Kein Ende in Sicht...

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
02.02.2018
21.02.2019
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Je näher er der Suite kam, umso mehr beschleunigte sich sein Herzschlag.
Was sollte er nur zu seinem Freund sagen?
Es war in den letzten Stunden so unglaublich viel passiert – so viel Schönes und so viel Grausames. Er blieb einen Augenblick vor der Tür stehen, klopfte vorsichtig an und steckte erst dann die Codekarte in das Schloss.
Der Loki -Darsteller hatte es irgendwie geschafft sich anzuziehen, und lag auf dem Bett, hob nun den Kopf und versuchte zu lächeln.
»Hey, Chris«, begrüßte er ihn und seine sonst so stark Stimme hörte sich so furchbar erschöpft an.
»Hey... I'm alone... How are you?«, fragte dieser, denn auch wenn er die Antwort erahnen konnte, wollte er einfach ein Gespräch beginnen.
Tom setzte sich schwerfällig auf. »Emma called Ben, didn't she?«, schlussfolgerte er ganz richtig, sodass Chris nur nicken konnte.
»She is worried. And so are we.« Er ging zu einem der Sessel und wollte ihn gerade zum Bett schieben, als Tom meinte: »Wait.« und langsam aufstand.
Sofort war der Thor-Darsteller an seiner Seite und stützte ihn. »I promise you, we won't do Get help!«, versuchte er zu scherzen, und biss sich sofort wieder auf die Zunge, denn nun würde Tom sicher wieder an Loki denken. »Sorry, mate«, murmelte er deshalb sofort und kam sich so unglaublich ungeschickt vor.
»It's okay, that was funny«, meinte der Brite schwach und ließ sich auf einen der Sessel sinken.
Chris wollte sich ihm gerade gegenüber setzten, als ihm einfiel, dass sein Freund trinken musste, um wieder zu Kräften zu kommen, also ging er Minibar und nahm einen Orangensaft und ein Wasser heraus, welche er zum Tisch brachte und vor den anderen Schauspieler stellte.
»Nice shirt«, bemerkte dieser und lächelte.
»Yes, that happens, when you send young Tom to buy something to wear.« Er verdrehte die Augen und grinste schief.
»It suits you«, meinte Tom, bevor sein Lächeln schwand. »I'm sorry for what happened. It's not what it looked like.«
»So, you did not try to kill yourself by slicing up your arms?«, hakte Chris nach und bereute seine Wortwahl sofort wieder, als Tom leicht zusammenzuckte.
Doch war es überhaupt ratsam, seinen Freund zu schonen? Wahrscheinlich nicht.
»No... that was, what it looked like«, murmelte der Brite und senkte den Blick. »But I didn't do it, because I regretted what has happened in the rooftop bar. I know that it might look like. But I didn't. And I still don't.«
Chris wusste nicht, wieso, doch aus irgendeinem Grund beruhigten ihn diese Worte. Vielleicht, weil er nicht wollte, dass er Tom in den Selbstmord getrieben hätte, vielleicht, weil er wollte, dass nicht nur er den Sex genossen hätte.
»I just didn't want to play by Loki's rules anymore«, hauchte Tom. »He wouldn't have liked it if I had ended my life. That was all that I had in mind. You have to believe me.«
»I do«, murmelte Chris. Und das tat er. Doch minderte es seine Sorge? Natürlich nicht. »But that was stupid, Tom! Stupid as fuck!«, meinte er dann lauter. »Do you really think that Loki would mind for more that five minutes?« Er schüttelte den Kopf. »No. But we would. Ben, Emma, Sarah, your parents, I, your friends. We would moan for you for years, we would never forget you. It's not fair trying to hurt Loki by hurting us the most!«

