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Maze Runner - Die Stimme

von Josi224
GeschichteAllgemein / P12
31.01.2018
27.03.2019
36
91.806
6
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31.01.2018 857
 
Dunkelheit. Das ist es was ich als erstes Wahrnehme. Mir ist übel und es stinkt. Benommenheit. Ich höre ein unglaublich unangenehmes Geräusch. Metal auf Metal. Ich bewege mich. Nein nicht ich, aber das...das Ding bewegt sich. Panik. Ich liege auf etwas hartem. Schmerz. Ich setze mich hin und sehe mich um. In meinem Kopf dreht es sich zuerst, doch dieses Gefühl lässt schnell nach. Ich gucke mich um. Es ist so dunkel,so dass ich so gut wie nichts erkenne. Trotzdem sehe ich, dass ich in einem Aufzug sitze. Angst. Er besteht komplett aus Metall und hat Löcher, die sich unangenehm in meinen Hintern und meinen Händen drücken, auf denen ich mich abstütze. Ich knie mich hin und krabbel auf allen vieren zu der Aufzugwand, um mich an ihr hochzuziehen. Ich erkenne ein rotes Licht oberhalb meines Kopfes. Wie in Trance starre ich es für mehrere Sekunden an. Als ich meinen Blick sinken lasse passiert etwas. Ich nehme etwas war. Es ist so unnatürlich. Es schleicht sich in meinen Kopf und bohrt sich tief in mein Gehirn. Ich will das nicht. Plötzlich spüre ich einen stechenden Schmerz und schreie auf. “Sarah? Sarah?” Jemand ruft mich, aber es hallt immer weg. Erneute Panik erfasst mich mit voller Wucht. “Sarah? Sarah?” Ich versuche mich zu konzentrieren. Wer oder eher gesagt was ist da in meinem Kopf? “Sarah? Sarah!” Jetzt höre ich es immer deutlicher und schreie: „Geh aus meinem Kopf!” Meine Muskeln verkrampfen und von Furcht und Schmerz erschüttert greife ich mir mit einer Hand an den Kopf und mit der anderen kralle ich mich an das Gitter, damit ich mein Gleichgewicht nicht verliere. “Sarah? Hörst du mich?” Ich höre sie. Klar und deutlich. “Alles wird nach Plan laufen. Du musst auf mich hören.” Was? Was redet sie da? Was um alles in der Welt ist los mit mir? “Ich weiß, du bist verwirrt, aber alles hat funktioniert. Ich werde dir Informationen geben. Sarah? Sarah du musst mir antworten!” Verwirrt beschreibt meinen Zustand nicht ansatzweise. Ich bin voller Panik und Angst. Die Decke droht mich zu zerquetschen und ich muss mich zum gleichmäßigen Atmen zwingen.
‚Beruhige dich. Beruhige dich.‘, läuft es auf Dauerschleife in meinem Kopf. Nur leider höre ich meine Gedanken nur leise. Die Stimme wird immer lauter. Wieso soll ich ihr antworten? “Sarah? Sarah das ist wichtig! Rede mit mir! Sag etwas! Irgendetwas!”  
“Ja, verdammt, ich höre dich!” Stille. Nur das unglaublich nervende Geräusch des hinauffahrenden Aufzugs. Mein Herz rast und ich höre das Strömen des Blutes in meinen Ohren. Selbst meine Gedanken sind für einen Moment weg und ich bin wie erstarrt. Aufgeregt denke ich, dass die Stimme weg wäre, als sie plötzlich wieder da ist. “Sarah hör genau zu. Du darfst niemanden erzählen, dass du mich hörst. Niemanden. Es geht um Leben und Tod und glaub mir, ich mache keine Witze!” Kurze Pause. “Sarah. Niemanden, auch nicht Newt. Ich bekomme alles mit was du sagst. Alles. Solltest du nur die Anzeichen machen, etwas zu erzählen, wird es Konsequenzen haben. Wie diese aussehen, kann ich dir nicht genau sagen. Solltest du zu viel sagen, stirbt jemand. Du weißt nie wer. Es kann jeder sein. Auch du. Ich werde dir exakte Anweisungen geben, was du ihnen sagen darfst. Verstanden?” Ich bin so darauf fixiert der Stimme zu zuhören, dass ich erst nach ein paar Sekunden ein zögerliches “Ja...” von mir gebe. Ich habe so viele Fragen. “Ich zeige dir jetzt das erste was du wissen musst. Pass genau auf!” Etwas, als hätte sie auf einen Knopf gedrückt, beginnt in meinem Kopf zu passieren. Ich sehe eine Wiese. Darauf liegen ungefähr 15 Jungen. Alle sehen ziemlich mitgenommen und erschöpft aus. Sie stehen auf. Plötzlich bewegt sich alles schneller, so als würde die Zeit vor gespult werden. Die Jungen treffen sich im Kreis. Es wird immer schneller und ich kann nichts mehr erkennen. Die Panik weicht langsam und ich bin immer aufgeregter. Ja, vielleicht sogar nervös. Die Drohung verschlimmert die Situation und meine Gefühle sind ein einziges Chaos.
“Halt nicht so schnell!” Rufe ich, doch es wird nicht langsamer. Nach zehn Sekunden beruhigte sich das Wirrwarr allmählich und ich sehe ein neues Bild. Es sind immer noch die Jungen, nur sehe ich jetzt speziell zwei Jungen. Ich habe das Gefühl, als würde ich den einen kennen. Ich überlege, woher ich ihn kenne, doch da ist nichts. Auf einmal fängt der Junge neben ihm an zu reden. “Wir müssen sie beschützen. Wir werden hier uns ein Leben aufbauen müssen. Wir sind hier gefangen. Ob es einen Ausweg gibt, ist abzuwarten, aber das Labyrinth ist nicht sicher. Wir beide werden die Anführer sein. Es ist eine große Verantwortung für uns, auf die Jungen aufzupassen. Sie zu beschützen und zu gucken, dass alles glatt läuft. Glaubst du, du bist der Aufgabe gewachsen, Newt?” Newt! Genau! In dem Moment durchfährt mich ein eiskalter Schauer und ich schnappe schlagartig nach Luft. In meinem Kopf tauchen plötzlich andere Erinnerungen auf. Ich sehe den Jungen, Newt. Doch sie sind so schnell verschwunden, wie sie gekommen sind. Ich habe aber trotzdem genug gesehen und schreie wütend und jetzt doch verwirrt: „Warum? Was soll das?“
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