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...setzte sich im Sandkasten fort...

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12
Gally Minho Newt OC (Own Character) Sonya Thomas
31.01.2018
09.11.2019
36
43.446
26
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Dieses Kapitel
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31.01.2018 1.838
 
»Ich kann's aber versuchen«
~ Jamie
***

Lautes, ohrenbetäubendes Kreischen hallte von den Wänden wieder. Der Gestank von faulen Einern schlug mir wie eine Welle entgegen, doch die Zeit das Gesicht zu verziehen blieb mir nicht.
Mit einem metallischen Klicken schoss der lange Greifarm des Schleimmonsters vor mir durch den Gang auf mich zu, stieß durch meine langsame Reaktion gegen meine Schulter und schleuderte mich mehrere Meter zurück.
Hart kam ich auf dem steinernen Boden auf, meine Wirbelsäure knackte und das Geräusch hallte in meinen Ohren. Doch meine Aufmerksamkeit galt ganz dem Griewer.
Strauchelnd rappelte ich mich vom Boden auf und taumelte dem Biest entgegen, holte mit der Machete in meiner Hand aus und schlug nach dem grauen Schwabbel.
Nichts.
Eine Reihe Kreissägen kam mir entgegen und ich sprang gehetzt zur Seite, versuchte irgendwie vorbei zu kommen, doch wurde stattdessen erneut vom Greifer getroffen.
Getroffen.
Gepackt.
Gehoben.
Weggeschleudert.
Kopf traf auf Wand, Rücken auf Efeu und ich fiel erneut auf den dreckigen Boden - realisierte gar nicht richtig dass der Großteil der Schmerzen ausblieb.
Erneut drehte ich mich, hob den Arm, setzte zum Angriff an.
Und sah mich mit nichts, als einer kleinen Dame konfrontiert.
Klein.
Knochig.
Ihre Haut war weißer als jeder Schnee, durchsichtiger als einlagiges, nasses Klopapier und von widerlich dicken, blau-lilanen Adern durchzogen.
Ihre Augen waren eingefallen und das Weiße war mehr rot als sonst irgendwas, als stünde sie unter Drogen. Doch die Ringe unter ihren Augen wiesen mit ihrer tief blauschwarzen Farbe eher auf Schlafmangel, als auf Gras.
Ihre Haare waren strohig, strähnig und schienen an manchen Stellen zu fehlen, was die Schuppen zwischen den dunklen Strähnen deutlicher werden ließ.
Ihre Lippen waren spröde und blass, fast schon so weiß wie ihre Haut.
Oder ihre Zähne.
Denn so ungepflegt sie auch wirken mochte, hinter den normalerweise Roten Hautpartien in ihrem Gesicht blitzen gerade, weiße Zähne hervor, die ihr ein groteskes Bild verliehen, ebenso wie ihre sorgfältig manikürten Nägel.
»Nein.«
Ihre Stimme war rauchig, dunkel und gefährlich, wollte einfach nicht zu ihrem Aussehen passen und machte sie noch bestimmt zehn mal gruseliger.
»Es ändert nichts.«
Ihr leeren Blick starrte mir ins Gesicht, als würde sie durch meine Augen direkt in meine Seele sehen - und dann an mir vorbei.
Irritiert sah ich selbst nach hinten, zu der Wand - die nun nicht mehr dort war.
Stattdessen setzte sich der Gang des altbekannten Labyrinths dort fort, das Efeu wandt sich am Beton empor und nur wenige Meter entfernt lag ein Junge.
Viel war von ihm nicht zu erkennen - braune Haare, blasse Haut. Die Kleidung war dreckig und blutig, an einigen Stellen aufgerissen und voller gräulichem Schleim.
Aber ich wusste trotzdem, wer da lag, auch wenn ich ihm noch nie bewusst begegnet war.
Toby.
Der tote Lichter.
Ohne weiter darüber nachzudenken stürzte ich nach vorne zu seinem Körper, fiel neben ihm auf die Knie, betrachtete ihn.
Eine klaffende Wunde zierte seine rechte Seite, ein grausames Bild. Hautfetzen hingen an den Wundrändern, Blut sammelte sich unter ihm und Teile von Rippen und Gedärmen hingen aus ihm heraus, auf den Boden.
Einfach ekelhaft.
Meine zitternden Finger zuckten, schienen nicht sicher, was sie eigentlich machen sollten und so sehr ich mich darauf zu konzentrieren versuchte seinen Körper in der Zeit zurück zu schicken, es gelang mir einfach nicht.
Ich war unfähig.
Verkrampft starrte ich auf meine Hände versuchte sie so wie sonst auch immer als Leitpunkt für diese seltsame Kraft in mir zu nutzen.
Doch nichts geschah.
Ich war für den Moment vollkommen machtlos, einfach nur unfähig.
»Erinnere dich.«
Erschrocken zuckte ich zusammen bei dem Klang der Stimme, sah zu ihrem Ursprung und schreckte zurück.
Aus großen, toten Augen sah Toby mir ins Gesicht. Dunkle Augenringe zierten sein Gesicht, eingefallene Wangen und fast schon durchsichtige Haut, die sich über seine Knochen spannten.
Er sah grässlich aus.
Aber das schlimmste war die Tatsache, dass er eigentlich ziemlich tot war und trotzdem noch mit mir sprach.