Ben hatte sich gerade einen weiteren Martini bestellt, als sein Smartphone vibrierte. Er holte es aus seiner Tasche und sah, dass er eine neue Nachricht von Amber hatte. Er rief sie auf und runzelte die Stirn.
Which room were you in?
Er schickte die Nummer, bevor er noch ein Why? in der nächsten Nachricht sendete.
Doch es kam keine Antwort.
»Who was it?«, wollte Tom wissen, als er sein Telefon wieder eingesteckt hatte.
»Amber«, antwortete Ben.
»Oh, okay«, murmelte Tom. »What did she want?«
Ben zuckte die Schultern. »Our room number. Don't ask me why, she didn't say.«
Sie verfielen wieder in Schweigen und leerten langsam ihre Drinks. Ben versuchte nicht, ein Gespräch zu beginnen, denn er verstand, dass Tom erst einmal versuchen musste, alles, was er in den letzten Stunden erfahren hatte, zu verdauen. Also beobachtete er einfach die anderen Menschen in der Bar.
Irgendwann summte sein Smartphone erneut. Eine weitere Nachricht von Amber. Where are you?
Bar, schrieb er zurück und ließ sein Telefon wieder in die Tasche gleiten.
Das klang ja fast als wäre sie wieder hier.
»Wow«, wurde er von Tom Holland aus den Gedanken gerissen. Der junge Schauspieler hatte seine Augen auf jemanden geheftet, der gerade die Bar betrat.
Ben folgte seinem Blick und war wenig überrascht Amber zu sehen. Sie trug ein absolut aufregendes Vegas-taugliches Abendkleid, ihre langen Haare fielen ihr offen über den Rücken, und kam lächelnd auf die Beiden zu.

»You are right, and I am so sorry! I hope that you'll forgive me my stupid behavior, someday«, sagte Tom geschlagen.
Natürlich hatte Chris vollkommen recht.
Selbstmord war das Egoistischte, was man den Freunden und der Familie antun konnte, und er selbst hatte Leute immer für diese feige Tat verurteilt.
Was hatte er sich nur dabei gedacht?
Tief in seinem Inneren wusste er, dass ein großer Teil von ihm auch gehofft hatte, dass, wenn Dru es rausgefunden hätte, sie sich von Loki getrennt hätte, und der Halbgott so am eigenen Leib gespürt hätte, wie es sich anfühlte, von ihr verlassen zu werden.
Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, wie der Australier die beiden Flaschen öffnete und ihm eine hinhielt. »Here, you need to drink. The magic, Amber used to bring you back to life, might help your body to heal, but you have to help him, too.«
Tom nahm die Flasche und trank einen großen Schluck. Der Fruchtzucker tat ihm wirklich gut, auch wenn es ihm immer noch nicht gefiel, dass Chris Amber wieder erwähnt hatte. Er wollte sie endlich vergessen, einfach nicht mehr an all das denken müssen, was geschehen war.
»May I ask you something?«, kam es nach einem Moment der Stille von dem Thor-Darsteller.
Tom nickte und nahm noch einen Schluck aus der Flasche.
»Don't get me wrong, but have you never thought about using her magic for you? I mean, as it seems, that girl would do anything for you! And even if you don't like her anymore, she can do magic, can go from one place to another place within the blink of an eye – how cool is that?!« Tom konnte an Chris Stimme deutlich hören, wie aufregend dieser das tatsächlich fand und wie seltsam, dass er sich das nicht zunutze machte.

