Adel verpflichtet - Aufstieg in ein neues Leben

GeschichteDrama, Romanze / P18
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Lucius Malfoy Ronald "Ron" Weasley
31.01.2018
22.09.2019
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Hallo!
Ich danke euch für all eure Reviews und dafür, dass ihr mir das vergleichsweise kurze Kapitel nicht übel nehmt. Ich weiß, ich habe mich sehr weit vorgewagt. Es ist ein schwer zu beschreibendes Thema und bestimmt nichts, worüber man mal eben Lesen möchte. Also Entschuldigung an alle. Es war mir dennoch, wichtig es anzusprechen. Also grazie!
Viel Spaß beim neuen Kapitel.
Eure Em!


~*~*~

„Wie war‘s?“, seine rauchige Stimme durchdrang sie, ein Schauer lief ihren Rücken hinunter. Die Braunhaarige drehte sich um.

„Hey, mon amour!“ Sie erwiderte sein Lächeln. Er sah so gut aus. Draco Malfoy, wie er da stand, locker und lässig an den Türrahmen gelehnt, die Arme vor seiner Brust verschränkt. Ein Bein locker vor das andere gestellt. Sie stellte sich vor ihn und sah zu ihm auf, drohte in seinen stahlblauen Augen zu versinken.

„Also? Wie war es?“, wiederholte der junge Mann seine Frage. Sie küsste ihn auf die Wange, spürte seine kurzen Bartstoppeln und die raue Haut unter ihren Lippen.

„Es war okay. Eigentlich war es sogar ganz gut. Wir machen wirklich Fortschritte und sind wieder ganz in unsere alte Form gekommen. Manchmal patzen wir noch, aber das kriegen wir noch hin. Wir haben uns etwas überlegt. Willst du es hören?“

Hermine sah ihren Freund aufgeregt an. Die Freude in ihren Augen war kaum zu übersehen. Er lächelte und stieß sich langsam von der Wand ab.

„Natürlich will ich es hören, kleine Löwin. Erzähl es mir!“, Draco hielt Hermine fest in seinen Armen. Sie hatte ihre kleinen Finger auf seine Brust gelegt. Hermine war so klein im Vergleich zu Draco Malfoy.

„Ronald und ich haben uns entschlossen, ein Turnier zu tanzen. In vier Wochen. In Muggellondon. Ronald hatte es entdeckt, als wir auf dem Weg in die Tanzschule waren. Es war purer Zufall. Es geht um ein Wohltätigkeitsevent, bei dem verschiedene Tanzpaare antreten. Die Teilnahmegebühr und alle Erträge werden an eine Schule in Südafrika gespendet. Es heißt Cliptown Youth Project. Bereits mit ein paar wenigen Pfund kann den Schülern der Zugang zur Bildung und zur Universität ermöglicht werden“, Hermine sprach immer enthusiastischer. Ihre Freude war ihr absolut anzumerken und Draco freute sich für sie. Wenn er Zweifel und Sorge an ihrem Verhalten hatte, dann war er klug genug, es ihr nicht zu zeigen.

„Ich werde da sein, wenn ihr tanzt, kleine Löwin. Du wirst es wunderbar machen. Ihr werdet es wunderbar machen, dessen bin ich mir sicher.“

Hermines Grinsen erwärmte sein Herz. Langsam beugte er sich näher zu ihr herunter. Ihr Herz schlug schneller. Ihre Lippen trafen sich zum Kuss. Vergessen war alles, was sie ihm erzählen wollte über die Benachteiligung der Kinder, über die Notwendigkeit über den Zugriff auf Bildung, über Gott und die Welt. Ihre Finger fuhren ungestüm durch sein Haar. Seine suchten seinen Weg über ihren Körper. Sie schafften es nicht mehr bis in ihr gemeinsames Schlafzimmer, welches sie seit einem Jahr umgebaut hatten. Einmal mehr nutzen sie die Couch als Ort ihrer Lieblingsbeschäftigung. Kaum waren sie gemeinsam auf der Couch und Hermine hatte Draco Platz gemacht, flogen auch schon die Kleidungsstücke durch das Wohnzimmer. Vergessen waren alle Gedanken an bevorstehende Aktivitäten, Wünsche oder Träume. Es zählte nur das Hier und Jetzt.

Langsam küsste Draco sich seinen Weg herunter zu ihrem Höschen, liebkoste ihren Bauchnabel, die Innenschenkel ihrer Oberschenkel. Er kitzelte sie mit seinen Fingerspitzen, mit seiner Zungenspitze, mit den Spitzen seiner Haare. Hermines verzücktes Lachen erfüllte den Raum.

