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Die völlig bekloppte Reise in die Moderne

GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
der Namenlose Held Diego Gorn Lester Milten
04.02.2018
17.08.2018
45
152.428
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04.02.2018 1.405
 
So ... willkommen bei einer total bekloppten Geschichte. Sicher, dass du das lesen willst?
Wie kam ich drauf? Alles fing mit einem Traum an, in dem Lester, Diego, Gorn, Milten und der Held zurück im Schläfer Tempel waren, um sein altes Zeug inklusive Uriziel zu holen und dann ... waren sie auf einmal auf einem Mittelaltermarkt teleportiert. Tja ... Äh... keine Ahnung wie ich im Traum zu diesem Gedankensprung kam. Ich vermute es hing damit zusammen, dass ich am Vortag Gothic gespielt habe und im Fernsehen "Die Besucher" und "Die Zeitritter" lief (Wer das nicht kennt: Es geht um einen Ritter und seinen Knappen, die mittels magischem Trank ausversehen in die Moderne geraten und es kommt zu allerhand lustigen und blödsinnigen Szenen). Und ähnlich wie dort im Film passierten auch den Jungs aus Gothic allerhand ... Merkwürdigkeiten. Es lässt sich sagen, es war total bekloppt aber lustig. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, das mal aufzuschreiben ... und doch ist es jetzt da. Ich hab mich bemüht es auch für alle anderen außer mich verständlich aufzuschreiben, was nicht einfach ist, weil gerade wenn ich träume, dann ist das alles vollkommen logisch, Außenstehend betrachtet, aber totaler Blödsinn und es erfordert doch etwas Kraft damit daraus dann etwas halbwegs nachvollziehbares wird.
Ein paar zu erwähnende Dinge: Die Vorgeschichte hierzu ist "Neue Abenteuer braucht der Held"
https://www.fanfiktion.de/s/5a77257900011f0b7723d9a/1/Neue-Abenteuer-braucht-der-Held
Es ist nicht unbedingt erforderlich sie zu lesen, aber es wäre schon hilfreich.


Der Held hat eine magische Hosentasche, die es ihm erlaubt, allerhand Zeug mit sich herumzuschleppen (also ganz so wie im Spiel).
Folgende Stationen hat der Held in diesem Szenario früher durchlaufen: "Buddler, Schatten, Gardist, Söldner, Wassermagier, dann später wieder Söldner, Mitglied im Kreis des Wassers, Mitglied in der Diebesgilde, Pirat, vorgeblicher Bandit, Drachenjäger ... (ich hoffe, ich habe nichts vergessen).
Er entschied sich die Klaue Beliars zu behalten, um sie im Kampf gegen die Drachen zu verwenden.
Später verließ er mit Xardas Myrtana, nachdem Zuben und König Rhobar der II. getötet wurden.
Es gibt wieder Runen, weil ich im Traum offenbar verdrängt hatte, dass es sie nicht mehr gab.
Ich denke das wars so weit ... viel Spaß.