Amber genoss diesen Auftritt wieder. Es war definitv zu lange her, dass sie ihre sexy Seite gezeigt hatte. Sie spürte die gierigen Blicke der Männer überall auf ihrem Körper und fühlte deren Interesse wie ein Wabern in der Luft. Doch sie hatte nicht das geringste Interesse an irgendeinem dieser Typen. Der junge Tom dagegen tat ihr schon fast leid, denn ihm fielen fast die Augen raus. Als sie die beiden Schauspieler schließlich erreichte, schraubte Amber ihre sexuelle Aura wieder runter, denn schließlich hatte sie sich nur wieder aufgeladen, damit der Mann an der Rezeption empfänglicher für ihre Bitten gewesen war.
»Hey«, grüßte sie die beiden Briten.
»What are you doing here?«, fragte Ben, nachdem er sie umarmt hatte.
Amber winkte ab. »Just thought that you could need some help with covering some very bloody mess in one of the suites«, lächelte sie.
»What did you do?«, hakte der Sherlock-Darsteller nach.
»Just convinced the receptionist that you actually booked the suite next to yours and haven't picked up the keys yet, because you first wanted to gamble. Your room is now mine and a friend's one, who had a tragic accident during sex, resulting in her having to stay at the hospital and the room being quite bloody.« Sie zuckte die Schultern. »I've already paid, so there is no need for additional questions. All you need to do now is to pick up your keys and hand the others to me, so that I can return them. No scandals, no press.«
Sie sah, wie die Schauspieler nach Worten suchten.
»Wow... thank you!«, fand Tom Holland irgendwann seine Worte wieder. »But wasn't that very expensive?«
Amber lachte auf. »Don't worry, I can afford it.«
Und wie sie das konnte, immerhin lief ihr Geschäft super und die Aufträge brachen nicht ab. Es waren wesentlich mehr Menschen bereit, die Hälfte ihres Vermögens für Wunderheilung auszugeben als sie zunächst gedacht hatte. Und obwohl sie das meiste Geld auf das Konto des Kamar-Taj überwies, sowie einiges spendete, blieb noch immer recht viel für sie selbst über. Ganz reichte es noch nicht für das Wein-Château, welches sie ihren Eltern kaufen wollte, doch lange würde es bestimmt nicht mehr dauern.
»But did they believe the story with the sex accident?«, fragte Tom Holland. »I mean, is that possible?«
Amber nickte. »Sadly, it is. But you don't want to know any details, trust me.« Sie sah sich in der Bar um. »Well, maybe you should go pick up the key cards, and take Tom and Chris to the other suite«, schlug sie dann vor.

»Well, maybe you don't understand, but that girl has proven to be poison!« Toms Stimme war kalt geworden. »Whenever she appeared, something bad has happened! She was the reason, Loki found me and Dru! She was the reason, Dru left me! If she had kept Loki's interest, he wouldn't have taken my girlfriend!«
Er hoffte wirklich, dass Chris ihn jetzt endlich verstand. Doch dieser blieb zuerst ruhig und dann verfinsterte sich seine Mine. Tom hatte ihn selten so erlebt, normalerweise war der Australier die absolute Frohnatur.
»Tom, I'm very sorry to say that, but this is the stupidest shit, I have ever heard! That girl did nothing wrong – well maybe besides of falling in love with you, because, obviously, you don't deserve that!« Die Worte klangen hart und waren auch genau so gemeint.
Aber wie kam Chris darauf Amber zu verteidigen?
Was wusste er?
Ob Ben ihm was erzählt hatte?

