Across the line

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Gladiolus Amicitia Ignis Scientia Noctis Lucis Caelum Prompto Argentum
12.02.2018
10.12.2019
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Einen wunderschönen guten Abend ^^
Ich hoffe, ihr seit gut durch die Woche gekommen und freut euch auf das neue Kapitelchen :3
(Dieses Mal auch Pünktlich <3 )

Viel Spaß beim Lesen
Eure AnubisBride


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Vollkommen überrascht standen Schild und Prinz da, sahen hinüber zu Ignis und als dieser sie sah, beendete er das Telefonat.
„Guten Morgen, Hoheit“, begann Ignis und sah dann zum Schild, „Gladio.“ – der Angesprochene nickte – „Es gibt eine Notfallbesprechung in der Zitadelle und man wünscht dringlichst deine Anwesenheit, Noct.“
Der Berater sah Noctis ernst an.
„Meine …!“, setzte Noctis an, verstand jedoch, dass er keine andere Wahl hatte.
„Die Schule ist bereits informiert, dass du heute fehlen wirst“, fuhr Ignis fort, „Prompto ist ebenfalls befreit.“
„Was?!“, kam es von Noctis und Prompto gleichzeitig.
„Der Arzt hatte mich heute Morgen angehalten, er möchte dich so schnell wie möglich sprechen, Prompto“, erklärte Ignis dem Hellblonden, „Und so schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“ – er öffnete die hintere Autotüre – „Wenn also bitte alle einsteigen.“
„Ich möchte nach vorne“, meldete sich Prompto schnell, währen Noctis sich auf den Platz hinter dem Fahrer setzte.
Gladiolus hingegen zuckte mit den Schultern und nahm neben Noctis platz.

Sie erreichten die Zitadelle und wärend Ignis eine Glaive bat, Prompto zum Arztzimmer zu bringen, liefen Gladiolus und Noctis bereits zum Ratssahl, ehe ihnen Ignis folgte.
Die Tür zum Saal wurde geöffnet und Noctis blieb wie angewurzelt stehen.
Der komplette Rat war versammelt: bis auf seinen Vater und dessen Schild.
„Wo ist mein Vater?“, setzte Noctis an und trat an den Tisch.
„Seine Majestät König Regis fühlt sich momentan nicht in der Lage, seine Räumlichkeiten zu verlassen“, begann der Berater des Königs ruhig, „Doch um Handeln zu können benötigt der Rat die Teilnahme eines Mitglieds der Krone. Seine Majestät war einverstanden, das Ihr mit dieser Aufgabe betraut werdet, Prinz Noctis.“
„Vater ist …!“, murmelte Noctis und sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen.
„Nur ein leichter, grippaler Infekt, Noct“, Ignis stand hinter ihm und flüsterte seinem Prinzen ins Ohr, „Der Arzt ist lieber vorsichtig, damit dein Vater schnell gesund wird.“
„Aber ich hab doch keine Ahnung von all dem hier“, flüsterte Noctis leise.
„Du warst in den Ferien mit in den Ratssitzungen und du bekommst stehts die aktuellen Berichte. Wenn du sie gelesen hast, solltest du keine Probleme haben, zu folgen“, Ignis lächelte leise, doch Noctis schluckte; er hatte alle Berichte gelesen, ja, doch monentan war sein Kopf ein leeres nichts, „Und sonst hast du immer noch mich.“
Das waren beruhigende Worte. Ließen Noctis nicken und auf dem großen Stuhl vor Kopf platz nehmen. Es war ein seltsames Gefühl, auf dem Platz seines Vaters zu sitzen. Doch Ignis zu seiner Rechten sitzend und Gladiolus zur Linken stehend gaben ihm Sicherheit.
„Bitte, beginnt“, setzte Noctis an, während er das Gefühl hatte, gleich viel königlicher zu klingen.



