Löwenhoffnung (Arbeitstitel)

GeschichteRomanze, Familie / P16
07.02.2018
14.02.2018
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21 Jahre später

„Schwesterherz, komm mal her!“, rief James Sirius Potter quer über den Gryffindortisch seiner kleinen Schwester Lily Luna Potter zu. „Wir haben einen Brief von Mum und Dad bekommen und hier steht, dass wir ihn alle gemeinsam lesen sollen.“
„Dann müssen wir aber noch Al holen.“, erwiderte sie mit vorwurfsvoller Stimme und quetschte sich neben ihn auf die Bank. Die Eulen hatten gerade wie jeden Morgen die Post gebracht und die Schüler und Schülerinnen frühstückten gut gelaunt, holten schnell das Lesen eines Kapitels aus einem der Schulbücher nach bevor der Unterricht anfing oder schienen noch gar nicht richtig wach zu sein.
„Och...wir können ihm doch noch später erzählen, was in dem Brief steht...“, meinte James und rutschte unbehaglich auf seinem Platz hin und her.
„Hast du etwa Angst, dass Chloe dich wieder zur Schnecke macht, wenn du auch nur in der Nähe des Slytherintischs auftauchst?“, lachte Lily James Meinung nach viel zu schadenfroh dafür, dass sie erst 12 Jahre alt war und keine Ahnung hatte, wie schwer es sein konnte, sich eine unerwünschte Verehrerin vom Hals zu halten, die zudem noch viel zu sehr von sich selbst überzeugt war und Chloe Parkinson hieß.
„Sei nicht so frech! Ich will nur nicht, dass unser lieber Bruder sein Gespräch mit Yannik Zabini abbrechen muss, nur um zu hören, dass wir alle fleißig lernen sollen, Mum uns ganz schrecklich vermisst, Dad schon wieder Überstunden machen muss und dass Oma sich schon freut, dass sie in knapp zwei Monaten an Weihnachten wieder die ganze Familie bekochen kann.“ James machte über die anderen Haustische hinweg eine Kopfbewegung Richtung Albus, der tatsächlich in ein Gespräch mit seinem besten Freund vertieft war.
Lily seufzte und nickte. „Ja, da hast du wahrscheinlich recht, es ist wahrscheinlich eh das Gleiche wie immer. Und jetzt zeig endlich her!“ Lily freute sich immer am meisten über die Briefe von zu Hause, auch wenn der Inhalt selten stark variierte, und verfasste auch gerne seitenlange Antworten, was nicht heißen soll, dass sich der 15jährige James und der 13jährige Albus Severus nicht freuten, wenn ihre Eltern ihnen Post schickten, jedoch überließen sie die daraus resultierende Schreibarbeit gerne ihrer Schwester.
James ließ sich nicht länger bitten und begann, den Brief zu überfliegen.
„Und? Was schreiben sie?“, drängte Lily und beugte sich nun ebenfalls über das Pergament.
„Also bisher nur das Übliche...Dad hat einen neuen Auftrag zusammen mit Mr. Malfoy...“ Er verzog das Gesicht, denn er hatte selten etwas Gutes über den ehemaligen Slytherin gehört, wenn jemand aus der Familie Geschichten aus Hogwarts erzählt hatte. Zwar schien er sich gebessert zu haben, aber trotzdem wollte Harry nicht unbedingt mehr als nötig mit ihm zu tun haben. Leider arbeiteten sie beide als Auroren und mussten immer mal wieder gemeinsam an Fällen arbeiten. „Anscheinend gibt es ein Sicherheitsproblem in Askaban...hm.“
„Ja, ich hab vorhin einen Artikel im Tagespropheten gesehen, in dem es auch darum ging. Es soll einem Gefangenen gelungen sein, unerlaubt Kontakt zu Zauberern außerhalb Askabans aufzunehmen. Wer das war oder wieso er das getan hat stand aber nicht drin.“
„Falls jemand ernsthaft in Gefahr schweben würde oder etwas Schlimmes passiert wäre, hätte der Tagesprophet sicher darüber berichtet. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen.“, beruhigte James seine Schwester, die jedoch nur verwirrt die Stirn runzelte.