»Thank you«, murmelte Ben und lächelte Amber zu.
Er wusste genau, dass sie das nicht hätte machen müssen, hatte sie doch heute schon mehr als genug getan, aber wieder einmal opferte sie sich für andere auf.
Oh, er würde Tom das sowas von unter die Nase reiben, wenn ihm der Spiderman-Darsteller nicht zuvor käme! Denn der war allem Anschein nach sehr von der Deutschen angetan.
»Never mind«, winkte die Magierin ab, setzte sich auf einen der freien Barhocker und bestellte sich ein Wasser.
»So, you live at the Kamar-Taj?«, wollte der junge Brite wissen.
»Yes, I do and it was the best desision, I could've made«, strahlte sie ihn an.
»It sounds so cool! I mean, magic... wow!«, schwärmte er weiter.
Ben wusste, dass er etwas unternehmen musste, sonst würde Tom Amber gleich vollkommen mit seinen Fragen überhäufen. »I think, Amber is right. Let's go and move to the other room.« Er klopfte dem jungen Schauspieler auf die Schulter, und dieser nickte. »I will be back soon to give you the other keycards«, entschuldigte er sich noch und zwinkerte ihr im Gehen zu, dann schob er Tom vor sich her in Richtung der Fahrstühle.
Sowie sich die Türen geschlossen hatten sprudelte es jedoch wieder aus diesem raus. »Is Tom blind? This girl is so beautiful, and she would do anything for him!« Der Spiderman-Darsteller seufzte und rieb sich die Stirn.
Ben zuckte die Schultern. »I really don't know, why he hates her so much, she doesn't deserve to be treated like that«, fasste er seine Gefühle zusammen. »It's irrational, but he's fix on his opinion.«
»Yeah... but then... maybe it's not for the best to try to convince him that Amber is good for him«, murmelte Tom. »Since he gets quite aggressive as soon as someone says something good about her...«
»You mean that we should encourage him in his opinion?«, fragte Ben nach.
»Yes, in some way«, bestätigte der Spiderman-Darsteller.
»Well, I guess that would be up to you, since Tom knows, how I feel about Amber«, gab Ben zu bedenken.
»Wow... This will be hard«, seufzte der junge Tom.
»We're all actors and you're a particularly good one... I'm sure, you will manage.« Ben klopfte seinem Kollegen auf die Schulter, bevor sie an der Rezeption ankamen und die Zimmerkarten für ihre neue Suite verlangten. Dann machten sie sich auf den Weg nach oben.

»For Christ's sake, stop with that girl!«, herrschte Tom seinen Kollegen an. »Just stop! I don't want her in my life and that is my decision! Please respect that!«
Er sah, dass Chris leicht den Kopf schüttelte, doch glücklicherweise sagte er nichts mehr. Tom wollte sich auch mit seinem Brother from another mother nicht streiten. Und vor allem nicht wegen Amber.
Sie tranken beide einen Schluck ihres Getränks, bevor Tom beschloss, ein anderes schwieriges Thema anzusprechen: »So... the sex today«, begann er schonungslos. »Was that the last time?«
Chris schloss für einen Moment die Augen, atmete tief durch, dann antwortete er: »Well, I guess, it would be for the best... don't you think?« Er leckte sich nervös über die Lippen. »I mean, I really enjoyed you, the one way and the other. I loved being fucked by you and I loved fucking you...«
»I know, I felt the same. But it would be a mistake to continue this«, sagte Tom. »You have Elsa and the kids. It should've never happened.«
»Yes, it was a mistake, but I'm glad that I experienced some Hiddlesworth«, grinste Chris.
»So, everything is fine between us?«, fragte Tom vorsichtig. »Brothers again?«
»Yes«, bestätigte Chris. »No Hiddlesworth anymore, just Tom and Chris.«
Tom lächelte und überlegte, was er noch sagen könnte, doch da öffnete sich auf einmal die Tür und Tom und Ben kamen herein.
»Hey!«, grüßte Ben. »Could we move to the suite next door?« Er hielt ein paar Schlüsselkarten hoch. »For a … rather high amount of money, the receptionist forgot that we booked this room. We now have the next one. This one will be handled as one, two of the staff had a sexual accident in, while having their secret affair.«
»Wow«, murmelte Chris und Tom fügte hinzu: »Thank you. How much do I owe you?« Es war einfach unglaublich, dass sie sich schon darum gekümmert hatten.
Er hatte wirklich die besten Freunde der Welt!
»Never mind«, winkte Ben ab. »Really. Now, come on!«
Sie verließen die Suite und gingen in die nächste, die identisch aussah. Nur dass das Blut fehlte.
»Could I get your key cards?«, fragte Ben. »I have to return them.«
»Sure«, murmelte Chris und zog seine aus der Tasche, während Tom Ben die aus dem Zimmer gab.
»Okay... Chris, could I borrow your phone? Mine is down«, fragte der Sherlock-Darsteller dann.
»It's in the car«, antwortete Chris.
»Could you come with me and get it?«
»You could have mine«, bot Tom an, doch Ben schüttelte den Kopf. »No, I have to phone Karen, a journalist, who was on set, when we shot the scene at the temple in Ragnarok. She wanted to meet me tomorrow morning for an interview in L.A.. I have to tell her that we have to reset the appointment. Chris also got her number the other day.«
»Sure«, murmelte der Australier und trat zu dem Briten. »We'll be back shortly.«
»I'll stay with you«, sagte Tom Holland und nahm auf einem der Sessel Platz. Tom setzte sich zu ihm, während Chris und Ben das Zimmer verließen. Er nahm noch einen Schluck Orangensaft und zuckte zusammen, als der junge Schauspieler aufstöhnte. »God, finally!«
»Sorry?«, erkundigte sich Tom.
»Sorry, I'm just glad that I escaped the Amber fanclub for now!«, seufzte der Spiderman-Darsteller und verdrehte die Augen.
»So you understand me?«, wollte er wissen.
»Yes, totally, I still don't get, what Ben likes about her. When I saw her, she gave me goosebumps.« Der junge Schauspieler erschauderte und rieb sich die Arme.