Nach Ende der Ratssitzung entschuldigte sich Noctis und stürmte nahe zu aus dem Saal. Gladiolus folgte ihm, Ignis blieb zurück.
Im gewohnten Tempo packte der junge Berater seine Sachen zusammen und sah sich plötzlich seinem Onkel gegenüber.
„Noctis war heute eine würdige Vertretung seines Vaters“, begann sein Onkel, „Und auch du hast deine Aufgabe sehr gut erfüllt, Ignis.“
„Vielen Dank, Onkel“, der Jüngere lächelte und verbeugte sich. Dann ging sein Onkel und ließ Ignis mit stolzem Herzklopfen zurück.
Ein Lob von seinem Onkel, dem Berater des Königs; eine absolute Seltenheit.

Nach dem er seine Sachen zusammen gepackt hatte, war Ignis zum Zimmer des königlichen Arztes gegangen.
Er hatte erwartet, dass Prompto dort saß und wartete. Oder aber das man ihm mitteilte, wo Prompto war. Doch stattdessen war das Vorzimmer leer und als er an die Tür des Behandlungszimmers klopfte und der Arzt ihn einließ, lag Prompto im Behandlungszimmer auf einer Liege und hing an einem Tropf.
„Prompto …!“, Ignis stutze.
„Hallo Ignis“, der Hellblonde lächelte, „Sieht vermutlich schlimmer aus als es ist.“
„Was … was ist passiert?“, der Berater rang mit der Fassung – war Prompto der Kreislauf abgesackt?
„Herr Argentum steht eine medikamentöse Behandlung bevor“, begann der Arzt, „Den Anfang habe ich dieser Kochsalzlösung hinzugefügt. Dann kann sich der Körper besser daran gewöhnen.“
Ignis nickte.
„Wo ist Noctis?“, setzte Prompto plötzlich an.
„Nun, da er nich hier ist, wird er wohl bei seinem Vater sein“, begann Ignis, „Noctis hat heute seine Majestät im Rat vertreten.“
„Geht es König Regis nicht gut?“, Sorge in Promptos Stimme.
„Nichts schlimmes“, Ignis lächelte, „Aber ihm wurde Bettruhe verordnet.“
Der Hellblonde nickte und der Arzt sagte nichts weiteres.



Mit großem Herzklopfen stand Noctis vor der Türe zu den Gemächern seines Vaters.
Was wenn er schwer krank war und Ignis gelogen hatte, um ihn zu beruhigen?
Es half alles nichts; er musste es wissen! Gladiolus stand hinter ihm, hatte sich nicht abschütteln lassen, doch dies hätte Noctis auch gewundert.
Noctis klopfen folgte Stille.
Und es fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Doch dann öffnete sich die Tür und Clarus sah sich dem Prinzen und seinem eigenen Sohn gegenüber.
„Noctis, Gladiolus“, der Schild des Königs sichtlich überrascht.
„Kann ich zu meinem Dad?“, fragte Noctis vorsichtig und Clarus trat als Antwort zur Seite.
„Er war nicht aufzuhalten“, Gladiolus zuckte mit den Schultern, „Ist nach der Sitzung direkt hier hin.“
„Nun, dann wollen wir die beiden mal alleine lassen“, Clarus lächelte, trat aus dem Raum und schloss die Türe.

„Dad?“, fragte Noctis vorsichtig und trat ans Bett.
„Hallo, mein Sohn“, Regis lächelte ihn an, schien direkt gesünder zu sein. Der König saß in seinem Bett, seinen Rücken gegen einen großen Kissenstapel gelehnt und mit der Decke bis zur Brust zugedeckt. Der König trug ein schwarzes, langärmeliges Oberteil und ein Blick in seine warmen Augen reichte, damit Noctis sich erheblich besser fühlte.
„Setz dich“, Regis klopfte neben sich aufs Bett und Noctis brauchte keine zweite Aufforderung.
„Ignis hat gesagt, du hast einen grippalen Infekt“, begann der Schwarzhaarige, doch Regis lächelte.
„Nichts, worum du dich sorgen musst, Noctis“, begann der Ergraute und strich seinem Sohn durchs Haar, „Wie war die Ratssitzung?“
„Ganz … gut, denke ich“, begann Noctis und murmelte dann, „Ich hoffe, ich habe die richtige Entscheidung getroffen.“
„Davon bin ich überzeugt“, Regis lächelte.



