Ich wünschte, ich hätte es Buzz gesagt

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
27.01.2018
27.01.2018
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Hallo Leute als Toy Story 2010 rauskam, hatte ich gerade meine Ausbildung beendet.
Am ersten Abend als ich wieder in meiner Heimstadt war, habe ich mir Toy Story 3 angesehen. Ich fand diesen Film großartig. Besonders die Stelle in der Müllverbrennungsanlagen hat mich ganz schön mitgenommen, ich dachte das wars für unsere Helden. Zu dieser besagten Stelle habe ich diese kleine Story geschrieben.

Woody starrte wie gebannt in die Flamme der Müllverbrennungsanlage. Er verspürte Angst vor dem Sterben, Verzweiflung und Bedauern über die verpasste Chance auf seine wahre Liebe. Das konnte nur ein schlechter Witz des Universums sein. Sie waren Sunnyside entkommen nur um in einer Müllverbrennungsanlage zu sterben.
„Ich wünscht, dass ich Buzz und die Anderen retten könnte“, dachte Woody traurig. Sein Blick fiel auf Buzz und Jessie, die sich eng zusammendrängten. Jessie und Buzz waren erst vor kurzem zusammengekommen.
Der Space Ranger löste in dem Cowboy Gefühle wie kein anderes Spielzeug aus. Er fühlte sich von der ersten Sekunde an zu Buzz hingezogen. Er hatte nie den Mut gefunden Buzz seine Gefühle zu gestehen. Nur bei seinem Besitzer Andy hatte er sich auch nur im Ansatz so gefühlt wie bei Buzz.
Als das Cowgirl Jessie in ihr Leben trat, wusste Woody, dass er keine Chance bei Buzz hatte, denn der hatte sich gleich in sie verliebt.
Woody wollte Buzz‘ Glück nicht im Weg stehen und hatte sich im Hintergrund gehalten. Auch wenn er immer für Buzz als seinen besten Freund da gewesen war, auch wenn es ihm nicht immer leichtgefallen war. Buzz hatte Woody gleich erzählt, dass er sich in Jessie verliebt hatte, was ihm das Herz brach.
Als ihn Buzz um Hilfe bei Jessie bat, sagte Woody nicht nein. Auch wenn es ihm jedes Mal sein Herz erneut in Stücke riss, wenn er Jessie und Buzz zusammen sah. Er drängte seine Gefühle in den Hintergrund, schloss sie tief in seinem Herz ein und versuchte einfach nur ein guter Freund für die beiden zu sein.
Er riss seinen Blick weg von Buzz, der seine Hand festhielt. Aber der Space Ranger war nur körperlich bei ihm, seine Gedanken und sein Herz gehörten nur der Rothaarigen. Nicht ihm.
Woody ließ seinen Blick zu seinen anderen Freunden steifen, alle bis auf ihn hatten die Augen geschlossen. Nur der Cowboy sah dem Flammentod ins Auge, im Stillen dachte er, dass er ein gutes Leben gehabt hatte. Er hatte mehr als nur einen guten Besitzer gehabt; da war Andy, und dessen Vater James und dann James große Brüder Xenio und Tai.
Er hatte viele gute Freunde, die zu seiner Familie geworden waren. Traurig dachte der Cowboy, dass seine Familie nun wegen seines Fluchtplans sterben würde.
Der Cowboy bereute seinen dummen Plan. Das war alles seine Schuld, ohne ihn wären sie nicht in der Müllverbrennungsanlage gelandet.
Aber was Woody am meisten bereute, war, dass er nie den Mut gefunden hatte Buzz seine Gefühle zu gestehen.
Er spürte die Hitze auf seiner Haut, seine Augen waren weit aufgerissen und er hoffte, dass es schnell gehen würde. Buzz drückte Woodys Hand. Der riss sich von den Flammen los.
Buzz hatte Jessie eng an sich gezogen, er legte einen Arm um Woody. „Es wird schnell gehen, hab keine Angst.“

