Faded and Forgotten

GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character)
02.02.2018
03.02.2018
2
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In der Geschichte funktioniert das Slating etwas anders.
Jeder Slater kann nach der Behandlung reden, sich bewegen und logisch denken, aber sein komplettes Leben ist weg.
Würde mich außerdem über einen paar Review freuen. :-)
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Wer bin ich? Alles ist so hell. Wo bin ich? Ich versuche mich zu erinnern, doch dort wo die einfachsten Informationen sein sollten, sind nur weiße Flecken.
Wer bin ich, wie heiße ich?
Wie alt bin ich?
Egal wie oft und tief ich versuche zu graben, da ist nichts. Es fühlt sich ungefähr so an, als könnte ich mich nicht mehr an einen Traum erinnern, er ist nah, zum Greifen nah, und doch entwischt er.
Wie lange bin ich schon hier? Wo bin ich? Wie oft habe ich mir diese Fragen gestellt, aber keine Ahnung gehabt, wie die Antworten lauteten.

7 Tage vorher
Tylers POV
Ich umfasste meinen Kaffeebecher fester. Gleich würde ich eine Schandtat begehen.
Ich würde einem unschuldigen Mädchen alle Erinnerungen rauben. An seine Familie. Freunde. Jeden glücklichen Moment, würde ich ihr stehlen. Hatte sie einen Freund? Liebte sie selbst jemanden? Ich würde es wahrscheinlich nie erfahren.
Ich führte das heiße Getränk an meinen Mund, trank einen Schluck und verbrannte mir prompt die Lippen.
„Scheiße!“, fluchend stellte ich den Becher neben mir auf den nächsten unbequemen Plastikstuhl, der neben mir stand.
Ich rieb mir mit meinen fahrigen Händen über das Gesicht. Konnte ich das wirklich durchziehen? Ich musste. Noch konnte ich weg. Noch konnte ich dieses schändliche Leben hinter mir lassen.
„Mr. Silver, bitte zu Slater 351, Ich wiederhole: Mr. Silver, bitte zu Slater 351“, ertönte es durch die Lautsprecher, die an der Decke, der Empfangshalle angebracht worden waren.
Jetzt war es zu spät. Jetzt musste ich es durchziehen.
Ich lief an den Stühlen vorbei und entsorgte auf meinem Weg den, noch fast vollen Pappbecher.
Ich bog ab und lief diesen trostlosen Gang herunter. Wie ich es hasste. Ich verabscheute diesen Ort. Aber ich konnte hier nicht weg. Als ich ankam, blieb ich vor der milchigen Glastür stehen und atmete tief durch. Dann hob ich den Kopf wieder und tippte den Sicherheitscode ein.
Noch stand ich allein im Zimmer. Mein Blick fiel aufs Bett, in dem das Mädchen lag. Es war noch betäubt und lag im Koma. Ich sah auf die Uhr. 14:20. Noch Fünf Minuten Zeit, bis SIE kamen.
Noch fünf Minuten. Ich wusste, sie würden mir vorkommen, wie Stunden.
Ich wollte sie nicht direkt ansehen, doch ich fühlte mich verpflichtet ihr wenigstens noch diesen Respekt zu erfüllen.
Sie lag da, in einem dieser hässlichen Hemden. Sie war dünn, viel zu dünn und wirkte so unscheinbar, dass man sie fast nicht bemerkt hätte.
Ihre Augen, waren von Ringen untermalt und geschwollen. Ihre Lippen waren Blut- und Farblos.
Und ihr Haar hatte seinen Glanz verloren und bedeckte strähnig ihren Kopf.
Dieses Bild brannte sich hinter meinen Augen ein. Ich blinzelte und sah weg.
Plötzlich fühlte ich mich furchtbar feige. Einem so wehrlosen Geschöpf sollte ich alles nehmen?
Und weshalb auch immer, drängte sich jetzt eine Erinnerung in meinen Kopf, meine Erinnerung.

Die Erinnerung
Wo bin ich? Was ist hier los? WER bin ich? Ich will den Kopf drehen, doch es gelingt mir nicht.
Ich schaffe es nicht mal meine Augen zu öffnen. Irgendwann schlafe ich ein.
Als ich wieder aufwache, beugen sich drei Personen über mich. Eine Frau und ein Mann.
„Ah, er ist wach!“, meint die Frau. „Wo bin ich? Wer bin ich? Was wollen Sie von mir?“, krächze ich. Die Worte haben sich wie von selbst in meinem Kopf gebildet, bis jetzt hatte ich keine Ahnung, wie man spricht. Die Frau blickt mich pikiert an.  [Erinnerung Ende]

Als ich  die Augen öffnete und sie wieder sah, fasste ich einen Entschluss.
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