Gladiolus sagte nichts. Er stand mit seinem Vater vor der Tür zu Regis Gemächern, doch er wusste nichts zu sagen und so entstand eine Stille, wie sie oft zwischen ihnen entstand. Eigentlich war sie angenehm gewesen, uneigentlich wollte Gladiolus etwas sagen. Aber was? Fragen über den König kamen ihm nicht passend vor, den aktuellen Vortschritt Noctis kannte Clarus und über Ignis hielt der junge Schild besser den Mund, bevor er etwas falsches sagte.
„Wo ist eigentlich Ignis?“, fragte Clarus – konnte er halb Gedanken lesen?!
„Er …!“, setzte Gladiolus an, musste dann jedoch überlegen, „Ich denke, er ist im Ratsahl geblieben.“ – etwas anderes fiel Gladiolis nicht ein – „Aber vielleicht sitzt er auch schon wieder in seinem Büro und schreibt einen Bericht für König Regis über die vergangene Sitzung.“
Zutrauen würde er es seinem Liebsten und Clarus Lachen nach tat dieser es auch.
In diesem Moment jedoch vibrierte Gladiolus Handy – Ignis.
„Wenn man von ihm spricht“, schmunzelte der Brünette und öffnete die Nachricht.

>> Ich sitze bei Prompto im Arztzimmer und leiste ihm Gesellschaft. Er bekommt noch eine Infusion.
Ist Noct bei seinem Vater? <<
Gladiolus zog die Augenbrauen hoch, ehe er zur Antwort ansetzte.
>> Ist er, stehe mit meinem Vater vor der Türe.
Was in Shivas Namen ist bei Prompto los?! <<
„Alles in Ordnung?“, fragte Clarus, ließ Gladiolus aufblicken.
„Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht“, setzte der Jüngere an und schob das Handy zurück in die Hosentasche, „Als Ignis uns heute Morgen abgeholt hat, hat er Prompto mitgenommen. Der Arzt wollte ihn sprechen und er ist vor der Ratssitzung zum Arzt gebracht worden. Jetzt schrieb Ignis, dass er immer noch da ist.“
„Nun, dann schien es wirklich wichtig, das Prompto zu Arzt kam“, Clarus grübelte, Gladiolus nickte.
>> Der Beginn einer medikamentösen Therapie.
Mehr weiß ich auch nicht. Aber sag Noctis nichts, Prompto möchte es ihm selber sagen. <<
Gladiolus nickte, schrieb zurück, das er verstanden hatte und steckte das Handy erneut zurück.
„Offenbar eine normale Behandlungsmetode“, begann Gladiolus, „Wir werden sehen. Oh und kein Wort zu Noct, bitte.“
„Ich wäre der letzte, der etwas sagt“, Clarus lächelte.

„Vater?“, setzte Gladiolus irgendwann an, „Ich … ich muss dir was sagen.“ – Clarus zog die Augenbrauen hoch, strafte sich und sah Gladiolus an – „Was … nicht so schönes.“
„Was hast du angestellt?“, der Schild des Königs seufzte.
„Es geht um Stella. Wir … wir haben uns getrennt“, es war vermutlich nicht der beste Zeitpunkt es zusagen, doch er hatte es schon viel zu lange rausgezögert, „Also … eigentlich auch schon vor längerer Zeit.“
Clarus seufzte erneut.
„Schade“, seufzte der Ältere, „Ich mochte sie. Sie war eine schöne, chamante Frau, die wusste mit ihren Worten umzugehen.“
„Oh ja“, Gladiolus schmunzelte, „Das ist wahr.“ – er sah seinen Vater an – „Wir haben das gemeinsam entschieden. Es … hat nicht geklappt.“
„Nun, ich bin sicher, du findest noch eine Dame mit der es klappt“, begann Clarus, „Wobei ich nicht abgeneigt wäre, wenn sie einen ähnlichen Charakter wie Stella hätte.“
Natürlich – Gladiolus rollte innerlich mit den Augen – Aber die Person, die ich liebe, würde deine Ansprüche in den Schatten stellen. Wenn man von der Tatsache absieht, dass es ein Mann ist.
„Ich glaube, ich lasse das erst mal“, setzte Gladiolus seufzend an, „Ich werde mich mehr auf mein Training konzentrieren und auf Nocts – auch wenn ihm das weniger gefallen wird.“ – der Brünette schmunzelte – „Und ich möchte das Ignis weitere Fortschritte im Nahkampf macht.“
Das sollte genug Kontakt mit Ignis rechtfertigen.
„Das klingt nach einem sehr guten Plan. Übernehme dich nur nicht“, lächelte sein Vater, „Aber bei dem Vorhaben solltest du Dates vermutlich wirklich ausklammern. Deine Mutter hatte immer viel Verständnis für meine Aufgaben und Pflichten. Aber auch sie hat irgendwann protestiert, dass ich zu viel Zeit mit Regis verbracht habe und zu wenig mit ihr.“
Er lachte leise, doch Gladiolus sah seinen Vater verwundert an. Clarus sprach selten über seine verstorbene Frau. Doch wenn, dann nur in den höchsten Tönen.
„Nun, das war bevor du geboren wurdest. Danach hatte sie dich und alle Hände voll damit zu tun, auf dich aufzupassen. Sie wollte dir immer alles recht machen.“
Gladiolus lächelte. Nur zu gut erinnerte er sich daran. Gute Nachtgeschichten, kleine Obststückchen zwischendurch, sein Lieblingsessen, Eis wenn Clarus nicht da war.
„Sie war eine tolle Mum“, Gladiolus lächelte, „Ich wünschte Iris hätte es auch genießen können.“
Clarus nickte, doch die Welt hatte sie ihnen genommen.