„Ich hab keine Angst. Tu nicht immer so als ob ich noch ein kleines Kind wäre!“, sagte sie erbost. James lachte auf. „Das bist du aber.“
„Du bist gemein“, Lily tat kurz als ob sie schmollen würde, doch da sie nicht auf einen Streit aus war, sprach sie schon nach wenigen Sekunden schon weiter. „War‘s das schon oder hat Mum noch mehr geschrieben?“
„Warte...“ James fuhr fort mit dem Lesen des Briefs. „Hey, hör mal, es gibt tatsächlich große Neuigkeiten!“, rief er dann aus. „Du weißt doch wer Hermine Laurent ist, oder?“
„Die Schulfreundin von Mum und Dad, die kurz nach dem 7.Jahr nach Frankreich gezogen ist und dort geheiratet hat?“, fragte Lily.
„Richtig, genau die. Zu Schulzeiten hieß sie noch Hermine Granger. Sie soll die beste Schülerin ihres Jahrgangs gewesen sein und...“
„Und?“
„Sie war mit Onkel Ron zusammen.“, sagte James mit gesenkter Stimme.
„Echt? Das wusste ich gar nicht. Wann den und für wie lange und wieso haben sie sich getrennt?“, hakte Lily neugierig nach, glücklich, dass niemand da war, der sagen könnte, dass sie noch zu jung sei, um das zu verstehen.
„Ähm...so genau weiß ich das auch nicht, eigentlich dürfte ich das glaube ich auch gar nicht wissen.“, gab James verlegen zu. „Ich habe per Zufall mal ein Gespräch von Mum und Dad über die beiden gehört. Sie sind wohl im 7. Jahr zusammengekommen, allerdings haben sie sich dann nach der Schlacht als das Schuljahr vorbei war und sie ihre Prüfungen abgelegt hatten schon wieder getrennt. Den Grund weiß ich nicht, aber es muss etwas sehr Schlimmes gewesen sein, denn seitdem hatten sie wohl nur noch sehr selten Kontakt. Onkel Ron hat begonnen sich um die Neueröffnung neuer Filialen von Weasleys zauberhafte Zauberscherze im Ausland zu kümmern und Hermine ist nach Frankreich gegangen, hat geheiratet und zwei Kinder bekommen, aber das weißt du ja schon.“
Ja, aber was ist denn nun mit ihr?“
James schmunzelte über die ungezügelte Neugierde seiner Schwester.
„Mum schreibt, dass sie mit ihren Kindern noch Ende dieser Woche nach England zurückkommt. Ob ihr Mann auch mitkommt steht hier allerdings nicht...Aber schau mal, sie hat Fotos von den Kindern beigelegt.“ Er reichte Lily die Bilder herüber.
„Die bewegen sich ja gar nicht!“, rief diese überrascht aus. James zuckte mit den Schultern, er wusste nicht, wieso sie keine Zaubererfotos bekommen hatten, aber es war ihm relativ gleichgültig, denn er war viel zu beschäftigt damit, das Mädchen auf einem der Fotos genauestens zu betrachten. Es war eine Strandaufnahme auf der sie ein luftiges Kleid mit Spaghettiträgern trug und in die Kamera lächelte während ihre blonden Locken vom Wind in alle Richtungen geweht wurden.
Das ist Zoé Louise, sie ist gerade 15 geworden.“, erklärte Lily, nachdem sie die restlichen Zeilen des Briefs überflogen hatte. „Sie ist hübsch, oder?“
„Ja...das ist sie.“, sagte James nach einem kurzen Räuspern und legte das Bild eilig beiseite. Seine Schwester warf ihm von der Seite her einen prüfenden Blick zu.
„Mach dir bloß keine Hoffnungen, Brüderchen. Wollen wir wetten, dass sie bereits einen festen Freund hat?“, grinste sie dann. James warf ihr einen wütenden Blick zu und schnappte sich das andere Foto, um nun Zoé Louises Bruder zu betrachten. Er schien ebenfalls in seinem Alter zu sein, vielleicht war sogar noch etwas älter. Auch er lachte und trug Sommerkleidung. Im Gegensatz zu den Haaren seiner Schwester waren seine aber von einem hellen Nussbraun, bis auf wenige Wirbel
glatt und kurz.
