Break the Ice - Kleider

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
08.02.2018
19.05.2018
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Der nächste Morgen fühlte sich furchtbar an. Er war müde und spürte wie die Sonnenstrahlen durch seinen Vorhang ihn aggressiv aus einem schrecklichen Albtraum lösten. Das ganze Gespräch lag ihm wie schwerer Stein im Magen und er hatte keine Ahnung wie er diesen Tag durchstehen sollte. Erst musste er von 7 bis 13 Uhr in der Uni verbringen. Und die restlichen Stunden bis abends konnte er im Comicladen Comics sortieren, schreiende Kinder beruhigen und Kunden beraten die nach einem bestimmten Superhelden suchten. Außerdem musste er heute auch noch die Regale putzen weil der Azubi vom Chef mal wieder getrödelt hatte. Das blieb natürlich an ihm, der Aushilfe und Putze hängen. Wie wenig Bock er auf das alles hatte.
Außerdem hatte er auch noch verschlafen. Seine Uhr stand auf 6:40 Uhr und eigentlich war spätestens um zehn nach aus den Federn. Wie gerädert stand er mit wackeligen Beinen auf. Die Nacht über konnte er kaum Schlaf finden da er sich schwitzend hin und her warf. Vor seinen Augen hatte er diese mysteriöse braunhaarige Frau die Florian so den Kopf verdrehte. Und da war noch dieser Ex der ihn… zumindest in seiner Umschreibung… hart gefickt hatte. Und das tat ihm in der Seele weh. Einfach weil er so das Gegenteil von Phillipp war. Weich und sanft, eher romantisch und vor allem nicht ganz so draufgängerisch. Vielleicht war das aber auch nur die Eifersucht die da aus ihm sprach.
Und in seinem Traum… da war wieder dieser Mann. Er hatte nur Konturen, war komplett schwarz und jedesmal fühlte er sich so geborgen in diesen unbekannten Armen. Als würde er ihn wegdrängen von Florian der ihm so zugehörig schien. Nach all dem wusste er gar nicht mehr wo hinten und vorne war. Und in seinen Träumen war Florian ein richtiger Mistkerl der ihn zusammenschlug. Die Person half ihm dann auf. Um ihn herum war alles wabernd und nebelig… verloren… im Hintergrund lachte eine Frau. Seine Freundin? Sie lachte so krank und besessen. So furchterregend. Am Ende sah er nur noch tiefrote Augen die ihn aus dem Schlaf rissen. Dabei hatte er sich einen Krampf am Bein eingeholt und seinen Nacken verrissen. Er hatte laut geschrien als er sich aus diesem tonnenschweren Albtraum löste.

Noch immer klopfte sein Herz bis zum Hals hinauf. Total planlos und lieblos schmiss er sich eine Mineralwasserflasche in seinen Rucksack und beschloss mal wieder in der Kantine zu essen. Wenn er so weitermachte konnte er wohl bis nächstes Weihnachten auf das bessere Schneideprogramm sparen. Als Youtuber musste man aber auch eine Menge an Kosten stemmen. Auch wenn das den meisten Zuschauern nicht wirklich bewusst war. Die warteten eh schon ungeduldig auf neue Videos, doch er hatte keine Ahnung wie er das momentan neben seinem Studium managen sollte. Vielleicht sollte er seine Videos auf zwei die Woche reduzieren. Einfach um sein Privatleben mal wieder unter Kontrolle zu bringen, dachte er sich, während er sich seine gefütterte Jacke anzog, in die schwarzen Schuhe schlüpfte und die Treppen runter eilte. Schweißperlen zeichneten sich auf seiner Stirn und er spürte den pochenden Schädel. Die Kopfschmerzen plagten ihn jetzt schon und er hatte mal wieder absolut keinen Lust auf die Uni.
Diese wartete schon mit „strafenden Blick“ auf ihn und wirkte noch ehrfürchtiger von der Ferne. Auf die Armbanduhr mit Entsetzen schauend lief er in das rechte Gebäude hinein um die Gänge entlang zu laufen. Seine Beine schmerzten, sein Kopf dröhnte, sein Herz schlug wiederholt gegen die Brust und er fühlte sich als würde ihn der Teufel persönlich aussaugen nur um ihm seine letzte Lebenskraft zu nehmen. Zögernd öffnete er die knarrende, schwere Holztür die sicher schon einige Lenzen hinter sich hatte. Dann sah er in den dunklen Saal. Sein Professor erklärte anscheinend wieder was im Projektor und jetzt erinnerte sich auch daran, dass er eigentlich noch für einen Test lernen sollte. Irgendwas hatte Herr Henning ihm da gesagt, doch er kam nicht dazu darüber nachzudenken.

