Across the line

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Gladiolus Amicitia Ignis Scientia Noctis Lucis Caelum Prompto Argentum
12.02.2018
10.12.2019
62
208356
27
Alle Kapitel
118 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Ein herzliches Willkommen zu meiner ersten (veröffentlichten) Final Fantasy XV Fanfiction :3
Ich möchte die Chance nutzen und mich fürs vorbeischauen bedanken und hoffe, dass ihr ein weilchen hier bliebt^^
(Über Reviews - ob angemeldet oder anonym - freue ich mich jeder Zeit )

Früher habe ich im Wochentackt hochgeladen - ob ich das noch zwischen Ausbildung, Minijob und Cosplay schaffe, weiß ich allerdings nicht :P
Aber wenn was kommt dann Montags und mit Anmerkung hier & auf Facebook :D


Viel Spaß beim lesen <3
Eure AnubisBride



_____________________________________________________________________________

Prolog:


„Gladio“, sein Stöhnen verstummte halb im Kissen, während sich seine Hände in die Laken unter sich krallte, „Ich …!“
In einem lauten Stöhnen kollabierte der Dunkelblonde, fühlte wie sein Partner kam und stürzte nun vollkommen über seine Klippe.
„Sag, das du mein bist“, keuchte er, fühlte wie sich die Hand des anderen aus seinem Handrücken legte und sich mit den eigenen Fingern verschränkte, „Gladio?“ – Stille – “Gladio?!“

Das schrille Geräusch des Weckers ließ ihn zusammen zucken und die Augen aufreißen.
Es war ein Traum – nur ein Traum. Schmerzlich wurde es dem Dunkelblonden bewusst.
Er griff mit seiner Hand nach dem Wecker, schaltete die Lärmquelle aus und richtete sich langsam auf.
Dafür, dass es nur ein Traum war, hatte sich sein Körper verdammt real verhalten und somit stand er auf und lief zum Bad – froh, alleine zu Wohnen, denn die Beule in seiner Shorts war verräterisch.


„Morgen Iggs“, wurde der Dunkelblonde im vorbei gehen gegrüßt, doch er reagierte gar nicht.
Der Grüßende blieb stehen, drehte sich um.
„Ignis?“, er legte die Hand auf die Schulter des Dunkelblonden, lies diesen zusammen zucken.
„G-Gladio …?!“, setzte Ignis an, sah in die bernsteinfarbenen Augen und hatte Augenblicklich die Bilder seines Traumes im Gesicht – sofort sah er weg, hoffte nicht rot zu werden, „I-ist …!“ – er räusperte sich – „Ist irgendwas?“
„Du … warst abwesend“, lies Ignis Gegenüber verlauten, ehe er die Hand von der Schulter legte.
„Ich … habe seltsam geträumt“, antwortete Ignis, schloss schnell seine Bürotür auf und verschwand im Inneren – froh, dass der Brünette ihn nicht folgte.

Gladiolus Amicitia; ältester Sprössling der Amicitia, Sohn von Clarvus – dem Schild des Königs. Und selber zukünftiges Schild des zukünftigen Königs. Die meisten – Ignis eingeschlossen – nannten ihn Gladio.
Gladiolus war Ignis bester Freund und Vertrauter; sein Ratgeber im Umgang mit dem Prinzen.
Doch es gab einen entscheidenden Punkt, der diesen Frieden stetig in Gefahr brachte: er liebte Gladiolus.
Er hatte früh gemerkt, dass ihn das männliche Geschlecht mehr anzog als das weibliche, aber Gladiolus …! Der Schild war immer ein guter Freund gewesen – und dann war Ignis in den Teich gefallen. Gladiolus war hinterher, hatte den damals 16 Jährigen raus geholt und ihm geholfen, sich von den Algen und allem zu befreien. Es war hoffnungslos.
Jedes Date, das Ignis hatte – und eigentlich hatte er nicht viele – war eine schmale Hoffnung, Gladiolus zu vergessen.
Und die Enttäuschung saß jedes Mal tief.

Seufzend setzte er sich an den Schreibtisch, räusperte sich und fuhr den PC hoch, ehe er erneut aufstand um sich einen Kaffee zu machen.