»Okay, let's go to the Bar«, grinste Ben, als sie in den Aufzug stiegen. Chris blickte ihn leicht irritiert an. Zur Erklärung zog der Brite sein Smartphone aus der Hosentasche. »Amber is here. She managed everything with the rooms, and now Tom will convince Tom that he doesn't like her. Just a little plan, we made up.« Die Türen des Lifts öffneten sich wieder, und die Beiden gingen schnurstraks zurück in die Bar.
»Do you think, he can?«, fragte der Australier leicht besorgt.
Ben zuckte die Schultern. »Don't know, but he is the only one to try. We both made clear to Tom that we like Amber.«
Sie betraten den Barbereich und steuerten auf die Deutsche zu. Sie hielt ihr Smartphone in der Hand und tippte etwas.
»Hey«, begrüßte sie die Beiden schließlich mit einem Lächeln und steckte das Gerät in ihre Clutch. Ben reichte ihr die Zimmerkarten der alten Suite. »We moved«, fügte er hinzu.
»So that was your idea and doing?«, wollte Chris wissen.
Amber nickte und steckte die Karten ebenfalls in ihre Handtasche.
»Thank you.« Der Thor-Darsteller setzte sich neben sie und grinste ihr zu.

»He is still here«, murmelte Amber und überging so, dass auch Ben sich nochmals bedankte.
Für sie war es selbstverständlich, den Drei zu helfen, da bei ihnen so etwas sehr schnell zu einem riesigen Skandal werden konnte.
»Can you feel him?«, fragte der Sherlock-Darsteller sofort, während Chris noch etwas irritiert fragte: »Who?«
»She can«, antwortete Amber und strich sich leicht über den Bauch.
Auch wenn es jetzt schon lange her war, dass Amora ihre Tochter getötet hatte, war sie immer noch ein großer Teil von ihr. Sie fühlte noch immer ihren Einfluss, ihre Macht.
»Oh, Loki!«, beantwortete Chris seine vorher gestellte Frage selbst und fuhr sich durch die Haare.
»I think it was Drus wished to stay here. She's always loved this city«, erklärte sie, und in diesem Moment wurde ihr bewusst, dass ihre Freundin auch hier sein musste – zusammen mit Loki.
»And you?«, fragte Chris.
»I've never been here before«, antwortete Amber wahrheitsgemäß. »It disgusts me. The mentality to build a city of so much waste of everything in the middle of the desert... I don't get it.«
»And I thought that you might not be into gambling«, murmelte Chris.
»No... actually, I like casinos«, gestand Amber und warf Ben einen kurzen Blick zu. »But I like the ones with style... where you dress up.« Sie zuckte die Schultern. »One thing that hasn't changed...«
»Yes, Ben told us about what has happened«, sagte Chris. »I'm sorry for your loss.«
Amber lächelte ihn an. »Thank you. It's a pity that she never got to be born... she would've been good... she would've done good.« Sie spürte, wie wieder Tränen in ihre Augen stiegen und wischte sie energisch weg. »Well, now I try at least to do a little bit good with the power, she gave me.«