Schnell saß er sich auf seinen gewohnten Platz und entdeckte auch schon Daniel neben sich. Dieser schob ihm grinsend einen Papierstapel entgegen. Anscheinend noch mehr Lernstoff. Wunderbar, dachte sich Timon ironisch und seufzte schwer. „Er hat uns gerade erklärt was in den nächsten Tests so vorkommt und hat uns auch gewarnt, dass das nächste Semester noch schwerer wird. Du solltest dich also ranhalten.“ Und er zwinkerte ihm verführerisch zu. Doch Timon blickte nur verwirrt und übermüdet in die dunkelgrünen Augen. „Du siehst echt schrecklich aus. Hat der Kerl gestern versucht dich vor laufender Kamera zu vergewaltigen oder wieso siehst du aus wie sieben Tage Regenwetter?“ murmelte Daniel so leise, dass Herr Henning es nicht hören konnte.
Doch der Braunhaarige sah auf den grauenvollen Stapel an Papieren. Wie sollte er die nach seiner Spätschicht bitte auch noch in sich reinkloppen? Und das Wochenende war auch schon verplant. Genau wie das Darauffolgende. Er würde also fast keine Zeit zum Lernen haben. „Und wann ist der Test?“ fragte Timon aus gepressten Lippen und spürte die Anspannung in seinem Körper. Daniel schaute ihn mitleidig an. „Ich denke mal, dass es so Anfang November sein wird. Ist ja nicht mehr lange bis dahin. Ich glaube in zwei Wochen oder so.“ überlegte der Schwarzhaarige und legte sich den Stift aufs Kinn um seine Gehirnzellen anzukurbeln.
„Ja, ich denke mal in der ersten Novemberwoche. Wolltest du dir nicht sowieso im November irgendwann freinehmen? Dann kannst du danach ja mit mir chillen wenn du Bock hast. Ich hab noch ein paar Urlaubstage für dich übrig.“ Und Daniel warf ihm einen Mundkuss zu. Irritiert starrte sein Gegenüber ihn an. „Du weißt, dass ich vergeben bin. Und nein. Da treffe ich mich mit meinen Eltern. Das ist schon fest verplant.“ „Deine Eltern werden sicher begeistert sein wie gut sich ihr Sohn im Unterricht schlägt.“ feixte er und seine dunkelgrünen Augen funkelten frech. Erst jetzt fiel ihm auf was für einen schönen Bart der andere hatte. Er war nur ein Hauch von Bart, aber gerade so viel, dass es eine gewisse Erotik hatte. Und sein Adamsapfel war auch sehr ansehnlich.

Dem anderen entging natürlich nicht, dass Timon ihn aufmerksam studierte und zwinkerte ihm zu. „Ich seh doch, dass du Interesse an mir hast. Wieso hängst du dich so an diesen Kerl ran? Der benutzt dich doch nur. Bei mir hättest du eine Menge Spaß.“ grinste Daniel und lehnte sich vor. Mit seiner rechten Hand streichelte er langsam die des anderen, während er ihn aus seinen unglaublich grünen Augen musterte. „Du bist echt schön. So aus der Nähe hast du echt was Besonderes.“ flüsterte Daniel und es war als hätte sich eine kleine Kuppel um sie geschlossen, denn irgendwie blendete Timon nun komplett den Unterricht aus. Glücklicherweise zog sein Professor es diesmal auch vor vorne zu bleiben. Vielleicht war ihm im Nachhinein doch eingefallen wie unseriös es war seine Studenten so zur Schau zu stellen. Er wusste es nicht.
Nur, dass die leicht geröteten Lippen des anderen ihm langsam näher kamen. Timon hielt vor Schreck den Atem an und umklammerte zitternd seinen blauen Kuli den er als Markenzeichen immer bei seinen Videos umherwirbelte. Jetzt war es als hätte dieser Stift die Kraft ihn komplett aus der Realität zu befördern. Er starrte diesen grünen Teich an und verlor sich tatsächlich für einen sehr langen und dennoch unwahrscheinlich kurzen Moment darin. Dieser Augenblick war… unglaublich? Doch als er ein Rascheln der Blätter und Knarzen der Stühle hörte zuckte er zusammen. Wie ein Reh auf der Flucht zog er sich aus diesem intensiven Moment und keuchte auf. Der Schwarzhaarige blickte ihn leicht erschrocken an. Anscheinend war er gerade dabei gewesen sich geistig auf diesen Kuss einzustellen, doch das sollte er nicht bekommen. Nicht so einfach und vor allem nicht so vereinnehmend.
„Ich hab eine Menge Spaß mit Florian.“ knurrte Timon wütend und könnte sich ohrfeigen, dass er sich überhaupt auf diese Bekanntschaft eingelassen hatte. Daniel würde sicher nicht das letzte Mal versuchen ihn zu küssen und oh… es gefiel ihm auch ein wenig so umworben zu werden, doch versetzte es ihm gleichzeitig auch einen Stich wie sehr dieser seine prekäre Situation ignorierte. Es war ihm einfach nicht möglich zu verstehen, dass er einfach nicht anders konnte. Er musste einfach herausfinden was sich zwischen Florian und ihm abspielte.