Es klopfte an der Türe.
Gewappnet, dass Gladiolus eintreten würde, rief Ignis den Klopfenden hinein.
„Noct?!“, zu Ignis eigener Überraschung trottete Noctis, der Schwarzhaarige Prinz ins Büro, „Du … bist schon wach?“
War der Prinz krank? Er stand doch sonst nicht von allein so früh auf.
„Noch“, murmelte Noctis, lies Ignis Innerlich die Hand vor den Kopf schlagen, „Ich konnte nicht schlafen, ich hatte so viele Sachen im Kopf. Dann hab ich angefangen zu zocken und Plötzlich war es morgens.“ – der Dunkelblonde seufzte – „Iiiiiiiiiiiigniiiiiiiiiiis?“
Ignis blickte auf. Noctis zog seinen Namen nur dann in die Länge, wenn er was von ihm wollte.
„Was möchtest du?“, trank der Dunkelblonde aus seiner Tasse.
„Ich brauche deinen Rat“, fuhr Noctis fort.
„Als dein Berater bin ich dafür da“, begann Ignis.
„Da gibt es jemanden in meiner Klasse und diese Person …!“, er schwieg.
„Du bist verliebt?“, schlussfolgerte der Dunkelhaarige.
„Nein“ – war das ein Grummeln? – „Es gibt ein Foto“, murmelte er und legte sein Handy mit entsperrtem Display auf den Schreibtisch. Ignis zog das Gerät zu sich rückte die Brille zurecht und sah mit hochgezogenen Augenbrauen auf das Handy Display.
„Wo … war das?“, setzte Ignis an.
„Geburtstagsfeier eines Klassenkameraden. Prompto wollte hin und ich ihn nicht alleine lassen. Und sie und der Fotograf hatten es glaub ich auf mich abgesehen“, Noctis grummelte. Auf dem Foto war er und ein junges Mädchen zu sehen. Beide bekleidet, Noctis saß auf einem Sessel und das Mädchen in eindeutiger Pose über ihm.
„Warum hast du das mit dir machen lassen“, Ignis Stimme war Ruhig, doch in ihm brodelte es bereits.
„Ich …!“, murmelte der Schwarzhaarige, „War betrunken.“
„Wann …!“, setzte Ignis an, kämpfte um Fassung und darum ruhig zu bleiben, „Wann war das?“
„Vor nem halben Jahr“, murmelte Noctis, während es in Ignis weiter Brodelte.
„Wann hast du das Bild bekommen?“, selten hatte der Prinz seinen Berater mit so ernster Stimme gehört.
„Vor nem halben Jahr“, wurde der Prinz noch leiser und Kleiner.
„Und du sagst mir erst jetzt Bescheid?!“, Ignis hatte gar nicht gemerkt, dass er aufgestanden war, doch nun stand er vor Noctis und nur der Schreibtisch trennte sie von einander.
„Ich hatte es bisher auch so ganz gut geschafft“, grummelte Noctis, „Es war nichts dabei …! Ich bin mit ihr in die Stadt gefahren, hab mich auf ihre Dates eingelassen. Sie wollte ein paar Klamotten haben.“
„Nun, dann schaffst du es doch sicherlich auch, das nächste Date zu überstehen!“, Ignis Wut war schneller als sein Verstand.
„Nein …!“, mehr Panik als Verzweiflung in Noctis' Stimme – Ignis seufzte, „Ich … ich kann das nicht, ich …!“
Elegant lief der Berater um den Tisch herum und kniete sich vor Noctis.
„Noct! Vergiss bitte nicht, wer du bist; du bist der Prinz von Lucis“, setzte Ignis an.
„Daran erinnern sie mich jedes Mal“, sah der Schwarzhaarige sein Gegenüber an.
„Dann erinnern sie dich auch hoffentlich daran, dass sie nicht so mit dir umgehen können“, versuchte Ignis eine Beruhigung.
„Der Vater von dem Fotografen arbeitet bei der Zeitung, Ignis“, setzte Noctis an, „Ich darf dieses Bild nicht in die Zeitung kommen lassen – was wird mein Vater denken?!“
„König Regis wird nach einer Erklärung fragen“, antwortete der Berater direkt, „Du hast also nun die Wahl, dich weiter von den Leuten erpressen zu lassen, oder du weigerst dich.“
„Ich kann mich nicht weigern!“, setzte Noctis an, „Aber ich kann auch nicht mit … mit …!“ – eine Träne rollte über Noctis Wange.
„Noct“, Ignis nahm Noctis Hände in seine und drückte sie ermutigend, „Was fordern sie von dir?“
„I-i-ich … ich soll mit … mit ihr …!“, eine Mischung aus Schluchzen und Krächzen, „Mit ihr … schlafen.“ – Ignis' Miene sagte nichts – „Und sie wollen das … filmen.“
Im nächste Moment stand Ignis an der Tür, öffnete diese und hatte bereits das Handy am Ohr – Gladiolus und Cor wurden augenblicklich herbeigerufen.

Noctis war nicht begeistert gewesen.
Natürlich war er zu Ignis gegangen, weil er wusste, das sein Berater das ganze gerade bügeln konnte. Doch das gleich Cor und Gladiolus davon erfahren mussten – Gladiolus würde ihn damit aufziehen.
Aber dann würde das ganze endlich ein Ende haben.

