Stay together til the End

von Redneck
GeschichteAllgemein / P12
09.02.2018
17.02.2019
55
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Maddi kommt es vor wie eine Ewigkeit, ehe endlich die Tür aufgeht und Daryl und Glenn zurück kommen.
Dabei waren es nur wenige Minuten seit der letzten Diskussion.
,,Daryl!“, sofort stürmt Maddi auf ihren Onkel zu und wirft sich ihm an den Hals, kaum das er drinnen ist.
,,Woah. Was ist passiert?“, fragt er verwirrt und schafft es gerade so sie aufzufangen.
Maddi hält sich einen Moment an ihm fest, ehe sie ihn los lässt und böse ansieht.
Mit der flachen Hand haut sie ihm auf die Brust.
,,Wo wart ihr denn? Ich habe mir tierische Sorgen gemacht! Und wo sind Rick und Shane?“ ,,Sind die beiden noch nicht wieder zurück?“, Daryl lässt den Blick kurz schweifen.
,,Würde ich sonst fragen?“ ,,Wir haben einen Schuss gehört.“, meint Daryl und sieht wieder in die Runde.
,,Vielleicht haben sie Randall gefunden.“, mutmaßt Lori.
,,Nein. Wir haben Randall gefunden.“ ,,Ist er wieder im Schuppen?“ ,,Er war ein Beißer.“, brummt Daryl nur zurück.
,,Habt ihr auch den erwischt, der ihn gebissen hat?“, fragt Hershel und sieht die beiden Männer etwas besorgt an.
,,Nein.“, murmelt Glenn.
,,Das seltsame ist. Er wurde nicht gebissen.“ ,,Sein Genick war gebrochen!“, erklärt Daryl kurz und knapp.
,,Dann muss er sich gewehrt haben.“, schlussfolgert Patricia, doch Daryl hält das für unwahrscheinlich.
Er erklärt der Gruppe, dass er die Spur von Randall entdeckt hat und das die von Shane direkt dahinter verlief.
Jeder weiß das Shane kein Fährtenleser ist und Daryl gibt auch noch einmal zu bedenken, dass er der Meinung ist, dass die beiden zusammen unterwegs gewesen sein müssen. Anders kann man nicht erklären, warum die Spuren so verliefen.
,,Geht bitte wieder zurück und findet raus was da draußen wirklich los ist.“, bittet Lori den Armbrustschützen.
,,Geht klar.“ ,,Danke.“, Maddi meint ihren Ohren nicht zu trauen.
Daryl weiß, dass etwas nicht stimmt und will trotzdem wieder raus gehen?
Nicht ohne sie. Sie will das nutzen und geht ihm nach, ohne das jemand überhaupt irgendwas mitbekommt.
Bis zur Veranda.
,,Wo willst du denn hin?“, fragt Daryl und geht wieder auf sie zu.
,,Ich werde mitkommen. Was sonst?“ ,,Nein. Du bleibst hier!“ ,,Wieso denn? Ihr könnt jede Hilfe brauchen.“ ,,Es ist zu riskant. Du bleibst hier!“ ,,Aber du gehst doch auch!“, Daryl seufzt und sieht sich kurz nach Glenn um.
Er tritt noch dichter an seine Nichte heran, dass sie beinahe Nasenspitze an Nasenspitze voreinander stehen.
,,Maddi. Ich brauche die hier.“, raunt er ihr etwas leiser zu.
,,Wenn hier etwas schief geht, kannst du was machen. Du musst auf alle aufpassen.“ ,,Das kann Andrea doch auch.“ ,,Maddi. Du bist um einiges stärker als Andrea. Du kannst Menschen gut einschätzen. Wenn was passiert, weiß ich, dass du handeln kannst.“ ,,Aber...“ ,,Maddi. Bitte. Kann ich mich darauf verlassen, dass du hier bleibst und auf alles aufpasst?“, eindringlich sieht er seine Nichte an.
Maddi seufzt und senkt den Kopf etwas.
,,Natürlich.“, murmelt sie niedergeschlagen.
Daryl küsst sie sanft auf die Stirn.
,,Ich bin bald wieder da. Behalte hier alles im Auge.“ ,,Ist gut. Aber pass auf dich auf und....“, Maddi verstummt mitten im Satz und starrt auf irgendwas hinter ihm.
,,Maddi?“ ,,Da hinten.“, bringt sie nur heraus und starrt weiter hinter ihn.
Daryl und Glenn drehen sich nun ebenfalls um und sehen die riesige Herde, die direkt auf sie zukommt.