Und wenn er das Risiko einging eine Beziehung zu zerstören, doch war diese nicht sowieso längst schon ein Schutthaufen? – Nein, fuhr es ihm durch den Kopf. Die beiden hatten von Anfang an eine spezielle Beziehung und er war nur ein kleiner Spielball darin. Florian könnte jederzeit so tun als wäre nie etwas gewesen, aber… erst jetzt kam ihm die Frage auf die es überhaupt zu dem Heiratsantrag der Freundin kam? „Du denkst zu viel, Süßer.“ schnurrte Daniel und streichelte noch immer seine Hand. Mit knallroten Gesicht zog er seine Hände aus die des anderen, doch der versuchte seine Finger in seine zu umschließen. Vollkommen hilflos starrte er auf dieses Gewirr an Händen und warf Daniel einen vorwurfsvollen Blick zu. „Ich… ich…“ Irgendwie fiel ihm bei all der Müdigkeit einfach kein passendes Argument ein. Er war so gefangen in seiner Rolle als Nerd und stiller Streber und plötzlich war er der totale Chaot. Hatte sein Leben nicht mehr unter Kontrolle. Und irgendwie hatte auch sein Körper die Kontrolle über dieses Konstrukt verloren das ihm immer so stabil vorkam.
„Ich weiß. Ich weiß.“ antworte Daniel nur und streichelte – ähnlich wie Flo es bei ihm gemacht hatte an diesem Wochenede – mit einem Daumen zärtlich in sein Handinneres. Er erschauderte und fragte sich gerade selber wieso keiner seiner Mitstudenten auf diese Situation aufmerksam wurde. Doch diese waren anscheinend genauso strebsam wie er es noch vor ein paar Wochen war. Mit geröteten Wangen schaffte er es schließlich sich von diesen warmen, weichen Händen zu lösen die in ihm ein Schaudern auslöste. Eine kleine Gänsehaut bildete sich auf seinem Nacken der noch immer kalten Schweiß abließ. Er spürte wie sein Körper sich immer mehr drehte und merkte erst jetzt was die ganzen unruhigen Nächte in ihm ausgelöst hatte.
„Alles okay, Kleiner?“ fragte Daniel und rückte näher an ihm.
Nein, war es nicht.
Sein Leben drehte sich.
Alles drehte sich.
Und er merkte selbst wie sein Körper langsam erschlaffte und von der Bank rutschte. Mit dem Kopf stieß er gegen die Kante der Bank und prallte schwer auf den Boden. Eine Schülerin schrie auf. Und diesmal war wirklich der ganze Kurs auf ihn aufmerksam geworden. „Oh Gott! Wir brauchen einen Arzt.“ rief ein Mitschüler im Hintergrund, während sein Professor die Treppen hochhechtete. „Hey, Timon. Alles in Ordnung? Du bist ganz blass. Hast du heute morgen nichts gegessen?“ fragte Herr Henning und schob seine Hand unter seinem Kopf um ihn aufzustützen. „Kerstin, kannst du bitte die Schulärztin holen. Sie soll sich Timon mal ansehen.“ Einer seiner Mitstudentinnen nickte und schnappte sich eine Freundin um den Raum zu verlassen. Daniel kniete sich besorgt neben ihn. „War er die ganze Zeit schon so blass?“ Der Schwarzhaarige errötete leicht als ihm diese Frage gestellt wurde.

Anscheinend war er selber in dem Moment so geistesabwesend gewesen, dass ihm der Zustand seines Mitschülers nicht aufgefallen war. „Nun ja, er sah schon etwas fertig aus. Zumindest hatte er andauernd an der Stirn geschwitzt. Ich dachte das lag am Laufen. Da er … zu spät kam.“ Mit einem entschuldigenden Blick zu Timon, der nur stumm den Kopf schüttelte. Es war ihm so unangenehm, aber gleichzeitig spürte er die Schwere seines Körper. Und plötzlich war ihm auch bewusst, dass dieses ganze Wochenende, das ellenlange Gespräch mit Florian und die zusätzliche Last der Uni einfach zu viel wurde. „Kannst du dich bitte um ihn kümmern? Ich werde dir Papiere mitgeben. Ich denke mal du kriegst das hin?“ fragte der Professor Daniel und dieser nickte verstehend.
„Ich denke es ist fürs Erste am Besten wenn du im Ruheraum bleibst um dich zu erholen. Die Schulärztin und Daniel können sich dann weiter um dich kümmern. Ich werde Kerstin und Sarah noch Bescheid geben. Oder mach du das am Besten, ja?“ wandte er sich an Daniel, der wieder nickte. Er hievte den Braunhaarigen langsam nach oben und legte dessen Arm auf seine Schulter damit er ihn besser tragen konnte. „Ich werde meinen Unterricht fortsetzen. Euch wird dann alles nachgereicht. Keine Sorge. Ihr werdet nichts verpassen.“ Und Herr Henning lächelte verständnisvoll bevor er sich von Daniel und Timon verabschiedete.

