through time and space

von smokes
CrossoverRomanze / P12
Abby Maitland Captain Becker Connor Temple Jess Parker OC (Own Character) Stephen Hart
26.01.2018
17.06.2018
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„Colonel Hodgons, schön Sie hier zu sehen. Ich hoffe Sie hatten einen ruhigen Flug?“ Der Soldat war der diensthabende Offizier in der Royal Military Academy Sandhurst. Er war geschickt worden um mich zu empfangen und reichte mir die Hand.
„Vielen Dank. Ja, der Flug war wie erwartet ruhig.“ Ich sah mich um, konnte jedoch niemanden vom ARC entdecken.
„Captain Becker ist jeden Moment hier. Es ist ziemlich voll auf den Straßen. Oh mein Gott! Was ist das?!“, fragte er mit großen Augen und zeigte mit dem Finger auf Jemanden hinter mich.
„Das ist Bones. Keine Sorge er ist zahm. Nur ein etwas zu groß geratener Schäferhund-Mischling.“, antwortete ich leichthin und kraulte ihn hinter den Ohren.
„Etwas zu groß geraten?! Der ist so groß wie’n Pony!“
„Naja, wie auch immer. Laden Sie bitte die Kisten aus.“
Wenige Minuten später traf Captain Becker mit einem kleinen Konvoy ein.
„Colonel Hodgons? Captain Becker, ich werde Sie in unsere Einrichtung bringen.“, begrüßte er mich. „Laden Sie alle Kisten auf die Trucks. Und beeilen Sie sich, wir werden erwartet.“, sagte er an seine Truppe gewandt.
„Schön Sie zu sehen, Captain.“, grüßte ich ihn. An seine Männer gewandt sagte ich: „Seien Sie vorsichtig mit den Kisten, da sind empfindliche Pflanzen und andere Proben drin.“
„Das sind also die Carepakete Ihrer Organisation?“, fragte Becker.
„Unteranderem. Für Ihre zoologische Abteilung habe ich ein Lebendexemplar dabei.“ Ich zeigte auf Bones der sich zuvor hinter dem Flieger aufgehalten hatte und das Areal erkundet hatte.
„Wow! Der ist riesig. Was ist das?“
„Das kann ich Ihnen sagen wenn wir bei Lester sind. Nicht hier. Aber er ist zahm.“
„Wir sind fertig, Captain.“, sagte einer der Männer.
„Gut, dann fahren wir. Colonel Sie fahren mit mir. Ihr Hund…Äh, passt eventuell auf die Rückbank.“
„Das wird er. Danke.“

Wir fuhren zum ARC. Die Fahrt sollte eigentlich nur eine Stunde dauern, doch der Verkehr war furchtbar zähflüssig. So hatten Becker und ich Zeit uns kennenzulernen.
„Also, erzählen Sie mal Hodgons. Was ist das für ein Tier?“, hakte Becker nach während wir auf der M4 im Stau standen.
„Schon mal was vom Schrecklich-Wolf gehört? Das ist einer. Stammt aus dem Pleistozän. Er kam vor ein paar Monaten als Welpe durch die Anomalie und direkt danach hat sie sich geschlossen. Er war ganz alleine und noch so klein. Ich nahm ihn auf. Im Prinzip ist er eine Langzeitstudie.“
„Und er ist wirklich zahm? Ich mein er ist doch eigentlich ein wildes Tier, oder nicht?“
„Schon, aber genau darum geht es ja. Um die Frage ob man ein wildes Tier, das nicht an Menschen gewöhnt ist domestizieren kann? Und was soll ich sagen, er ist ein Engel. Aber man darf seinen Jagdinstinkt nicht unterschätzen.“
„Das ist bemerkenswert. Sagen Sie, hätten Sie etwas dagegen wenn wir uns duzen? Ich mein, laut Ihrer Akte haben wir sehr viel gemeinsam. Außerdem müssen wir noch eine ganze Zeit miteinander auskommen.“
"Klar, ich bin Robin. Und du bist…“
„Becker.“, antwortete er. Ich zog fragend eine Augenbraue hoch. „Alle nennen ich Becker.“
„Okay…Wie ist das Team so? Ich mein, wie arbeitet ihr zusammen? Das stand nicht in den Akten.“
„Wir vertrauen uns mit dem Leben. Wir können uns aufeinander verlassen und wir sind nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde. Du wirst sie alle mögen und Bones wird sicherlich auch einige Fans finden.“
„Das hoffe ich. Ich hasse es irgendwo neu hinzukommen. Das ist wie früher bei der Army. Immer ist man wo anders und man kennt keine Leute. Ich hab es satt immer durch die Gegend zu reisen.“
„Das versteh ich nur zu gut. Ich war sehr froh als ich das Angebot vom ARC bekommen habe. Aber es ist gefährlicher als jeder Spezial-Auftrag den ich zuvor machen musste.“, meinte Becker. Die Blechlawine rollte ein Stück weiter. Einige Minuten später wurde der Verkehr etwas flüssiger und wir kamen schneller voran.