„Er heißt Jaques Simon. Und er ist ganz schön heiß.“, stellte Lily fest.
„Und definitiv zu alt für dich!“, lachte James woraufhin seine Schwester eine Schnute zog, aber zustimmend nickte.
Sie machen jedenfalls beide einen sympathischen Eindruck. Hoffentlich vergehen die letzten Wochen bis zu den Weihnachtsferien nicht allzu langsam, damit wir sie endlich kennenlernen können.“
„Das hoffe ich auch“, nickte James, „Ich frage mich sowieso, wieso sie uns nicht schon früher besucht haben. Beim Mittagessen müssen wir aber erstmal Al auf den neuesten Stand bringen. Meinst du Zoé Louise und Jacques Simon werden später auch noch nach Hogwarts wechseln?“
„Gut möglich. Lass uns später weiter reden, der Unterricht beginnt gleich und ich will nicht schon wieder zu spät kommen. Tschüss!“, verabschiedete sich Lily von ihrem Bruder, stand auf und gesellte sich zu ihren Mitschülern, die gerade auf dem Weg waren, die Große Halle zu verlassen.
Was soll das heißen, ,Schon wieder‘?“, rief James ihr noch hinterher, doch sie war schon in der Menge verschwunden. Also runzelte er nur verwirrt die Stirn, packte den Brief und die Fotos ein und machte sich ebenfalls auf den Weg zur ersten Stunde.


Die Sonne war bereits untergegangen, als Leo hörte, wie ein Schlüssel in der Wohnungstür umgedreht wurde. Draco Malfoy trat ein.
„Guten Abend, Dad.“, begrüßte Leo seinen Vater von der Couch aus und legte das Buch, in welchem er bis eben gelesen hatte, auf einem kleinen Tisch ab. Der offene Wohn- und Essbereich grenzte direkt an den Eingang an; einen Flur gab es nicht. Im hinteren Teil des Raums befand sich die nur durch eine Theke abgegrenzte Küche und an der linken Wand führten drei Türen zu Badezimmer, Gästezimmer und den Schlafzimmern. Die Möbel waren aus einem hellen Holz gefertigt, ebenso der Boden. Farbige Akzente wurden durch die weinroten Sofas und Sessel und die in rot-schwarz gehaltene Küche gesetzt. Alles war sehr hochwertig, allerdings auch nicht so teuer, dass der normale Durchschnittsbürger von solchem Mobiliar nur träumen könnte. Allein der silberne und mit Diamanten verzierte Kronleuchter, der in der Mitte des Raums von der Decke hing, und einige Gemälde deren Preis man sich lieber nicht vorstellen wollte schienen nicht in das Gesamtbild zu passen.
Draco hängte seine Jacke auf, zog die Schuhe aus und ließ sich in den Sessel gegenüber seines Sohns fallen. Erschöpft rieb er sich übers Gesicht, bevor er anfing zu sprechen.
„Entschuldige bitte die Verspätung, ich musste mal wieder Überstunden machen. Dieser neue Auftrag von Potter und mir scheint komplizierter zu sein als gedacht.“ Er griff nach einer Wasserflasche, die auf dem Tisch stand, und nahm einen großen Schluck.
„Kein Problem...Und so spät ist es ja nun auch wieder nicht.“, meinte sein Sohn nach einem kurzen Blick auf die Wanduhr; sie zeigte 21 Uhr.
„Oh ja, im Vergleich zu dir gestern Nacht ist es noch später Nachmittag. Oder soll ich lieber gleich heute Morgen sagen?“, fragte Draco scharf und Leo wusste, dass jetzt das Gespräch bevorstand, das ihm schon den ganzen Tag lang Bauchschmerzen bereitet hatte. Er räusperte sich, um etwas Zeit zu gewinnen.
„Ja, es war wohl wirklich ein etwas...unpassender...Zeitpunkt, um vorbeizuschauen.“, wählte er seine Worte sehr sorgfältig.