„Alter, du machst Sachen.“ sagte der Schwarzhaarige ihm kurze Zeit später. Sie waren längst im Ruheraum. Die Schulärztin hatte gerade einen anderen Patienten. Unglücklicherweise hatte es auch eine Studentin getroffen. Diese wurde am Campus aufgefunden. Was passiert war wussten beide nicht, aber die Schulärztin würde schnellmöglichst zu Timon kommen. Derweil war dieser jedoch froh nicht irgendwie untersucht zu werden. Denn momentan war er noch zu sehr damit beschäftigt seine Ohnmacht zu verdauen. In der Zeit seiner Ohnmächtigkeit war Daniel nicht von seiner Seite gewichen. Er war auch während des Gehens kurzzeitig weggenickt, doch es war bewundernswert wie stark Daniel war. Das musste echt vom Training kommen. Anders konnte sich Timon das nicht erklären. Denn ein bewusstloser Mann in seiner Größe wog schon etwas, doch der andere war in den Moment anscheinend so um seinen Zustand besorgt gewesen, dass er unglaubliche Kräfte annahm um diesen sicher in den Ruheraum zu bringen.
Erst als er in dem weichen Bett lag und den speziellen Geruch von Lavendel, Medizin und Desinfiktionsmittel roch kam er aus seiner Ohnmacht heraus. Nur langsam bildeten sich die Konturen vor seinen Augen. Verwirrt griff er nach seiner Brille die auf dem Nastkästchen lag und schaute in die dunkelgrünen Augen die ihn sicher schon minutenlang angestarrt hatten. „Hey, geht’s dir besser?“ Timon schüttelte den Kopf. Ihm war immer noch kotzübel und er hatte das Gefühl einen Schleudergang hinter sich zu haben. Stöhnend drückte er seinen Kopf in das weiche Kissen und starrte Daniel an der in der Zeit anscheinend Händchengehalten hatte. Mit geröteten Wangen schaute er auf die Hand des anderen die ihn immer noch hielt und seufzte schwer.
„Tut mir leid. Ich muss sicher schwer gewesen sein.“ Daniel lachte auf. „Ach was, das bin ich gewohnt. Ich bin sowieso immer der Packesel der Gesellschaft.“ Und er schmunzelte. „Wenn nicht in ein paar Minuten die Ärztin kommen würde würde ich dich hier und sofort im Bett vernaschen.“ Timon lief glutrot an und zog sich die Decke tiefer über das Gesicht. „Du bist bescheuert.“ murmelte er in dieses hinein und der Schwarzhaarige. „Ich bin höchstens bescheuert weil du immer so viel Wirbel um dich machst.“ Eine Träne löste sich von seinem Auge. „Garantiert nicht absichtlich. Das hat sich alles so gebildet…weißt du… ich bin selber noch durcheinander von dem ganzen Kram der um mich herum passiert.“ erklärte Timon wehmütig.

Aus den Augenwinkeln sah er wie Daniel sich auf das Bett saß. Das Gewicht des anderen brachte das Bett leicht zum Knarzen und Ächzen, doch das ignorierte er. Mit einer Hand fuhr er über seine glühende Stirn und seufzte schwer. „Ich kann das sogar sehr gut verstehen. Ich wünschte mir nur, dass du dich nicht weiter in diese Scheiße reinreiten würdest. Schließlich weißt du wie diese Menschen ticken die andere betrügen. Lass dich nicht verarschen, bitte.“ befahl ihm Daniel, doch wieder schüttelte Timon den Kopf. „Mann, verstehs doch endlich. Er will es wirklich mit mir versuchen.“ „Und das macht dich sicher, weil?“ fragte Daniel mit schiefgelegten Kopf und musterte ihn skeptisch.
„Er hat sich mir anvertraut. Richtig. Gestern. Er hat mir von seiner Freundin erzählt und erklärt wo der Haken ihrer Beziehung ist.“ murmelte Timon trotzig und spürte wie die Tränen aus seinen Augen fluteten. Erst jetzt spürte er wie stark der Klos seine Lunge vom Atmen abgehalten hatte. Wie eine gewaltige Macht die langsam seine Tränen aus ihm filterte und wieder Klarheit in seinem Kopf schaffte. Die Kopfschmerzen lösten sich langsam in diesen Tränen auf und er richtete sich wieder etwas auf. Mit einer Hand fuhr er sich über das Gesicht. „Jede Beziehung hat einen Haken, aber es gibt so viele Paare die sich davon nicht abhalten lassen. Was macht dich sicher, dass Florian anders ist als die anderen?“
Diese Frage erschütterte sein Innerstes.
Er wusste nicht.
Selbst nach diesem Skypegespräch wusste er es einfach nicht. Doch das würde er fürs Erste nicht herausfinden denn die Schulärztin kam rein um ihn zu begutachten. Ruckartig setzte sich Daniel wieder auf den Stuhl und blickte Timon von der Ferne an. Er war so viel ernster und weniger albern als die Stunden mit ihm davor. War er wirklich der Richtige für ihn? Und was war mit Florian? Seine Geschichte war so tieftraurig und mitreißend. Diese beiden Männer machten ihn einfach nur irre und er wusste sich einfach nicht zu helfen. Diese Begegnung mit Daniel hatte seine Gefühlsachterbahn auf ein noch höheres Level gebracht. Und er war immer noch so existent.