„Draco, hör auf zu spielen. Nimm mich“, flüsterte sie atemlos. Ihr Wunsch war ihm Befehl. Mit absoluter Zärtlichkeit und voller Liebe senkte er langsam seinen Körper auf seine zierliche Freundin. Er versank in ihr, ihrer Enge und Feuchtigkeit. Hermine rank sich verzückt unter ihm. Ihre kleinen Brüste wackelten bei jedem Stoß und reckten sich verspielt in die Höhe. Sie versanken in ihrem gemeinsamen Rhythmus und wurden zu einem einzigen.

~*~*~*

Hermine verbrachte viel Zeit in London. Ronald und sie trainierten hart. Sie hatten Blut geleckt. Aus einem einfachen freiwilligen Turnier zu einem guten Zweck wurde purer Kampfgeist. Dieser ging von beiden Seiten aus. Ronald und Hermine wollten gewinnen. Sie wollten sich beweisen.

Ronald wollte aus dem Schatten all seiner Brüder heraus treten und etwas eigenes beweisen. Er war direkt nach seinem Geständnis aus dem Ministerium ausgetreten, hatte seinen Aurorenjob an den Nagel gehangen. Er hatte sich regelmäßig bei seinen Freunden gemeldet und war außerdem zu George gezogen. Hermine hatte ihm geraten, einmal mit seinem älteren Bruder zu reden. Und sie hatte wirklich Recht gehabt. Ronald wusste nicht, woher oder warum Hermine geahnt hatte, dass es in George nach Freds Tod ähnlich aussah. Aber egal woher sie das wusste, es hatte ihm geholfen. Er ging zu keiner Therapie oder ähnlichem. Die Schwärze war noch immer da, aber manchmal wechselte sie zu einem dunklen Grau. Es war nicht immer nur schlecht, es gab auch mal gute Tage.

Draco war es ein Dorn im Auge, dass Hermine so viel Zeit mit Ronald verbrachte. Aber Harry und Ginny beruhigten ihn immer wieder, erklärten ihm, dass es eine Art Therapie war. Und das nicht nur für ihn. Er hatte Informationen bekommen, über das vierte Schuljahr, den Yule Ball, Bill & Fleur‘s Hochzeit. Er wusste nun, dass Tanzen eine Therapie geworden war für die beiden. Eine Bewältigungsstrategie, um mit allem klar zu kommen, was sie im Alltag erlebt hatten. Wobei das Wort Alltag auf einen Großteil ihres Lebens nicht zutreffend war. Vieles hatten sie erlebt, was eher in die Kategorie „außergewöhnlich“ oder „bitte kein zweites Mal“ fiel und nicht in die Kategorie „normaler 0815 Alltag“.

Hermine fühlte sich befreit, wenn sie tanzen konnte. Die Erinnerungen an all das Schlechte in ihrem Leben verblassten und diejenigen, welche das Gute betrafen, die wurden dadurch verstärkt. Es war eine andere Art der Bestätigung, welche sie im Tanzen fand. Es war eine Ruhe, welche ihr Herz und ihre Seele erreichte und sie beruhigte.

*~*~*~

„Oh Mist. Ich komm zu spät! Draco und ich waren für 18 Uhr verabredet“, Hermine schimpfte wie Rumpelstilzchen am Feuer. Es regnete in Strömen. Sämtliche wasserabweisenden Zauber hatten bereits vor einiger Zeit aufgehört zu wirken, doch Ron und Hermine konnten nicht in die Winkelgasse apparieren. Sie musste bis zum Eingang laufen.

„Er wird schon Verständnis dafür haben. Das Training hat nun mal länger gedauert, immerhin stehen bald die Meisterschaften an. Da muss man auch mal Einbußen hinnehmen“, erklärte der Rotschopf vehement.

Hermines glockenhelles Lachen war einmal mehr zu hören. „Du hast gut reden, du Schuft. Du musst ja keine gesellschaftlichen Verpflichtungen erfüllen. Bin eh schon gespannt, wann der erste Presseteilung über unser Hobby herausgegeben wird.“ Hermine zuckte mit den Schultern.

„Willst du noch kurz mit reinkommen? Dich abtrocknen? Bevor du auf dein achso-wichtiges-Event in Plymouth musst?“, Ronald hatte die Ladentür geöffnet und deutete eine leichte Verbeugung an. Sie sah ihn unsicher an.

„So kannst du jeden Falls nicht hingehen. Deine Haare sind ein Kuckucksnest, das musst das richten. Sonst gibt es schlechte Publicity!“, stellte Ronald trocken fest. Hermine lachte.

„Na gut. 10 Minuten, dann appariere ich! Hast du Kakao?“, Hermine ging an ihm vorbei, schnurr gerade in seine kleine Wohnung.
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