Als wir endlich im ARC ankamen parkten wir in der Tiefgarage und während Becker, Bones und ich in den Fahrstuhl stiegen und nach oben fuhren, luden Beckers Leute die Trucks ab.
„Becker, Sie sind wieder da. Das hat ja auch lange genug gedauert. Schön Sie hier zu sehen, Hodgons. Bitte kommen Sie gleich mit in mein Büro, wir haben einiges zu besprechen. Becker, rufen Sie die Anderen zusammen, wir treffen uns in der Zentrale.“ Lester hatte uns am Fahrstuhl abgefangen und nun folgte ich ihm zusammen mit Bones in sein Büro. Er ging um den Schreibtisch herum und wartete bis ich mich gesetzt hatte.
„Das ist also Bones. Ich hoffe er ist Stubenrein, ich will hier keine Urzeitmonster Hinterlassenschaften vorfinden.“
„Natürlich ist er Stubenrein und außerdem sehr gut erzogen. Sie werden gar nicht bemerken, dass er hier ist.“, antwortete ich und kraulte Bones hinter den Ohren.
„Gut. Hier ist Ihr Vertrag. Sie arbeiten als militärische Angestellte im Bereich Medizinische Versorgung, Captain Becker ist Ihr Ansprechpartner. Auf den Einsätzen werden Sie mit ihm fahren und das Team schützen. Sie werden immer ein Medipack dabei haben um die schlimmsten Verletzungen zu versorgen – ich hoffe es wird nie dazu kommen. Des Weiteren haben wir Ihnen einige Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und bereits eingerichtet, so wie Sie es gewünscht haben.“ Während er sprach, hatte er mir den Vertrag gegeben und ich unterschrieb ihn. „Da das nun geklärt ist, lernen Sie das Team kennen.“ Lester bat mich aus dem Büro zu gehen, Bones mir auf den Fersen. Dann ging er vor mir her die kleine Treppe runter in die Zentrale. Dort standen einige Leute die sich unterhielten. Unter ihnen war Becker.
„Darf ich für einen Moment um Ruhe bitten?“, begann Lester und nun drehten sich alle zu uns um.
„Aaah!“, schreckte ein Mann mit schwarzen Haaren auf, als sein Blick auf Bones traf.
„Dafür, dass Sie mehrere Monate in der Kreidezeit überlebt haben, sind Sie ganz schön schreckhaft Connor. Ich möchte Ihnen gerne die neue Leiterin der Medizinischen-Abteilung vorstellen. Colonel Dr. Robin Taylor Aurelia Hodgons.“ stellte mich Lester vor.
„Wow, langer Name. Können wir Sie einfach Robin nennen?“, fragte eine blonde Frau.
„Klar, ich würde mich auch freuen wenn wir uns alle Duzen könnten. Und das hier ist Bones. Er ist ein Langzeitexperiment, ein Familienmitglied und mein bester Freund“, antwortete ich. Bones stand auf und wedelte mit dem Schwanz.
„Also ist das mein Carepaket?“, hakte die blonde Frau nach und lockte ihn zu sich.
„Vielleicht sollten Sie sich erst einmal alle bekanntmachen bevor wir die Sache mit den Carepaketen klären.“, meinte Lester.
„Oh ja, Sie haben recht. Ich bin Abby, Leiterin der Zoologischen.“, stellte sich nun die blonde Frau vor.
„Ich bin Connor.“, stellte sich der Mann mit den schwarzen Haaren vor, der sich mittlerweile mit Bones beschäftigte und keine Angst mehr hatte.