„Ohh… ich seh schon. Sie haben starkes Fieber. Dafür brauch ich nicht mal ein Messgerät. Hatten sie in letzter Zeit genug gegessen? Ich hab das Gefühl sie sind etwas mager im Gesicht. Ich werde ihnen gleich mal eine Suppe vorbeibringen.“ sagte die Schulärztin mit besorgten Gesicht und studierte ihn aufmerksam. Dann nahm sie sein Handgelenk und messte seinen Puls. „Auch sehr niedrig. Sie sollten wieder mal etwas kürzer treten. Ich werde sie morgen und übermorgen krankschreiben. Nur zur Sicherheit. Der nette Herr hier kann Ihnen ja alle Papiere bringen. Zur Not müssen sie ihr Semester verlängern.“ Timon wurde schwer ums Herz. Er wollte seine Eltern nicht enttäuschen. Und auch nicht seine Zuschauer, doch er hatte das Gefühl, dass ihm grade alles zu viel wurde.
„O-kay…“ Seine Stimme brach ab.
Wieder spürte er wie die Tränen in ihm aufstiegen, doch er wollte zumindest noch warten bis die Schulärztin weg war. Diese genierte sich, notierte etwas auf ihrem Klemmbrett und gab dann Bescheid in einer halben Stunde das Essen von der Uni-Küche zu bringen. Daniel nickte verstehend. Sie gab ihm den Rat ihn erst mal zu beaufsichtigen und gab ihm ebenfalls den restlichen Nachmittag frei. Als sie ging spürte Timon wie alles in ihm zusammenbrach. Er warf sich die Hände ans Gesicht und fing hemmungslos zu Heulen an. Daniel sah ihn aus mitleidigen Augen an und nahm ihn in den Arm. Ließ die ganze Tränenflut auf sich plätschern, während er liebevoll seinen Rücken streichelte. Erst jetzt merkte er wie sehr der andere unter dieser Last gelitten hatte.
Timon selbst wusste nicht mehr wohin mit seinen ganzen Gefühlen. Er fühlte sich so ohnmächtig vor Schmerz. Er hatte seiner Mutter versprochen, dass er alleine klar kam. Aber nichts war. Er kam überhaupt nicht klar. Und je mehr Nähe er bei Daniel zuließ desto mehr verschloß er sich vor Florian, dabei merkte er doch wie diese L-Wort in seinem Herzen für den Älteren brannte. Er hatte keine Ahnung wie man eine Affäre führte. Geschweige denn eine funktionierende Männerbeziehung. Und das nicht mal im sexistischen Sinne, sondern einfach weil Männer so ganz anders tickten als Frauen. Rauer und doch irgendwo auch leidenschaftlicher. Halt wie Männer untereinander waren. Da herrschte ein ganz anderer Umgang als bei diesen wunderschönen, zart beseideten Geschöpfen. Frauen waren wunderbar. Keine Frage, doch momentan waren es die Männer die ihm die Sinne raubten.