„Halb vier in der Nacht ist tatsächlich nicht die beste Zeit, seinem alten Vater mal wieder einen Besuch abzustatten. Und dazu noch stockbesoffen! Ich hatte eigentlich gedacht, dass du nach 7 Jahren endloser Gemeinschaftsraumpartys wissen müsstest, wo deine Grenze liegt. Kein vernünftiges Wort hast du über die Lippen gebracht und ich hab anschließend kein Auge mehr zu bekommen, denn das, was ich mitbekommen habe, klang als ob der Weltuntergang bevorstünde. Ich erwarte eine Erklärung, Leopold Inocencio Malfoy!“
Leo rutschte unruhig hin und her und versuchte dem durchdringenden Blick seines Vaters zu entkommen.
„Also...ich war mit ein paar Freunden feiern...“, fing er langsam an.
„Du meinst, ihr seid durch alle Clubs Londons gezogen um euch volllaufen zu lassen?“
„Nein, nein, so war das nicht.“, beeilte sich Leo zu versichern.
„Sondern?“
„Ich hatte einen Streit mit Maya...und um mich etwas abzulenken bin ich halt zu einem Kumpel, der wollte aber gerade los, Party machen, also bin ich mitgegangen.“ Maya war Leos feste Freundin und er wusste, dass sein Vater keine hohe Meinung von ihr hatte, was nicht unbedingt daran lag, dass sie Muggel war und keine Ahnung von der Existenz der Magie hatte, sondern eher weil sie nicht gerade das war, was man als intelligent bezeichnen würde. Draco ließ die Tatsache, dass sich die beiden gestritten hatten, relativ kalt.
„Und wieso bist du danach zu mir gekommen und nicht zurück zu Maya gegangen? Wenn ich mich nicht täusche, bist du bereits vor drei Monaten in ihrer Wohnung eingezogen.“, fragte Draco spöttisch. Auch nach all den Jahren hatte er nicht alle Slytherinzüge ablegen können. Wenigstens kamen sie nur durch, wenn er verärgert war. Zum Glück hatte Leo nur sehr wenige dieser Charaktereigenschaften geerbt, dafür schien er eine noch größere Vorliebe für Partys, Alkohol und wilde Knutschereien, aus denen allerdings bitte nie etwas festen werden sollte, zu haben, als einst sein Vater.
„Leopold, ich warte!“, forderte Draco seinen Sohn erneut zu einer Antwort auf. Jedoch zog dieser es vor, den Boden anzustarren sich beharrlich in Schweigen zu hüllen.
„Leopold...“, wiederholte Draco noch eine Spur schärfer.
„Äh...“, Leo kratzte sich verlegen am Kopf, „Maya...sie...sie hat mich rausgeschmissen. Wir haben uns getrennt.“ Sein Vater schien zu spüren, dass das noch nicht komplette Wahrheit war und schaute ihn nur abwartend an. Solange er nicht ehrlich war, würde er kein Mitgefühl von seinem Vater erwarten können, das wusste Leo.
„Eventuell...es könnte sein, dass ich...also vielleicht...“, er brach ab und atmete tief durch, „Ich habe sie betrogen. Nicht absichtlich, es lief nicht mehr als ein bisschen Knutschen und ein paar Hände, die sich auf Wanderschaft begeben haben, und außerdem war ich betrunken, also war das nicht absichtlich, aber sie hat es irgendwie spitz bekommen und vollkommen überreagiert...Na ja, jetzt wollte ich fragen, ob du mich in nächster Zeit wieder bei dir wohnen lassen würdest...bis ich eine eigene Wohnung gefunden habe.“ Draco schwieg. Dieses Geständnis musste er erstmal sacken lassen. Sein Sohn war definitiv schlimmer als er; schließlich hatte er es trotz Alkohol immer geschafft, seinen Freundinnen treu zu bleiben. Pansy Parkinson war er treu gewesen, zwei weiteren Slytherinmädchen, erneut Pansy und...sein Herz verkrampfte sich automatisch, er wagte nicht ihren Namen zu denken. Mit ihr hatte er seine letzte, wenn auch sehr kurze, Beziehung geführt. Zwar hatte er sich immer mal wieder mit anderen Frauen getroffen, jedoch war nie die Richtige dabei gewesen. Letztendlich hatte er die Suche vor zwei Jahren aufgegeben. Er wusste, dass niemand jemand dazu fähig sein würde, solche Gefühle in ihm zu wecken, wie sie es getan hatte.