,,Oh mein Gott.“, murmelt irgendwer hinter Maddi.
Sie kann nicht sagen wer es ist, sie ist viel zu abgelenkt und erschrocken von dem Bild, dass sich ihr gerade bietet.
Mit zitternder Hand greift sie nach Daryls Arm und krallt sich in seinen Ärmel.
,,Patricia. Mach überall das Licht aus!“, weist Hershel die Frau an.
,,Ich hole die Waffen.“, sagt Andrea knapp und läuft auch sofort wieder los.
,,Vielleicht ziehen sie nur vorbei. Wie die auf dem Highway.“, flüstert Glenn hoffnungsvoll.
,,Gehen wir lieber wieder rein.“ ,,Nur wenn es im Haus einen Tunnel gibt von dem ich nichts weiß.“, brummt Daryl und sieht den Koreaner kurz an.
,,Das sind so viele, die reißen uns das ganze Haus ein.“.
Maddi klammert sich noch immer an den Arm ihres Onkels, der ihr einen kurzen Blick zuwirft und dann hinter sie jemanden ansieht, Joey. Er legt Maddi die Hände auf die Schultern und erwidert Daryls Blick.

,,Carl ist weg!“, alle drehen sich zu Lori um.
,,Was?“, fragt Daryl ungläubig und Lori erklärt, dass er oben sein sollte, dass sie ihn aber nirgends finden kann.
,,Ich gehe nicht ohne meinen Jungen!“ ,,Wir auch nicht.“, spricht Carol ihr Mut zu.
,,Wieder mal typisch.“, murmelt Glenn verzweifelt, als die Frauen wieder los laufen um nach dem Jungen zu suchen.
Andrea kommt mit den Waffen zurück und legt die Tasche auf den Boden, damit sich alle Waffen nehmen können.
,,Du meine Güte.“, haucht Winny hinter Maddi nun und schlägt sich die Hände vor den Mund.
,,Was machen wir jetzt, Daryl?“, fragt Maddi flüsternd und sieht ebenso erstaunt zu Maggie, wie Glenn auch.
,,Wenn man auf dem Land aufwächst, lernt man so einiges.“ gibt Maggie auf die erstaunten Blicke nur zurück und lädt ihre Waffe, ebenso wie ihr Vater.
,,Das wird bei der Masse aber auch nichts bringen.“, murmelt Daryl.
Maddi sieht ihn erschrocken an.
Soll das etwa heißen, dass sie sterben werden? Heute Nacht?
,,Sie können ja gehen, wenn sie wollen.“ ,,Sie wollen es mit allen aufnehmen?“ ,,Wir haben Waffen. Wir haben Autos.“, diskutieren Hershel und Daryl.
,,Wir töten so viele wie wir können und locken die restlichen mit den Autos von der Farm.“, mischt Andrea sich in das Gespräch mit ein.
Maddi schluckt hart und sieht zu Joey und Winny, die sich ebenfalls bewaffnen.
,,Ist das ihr ernst?“, will Daryl noch einmal von dem alten Farmer wissen.
,,Das ist meine Farm. Ich sterbe hier!“, gibt dieser völlig abgebrüht und ernst zurück und macht sich auf den Weg.
,,Ok. Wenn schon. Warum nicht heute.“, murmelt Daryl und will ebenfalls los gehen, als er Maddis Griff spürt.
Panisch sieht sie ihren Onkel an.
,,Maddi. Du bleibst hier!“ ,,Aber...“ ,,Hör zu. Du bleibst hier bei den anderen. Wenn es brenzlig wird, haut ihr ab.“ ,,Und wohin?“ ,,Fahrt zum Highway, wir treffen uns da wieder.“ ,,Wirklich?“ ,,Wirklich!“, schnell zieht er sie in eine fest Umarmung, als wäre es seine letzte.
Maddi schluchzt leise gegen seine Brust.
,,Du.“, spricht er Joey, der zusammen zuckt an.
,,Pass ja auf meine kleine auf, sonst mache ich dir die Hölle heiß!“, knurrt er dem jungen Mann zu.
Dieser bringt nur ein Nicken zustande, erwidert den festen Blick aber.
Daryl drückt Maddi wieder von sich und küsst sie auf die Stirn.
,,Denk dran. Wir treffen uns am Highway wieder, wenn es eng wird.“, murmelt er ihr noch einmal zu, schwingt sich dann auch schon über das Geländer und ist verschwunden.