»Du weißt es doch. Erinnere dich daran.«
Entsetzt krabbelte ich rückwärts, bloß weg von dem seltsamen Zombie und bedauerte die plötzliche Abwesenheit meiner Machete.
Wo war das Teil, wenn man es mal brauchte?!
»Erinnere dich!«, donnerte die Stimme des Toten durch den Gang und ich rutschte ein ganzes Stück weiter zurück - stieß gegen etwas.
Erschrocken zuckte ich zurück nach vorne, wirbelte herum und wurde auf einmal von hellen Sonnenstrahlen geblendet.
Abwehrend hob ich meine Hände, versuchte meine Augen vor den unangenehmen Strahlen zu schützen und vernahm auf einmal eine neue, kindliche Stimme.
»Dad! Komm schnell!«
Irritiert blinzelte ich auf meine erhobenen Unterarme, hörte die Rädchen in meinem eigenen Kopf rattern und stellte dann schlussendlich erschrocken fest, warum mir diese Stimme so bekannt war.
Ich ließ die Arme sinken.
Das Sonnenlicht war nicht mehr wichtig.
Ich hielt einfach nur unverwandt den Blick auf das kleine, brünette Mädchen gerichtet, dass vor der großen Fensterscheibe kniete, die kleinen Patschehändchen gegen das Glas gedrückt.
»Spatz? Ist dir was passiert?«, hörte ich eine männliche Stimme rufen und drehte meinen Kopf zur Seite, um meinen deutlich jüngeren Vater beim Betreten des Zimmers zu beobachten.
»Das Vögelchen«, erwiederte mein eigenes jüngeres Ich und deutete mit tränenden Augen durch die Scheibe auf die Terasse, wo tatsächlich ein junger Vogel lag und sich nicht mehr rührte, »Es ist gegen die Scheibe geflogen.«
Mein Vater nahm mein kleines Ich unter den Achseln und hob es in seine Arme, strich vorsichtig übers Köpfchen.
»Ist es tot?«, jammerte das Kind und klammerte sich an den Mann, die großen Augen starr auf das regungslose Tierchen gerichtet.
»Es ist an einem besseren Ort«, widersprach mein Vater - mehr oder weniger eben - und mein zweites Ich zog einen Flusch.
Gott, war ich vielleicht ein süßes Kind gewesen...
»Also ist es tot? Ich will nicht, dass es tot ist, Dad! Wir müssen es retten! Wach auf, kleines Vögelchen! Bitte!«
Mein Vater schüttelte den Kopf auf die naiven Worte, wippte das Kind leicht auf und ab. »Wir können es nicht retten«, erklärte er leise und strich meinem Ich ein paar Strähnen aus der Stirn, bevor er dort einen kleinen Kuss platzierte, »Merk dir eins, ja, Mimi?«
Erwartungsvoll sah mein jüngeres Ich ihren Träger an und ich tat es ihr gleich.
»Du kannst nicht immer jeden retten. Du kannst es nur versuchen.«
Konzentriert nickte das Kind und schwang die Beine hin und her, ihre kurzen Haare wippten auf und ab.
»Aber euch muss ich retten«, stellte es fest und patschte meinem Vater mit beiden Händen gegen die Wangen, was ihn zum Lächeln, aber auch selbst zum Nicken brachte.
»Deine Familie ist wichtig. Genauso wie deine Freunde. Aber am wichtigsten ist es, die Leute die man liebt zu retten.«
»Die, die man liebt?«, echote das kleine Mädchen, blinzelte ihn verwundert an und strampelte dann plötzlich los - wollte runter gelassen werden.
»Was wird das denn?«, wurde sie amüsiert gefragt und ich versuchte mich an die Situation zu erinnern, die sich vor meinen Augen abspielte.
Ohne Erfolg.
»Ich werde Amy retten!«, verkündete mein Ich, als es wieder mit beiden Beinchen auf der Erde stand, packte den Erwachsenen an der Hand und machte Anstalten den deutlich stärkeren mit sich zu ziehen.
»Wovor denn?«
Ernst drehte sich das Mädchen wieder um und zeigte mit ausgestrecktem Arm aus dem Fenster, wo sich dunkle Wolken am Himmel abzeichneten.
»Gewitter!«, hauchte sie mit geweiteten Augen und nickte langsam, »Ganz gefährlich!«
Und dann drehte sie sich wieder um und zog ihren Vater mit sich aus dem Wohnzimmer, in dem das Lachen eben dessen noch nach klang.
»Hast du gehört?«
Nicht mehr ganz so erschrocken wie am Anfang nickte ich einfach nur auf die Worte der rauchigen Stimme hin und blickte weiter meinem Vater nach.
»Du kannst nicht alle retten.«
Leise seufzend drehte ich mich zum Fenster und erschrak dann doch etwas, als ich Newts entstelltes Gesicht hinter der Fensterscheibe erblickte, dort, wo eben noch der Vogel lag.
Wie schon bei seinen zwei Vorgängern waren seine Wangen eingefallen, seine Augenringe waren tief schwarz und seine Haut viel zu blass für einen normalen Menschen.
Der Anblick schmerzte schon fast körperlich, so schrecklich war er.
»Ich kann's aber versuchen.«
Newts Lippen kräuselten sich bei meiner Antwort zu einem fast schon gruseligen Lächeln, aber ich blickte ihm nur fest in die leer wirkenden Augen.
»Ich weiß schon, warum ich damals dich ausgesucht habe. Viel Glück.«