Ignis hatte in all dem vollkommen vergessen, dass er Gladiolus auf Grund seines nächtlichen Traums heute nicht mehr in die Augen schauen wollte. Der Aufruhr um Noctis hatte mehr als nur gereicht, um den Traum in Vergessenheit geraten zu lassen.
Und so hatte er nicht lange gebraucht um Cor und Gladiolus die Situation zu erklären – ließ jedoch die Forderungen der Erpresser weg.
Cor nickte, versicherte eine schnelle und effektive Strategie mit dem Medienfachmann zu finden und verschwand. Gladiolus blieb.
Der Schild wusste nicht ganz, was er sagen sollte, wusste aber auch kein Grund um zu gehen.
„Keine Sorge, Noct“, begann er und legte seine Hand auf Noctis Schulter – dieser zuckte zusammen, „Das wird wieder.“
Noctis nickte, war geistig ganz wo anders gewesen.
„Vielleicht solltest du versuchen zu Schlafen“, begann Ignis, wandte sich dem Regal hinter sich zu.
„Hast du ihn nicht vor ner Stunde geweckt?“, setzte Gladiolus verwundert an.
„Ich hätte ihn erst vor zehn Minuten geweckt, da sein erster Termin erst spät ist“, begann Ignis, „Noct hat die Nacht nicht geschlafen.“
Augenblicklich lag Gladiolus' Hand an Noctis gesenkter Stirn.
„Fieber hat er nicht“, setzte der Schild Schulter zuckend an, „Klingt trotzdem seltsam für Noct-Verhältn- …!“ – er stockte, sah Ignis an, zog seine Hand von Noctis und besah die klare Flüssigkeit an ihr – „Noct?!“
Sein Blick wanderte zum Prinzen.
Noctis saß nach wie vor zusammengesackt auf dem Stuhl, das Gesicht zu Boden geneigt – stumm und regungslos, während ihm die Tränen über die Wangen kullerten und im schwarzen Stoff seiner schwarzen Hose versanken.
„Hey“, setzte Gladiolus an, „Kopf hoch, wir regeln das.“
Ignis stellte eine Tasse unter die Kaffeemaschine, ließ einen heißen Tee aufgießen.
„Hier“, begann Ignis, hielt Noctis den Tee in sein Sichtfeld, „Lass ihn fünf Minuten ziehen und dann trink ihn. Leg dich schlafen, wir regeln den Rest.“
„Mit was …!“, setzte Gladiolus an, doch Ignis brachte den fast zwei Meter-Mann mit einer einzigen Handbewegung zum Schweigen. Gladiolus räusperte sich. Ignis hingegen schrieb schnell etwas auf einen Zettel: >> Nicht vor Noct! <<
Der Schild zog die Augenbrauen hoch, kratzte sich verlegen im Nacken.
„Was … ist das für ein Tee?“, setzte der Brünette an.
„Ein gute Nacht Tee“, lächelte Ignis, „Der beruhigt die Nerven.“
Jetzt war Gladiolus vollkommen Neugierig geworden.
Er lehnte sich an die Wand, verschränkte die Arme vor der Brust, während seine Augen auf Ignis und Noctis ruhten.
„Ich … glaube nicht, dass ich damit schlafen kann, Ignis“, Noctis' Stimme war ein Murmeln.
„Der Tee hilft selbst mir“, konterte Ignis und das hieß was.

Nach dem der Tee fertig gezogen hatte, nahm Ignis den Beutel heraus und Strich Noctis übers Haar.
„Trink und dann leg dich schlafen. Danach sieht die Welt schon ganz anders aus“, lächelte der Dunkelblonde, ehe er sich aufrichtete, „Gladio, bleib bitte bei Noct. Wenn er den Tee auf hat begleite ihn in sein Zimmer – ich muss was erledigen.“
Und damit war er fast aus dem Raum.
„Ignis!“, hielt Gladio ihn auf.
„Ich hol dich in Nocts Zimmer ab“, er lächelte. Natürlich wollte Gladiolus wissen, worum es geht und noch viel mehr wusste Ignis, dass er es eh nicht vor ihm geheim halten konnte. Und wenn Gladiolus wusste, worum genau es ging, konnte er auch viel besser helfen und agieren. Wer wusste, zu was die beiden Erpresser fähig waren – selbst wenn sie noch Schüler waren.

Ein paar Telefonate und Terminänderungen später wollte Ignis zum Zimmer des Prinzen gehen, um Gladiolus abzuholen.

Doch unterwegs begegnete er Cor.


                              …



Across the line


_____________________________________________________________________________


Ich hoffe, der Prolog hat Lust auf mehr gemacht und wir lesen uns dann im ersten Kapitel wieder :)
Über Reviews freue ich mich immer (man glaubt kaum, wie motivierend die sein können) :3
Und dann bis zum nächsten Mal ^_^

lg AnubisBride
Review schreiben