Mit Prompto an seiner Seite verließ Ignis das Zimmer des Arztes.
Sie liefen zu den Aufzügen und machten sich auf den Weg zu den Privatgemächern der Königsfamilie.
Als sie dort ankamen, standen Gladiolus und Clarus noch immer vor der Türe des Königs.
„Was … wo ist Noct?“, fragte Prompto vorsichtig.
„Noch beim König“, setzte Gladiolus an und wies auf die Türe.
„Vermutlich beide eingeschlafen“, Clarus lachte, doch Ignis konnte dem kaum widersprechen. Noctis war eine Schlafmütze und der Berater hatte das Gefühl, dass der Prinz in Gegenwart seines Vaters immer am ruhigsten schlief. Obendrauf kam, dass es hieß, der König selber käme auch schlecht aus dem Bett und wenn er nun krank war, würde er vermutlich noch mehr schlafen.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte Prompto vorsichtig.
„Nun, ich schlage vor, ihr drei geht runter in die Kantine und esst zu Mittag“, begann Clarus, „Und ich melde mich bei Gladiolus, sollte der Prinz widererwartend doch wach sein.“
Gladiolus nickte, machte den Anfang und lief zu den Aufzügen. Ignis und Prompto folgten.

„Ist mit Noct alles in Ordnung?“, fragte Prompto vorsichtig, nach dem sich die Aufzugtüren hinter ihnen geschlossen hatten.
„Alles bestens“, Gladiolus lächelte.
„Vermutlich hat ihn die Ratssitzung ermüdet. Er nimmt nicht oft an solchen teil und heute war er zum ersten Mal Vorsitzender“, fuhr Ignis fort, „Das wird sehr anstrengend gewesen sein.“
Prompto nickte.
„So was ist schwieriger als ein Refarat zu halten, oder?“, fragte der Hellblonde vorsichtig und Gladiolus musste sich zusammenreißen, um nicht laut loszuprusten. Der Schild hatte noch nie große Probleme mit Refaraten gehabt. Frei sprechen war für ihn nie ein Problem gewesen – für Ignis genau so wenig.
„Nun für mich und Gladio waren Refarate nie schwer“, begann Ignis, „Aber stell dir vor, du müsstest dein Refarat vor all deinen Lehrern halten, dem Direktor und dem König.“
Das war vermutlich genau die Mixtur, aus der Promptos Albträume gemacht wurden. Denn dieser erstarrte zu einer Salzsäule.
„Armer Noct“, Prompto krächtste fast.
„Er hat sich sehr gut geschlagen“, lächelte Ignis, „Davon ab, dass es eines Tages sein Alltag sein wird.“
Prompto nickte. Die Aufzugtüre öffnete sich und sie traten hinaus auf den Flur.