Maddi sieht ihm noch einen Moment nach, ehe sie sich aus ihrer Starre lösen kann und sich selbst ein paar der Waffen nimmt um die Farm zu verteidigen.
,,Maddi. Bleib bei mir!“, weist Joey sie an, als sie los laufen will.
,,Ich werde Hershel helfen.“ ,,Dein Onkel will das ich auf dich aufpasse. Wir bleiben zusammen.“ ,,Aber...“ ,,Wir bleiben zusammen!“, sagt er noch einmal mit Nachdruck.
Sein Blick lässt keine weitere Diskussion mehr zu und Maddi nickt.
Gemeinsam mit Joey läuft sie los, um die Farm zu verteidigen. Denn das hier ist ihr neues zu Hause. Hier waren sie bisher sicher gewesen und kampflos wird sie sich nicht ergeben. Ebenso wenig wie ihr Onkel.
Andrea und T-Dog sowie Maggie und Glenn machen sich mit den Fahrzeugen auf den Weg, damit sie die Beißer weg locken können. Jimmy nimmt sich das Wohnmobil und macht sich ebenfalls auf den Weg.

,,Vielleicht sollten wir ihnen helfen.“, ruft Joey Maddi über den Lärm der Schüsse und Beißer hinweg zu.
,,Nein. Guck doch mal wie viele das sind. Das würden wir nie schaffen.“, antwortet sie und schießt einem weiteren Beißer in den Kopf.
,,Das werden immer mehr. Maddi, wir können nicht mehr lange hier bleiben!“ ,,Ich weiß.“, mutlos lässt sie die Waffe sinken.
Seit Minuten sind sie jetzt schon dabei auf die Beißer zu schießen, doch für jeden toten Beißer kommen zwei neue.
Verzweifelt sieht Maddi sich nach ihren Freunden und ihrem Onkel um, kann aber niemanden wirklich ausmachen.
Sie sieht nur die Fahrzeuge über die Wiese kurven, hört die Schüsse die von allen Seiten widerhallen und das laute Stöhnen der vielen Beißer.
Fieberhaft versucht sie einen Plan zu entwickeln, wie sie die Farm und sich noch retten können, doch ihr fällt nichts ein. Außer. Flucht.
,,Joey.“, hilflos dreht sie sich zu dem jungen Mann, der nun auf sie zukommt.
,,Ich weiß. Wir müssen hier weg.“, murmelt er und legt ihr eine Hand auf die Schulter.
Maddi nickt und erschießt noch einen Beißer, ehe sie an Joeys Seite zum Haus rennt.
,,Wir holen nur noch unsere Sachen. Nur das Nötigste. Dann machen wir uns mit den anderen aus dem Staub.“, ruft sie ihrem Freund zu und rennt immer weiter.
,,Geht klar.“, stimmt er ihr zu und schießt auf einen Beißer, der ihnen entgegen kommt.
Maddi hält sich nicht lange mit den Beißern auf und weicht ihnen einfach aus. Im Slalom rennt sie auf das Haus zu und kann aus dem Augenwinkel Hershel sehen, doch noch immer auf die vielen Beißer schießt. Für einen kurzen Moment spielt sie mit den Gedanken ihn da weg zu holen, doch da taucht Lori auch schon auf und ruft nach ihm.
Davon ausgehend, dass sie den Mann mitnehmen wird, rennt sie einfach weiter ins Haus und die Treppe hoch.
,,Maddi. Wo willst du hin?“, hält Winny sie jedoch auf der Treppe auf.
,,Ich hole meine Sachen.“ ,,Wir müssen hier weg.“ ,,Ich weiß. Habt ihr Carl gefunden?“ ,,Nein.“ ,,Mist.“ ,,Er ist sicher bei seinem Vater. Komm, wir müssen los.“ ,,Nicht ohne meine Sachen. Geh schon vor, ich bin in zwei Minuten da.“, Maddi befreit sich aus Winnys Griff und rast die letzten Stufen nach oben.
In Beth' Zimmer schnappt sie sich nur schnell ihren Rucksack und poltert dann auch schon wieder die Treppe nach unten.
Joey erwartet sie am Fuß der Treppe, bepackt mit seinem und Daryls Rucksack.
,,Können wir?“ ,,Ja. Nichts wie weg hier.“, keucht sie und rennt auch schon an ihm vorbei.
Auf der Veranda herrscht schon wieder Chaos.
Carol redet auf Lori ein, Lori schreit nach Hershel, der noch immer auf die Beißer schießt.
Maddi zögert einen Moment, rennt dann aber zu ihm, gefolgt von Joey.