„Shh, beruhig dich wieder. Du bist in Ordnung. Vielleicht momentan nicht gesund, aber du hast immer noch deine Affäre.“ Warum sagte Daniel ihm das? Er war schließlich immer noch scharf auf ihn. Timon hörte auf zu Schluchzen und atmete schwer und heiser auf. Mit zitternden Händen griff er nach dem Taschentuchpaket und befreite eines davon aus der Plastikhülle die leicht einriss. Er wischte sich den Rotz und die Tränen aus dem Gesicht und trocknete es sorgfältig bevor er dem anderen wieder beschämt in die Augen sah. „Woher kommt dieser Stimmungsumschwung?“ Daniel grinste breit. Irgendwie stand ihm dieses selbstsichere Lächeln, dachte sich der Braunhaarige nur und wischte sich durch die noch immer noch schwitzenden Strähnen.
„Dasselbe könnte ich dich auch fragen. Du bist viel offener zu mir seitdem ich dir geholfen habe. Seitdem dem Skypegespräch mit deinem Süßen bist du wie ausgewechselt. Er scheint echt einen guten Einfluss auf dich zu haben.“ Und Daniel strich ihm sanft durch seine braunen Haare die eine leichte Gänsehaut bildeten. „Ich… ähm… na ja, du bist sehr fürsorglich. Und anscheinend doch nicht so ein Arsch wie ich anfangs dachte.“ gestand Timon mit gesenkten Kopf. „Außerdem glaube ich, dass du doch ein bisschen Charakter besitzt. Auch wenn du das nicht so gerne vor anderen zeigst. Du spielst gerne die Rolle des kleinen Angebers, oder?“ Daniel zuckte lächelnd mit den Schultern und ließ seine Hände von seinem Kopf ab. Fast schon enttäuscht schaute Timon ihn an, doch er hielt sich selber sein eigenes Versprechen vor Augen.
Er würde auf keinen Fall schwach werden.
Auch wenn Daniel ihm sich noch so anbot.
Vorher wollte er mindestens noch einmal mit Florian reden. Außerdem war dieser mittlerweile bereit sich ihm zu öffnen. Obwohl sie erst mal für lange Zeit nicht miteinander reden würden. Zumindest bis zu diesem Wochenende, stellte Timon geknickt fest und suchte nach seinem Smartphone. Das lag ebenfalls auf dem Nachtkästchen und er griff danach. Mal wieder waren unzählige Nachrichten auf Whatsapp zu sehen, doch eigentlich interessierten ihn gerade nur Florians. Und diese ließen sein Herz leise aufjubeln als dieser ihm eine zärtliche und besorgte Nachricht hinterließ: „Hey mein Kleiner. :-* Ich hoffe dir geht es gut. Tut mir leid für den abrupten Abbruch, aber ich musste heute schon um halb fünf raus weil mein Chef mir mal wieder mehr Arbeit aufgebrummt hat.“ Ab dort hatte er eine zweite Nachricht gesendet und diese laß Timon ebenfalls voller Zärtlichkeit. Er sah aus den Augenwinkeln wie Daniels Augen sich leicht verfinsterten. So leicht kam er doch nicht mit dieser Affäre klar.
„Ich freue mich schon unglaublich auf dieses Wochenende. Das ist neben Youtube momentan echt mein Angelpunkt im Leben und ich bin so glücklich, dass wir uns getroffen haben. Ich vermisse dich. <3 Dein Flo.“

Timon seufzte erleichtert auf. Irgendwie war eine Nachricht von ihm wie ein Schub in seinem Herzen. Er spürte wie die Kraft langsam wieder durch seine Adern floss und atmete tief ein und aus. Diese Nachricht heiterte ihn tatsächlich auf und er sah Daniel an der ihn aus leicht enttäuschten Augen anschaute. „Du scheinst dir echt noch Hoffnung zu machen, hab ich Recht?“ Dieser nickte nur zur Antwort. Momentan war er jedenfalls noch nicht bereit den anderen an sich ranzulassen. Außerdem merkte er in jeder Nachricht die von Flo kam, dass dieser auch mehr wollte. Und er gab die Hoffnung einfach nicht auf, dass er doch die Kraft hatte sich von dieser ungewöhnlichen Frau zu lösen.
Aber trotz aller Gefühle für ihn hatte er das Gefühl, dass Florian ihm eine entscheidende Sache verschwiegen hatte. Ob er diese am Wochenende noch erfahren würde? Er wusste nicht. „Ich wünschte es wäre nicht so.“ kam es sehr verbittert von Daniel der seinen Kopf in den Nacken lehnte und die Decke betrachtete. „Hier laufen so viele Kerle herum, aber irgendwie scheint einer wie der andere. Als wir zusammenstießen dachte ich mir auch erst: Was für ein Arsch. Doch dann hab ich dich kennengelernt. Deine Ausstrahlung hat mich angezogen. Es war dir nicht wichtig beliebt zu sein und du schienst auch sehr in deiner Welt gefangen zu sein.“ erzählte Daniel und blickte ihn seitlich an, während er sein Handy zögernd auf das Nachtkästchen legte. „Ich weiß auch nicht… mein Leben ist momentan sehr langweilig. Klar, ich hab nen geilen Job. Viel Geld und aufmerksame Eltern, aber mir hat immer was gefehlt. Bis du in mein Leben getreten oder besser gesagt…“ Er grinste leicht spöttisch. „…gestolpert bist.“
Der Braunhaarige errötete bis unter die Haarwurzel.
Diese Komplimente machten ihn doch sehr verlegen.
„Ich hätte niemals gedacht, dass ich auf Kerle mal so abfahre, aber Mann… ich weiß auch nicht. Du hast einfach Würze in mein Leben gebracht. Vor allem mit der Story mit deinem Typen. Langeweile scheinst du nicht zu kennen.“ Timon gab ihm im Stillschweigen Recht, obwohl sein Leben auch mal anders aussah. „Und jetzt sitzt du hier vor mir und sagst mir, dass dir das Risiko – jemand könnte dein Herz brechen – lieber wäre als eine stabile Beziehung. Keine Ahnung. Ich hab selber oft gelogen in meinem Leben und war auch echt ein arrogantes Arschloch.“ Oh ja, das konnte er wirklich sein, dachte sich der Braunhaarige nur innerlich augenrollend, hörte dem anderen aber weiter zu. „Doch irgendwann wurde mir das auch irgendwie… langweilig? Ich weiß auch nicht. Ich hatte meine Eltern mit meinem Ruf als den Weiberhelden beschämt und sie zogen dann um weil sie sich damit nicht identifizieren wollten. Meine Ex rennt mir teilweise heute noch hinterher. Ich musste sogar meine Nummer wechseln weil sie nicht aufhörte mich zu stalken.“ Warum erinnerte ihn diese Geschichte so an Phillipp?