Die Cafeteria der Zitadelle schüchterte Prompto sichtbar ein. Er hielt sich dicht an Ignis, folgte diesem und stellte sich mit ihm und Gladio in der Schlange an, während sein Blick über die Menschen im Raum glitt.
„Arbeiten die alle hier?“, fragte Promto vorsichtig.
„Tun sie“, Ignis lächelte, „Glaiven, Crownsguard, Büro Angestellte, Verwalltungsangestellte …! Im prinzip kann hier jeder Essen gehen, der in der Zitadelle arbeitet oder lebt. Selbstverständlich wirst du den König und seinen Beraterstab niemals hier sehen. Aber sie könnten.“
„Heißt das Noct isst auch hier?“, fragte der Hellblonde überrascht, doch Gladiolus lachte.
„Selbstverständlich nicht“, setzte der Brünette an, „Die königliche Familie isst im Speisesaal im oberen Bereich der Zitadelle.“
„Immerhin sind sie die königliche Familie“, bestätigte Ignis. Prompto nickte erneut, schien jedoch ein wenig enttäuscht über diese Tatsache.
„Hattest du gehofft, Noct würde zum Essen hier her kommen?“, schien Ignis zum ähnlichen Schluss zu kommen.
„Naja, ihr esst ja auch hier“, setzte Prompto an.
„Richtig“, setzte der Berater an, „Allerdings könnten wir als Berater und Schild des Prinzen auch bei mit den anderen Ratsmitgliedern zu Mittag essen. Aber hier ist es … angenehmer.“
„Angenehmer?“, Prompto legte den Blick schief.
„Klingt verrückt, weil es hier oft voll ist“, setzte Gladiolus an, „Aber hier hast du mehr Privatsphäre.“ – Ignis nickte zustimmend – „Und keine Ratsmitglieder, die bei unseren Privatgesprächen solche Ohren bekommen.“
Lachend deutete Gladiolus eine Ohrengröße an, die größer als sein Oberkörper war.
„Tatsächlich rätsel ich noch, ob es speziell unsere Themen sind oder einfach generelles interesse am Gespräch jüngerer Leute“, überlegte Ignis laut.
„Oder sie wollen nur wissen, wie wir über sie lästern“, schmunzelte der Schild, „Was wir natürlich nicht tun.“
Prompto fing an zu grinsen. Warscheinlich klang Gladiolus einfach zu sarkastisch.
Sie setzten sich an einen Tisch und begannen zu essen. Prompto war begeistert von seinem Auflauf, was Ignis und Gladiolus schmunzeln ließ, doch sie konnten es ihm nicht verübeln.



Vorsichtig klopfte Clarus an die Zimmertür seines Königs und als kein Protest kam, trat er ein.
Im Bett des Königs lag Regis, zurückgelehnt in den Kissenstapel, der ihn leicht aufrecht hielt. Auf der sonst leeren Seite des Bettes – einst Königin Auleas Seite – hatte sich Noctis zusammengerollt und schlief friedlich. Regis Hand ruhte auf dem Kopf seines Sohnes und auch der König selbst schien eingeschlafen.
Ein Lächeln legte sich auf Clarus Lippen. Dies war einer der Momente in denen Vater und Sohn immer konfliktlos auskamen.

Leise trat der Schild ans Bett, legte eine Überdecke über den Prinzen und strich seinem König übers Haar.
Regis grummelte im Schlaf, doch Clarus lächelte.
„Schlaf weiter“, lächelte der Schild leise, „Und erhole dich.“
Er beugte sich über, gab Regis einen Kuss auf die Stirn und verließ das Zimmer.