,,Hershel. Wir müssen hier weg!“, schreit sie ihn beinahe schon an.
Ohne Reaktion. Er schießt einfach immer weiter auf die Beißer, die auf ihn zukommen und scheint sie nicht einmal wirklich wahrzunehmen.
,,HERSHEL!“, schreit Maddi nun und packt ihn an der Schulter.
Die Einzige Reaktion die sie darauf bekommt, ist aber nur ein verbissener Blick und das er ihre Hand wieder abschüttelt. Mehr nicht. Er sagt nichts. Er macht nicht einmal Anstalten hier zu verschwinden.
Fassungslos und erschrocken sieht sie den Mann an, wird dann aber auch schon von Joey weg gezogen.
,,Lass ihn! Wenn er hier sterben will, ist das seine Entscheidung!“ ,,Wir können ihn nicht einfach hier lassen!“ ,,Wir müssen hier aber weg. Los jetzt!“, ohne weiter auf ihren Protest zu hören, zerrt er Maddi einfach mit sich.
Nach wenigen Metern gibt sie ihren vergeblichen Widerstand auf und rennt einfach mit Joey mit, der auf den alten Wagen von Carol zusteuert. Sie hat nur noch einen Gedanken.
Überleben und zu Daryl zurück kommen.
Dafür muss sie aber erst einmal von der Farm runter kommen.
,,Komm schon Winny!“, ruft sie der Frau zu, die gerade von der Veranda auf sie zugelaufen kommt.
,,Was ist mit Hershel?“ ,,Der rührt sich kein Stück. Wir haben es versucht.“, gibt Maddi gehetzt zurück und rennt weiter.
Winny schließt sich den beiden sofort an. Ohne sich noch einmal umzudrehen, rennt sie Maddi und Joey nach, Richtung Autos. Ebenso wie Lori, Patricia und Beth. Bis....
Patricia schreit auf, als ein Beißer sie zu fassen bekommt und augenblicklich seine Zähne in ihrem Hals versenkt.
Panisch hält sie noch immer die Hand von Beth, die nun ebenfalls anfängt zu schreien und es nicht schafft los zu lassen.
,,Nein. Lauf weiter, Lori!“, weist Maddi die dunkelhaarige an, als diese zu Beth zurück laufen will und stürzt sich selbst auf einen der Beißer.
Mit Schwung wirft sie die gesamte, kleine Gruppe um und geht ebenfalls zu Boden. Zusammen mit drei Beißern, der schreienden Patricia und Beth.
,,Patricia.“, jammert Beth verängstigt.
Maddi schießt dem ersten Beißer, der sich in Patricias Hals verbissen hat, ohne mit der Wimper zu zucken in den Kopf. Joey und Winny schießen jeweils auf die anderen beiden.
,,Patricia.“, jammert Beth wieder auf und rüttelt an der Frau, die nur noch gurgelnde Geräusche von sich gib und mit verblassenden Augen vor sich hin starrt.
,,Beth, komm schon. Wir müssen hier weg.“, Maddi kommt wieder auf die Beine und will das Mädchen mit sich ziehen, schafft es aber nicht. Noch immer hält sie die Hand der inzwischen toten Frau.
,,Beth. Los.“, Maddi zieht ein weiteres Mal an ihr, wieder ohne Erfolg.
,,Joey. Hol den Wagen!“, weist sie den jungen Mann zu und deutet auf den Wagen von Carol.
Nickend rennt Joey weiter.
,,Winny. Hilf mir mal.“, sofort kommt auch Winny auf das Mädchen zu und fasst sie an den Schultern.
,,Komm schon, kleines. Wir müssen weg. Wir können nichts mehr für sie tun.“, flüstert sie ihr zu, während Maddi die Hand löst.
Es dauert noch einen Augenblick, ehe die beiden Frauen es endlich schaffen und Winny das blonde Mädchen zum Wagen bringt. Maddi will ihnen eigentlich folgen, wird aber vorher von den Beinen gerissen, als sie am Knöchel gepackt wird.
Erschrocken schreit sie auf und dreht sich auf den Rücken.
Stöhnend zieht Patricia sich über sie nach oben, gräbt ihre Finger in ihre Kleider und versucht an den Hals des Mädchen zu kommen.
Maddi versucht an ihre Waffe zu kommen, kann sie aber nicht erreichen, weil sie ein Stück entfernt über ihrem Kopf liegt. Panisch versucht sie sich die Frau weitestgehend vom Leib zu halten. Irgendwie.
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