„Das ist Emily und ich bin Matt, der Teamleiter.“
„Hi, ich bin Jess! Freut mich dich kennenzulernen.“
„Becker kennen Sie ja bereits. Also gut. Kommen wir zu den Carepaketen aus Ihrer Einrichtung. Vielleicht möchten Sie noch einige Worte dazu sagen?“, fragte Lester.
„Okay…Wir haben in Amerika bereits vor einigen Jahren die erste Anomalie entdeckt, genau wie hier. Unsere Regierung hat sofort eine Task-Force bestehend aus Soldaten und Wissenschaftlern eingerichtet um sie zu erforschen – das erste PEC, Prehistoric-Enlightment-Center. Wir töteten die Tiere niemals, außer es war der einzige Weg. Deshalb haben wir von fast jedem Tier Blut-, Haut- beziehungsweise Panzerproben und haben jeweils die Rückstände von Erde und Pflanzen von den Tieren gesammelt. Außerdem gehen durch jede Anomalie mehrere Trupps und nehmen Pflanzen und Bodenproben mit. Des Weiteren habe ich einige nichttödliche Waffen im Gepäck und man hat mir unsere neuesten Technologien eingepackt. Mehr…habe ich denke ich nicht zusagen.“ Ich holte Luft.
„Du hast Proben von allen Tieren die durch die Anomalien gekommen sind? Das ist…Ich muss die unbedingt sehen!“, rief Abby.
„Ich weiß, es ist einzigartig. Wir haben erst ein Drittel der Proben durcharbeiten können, weil es so viele Dinge zu entdecken gibt. Bei den Pflanzen ist es genauso: Wir konnten ausgestorbene Arten neu züchten und sie unserer Atmosphäre anpassen. Außerdem konnte ich unteranderem bei einigen Pflanzen eine Heilwirkung feststellen.“
„Schön, schön. Hodgsons, Sie sollten sich zunächst Ihre Räume ansehen. Becker, führen Sie sie doch bitte durchs ARC. Wir sehen uns alle später. Die Kisten mit den Proben und Pflanzen sind bereits in Ihren Labors angekommen, also haben Sie alle Hände voll zu tun.“, sagte Lester. Er ging wieder in sein Büro.
„Dann komm mal mit, ich zeig dir alles.“ Becker nickte in Richtung eines Ganges und Bones und ich folgten ihm.
„Gibt’s hier auch 'nen Schutzbunker?“, fragte ich. Wir gingen an unzähligen Labors vorbei in denen geforscht und getestet wurde.
„Wir bauen grade auf jeder Etage einen. Nach der New Dawn Sache und den Prädatoren hier im ARC sind wir darum bemüht mehr Sicherheit zu schaffen. Wir haben auch in jedem Raum einen Waffenschrank angebracht.“
„Entschuldige, dass ich so direkt frage. Ich bin Amerikanerin, wir stehen auf Schutzbunker.“ Das brachte mir einen Lacher ein.„Und hier haben wir dein Labor. Ähm, Praxis. Wenn du dein Team sehen willst, rufst du sie einfach über deinen Pager“ er gab mir einen Pager. „und dann sind sie gleich da. Da du auch für das Militär arbeitest, kommst du bitte nachher in die Waffenkammer, da können wir uns dann über die neuen Waffen unterhalten und ich stelle dir unsere vor.“
„Alles klar, danke Becker.“ bedankte ich mich und öffnete die Türen zur Krankenstation. Sie war groß, größer als die Station in Amerika. Bones erkundete jede Ecke der Räume, schnüffelte durch die Gegend. Lester hatte mir die neusten Geräte einbauen lassen. Alles war in weiß-grau-schwarz gehalten. Zwar wusste ich nicht mit welcher Art von Verletzungen Lester bei den Einsätzen rechnete, aber wir konnten hier komplett operieren, Reha-Maßnahmen einleiten und kleinere Wehwehchen behandeln. Ich setzte mich hinter den riesigen Schreibtisch, legte die Beine hoch und schaute mich um. Bones kam zu mir und legte seinen Kopf in meinen Schoß. „Ich weiß, mein großer. Alles ist anders hier. Du vermisst die Hitze und die Prärie genauso, oder?“, fragte ich ihn. Er antwortete indem er auf seinen Vorderbeinen herumtrippelte. Einige Minuten später raffte ich mich auf und brachte Bones in Abbys Labor.
