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Fern der Heimat

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Krimi / P18 / Gen
Alan Eppes Charlie Eppes Don Eppes Ian Edgerton OC (Own Character)
27.01.2018
19.01.2019
31
42.442
4
Alle Kapitel
62 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
27.01.2018 1.181
 
Hallo zusammen,
ich melde mich zurück mit einer neuen Geschichte. Ich wollte das Feld nicht mehr nur anderen überlassen.  Mit dabei ist (wieder einmal) mein selbst erfundener Charakter Anna Foster, eine Cousine von Don und Charlie, die in die Familie aufgenommen wurde, als sie 16 war und ihr Vater ermordet wurde.  In dieser Geschichte ist sie erwachsen und arbeitet als Assistenzärtin in der Privatklinik "New Hope".  Wer Anna besser kennenlernen möchte, und vor allem ihre Beziehungen zu Ian Edgerton, sollte meine Geschichten, In der Widlnise uns Sammler aus der Dunkelheit lesen.

Reviews sind wie immer gewünscht und ich hoffe, ich bekomme viele :)

Posten werde ich so 1x pro Woche,  mehr schaffe ich nicht.

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß mit dem Lesen des ersten Kapitels.

LG
Sun
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Ian betrat das FBI Gebäude in LA. Er hatte dort einen Termin mit seinem Boss, Jason Flemming, von der Zielfahndung. Er wunderte sich zwar, dass Flemming extra dafür nach LA gereist war, aber vielleicht nutzte er auch die Zeit, um sich mit anderen Abteilungsleitern auszutauschen und neue, potentielle Rekruten für die Zielfahndung zu suchen. Was auch immer der Grund für das Treffen war, Ian hoffte, es würde ein neuer Auftrag für ihn herausspringen. So allmählich wurde Ian nämlich hibbelig, wie immer, wenn er zu lange von der Jagd weg war. Nicht, dass er die Zeit mit Anna, Don und dessen Familie nicht genossen hätt, aber ihm fehlte auch die Jagd. Außerdem hatte er vor vier Monaten eine Zwangspause von der Jagd von Flemming verdonnert bekommen, als klar war, dass ein Auftragskiller auf ihn angesetzt war. Dass der Schuss nach hinten losgegangen war und Ian schließlich doch den Job selbst erledigen musste, hatte Flemming ja nicht ahnen können.

Ian machte seinen Boss dafür nicht verantwortlich, sondern eher Mason. Der Typ war Ian eigentlich schon immer unsympathisch gewesen und seine Ernennung zum Teamleiter hatte er skeptisch verfolgt, da er nicht glaubte, dass Mason ein Mann war, der verantwortungsbewusst handelte, sondern eher mit dem Kopf durch die Wand wollte. Sein Team bestand aus Gleichgesinnten und so hatte es Ian nicht verwundert, dass er es nicht gebacken bekommen hatte, den Kerl zu schnappen, der auf ihn angesetzt worden war. Dass Mason es allerdings dermaßen vermasselte, dass der Killer Ians Aufenthaltsort herauskam und ihm nach stellte, das hatte er sich jedoch nicht vorstellen können. Aber zum Glück war es noch einmal gut ausgegangen. Wie hieß es doch so schön: Selbst ist der Mann.

Schließlich erreichte Ian sein Ziel, ein Konferenzraum, der nur von dem oberen Management genutzt wurde und in der 14. Etage lag. Ian klopfte und trat gleich darauf ein. Was er sah, ließ ihn doch etwas erstaunen. Dieser Konferenzraum war mit der neuesten Technik ausgestattet und hatte hochwertige Ledersessel anstelle der alten, durchgesetzten Drehstühle, die in den unteren Etagen vorherrschen. Es sah hier eher so aus wie in der Chefetage eines multinationalen Imperiums denn in einer Staatsbehörde.

"Ian", rief ihn die Stimme seines Boss aus seinen Betrachtungen. "Wie immer pünktlich auf die Minute. Kommen Sie, setzen Sie sich und genießen Sie den Luxus. Möchten Sie etwas trinken?" Ian wollte schon verneinen, doch dann sah er das dicke Aktenbündel vor Flemming. Wenn dies mit seinem neuen Auftrag zu tun hatte, würde die Besprechung wohl länger dauern als gedacht. Er entschied, es nicht darauf ankommen zu lassen und er erwiderte daher: "Wasser, bitte". Flemming holte eine Flasche Wasser von der Anrichte und stellte siezusammen mit einem Glas vor Ian ab. Er selbst nahm sich noch einen Kaffee aus der Thermoskanne. Dann setzte er sich und blickte Ian ernst an.