„Seitdem ich dieses Studium angenommen habe verläuft mein Leben wieder besser, aber halt auch nur normal. Meine Eltern sind beide geschäftstätig und nicht oft Zuhause. Ich bin die meiste Zeit entweder beim Training oder höre Musik. Doch Ziele hab ich keine im Leben.“ Timon war beeindruckt wie scheinbar leicht es dem anderen fiel seine Lebensgeschichte einfach mal so zu erzählen. „Und ich weiß auch nicht. Eigentlich dachte ich auch nicht, dass ich mich für Männer interessieren würde, aber als du mein Treffen als Date angesehen hast da… da legte sich bei mir irgendwie ein Schalter um und ich sagte mir einfach nur: Warum nicht? Probiers doch erst mal. So viele Kerle lehnen es ab mal ans andere Ufer zu schwimmen und sich da mal die Köstlichkeiten anzusehen. Wenn ich mich selber so geil finde warum dann nicht auch andere Männer?“
Jetzt wurde Timon echt verlegen. So direkt wie Daniel das aussprach könnte Timon das nie. Vor allem nicht vor seinem konservativen, strengen Vater. Der hatte schon genug Probleme damit seine Youtube-Sache zu tolerieren die ihm immer noch sehr merkwürdig vorkam. Im Allgemeinen war seine Mutter die Einzige die ehrliches Interesse an seinem Leben zeigte. Sie war auch die Einzige die auch mal nach seinen wahren Bedürfnissen fragte. Nicht so wie sein Vater der nur immer wieder mal die typischen Fragen durchging um sein Gewissen zu beruhigen. „Und da sind wir wieder. Bei meinem tollpatschigen und unvorsichtigen Timon der jetzt im Krankenbett neben mir liegt und mich aus seinen süßen, grünbraunen Augen betrachtet.“ Daniel blickte ihm tief in die Augen und der Braunhaarige merkte wie seine Röte sich vertiefte. Er räusperte sich verlegen und hoffte, dass doch bald die Ärztin wieder kommen könnte. Einfach nur um vom Essen abgelenkt zu werden. Zumal er echten Hunger hatte nach der ganzen Aufregung.
„Und war ich in deinen Träumen?“ fragte ihn Daniel aus verträumten Augen heraus und stütze sein Kinn an seinen in Herz geformten Händen ab, die auf seinen Knien gestützt waren. Timon lachte nervös auf. „Nicht wirklich… aber ein unbekannter Mann.“ Und erst jetzt merkte er wie er sich verplappert hatte. Wieso vertraute er das überhaupt diesem Typen an? Er wollte doch gar nichts von ihm. Glaubte er. Dachte er. Doch Daniel grinste nur selbstzufrieden und setzte sich wieder auf. „Aha… ich schein dich doch nicht so kalt zu lassen wie du immer von dir behauptest. Wie auch immer. Ich denke, dass ich meinen armen, kranken Timon morgen mal Zuhause besuchen werde. Schließlich brauchst du jemanden der sich um dich kümmert.“ Doch dieser schüttelte panisch den Kopf. „Nein, das wirst du nicht tun. Ich… ich bin immer noch in einer…“ „Affäre. Keine Beziehung. Du bist nicht gebunden.“ unterbrach ihn Daniel, doch da kam schon die Schulärztin herein um ihm einen kleinen Betttisch und die warme Suppe zu bringen.