Tom sah den Spiderman-Darsteller an. »She did?«
»Yeah, kind of... there was some kind of arrogance... and that cold look in her eyes behind those kind words...« Tom Holland schluckte. »I was kind of glad that she disapeared quite fast. I had the feeling that she brings no good... sure, she saved your life, but... I don't know...«
Es klang ehrlich. Und irgendwie war Tom erleichtert, dass jemand anders Amber auch nicht ganz so positiv gegenüberstand. Denn wenn jetzt auch Chris schon so anfing...
»Nevermind, don't want to talk... or think about her«, winkte der junge Tom ab und stand auf, holte sich eine Cola aus der Minibar. »Just glad that you are alive!«
»Yes, me too«, murmelte Tom. »Suicide is such a cowardly thing to do...«
»I would have never thought that you would do something like that, to be honest«, stimmte der Junge zu.
»I'm sorry.« Der Loki-Darsteller senkte den Blick.
»Well, just don't do it again, okay?« Tom klopfte ihm auf die Schulter. »'Cause I like you, and I don't want to lose you, you know?«
Nun konnte er nicht anders als lächeln. Die Art des jungen Schauspielers war echt unglaublich erfrischend.
»Thank you.« Er nahm noch einen Schluck Saft. »I just have to think about what to do because of the scars that will remain...«, murmelte er dann.
Das machte ihm Sorgen. Denn wenn seine Fans, welche sehr genau beobachteten, niemals erfahren sollten, dass er sich die Adern aufgeschnitten hatte, würde er seinen linken Arm nie wieder zeigen können.
»Maybe Luke and I could come up with some story about an accident...«, überlegte er laut.
»Or maybe...« begann Tom, verfiel dann jedoch in Schweigen.
»Maybe... what?«
»No, we didn't want to talk about her anymore«, murmelte der junge Brite und nahm einen Schluck Cola.
Tom zog die Stirn kraus. Jetzt interessierte ihn schon, was für eine Idee der andere Mann hatte.
»It's fine, go ahead«, versuchte er ihn zu ermuntern, seine Überlegung doch noch in Worte zu fassen.
Tom Holland atmete durch, lehnte sich in dem Sessel leicht vor und blickte nachdenklich auf das Fläschchen in seiner Hand. »Fine, I think that girl would do anything for you if you just asked her, so why not use her power for you?« Er sah zu ihm auf und zwinkerte ihm verschwörerisch zu.
Tom blickte erneut auf den Verband an seinem Arm. Vielleicht hatte der junge Schauspieler ja tatsächlich recht... Warum sollte er selbst nicht auch mal jemanden nach seiner Pfeife tanzen lassen? Loki kam damit schließlich jedes Mal durch.

Jetzt konnte Chris sich einfach nicht mehr zurückhalten.
Er stand auf und schloss die Deutsche in seine Arme. Denn ihm kam für einen Augenblick der Gedanke, wie traurig sein Leben ohne seine wundervolle Tochter India wäre. Das kleine Mädchen hatte sein Herz im Sturm erobert, und wenn es irgendwann jemand wagen würde, ihr weh zu tun, dann würde er sich kaum beherschen können. Immerhin war sie seine kleine Prinzessin.
Zuerst spürte er, wie Amber sich leicht gegen die Geste wehrte, doch dann erstarben ihre Bemühungen und sie ließ es endlich zu. Chris meinte auch ein leichtes Schluchtzen zu hören, und strich ihr sanft über die Haare und den Rücken.
»It's okay, just let it out, you are not alone.«
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