* * * * *

Einen wunderschönen guten Tag, meine lieben Freunde :) Kennt ihr mich noch? Hoffentlich... naja, vermutlich würdet ihr nicht hier sein, wenn ihr keinen Plan hättet wer ich bin.

Denn das hier ist die Fortsetzung der Geschichte 'Alles begann mit einem Fahrstuhl...' und das Lesen dieser ist zum Verständnis dieser Geschichte schon so dezent erforderlich. Sonst sitzt hier am Ende noch jemand und denkt sich nur durchgehen 'HÄÄÄ?'. Aber das mach ich auch gerade, weil ich keinen Plan habe, was für eine Scheiße ich hier gerade schon wieder laber...

Egal.

Ich bin jedenfalls wieder zurück mit einer hübschen, kleinen Geschichte und hoffe, dass sie euch genauso gut gefallen wird wie der erste Teil es getan hat. Oder ihr habt den anderen Teil gehasst und lest das hier zum Haten... mir egal, zählt trotzdem als Read, ha!

*räusper*

Naja. Wie immer freue ich mich über Reviews und den ganzen anderen Kram, der so dazu gehört und hoffe, dass ihr alle gut ins neue Jahr 2018 gekommen seid (frohes neues Jahr, so by the way) und schöne Weihnachten hattet (auch hier, ähm, frohe Weihnachten... nachträglich...?) und wo wir gerade schon dabei sind: Happy Birthday an alle, die in den letzten Monaten Geburtstag hatten.

Finde nur ich, dass die Zeit einfach viel zu schnell vergeht?

Wie auch immer, ist ja jetzt nicht wirklich wichtig, nicht? Hauptsache, ich hab jetzt mal das Kapitel raus gehauen. Immerhin habe ich mich an mein Wort gehalten und es im Januar raus gebracht... zwar ganz am Ende, aber im Januar!

Ich laber Scheiße.

Bis denne dann, Leute.

*Kekse und Kuchen als Willkommen Zurück verteil*


PS: Hier ist die liebe Maria nochmal, nur einen Tag älter. Hi. Eigentlich hab ich nicht viel mehr zu sagen, als ich es gestern (für mich gestern) da oben schon getan habe, aber zwei Sachen gäbe es da dann doch noch.

Erstens: Meine Freundin hat mir gerade für morgen für's Kino abgesagt. Das heißt: Kein Maze Runner für mich bis Montag. MONTAG!!! Ich bin empört. Und entsetzt. Wieso musste ich nur versprehen mit ihr hinzugehen und nicht vorher? T_T Wehe einer von euch versucht mich zu spoilern, ich schwöre euch, ihr endet schlimmer als ... lasst mich kurz einen Vergleich suchen ... ihr endet schlimmer, als Matt es am Ende der Story tut!

Okay. Zweitens:

Ich habe gerade für eine viertel Stunde mein Zimmer verlassen. Wirklich nur eine viertel Stunde, nich mehr, eher sogar weniger. Aber in dieser kurzen Zeit... hat mir mein verdammter Kater unters Bett geschissen! Ich glaub's einfach nicht! Das ist voll ekelhaft!

Naja. Das ist dann aber auch endgültig alles, was ich mit euch noch teilen wollte. Beziehungsweise will ich euch einfach nicht noch mehr antuen als ohnehin schon ^^

Bis denne dann

LG Maria
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