„Hi Abby! Ich wollte fragen ob Huch…“ unterbrach ich und duckte mich da ein grünes Etwas über meinen Kopf hinweg durch den Raum flog.
„Rex, komm wieder her! Benimm dich.“, rief sie ihm hinterher. Das grüne Etwas landete auf einem Edelstahltisch und sah uns an. „Entschuldige Robin, das ist Rex. Eine Flugechse. Und du wolltest mich etwas fragen.“
„Ja, ähm…Hi Rex. Abby, ich wollte dich fragen ob du einen Moment auf Bones aufpassen kannst. Becker will mir die Waffen zeigen und ich will sie dann auch gleich mal testen.“
„Na klar. Dann komm mal her, wir suchen dir einen Platz zum Hinlegen.“, sagte Abby und führte Bones in eine Nische zwischen zwei Regalen. Er rollte sich zusammen und Rex landete auf ihm und rollte sich auf Bones zusammen.
„Wow, da haben sich wohl zwei gefunden!“, meinte ich, bedankte mich bei Abby und machte mich auf den Weg zur Waffenkammer. Becker wartete bereits und hielt einige Waffen bereit.
„Da bist du ja. Ich habe dir einige Waffen rausgesucht, wir fahren runter zum Schießstand, da kannst du dann ja mal zeigen was du kannst.“ grinste er.
„Ok, hattest du schon Zeit einige meiner Mitbringsel zu begutachten?“, fragte ich ihn als wir auf den Fahrstuhl warteten. Dann kam der Aufzug hoch, die Türen öffneten sich, wir stiegen ein und fuhren runter.
„Nein, hatte ich nicht, Connor hat bereits angefangen die Simulations-Software die du mitgebracht zu installieren.“
„Das wird ein Spaß!“
Unten angekommen öffneten sich die Fahrstuhltüren wieder und vor uns erstreckte sich ein scheinbar endlos langer Gang. In unregelmäßigen Abständen befanden sich auf beiden Seiten Türen. Becker ging vor und öffnete die fünfte Tür auf der linken Seite.
„Wow, ziemlich großer Schießstand!“, meinte ich und sah mich im spärlichen Licht um.
„Das ist auch gut so. Jeder der im ARC arbeitet muss eine Waffe benutzen können und wir alle müssen regelmäßig Tests machen und üben. Normalerweise ist es hier besser besucht, aber heute haben alle genug mit den Paketen die du mitgebracht hast zu tun. Zeig mal was du kannst!“ Becker drückte mir eine tödliche Waffe in die Hand. Anstatt der üblichen Zielscheiben tauchten hier Dinos und andere Tiere auf. Natürlich verfehlte ich niemals ein Ziel.
„Du bist eine hervorragende Schützin. Aber ich zeig dir mal wie man das hier in England macht!“ Er grinste und versuchte meinen Rekord zu übertreffen. Doch als seine Zeit um war, lagen wir gleich auf.
„Gleichstand.“, sagte ich und klopfte ihm auf die Schulter. Es gongte. „Was war das?“
„Das war ich.“, Connors Stimme drang aus dem Lautsprecher über uns. „Ihr solltet nach oben kommen, Jess hat Robins Profil hochgeladen und du bekommst deine Blackbox.“
„Alles klar, sind auf dem Weg.“ Becker ging voraus und wir fuhren wieder hoch.

„Hi! Also, hier ist deine Blackbox. Du bekommst sie vor jedem Einsatz mit den notwendigen Daten darauf. Ah, hier ist dein Erkennungsband – es funktioniert wie eine Chipkarte. Um ins ARC und die Labore zu kommen hältst du es einfach vor die Scanner. Du hast als medizinisches Personal uneingeschränkten Zutritt zu allen Bereichen. Und du bekommst einen eigenen Wagen gestellt. Außerdem…“
Ein ohrenbetäubender Lärm übertönte Jess‘ restliche Worte.
„Wir haben eine Anomalie in…Oh mein Gott.“ Jess brach ab.
„Jess, jetzt sag schon! Wo ist die Anomalie?“ drängte Becker.
„Direkt im Steinkreis von Stonehenge.“
„Das dauert mit den Autos zu lange. Wir brauchen einen Hubschrauber…Sofort!“ Becker lief zu Lester ins Büro.
„Jess, wo ist die Anomalie?“ Matt und die Anderen waren jetzt auch in der Zentrale.