"Ian, ich möchte, dass sie mir jetzt genau zuhören und mich erst ausreden lassen, bevor sie etwas sagen. Ich habe einen neuen Auftrag für sie, einen Job, der eigentlich nicht in ihr normales Ressort fallen würde. Ich kann ihn jedoch niemand anders anvertrauen." Flemming macht eine Pause und Ian schwieg wie gewünscht, doch in seinem Gehirn rasten die Gedanken durcheinander. 'Was meinte Flemming damit? Also doch keine richtigen Ausbrecher? Sollte er vielleicht ein Team vor Ort unterstützen?'

Gleich darauf räusperte sich Flemming und fuhr schließlich fort: "Ich nehme an, Sie erinnern sich noch an Will Turner, Ian, oder?" Und ohne Ians Antwort abzuwarten redete Flemming auch gleich weiter. "Natürlich tun Sie das, schließlich waren Sie dagegen, dass er weiter zum Scharfschützen ausgebildet werden sollte und haben sich geweigert, ihn zu unterrichten. Ich habe Sie damals heftig gerügt und die Fortsetzung seiner Ausbildung befohlen, da er in meinen Augen der perfekte Mann war für diesen Job. Inzwischen weiß ich nicht mehr, warum ich damals Ihren Instinkten nicht vertraut hatte, Sie hatten bis dato bei den Kandidaten immer den richtigen Riecher. Ob es daran lag, dass ich erst kurz zuvor befördert worden war oder an etwas anderem, ich weiß es nicht. Aber das ist jetzt ja auch Schnee von gestern. Kehren wir in die Gegenwart zurück."

Flemming holte ein Foto aus der Akte und legte es auf den Tisch. Ian betrachtete das Foto jedoch nicht weiter, er wollte lieber das Gesicht von Flemming studieren, um einem Ahnung zu haben, was jetzt kommen würde.

"Turner hat sich der America Front , eine militanten Waffengruppe, auch als AMF bekannt,  angeschlossen. Er ist jetzt ihr Mann für Distanzschüsse. Außerdem scheint er sich in der Hierarchie hoch zu arbeiten und will die Gruppe anführen. Die Gruppe hat bereits mit illegalem Waffenhandel angefangen, es dauert sicher nicht mehr lange und sie werden sich auch anderen illegalen Aktivitäten zuwenden. Das ATF hatte versucht die AMF hops zu nehmen, ist jedoch kläglich gescheitert. Ihr Undercover Cop wurde bereits nach 48 Stunden enttarnt und die restlichen Beamte in eine Falle gelockt. Acht Leute wurden getötet, sechs davon aus der Distanz. Ian ich weiß, sie haben nie undercover gearbeitet, doch wir haben keine andere Wahl. Turner ist skrupellos und tötet wahllos Zivilisten, Gegner und Polizisten. Er wird nicht aufhören, wenn wir ihn nicht stoppen, im Gegenteil, ich denke, die ATF Falle war nur der Anfang. Ich befürchte, es wird immer größere Blutbäder geben, selbst wenn sich die AMF Mitglieder von ihm abwenden würden, was ich persönlich nicht glaube. Er wird wieder zuschlagen. Und der einzige, der ihn stoppen kann, sind Sie Ian. Wahrscheinlich werden Sie der einzige sein, der nah genug an ihn heran kommt, ohne dass er es merkt."

"Nehmen Sie den Job an, Ian?" Flemming blickte Ian direkt ins Gesicht. "Ja", kam schlicht aus Ians Mund und Flemming atmete erleichtert auf. Der Rest des Nachmittags besprachen sie die Details des Falles.

Am Abend kehrte Ian - den Kopf brummend von all den komplexen Details des Falles - in seine Wohnung zurück. Er ließ den Tag noch einmal Revue passieren. Obwohl ein Undercover Job wirklich nicht zu seinen Aufgaben zählte, hatte er diesen zugestimmt, um einen gefährlichen Verbrecher von der Straße zu holen. So einfach war das.

Ob er dies wohl auch getan hätte, wenn er gewusst hätte, dass der Auftrag aus dem Ruder lief und ihn sehr lange von denjenigen, die ihn am nächsten standen, trennen würde?
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