„Verdient hättest du es nach dieser Aktion wohl allemal, wenn ich dich jetzt vor die Tür setzen würde“, sagte er schließlich und erntete einen erschrockenen Blick. „Aber ich bin dein Vater, deine Familie, und das hier ist dein Zuhause. Du wirst hier immer willkommen sein, egal was für eine Scheiße du angestellt hast, verstanden?“ Nach diesen Worten atmete Leo auf und fuhr sich erleichtert durch die hellbraunen Haare.
„Danke, Dad. Für einen Moment dachte ich wirklich, du würdest mich wieder rausschmeißen.“
„Das würde ich niemals tun, Leo. Allein schon weil deine Mutter mich umbringen würde, wenn ich mich nicht gut um dich kümmern. Jedenfalls würde sie das tun, wenn...wenn sie es noch könnte.“, sagte Draco leise und so ernst, dass Leo es nicht wagte, etwas zu erwidern. Es kam nicht oft vor, dass sein Vater über seine Mutter sprach, schon gar nicht von sich aus. Er hatte den Blick nach innen gerichtet, war leicht in sich zusammengesunken und schien sich an eine längst vergangene Zeit zu erinnern. Leo wollte den Moment nicht durch eine womöglich unpassende Bemerkung zerstören. Zudem wusste er so gut wie nichts über seine Mutter, er hatte sie nie kennengelernt und Draco war auch nicht bereit ihm mehr als nötig zu erzählen. Er wusste nur, dass sie kurz nach seiner Geburt gestorben war. Das war das Einzige, was sein Vater ihm gesagt hatte. Er wolle nicht, dass Leo in der Vergangenheit krame, er solle im Hier und Jetzt leben.
Schließlich richtete Draco sich wieder auf sah seinen Sohn an. „Ein Anliegen habe ich allerdings noch.“
„Ja?“
„Bitte entscheide dich endlich, was du in Zukunft arbeiten möchtest. Du bist 20, hast vor drei Jahren deine Schulausbildung abgeschlossen und es ist nun höchste Zeit, eine Ausbildung anzufangen! Vor allem, wenn du dir wirklich eine eigene Wohnung kaufen – oder wenigstens mieten – möchtest. Du musst anfangen, dein eigenes Geld zu verdienen.“ Leo seufzte, er wusste, dass sein Vater Recht hatte. Aber so einfach wie der das darstellte war es einfach nicht.

„Ich weiß, Dad. Ich wollte ja eigentlich Heiler werden, nur gibt es da noch so viele andere Bewerber, das kann Jahre dauern, bis ich einen Platz bekomme. Deshalb habe ich mich nochmal etwas umgeschaut und gedacht, dass vielleicht auch Lehrer etwas für mich wäre. Ich würde mich in Hogwarts bewerben.“
„Es ist mitten im Schuljahr.“, erwiderte Draco skeptisch.
„Das ist ja der Haken.“, antwortete Leo niedergeschlagen. „Ich hab da auch noch einen anderen Plan, aber ich weiß nicht, ob das alles so klappen wird, wie ich mir das vorstelle...“
„Was ist das denn für ein Plan?“, erkundigte sich Draco neugierig.
„Das möchte ich lieber noch nicht erzählen, ich will dich nicht enttäuschen, falls es nichts wird.“
„Hm, wenn du meinst.“, meinte Draco schulterzuckend und versuchte die Abweisung nicht all zu persönlich zu nehmen. Dann stand er auf. „Gut, wenn jetzt alles geklärt ist werde ich mich hinlegen. Ich bin wirklich fertig. Gute Nacht, Leo.“
„Gute Nacht, Dad.“, erwiderte Leo und stand ebenfalls auf, um ins Bett zu gehen.
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