Zoom dich zu mir

GeschichteRomanze / P16
06.02.2018
21.02.2018
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Nun stehen wir bereits seit zwei Stunden hier und unterhalten uns eng umschlungen über Gott und die Welt. Gerade hat Bill eine Geschichte aus seiner Kindheit erzählt. "Ja, das war echt verrückt!" Lacht er. Seit heute ist mir entgültig klar, warum es weder mit Luis, noch mit Tim oder Florian geklappt hat. Bill und ich sind einfach für einander bestimmt. Nun bereuhe ich es kein Stück mehr, noch nie zuvor einen Freund gehabt zu haben.Jede Träne, die ich jemals wegen eines Jungen vergossen habe, erscheint mir auf einmal so nichtig. Ich bin froh, dass ich meinen ersten Kuss mit dem Richtigen erlebt habe. Es stimmt also doch, dass jeder Wunsch in Erfüllung geht, wenn man es wirklich will. Gestern noch hätte ich nie geglaubt, dass ich tatsächlich irgendwann in Bills Armen liegen darf.
"Marie, ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben, du bist alles, wovon ich nie zu träumen gewagt hätte!"
"Oh Bill, du bist so unglaublich süß!" Ich bin total verzaubert. "So etwas Schönes hat noch niemand zu mir gesagt." Wir küssen uns leidenschaftlich.
"Süße, möchtest du heute über Nacht bei mir bleiben?" Fragt Bill wenig später. "Total gerne", antworte ich. "Aber was ist mit Anika?" "Mach dir darüber keine Sorgen", entgegnet Bill. "Ich organisiere schnell einen Bodyguard, der deine Cousine nach Hause bringen kann." "Ok super!" Stimme ich glücklich zu. "Ich schreibe nur schnell meiner Mutter, dass ich erst morgen früh zurückkomme. Sie macht sich immer schrecklich viele Sorgen."

Während Bill unter der Dusche steht, lasse ich den Tag revue passieren. Ich bin also wirklich im Jahr 2007. Außer mir scheint niemand etwas von dem Zeitsprung bemerkt zu haben. Das Wichtigste ist aber: ich bin endlich mit meiner großenLiebe zusammen!

*Bills Sicht*

Marie *_*. Endlich habe ich sie gefunden. Niemals hätte ich gedacht, dass ein Mädchen wie sie wirklich existiert. Sie ist soooo perfekt. "Nur nichts falsch machen Bill!" Ermahne ich mich selbst. Im Gegensatz zu Tom bin ich süßen Mädchen gegenüber total nervös . Allerdings hat mein lieber Bruder wohl noch nie die Liebe seines Lebens im Arm gehalten. Sonst hätte er ja nich jede Nacht eine Andere. Ich jedenfalls will für immer und ewig mit meiner Marie zusammen sein.

*Maries Sicht*
"Da bin ich wieder, Schatz!" Ruft Bill, als er aus dem Badezimmer kommt. "Hast du mich vermisst?" "Und wie!" Antworte ich. "Schon Fünf Minuten ohne dich sind zu viel" Füge ich hinzu.
"Bill, ich möchte nicht, dass dieser Abend vergeht." Sage ich traurig. "Morgen bist du weg und Alles wird vorbei sein." Der Gedanke tut furchtbar weh. "Nichts wird vorbei sein!" Wiederspricht Bill. "Ich liebe dich Marie, und ich lasse dich auf keinen Fall wieder los! Wir schaffen das!" Ich falle ihm in die Arme. Bill hebt mich hoch und legt mich vorsichtig auf sein Bett. Kichernd ziehe ich ihn neben mich. "Nicht frech werden!" Bill fängt an, mich zu kitzeln. "He lass das, ich bin kitzelig!" Nachdem wir eine Weile getobt haben, kuscheln wir uns nebeneinander unter die Decke. Bill hat seinen Arm um mich gelegt. So schlafen wir kurze Zeit später ein. Mehr passiert in dieser Nacht nicht.

Am nächsten Morgen wache ich durch das unangenehme Piepsen von Bills Wecker auf. Es ist erst halb Fünf. Aber die Jungs müssen bald weiter. Heute Abend spielen sie in München.  Verschlafen drehe ich mich zu Bill. "Guten Morgen Süße", sagt er und gibt mir sofort einen Kuss. Nachdem wir uns aus dem Bett gekämpft und angezogen haben, wird uns klar, dass der Abschied nun unmittelbar bevorsteht. "Dann muss ich jetzt wohl gehen", sage ich mit nassem Blick. "Ruf mich an, sobald du zu Hause bist, in Ordnung?" Bill greift nach meiner Hand. Bevor ich mich auf den Weg mache, überreicht er mir einen Umschlag. "Erst aufmachen, wenn du daheim bist", grinst er mich frech an. "Das ist unfair!" Schmunzle ich. Nachdem ich einen letzten Abschiedskuss bekommen habe, verlasse ich das Hotel. Ich muss mich beeilen, denn heute will ich wieder in die Schule gehen. Schließlich darf ich mein Abitur trotzdem nicht vergessen.

Um sieben Uhr komme ich zu Hause an. Zuerst will ich meinen Schatz anrufen. Nach dem zweiten Klingeln hebt er ab . "Hey Süßer, ich bin nun sicher zu Hause angekommen, du fehlst mir." Melde ich mich. "Du fehlst mir auch, mein Engel!" Antwortet er. "Hoffentlich sehe ich dich bald wieder!" Sage ich mit Tränen in den Augen. "Vielleicht schneller als du denkst Süße. Ich muss jetzt Auflegen, Tom will noch was von mir. Ich liebe dich!" "Ich dich auch!" Dann müssen wir das Gespräch beenden.
Bevor ich meine Schultasche packe, öffne ich Bills Umschlag.

Oh mein Gott.....
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