Gladiolus hatte Prompto nach hause gefahren, damit Ignis sich in Ruhe seiner Arbeit widmen konnte.
Anschließend war der junge Schild zurück zur Zitadelle gefahren und zu Ignis Büro gelaufen – doch er stand vor verschlossener Tür.
„Gladio“, Ignis überrasche Stimme erklang hinter dem Brünetten.
„Hey“, drehte sich der Angesprochene um und fand Ignis beladen mit drei Ordnern vor, „Lass mich dir was abnehmen.“ – er ergriff direkt den gesamten Stapel.
„Danke“, Ignis lächelte, zog seinen Schlüssel heraus und schloss auf, „Prompto ist zuhause?“
„Ja“, Gladiolus lächelte und trat hinter Ignis ins Büro, „Übrigens hat mein Vater geschrieben, dass Noct und der König schlafen. Ich hab also Zeit.“ – er grinste und schloss die Tür hinter sich – „Wie kann ich dir zur Hand gehen?“
Und Ignis schenkte ihm ein wundervolles Lächeln.
„Du könntest mir Gesellschaft leisten“, begann er.
„Liebend gern.“
„Ein oder zwei Berichte für mich beta lesen.“
„Kein Problem.“
„Und vielleicht schicke ich dich dich los, ein paar Sachen weg zu bringen.“
„Dafür bin ich da.“
„Danke schön“, Ignis lächelte.
„Für dich immer gerne“, Gladiolus lächelte zurück und gab Ignis einen Kuss auf die Stirn. Dann stellte er den Ordnerstapel auf den Schreibtisch.
Ignis hingegen zog Gladiolus zu sich in einen Kuss, der Größere ließ sich darauf ein, ließ Ignis den Kuss intensivier werden, legte seine Arme um den Blonden und zog ihn an sich.
„Ich hoffe, ich muss dir nicht sagen, dass wir das hier nicht tun sollten, richtig?“, setzte Gladiolus einen klaren Gedanken, solange er ihn noch setzen konnte.
„Richtig“, antwortete sein Geliebter, „Aber ich habe das hier viel zu sehr vermisst.“
Sie lösten sich von einander, Ignis räusperte sich und wandte sich dann seinen Ordnern zu.
„Könntest du den Bericht hier schon Mal beta lesen?“, setzte der Berater an und während Gladiolus sich den Bericht schnappte, setzte sich Ignis an den Nächsten.

Der Nachmittag war schnell vergangen.
Gladiolus hatte Ignis geholfen und der Dunkelblonde kam gut vorran.
Gegen 16 Uhr hatte man König und Prinz zum Tee geweckt und Noctis war anschließend von Ignis nach hause gefahren worden.
Nun stand der Berater in der Wohnung seines Prinzen, öffnete die Fenster zum lüften und sah einem besorgten Noctis ins Gesicht.
„Ist alles in Ordnung?“, begann Ignis ruhig, doch Noctis zuckte mit den Schultern, ehe er sich auf die Couch setzte.
„Wie geht es Prompto? Weißt du was der Arzt gesagt hat? Ich hab ihn gar nicht mehr gesehen“, sprach der Schwarzhaarige seine Gedanken aus.
„Nun, wir hatten mit Prompto zu Mittag gegessen, ehe Gladio ihn nach hause gefahren hat“, begann Ignis, blieb an der Balkontür stehen, „Er war aufgedreht wie immer, wenn auch ein wenig traurig, das du nicht mit uns gegessen hast. Was den Arzt angeht …!“ – viel konnte Ignis nicht sagen, da er nicht viel wusste; allerdings hatte Prompto eine Bitte geäußert – „Nun, am Besten du rufst ihn gleich an und fragst ihn.“
Noctis nickte, sah Ignis zu, wie er die Küche kontrollierte und verabschiedete sich dann von ihm.

Es war 22 Uhr.
Ignis hatte gerade die Zähne geputzt und wollte ins Bett, als es an seiner Tür klingelte.
Irritiert blickte er auf die Wohnungstür – Gladiolus hätte sich angekündigt und wäre auch nicht mehr so spät vorbei gekommen; Auris genau so. Zu laut gewesen war er auch nicht; die Nachbarn hatten keinen Beschwerdegrund.

Doch als er die Tür öffnete stand ein vollkommen verheulter Noctis dort.


                              …



Ende des 50. Kapitels

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Das war's für heute :3
Warum Noctis aufgelöst vor Ignis Tür steht?
Wie Gladio seine zukünftigen Pläne umsetzt?
Wie es bei Prompto weiter geht?

Ich freue mich auf eure Kommis & Ideen ^^


lg AnubisBride
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