„In Stonehenge. Becker ist schon bei Lester und ordert einen Hubschrauber.“ Jess tippte wie wild auf ihrer Tastatur herum.
„Robin, hol dein Medipack und deine Waffen! Sag deinem Team Bescheid, dass sie sich bereithalten sollen. Na los, wir holen unsere Sachen und treffen uns auf dem Dach.“
Ich tat wie mir geheißen, schaute allerdings noch mal in Abbys Labor rein um nach Bones zu sehen. Ich kraulte ihn hinterm Ohr und lief dann schnell das Medipack aus meiner Praxis holen und die Waffen aus der Waffenkammer. Auf dem Dach traf ich dann wieder auf Matt, Becker und die Anderen. Im selben Moment trafen drei Hubschrauber ein. Wir stiegen ein und flogen zur Anomalie.

Als Kind war ich mal hier gewesen. Ich fand es schon damals gruselig, etwas war an diesem Ort. Jetzt wo sich mitten in dem Steinkreis eine Anomalie befand, fand ich diesen Ort noch unheimlicher.
„Spätestens jetzt hat dieser Ort etwas mystisches.“, meinte Connor.
„Cutter hätte es gefallen. Es hätte seine Theorie unterstützt.“ Abby sah Connor und Becker an.
„Wir sind gleich da. Wir teilen uns auf. Becker, du gehst mit Connor Richtung Osten. Abby und Robin gehen Richtung Norden und Emily und ich Richtung Westen. Im Süden verläuft die Straße, da wäre es jemanden aufgefallen wenn irgendein Saurier spazieren gehen würde.“
Der Hubschrauber war noch nicht ganz unten und wir sprangen heraus. Ein Teil der militärischen Einheit schloss die Anomalie und bewachte sie. Ein anderer kümmerte sich darum, dass die Straßen gesperrt wurden damit keine Besucher herkamen.
„Lass uns bis zu den Bäumen dahinten gehen und hoffen, dass nur kleine niedliche Kaninchen rausgekommen sind.“ Abby ging hinter mir her.
„Das wäre mal eine tolle Anomalie!“, lachte ich.
Zum Glück war die Gegend gut einzusehen, so blieben uns große Überraschungen erspart. Einige Minuten später waren wir fast bei den Bäumen angekommen.
„Wissen wir in welche Zeit die Anomalie führt?“, fragte Matt. Doch die Antwort war nicht zufriedenstellend.
„Ähm, nein Sir. Wir bekommen alle paar Sekunden eine andere Jahreszahl. Die Geräte spielen total verrückt.“
„Okay, also gehen wir völlig unvorbereitet ran. Seit vorsichtig Leute.“
„Klar doch, immer!“, dröhnte es aus allen Kanälen.
Abby und ich holten noch einmal tief Luft und gingen dann in das kleine Wäldchen. Die Bäume standen zwar nicht sehr dicht, trotzdem kam durch die Baumkronen nur spärlich Licht und es war ziemlich kühl.
„Dieser Ort wird mir immer unheimlicher.“, meinte ich und versuchte möglichst wenige Geräusche zu machen.
„Du warst schon mal hier?“, fragte Abby.
„Als Teenager. Mein Vater musste geschäftlich nach London und hat mich mitgenommen. Natürlich haben wir Stonehenge besucht und ich fand es damals schon gruselig. Und jetzt…Eine Anomalie die keine konkrete Jahreszahl ausspuckt…Ich weiß nicht was ich davon halten soll.“
„Naja, es soll ja einige Vorfälle hier gegeben haben. Aber ich glaube nicht, dass das was mit dem Ort zu tun hat. Ich denke eher, dass die Geräte einfach einen Wackelkontakt haben, oder so.“
„Wen versuchst du hier denn zu überzeugen, mich oder dich selbst?“ grinste ich.
Ein paar Meter vor uns knackten Zweige und Äste. Abby und ich tasteten uns vor und folgten dem Knacken. Dann dieses furchtbare Geräusch, das ich nur allzu gut kannte.
„Das war ein Prädator. Wie kommt der hierher? Wir haben die Zukunft gerettet.“ Abby stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben, ich hingegen war einfach nur wütend.
„Ich hasse diese Viecher.“
„Wir sind unterwegs zu euch, seid vorsichtig!“ Becker war besorgt. Kein Wunder bei der Vorgeschichte des Teams.
