? Waren er und Ignis aufgeflogen? Wenn ja, wie? Und würde er sie vor versammelter Manschaft zusammen stauchen? Nein! So einenen Skandal würde er nicht riskieren!
Doch wenn er seinem Vater ins Gesicht sah, sah dieser nicht so aus, als ob er sauer wäre – im Gegenteil.
„Gladdy!“, mit einem Mal sprang Iris hinter Clarus hervor und rannte Gladiolus fast um.
„Iris …!“, setzte Gladiolus überrasch auf, „Was … was macht ihr hier?“
„Lord Clarus“, Ignis verneigte sich Standestgemäß.
„Ich hab dich gesucht, du warst nicht in der Trainingshalle“, setzte Iris an, „Da hat Dad mir beim suchen geholfen.“
Clarus nickte und lächelte.
„Wenn ihr beide fertig gegessen habt, würdet ihr dann in mein Büro kommen?“, setzte der Schild des König an, doch es hörte sich nicht nach einer Standpauke an.
„Jawohl, Vater“, antwortete Gladiolus, wie er erzogen wurde.
„Gladdy? Darf ich bei euch bleiben?“, fragte Iris und liebäugelte ihren großen Bruder an.
„Klar“, Gladiolus grinste, sah wie sein Vater nickte und ging, „Möchtest du was essen?“
„Nein, danke“, Iris lächelte und setzte sich auf einen der freien Stühle, ehe auch Gladiolus und Ignis wieder Platz nahmen.

Das gemurmel im Saal begann wieder und fiel in die gewohnte Hintergrund-Geräuschkulisse.
„Sag mal Iris, weißt du warum Gladio und ich gleich zu deinem Vater ins Büro sollen?“, begann Ignis irgendwann. Iris starrte überlegend vor sich hin, schüttelte dann jedoch den Kopf.
„Keine Ahnung, er hatte euch auch gesucht und dann haben wir zusammen gesucht“, sie wandte sich schließlich an Gladiolus, „Warum gehst du nicht an dein Handy dran?!“
„Weil …!“, setzte Gladiolus an und wollte es aus der Hosentasche ziehen, „Oh …!“ – doch da war nichts – „Ich muss es im Spint liegen gelassen haben.“
„Toll, Gladdy“, Iris verdrehte die Augen, „Und was, wenn Noctis angerufen hätte?“
„Dann hätte er eh zuerst Iggy angerufen“, schmunzelte Gladiolus und Ignis leises Lachen bestätigte ihn. Iris hingegen rollte mit den Augen.

Nach dem Mittagessen begleitete Iris Schwert und Schild noch zu Clarus Büro, verabschiedete sich dann jedoch damit, dass sie zuhause warten würde.
„Sie lässt und einfach im Stich ...!“, setzte Gladiolus gespielt fassungslos an.
„Ich glaube diesen Besuch überleben wir auch ohne den Beistand von Iris“, Ignis hingegen lächelte und Gladiolus erwiederte.

Ehe sie an Clarus Bürotüre klopften.


                              …



Ende des 51. Kapitels

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Das war's für heute :3
Was da auf Gladio und Ignis zu kommt?
Und wie Noctis das wieder gut machen möchte?

Ich freu mich auf eure Kommis <3


lg eure AnubisBride


PS: Ist jemand am WE in Bonn auf der AiKon?
ich trage Samstags Nel aus Bleach und Sonntags Gladio - zum ersten Mal in der offizellen Version mit Crownsguard Shirt *^*
Vielleicht sieht man sich <3
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