Woody sah in die hellblauen Augen, die voller Zuneigung waren. Er nickte halbherzig. „Wir sind alle zusammen. Nur das zählt.“
Ein riesiger Greifer schwebte heran, fischte sie aus dem Müll und rettete sie so vor dem Flammentod. Woody konnte nicht glauben, dass er noch einmal davongekommen war. Laute schrie der Cowboy glücklich auf: „Wir sind gerettet Freunde!!!“
Überrascht ließ er Slinkys Pfote los.
Jessie, Buzz und Woody waren ganz an den Rand des Greifers gerutscht, weit weg von den anderen Freunden. Der Cowboy rutschte aus dem Weg und fiel an der Seite heraus. Buzz packte seine Hand fest. „Hey, hiergeblieben, Cowboy.“
Woody hing in der Luft sah nach unten, er blickte erneut in die Flammen und dachte: „Noch mal Glück gehabt.“ Doch Buzz hatte seinen schlechten Arm erwischt. Bevor er ihn hochziehen konnte, riss eine Naht. Sein ganzer Arm riss ab und Woody fiel. Der Cowboy versucht mit seinem Arm den abgerissenen zu fassen zu bekommen, fasste aber ins Leere. Buzz starrte wie erstarrt auf Woodys Arm, den er immer noch festhielt.
Woodrow überlegte nicht lange, seine Finger fanden den Ring an seinem Rücken und zogen die Schnur so schnell er konnte und er klemmte sie sich zwischen die Zähne.
Er drehte die Schnur wie ein Lasso. Jessie drückte zur gleichen Zeit Buzz ihren Ring in die Hand, Buzz verstand. Er klemmte sich Woodys Arm unter und stemmte sich gegen den Greifer. Jessie sprang, ein Ruck ging durch die Schnur, aber er ließ nicht los. Aber Jessie konnte ihn nicht erreichen.
„Fang, Jessie!“, schrie Woodrow und warf seinen Kunststoffring nach oben, aber Jessie griff ins Leere. Jessie streckte sich soweit sie konnte und bekam den Ring zu fassen. Mit ihrer anderen Hand fasste sie nach unten und hielt Woody mit aller Kraft fest. „Ich habe dich, Woody. Alles wird gut.“
„Es wird alles gut, Woody und Jessie. Habt keine Angst, ich lasse euch nicht los.“ Buzz konnte sie nicht hochziehen, er konnte sie nur festhalten und abwarten. In dieser Sekunde wünschte sich Buzz er wäre ein echter Space-Ranger. Dann könnte er einfach zu seinen Freunden fliegen, sie auffangen und Woody und Jessie wären in Sicherheit. Als Spielzeug konnte Buzz nichts weiter tun als Jessies Schnur festzuhalten und zu hoffen, dass alles gut gehen würde.
Durch den Ruck verlor Woody seinen Hut, er war nicht schnell genug um ihn zu fangen. Sein Hut fiel ins Feuer, schmolz zu einer Masse zusammen und löste sich auf. Der Greifer trug sie weiter nach oben.
Woody schloss die Augen es würde nicht alles gut werden. Er war ein altes Spielzeug und nicht mehr im Stande dieses wilde Abenteuer durchzustehen.
Der Cowboy spürte wie seine Schnur riss und er wieder fiel. Er hörte die entsetzten Schreie von Buzz, Jessie und seinen anderen Freuden.
Woodrow drehte sich im Fallen. Er konnte noch einen letzten Blick auf Buzz werfen und auf die entsetzten blauen Augen. „WOODY! DU DARFST NICHT STERBEN!“
„Ich liebe dich Buzz. Jetzt musst du dich um die Anderen kümmern. Viel Glück“, wollte Woody sagen, aber seine Stimme versagte ihm diesen letzten Dienst. Traurig lächelnd schloss er die Augen, er hatte mit seinem Leben abgeschlossen. Woody spürte noch wie die Flammen seinen Körper erfassten und sein letzter bewusster Gedanke war: „Ich wünschte, dass ich Buzz meine Gefühle gestanden hätte.“
Ein brennender Schmerz breitere sich für ein paar Sekunden in seinem Körper aus, dann nahm Woody nichts mehr wahr. Sein Körper löste sich auf.
Wie in Zeitlupe sah der Space-Ranger wie Woody fiel. Er musste hilflos mitansehen wie Woody verbrannte und konnte nichts tun um ihm zu helfen.
„WOOODY! NEIN!“ Buzz hätte geweint, wenn er gekonnt hätte. Woody war das erste Spielzeug gewesen, das er bei Andy getroffen hatte. Er hatte ihn vor dem Nachbarjungen Sid gerettet. Der an wehrlosen Spielzeugen grausamste Foltermethoden ausprobierte. Woody hatte ihm gezeigt wie wunderbar es war ein Spielzeug zu sein, obwohl er zuerst gedacht hatte, ein echter Space-Ranger zu sein. Seinen Körper verließ alle Kraft er ging in die Knie.
Durch Jessies Gewicht wurde er nach unten gezogen und nur eine Sekunde später fiel er kopfüber. Buzz lies Jessie Ring los und klammerte sich an Woodys abgerissenen Arm, als könnte der ihn vor dem Flammentod retten.
„Buzz, was machst du? Bist du von Sinnen?“, schrie Jessie bevor sie ein Opfer der Flammen wurde. Sie schrie vor Schmerz und Angst.
Buzz schloss die Augen und presste Woodys Arm fest an sich, erst jetzt wo es viel zu spät war, wurde ihm klar wie sehr Woody ihn geliebt hatte. Er hatte all die unausgesprochenen Gefühle in den braunen Augen gesehen kurz bevor Woody sie geschlossen hatte.
Buzz fühlte sich schlecht und fragte sich wie sehr es Woody verletzt hatte, dass er mit Jessie zusammen war.
Er wusste, dass er sterben würde. Es gab keine Rettung mehr. Der Space Ranger hatte sich mit seinem Tod abgefunden, ein Leben ohne Woody und Jessie war es ohnehin nicht wert.
„Woody, es tut mir leid, dass ich nie gemerkt habe, dass du mich liebst. Bitte wartet auf mich, ich komme zu euch, Woody und Jessie“, dachte Buzz und hoffte von ganzem Herzen, dass er seine geliebten Freunde auf der andern Seit wiedersehen würde. Sein Körper wurde von den Flammen erfasst und er verbrannte. Die ganze Zeit hielt er Woodys abgerissenen Arm fest und wünschte sich bei Woody und Jessie zu sein. Er wollte dem Cowboy sagen, dass es ihm leid tat.