In einem Arm hatte sie den kleinen Klapptisch zwischen den Achseln eingeklemmt und auf den Händen lastete die brühend heiße Suppe. Daniel kam ihr helfend entgegen, während sie ihm die Suppe in die Hände drückte klappte sie den Tisch vor Timon auf der sich verlegen hinsetzte. „Soo… deine Suppe. Ich denke mal essen kannst du alleine.“ scherzte die Schulärztin und schmunzelte. Der Braunhaarige rollte entnervt mit den Augen. Dieses extreme Bemuttern war etwas was er ohnehin nicht mochte. Daniel lachte nur auf und grinste ihn zufrieden an. „Ich lass Sie erst mal alleine. Danach musst du noch ein Attest unterschreiben. Das kann dein Freund ja dann deinem Professor geben. Und dann sind sie fürs Erste entlassen.“ Timon seufzte schwer auf. Er musste auch noch seinem Chef Bescheid geben, dass er spontan krankgeschrieben wurde. Der würde sicher Sprünge vor Begeisterung machen wenn er das hörte, dachte dieser sich entnervt und löffelte etwas lustlos die Suppe vor sich.
Diese schmeckte gar nicht so schlecht, stellte er fest, während Daniel ihn aus seinen unglaublich grünen Augen betrachtete. „Du hast schöne Augen.“ rutschte es ihm erneut aus als er etwas an der Suppe schlürfte. „Ich weiß.“ grinste Daniel selbstbewusst und Timon rollte mit den Augen. „Deine sind aber auch sehr schön. Du hast dieses gelbe Steinchen in deiner Iris. Hat dir das schon mal jemand gesagt? Das sieht man selten.“ Und Timon ließ den Löffel wieder sinken. Nein, das hatte ihm bisher Niemand gesagt. Nicht mal Florian. „D… dir ist das aufgefallen? Ich meine… danke. Ja, nein… das hat noch Niemand gesagt.“ kam es schulterzuckend von ihm. Er hätte sich gefreut wenn Florian das mal aufgefallen wäre.
„Jetzt hat es dir jedenfalls mal jemand gesagt. Das macht dich in meinen Augen alleine schon einzigartig. Darf ich dich mal ohne deine Brille sehen?“ fragte Daniel neugierig und rückte mit dem kleinen Stuhl wieder näher an ihn ran. Peinlich berührt schob Timon die Suppe etwas von sich weg und hob sein Nasengestell um dieses neben der Suppe abzustellen. „Wow, du siehst echt anders aus ohne deine Brille.“ Timon errötete erneut und senkte den Kopf. „Ich hätte nicht gedacht, dass diese Brille dich so anders aussehen lässt. Aber mit gefällst du mir fast schon ein wenig besser. Da siehst du aus wie so ein süßer, kleiner Streber den man nur noch flachlegen möchte.“ Und der Schwarzhaarige grinste dreckig.

Erschrocken griff Timon wieder nach seiner Brille um sich diese wieder aufzusetzen. „Du bist ein Ferkel.“  erwiderte er und widmete sich wieder seiner Suppe. „Ich weiß, aber das macht dich doch so scharf. Nicht war?“ Und er zwinkerte Timon zu. „Ich werde das erst mal unseren lieben Prof. bringen. Du kannst ja derweil deine Suppe essen, Süßer.“ schnurrte er honigsüß und stand auf. Nicht ohne nochmal dem anderen zuzuwinkern und bewegte sich schließlich Richtung Türe.
„Daniel?“
„Ja?“
„Danke.“ murmelte Timon und lächelte dem anderen zu. „Ist doch selbstverständlich.“ grinste Daniel und wandte sich zum Gehen, während der andere ihm nachdenklich hinterher starrte. Diese Woche hatte es definitiv in sich, dachte sich der Braunhaarige und ließ sich seufzend in das weiche Kissen fallen um nachdenklich ins Leere zu starren. Doch fürs Erste war er froh einfach mal den Alltag stoppen zu können und er würde die zwei Tage garantiert nutzen um mal ein wenig Schlaf nachzuholen. Und über seine Gefühle nachzudenken. Denn in einem hatte Daniel bei seiner ganzen arroganten Art doch Recht: Wenn er so weiter machte würde er sicher nur kaputt davon werden und schließlich war er „nur“ in einer Affäre. Da konnte er es sich auch mal erlauben von dieser Abstand zu nehmen. Auch wenn sie gerade mal ein paar Tage lief, doch das würde er diesem natürlich nicht sagen.

Er war erleichtert, dass es wohl wirklich nur am mangelnden Schlaf und Essen lag und so widmete er sich voll und ganz der warmen Suppe und war froh schon so früh nach Hause zu können. Für Erste wollte er sich erst mal das holen was ihm die ganzen Tage verwehrt blieb und das würde er so gut ausschöpfen wie es nur ging. Genussvoll schob er sich einen Löffel mit warmer Gemüsebrühe und frischen Gemüse in den Mund, während seine Augen verträumt aus dem Fenster starrten und er die Situation auf sich wirken ließ. Die Vögel zwitscherten ihr Morgenlied und er dachte an die Geschehnisse die noch kommen würden, aber auch jene die hinter ihm lagen.

„Was nicht ist kann ja noch werden.“ murmelte Timon in Gedanken versunken und dachte noch lange über diese Worte nach bevor er sich schließlich auf den Weg nach Hause machte.

~**~

Eine offensichtliche Konfrontation von Daniel. ^^ Wie findet ihr ihn? Mögt ihr ihn oder eher weniger? Die Meinungen auf Wattpad sind da ja sehr gespalten. Der offizielle Shippingname (von meinen Leserinnen ausgedacht) ist übrigens Damon. xD Aber ob sich wirklich was anbannt ist eine andere Frage.

Noch ist da ja die Affäre... wer weiß was noch alles zwischen den beiden passiert. ;)

LG, LadyThumperQueen
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