Sie rematerialisierten sich und um sie herum erschien das übliche gleißend hellblaue Licht. Total orientierungslos blinzelten sie ins Tageslicht. An ihre Ohren drang tosender Applaus. Verwirrt sahen sie sich um. Sie standen auf einer stabil aussehenden Holzbühne. Vor Ihnen einige sehr merkwürdig gekleidete Leute und rechts neben ihnen sahen sie einen hochgeschossenen Mann, der sie mindestens ebenso verwirrt ansah wie sie ihn.
Der Held fing sich als erster.
„Da lang!“ sagte er entschlossen und marschierte geradewegs von der Bühne. Die anderen folgten ihm, froh jemanden zu haben, der zu wissen glaubte was jetzt zu tun sei. Sie gingen zwischen die Reihen der ihnen zujubelnden Menge und passierten ein Schild auf dem zu lesen war:
„Der große Beschwörungszauberer Zabini. Lässt sie garantiert sprachlos zurück.“
Der Held ging noch einige Meter und blieb dann auf einem Fleckchen Erde stehen, von dem aus er einen guten Überblick über die Umgebung hatte. Das erste was auffiel, war die unglaubliche Menge an Menschen. Es waren sicher mehr, als sich damals im gesamten Mienental befunden hatten.
Offenbar befanden sie sich auf einer großen Wiese mit vereinzelten kahlen Bäumen, auf der allerhand Verkäufer und Gaukler ihre Stände aufgebaut hatten. Die sahen immerhin halbwegs normal aus. Vielleicht war hier ja Markttag, wo immer „hier“ auch war. An der Ecke verkaufte ein Mann herrlich duftende Maronen. Gegenüber stattete ein Händler seine Kunden mit feinsten Schreibutensilien aus. Prächtige Vogelfedern lockten eine große Traube von Kunden an. Ganz weit hinten konnten sie eine Art Kulisse sehen, wo offenbar ein Bühnenstück vorgeführt wurde.
„Irgendwas muss schief gelaufen sein…“ überlegte Diego.
„He, sieh mich nicht so an!“ sagte Milten empört über Lesters Blick. „Es ist schwer genug eine ganze Gruppe zu teleportieren, wenn man dann auch noch direkt neben dem Dimensionsloch vom Schläfer steht wird das auch nicht besser.“
„Das muss es sein! Das Dimensionstor vom Schläfer! Vermutlich hat es uns irgendwie eingesaugt und dann hierhergebracht, als wir teleportierten“, überlegte der Held und fuhr sich mit der rechten Hand nachdenklich über seinen Bart.
„Heißt das … heißt das, der Schläfer ist hier auch irgendwo?“ fragte Lester und versuchte seine aufkeimende Angst möglichst nicht zu zeigen.
„Hm… möglich“, murmelte der Held nichtsahnend von der Wirkung, die diese Worte auf seine Freunde hatten.
„Also ich finde wir sollten erst einmal herausfinden wo wir hier überhaupt sind“, schlug Diego praktisch orientiert vor.
„Gute Idee. Da vorne scheint ein Ausgang zu sein“, sagte Gorn und zeigte nach links, mitten durch das Gedränge der Menschen.
Er ging voran und somit hatten die anderen überhaupt keine Schwierigkeiten nachzukommen. Gorn mit seiner muskelbepackten Erscheinung und noch dazu in martialische Rüstung gehüllt, flößte jedem in ihrer Nähe Respekt ein. Viele Leute sahen sich zu ihnen um, die ihnen begeisternd zuriefen.
„He, echt tolle Kostüme.“ „Sieht wirklich aus wie im Mittelalter.“
„Voll krass“, kam es von einigen Jungen, an denen sie vorbeigingen und die ihnen staunend hinterhersahen.
„Weißt du was das ist, Mittelalter?“ fragte Lester Milten, der vor ihm ging.
Milten zuckte mit den Achseln.
„Keine Ahnung.“
Es gab noch einmal ganz viel Gedränge, dann kamen sie endlich durch. Offenbar war hier der Eingang und wie die Menschen vorhin schon sagten, da stand auch tatsächlich ein Schild mit der Aufschrift „Mittelaltermarkt“. Was immer das auch war, eben ein Markt.
Kaum waren sie raus, erschlug sie der nächste Anblick fast. Eine erneute Welle von völliger Desorientierung erfasste sie. Vor Ihnen ragten, nach ihrem ermessen, unglaublich hohe Häuser empor, die mindestens vier Stockwerke hatten und aus denen hin und wieder seltsames Licht drang. Sie standen vor einer Straße, die schwarz und fest schien und aus irgendeiner Art von Stein bestehen musste. Darauf fuhren schnelle Karren, ohne dass irgendjemand oder etwas sie ziehen würde. Einige dieser Karren standen auch direkt vor Ihnen am Straßenrand. Sie schienen leblos. Der Held zog die Klaue Beliars und stupste einen damit an. Prompt sonderte das Schwert eine Blitzladung ab und ein schrecklicher Lärm erklang in ihren Ohren.
„He ihr, was macht ihr da mit meinem Auto?“ fragte ein dicklicher kleiner Mann in komischen Klamotten, der eilig herbeigerannt kam.
„Was? Ich kann dich nicht hören bei all dem Lärm“, schrie der Held durch den Krach hindurch.
„Das ist ein ganz normaler Autoalarm, der angeht, wenn jemand mit seinem Cosplay Schwert dagegenhaut.“
„He, ich war ganz vorsichtig“, wehrte sich der Held, auch wenn er keine Ahnung hatte was dieses Cosplay war.
Der Mann schien nun doch nicht allzu sauer. Irgendwie schien er ihren Anblick erheiternd zu finden. Vielleicht dachte er auch, es handle sich hier um irgendeinen Ulk.
„Also was ist das hier? Ein Auto sagst du?“ fragte der Held weiter.
Der Mann entschloss sich mitzuspielen. Er setzte eine verschwörerische Miene auf.
„Das sind Zauberkarossen, die mit schneller Geschwindigkeit herumfahren und die einen dahin bringen, wo immer man hin will.“
„Du meinst, so in der Art wie Teleportation?“ fragte der Held interessiert weiter.
Der Mann lachte schallend.
„Teleportation? Oh Mann Junge, wir sind doch nicht bei Käpt’n Kirk.“
Damit ließ er sie stehen und ging zum Mittelaltermarkt zurück, wo er sich gerade Karten kaufen wollte.
„He Leute, ein tolles Programm habt ihr hier“, hörten sie ihn noch zur Kassiererin sagen.
„Gut, ich denke damit ist unser neues Ziel klar“, sagte Gorn.
„Ja“, kam es entschlossen vom Helden. „Wir müssen diesen Käpt’n Kirk finden. Vielleicht weiß er wie er uns zurück in unsere Welt teleportieren kann.“
„Und wo sollen wir anfangen zu suchen?“ fragte Lester.
„Wenn er ein Käpt’n ist, dann ist er bestimmt am Hafen zu finden“, sagte Diego sofort.
„Na gut, dann auf zum Hafen“, sagte Gorn voller Tatendrang.
„Wenn einer weiß wo hier der Hafen ist“, gab Milten zu bedenken.
Für den Helden war das überhaupt kein Problem. Er quatschte einfach den nächstbesten vorbeilaufenden Typen an.
„He du, kannst du mir sagen wo ich hier den Hafen finde?“
Der Mann sah ihn amüsiert an.
„Den Hafen? Junge, wir sind hier in Berlin, da gibt es doch keinen Hafen.“
Er lachte und ging davon.
„Hm… kein Hafen.“
„Vielleicht ist der in einer anderen Stadt?“ überlegte Lester.
„Immerhin wissen wir jetzt, dass diese Stadt Berlin heißt. Hat von euch schon mal jemand davon gehört?“ fragte der Held.
Die anderen schüttelten die Köpfe. Aus dem Bauch heraus entschied der Held in welche Richtung sie gehen sollten und marschierten los.
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