Plötzlich hörten wir einen Schrei, so schnell wir nur irgendwie konnten folgten wir dem Geräusch. Als wir ankamen sahen wir einen Prädatoren der auf irgendetwas – jemanden? – konzentriert war. Wieder Schreie.
„Kannst du ihn ablenken, damit ich freies Schussfeld habe?“
„Klar doch, aber bitte töte ihn, bevor er mich erwischt hat.“ Abby sah angsterfüllt aus.
„Natürlich, ich würde es niemals zulassen, dass jemand aus dem Team ums Leben kommt.“
Abby ging in einem großen Bogen hinter den Prädatoren und ich schlich mich von der anderen Seite an. Dann machte Abby ordentlich Lärm und das Mistviech drehte sich zu ihr um. In dem Moment, in dem es zum Sprung ansetzte, drückte ich ab und platzierte mehrere Kugeln in seinem Schädel. Ich sah zu Abby die ein wenig zitterte sich aber gleich wieder fing. Grade als ich mich zu dem Verletzten hinunter beugen wollte um ihn zu versorgen, riss mir jemand die Schutzweste runter und verletzte mich am Rücken. Direkt darauf folgten einige Schüsse und hinter mir sackte jemand zusammen.
„Robin, alles ok mit dir?“ Becker und Connor kamen zu mir gelaufen und halfen mir auf.
„Du blutest furchtbar. Dein Rücken…er hat dich erwischt.“ Connor musste würgen. Becker hingegen war so geistesgegenwärtig und öffnete das Medipack.
„Nein, nicht für mich. Für ihn.“, sagte ich und zeigte auf den Mann der immer noch schwerverletzt vor mir lag. Er hatte bislang kein Wort gesagt und hatte offenbar Schwierigkeiten unseren Gesprächen zu folgen. „Drück mir da einfach irgendeinen Stoff drauf und bind mir was zur Befestigung rum. Ich muss ihn schnell versorgen.“
„Connor deine Jacke! Abby, ich brauche deinen Schal.“ Becker knüllte Connors Jacke zusammen und presste sie auf meine Wunden am Rücken. Die Schmerzen waren einigermaßen unerträglich, aber ich hatte schon schlimmeres erlebt. Abby gab ihm ihren Schal wobei das Licht ihrer Waffe auf den Verletzten fiel und sie schrie. Becker hielt kurz inne und wir sahen alle zu ihr.
„Abby, was ist los? Ist er etwa tot?“ Connor lief zu ihr und umarmte sie.
„Nein, aber …Stephen. Es ist Stephen.“ In unseren Ohren wurde es laut. Jeder hatte etwas dazu sagen, auch Jess die in der Zwischenzeit Lester über die Prädatoren informiert hatte. Er hatte alles mitgehört.
„Versorgen Sie ihn Hodgons und bringen Sie ihn sofort ins ARC. Ihr Team steht bereit und alle Räume sind vorbereitet. Abby Sie werden Miss Hodgons begleiten. Der Rest von Ihnen bleibt noch bei der Anomalie. Vergewissern Sie sich, dass keine weiteren Tiere durch die Anomalie gekommen sind.“
„Natürlich Sir.“, antwortete ich und schleppte mich zu dem Verletzten – Stephen.
„Stephen! Oh mein Gott, du lebst!“ Abby beugte sich über ihn.
„Abby? Bist du das? Wo…wo bin ich?“ Stephen versuchte seinen Kopf zu drehen, doch dies schien ihm sehr große Schmerzen zu bereiten.
„Abby, ich muss ihn erst versorgen. Bitte mach Platz.“, sagte ich und kniete mich neben ihn. Sie ging nur widerwillig beiseite.
„Stephen, Hi. Ich bin Robin. Ich werde Sie jetzt verarzten und dann bringen wir Sie ins ARC.“
„Alles was Sie für nötig halten.“
Becker half mir beim Verbinden und Desinfizieren der unzähligen Wunden. Mittlerweile waren zwei Soldaten mit einer Trage bei uns angekommen. Sie hievten Stephen darauf der vor Schmerzen aufschrie. Becker legte seinen Arm um mich und half mir zum Hubschrauber.
„Abby, sorg dafür, dass sie sich richtig verarzten lässt und Stephen? Willkommen zurück!“
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