On the Road

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Junkrat Roadhog
26.01.2018
03.10.2018
3
3.603
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26.01.2018 910
 
Hi zusammen ^-^
Ich dachte, ich versuch es mal mit was anderem. Hoffentlich is es auch was geworden XD
Da ich die beiden Charaktere nicht besonders gut kenne, werde ich sie so handeln und sprechen lassen wie ich glaube das es Richtig ist ^^
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen
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Die einsamen Straßen, teils mit feinem rotem Sand bedeckt, waren nur schwer zu erkennen durch das dreckige Glas des Fensters. Der Tag war gerade erst angebrochen, der Himmel war völlig klar und ohne eine Wolke. Heute würde es bestimmt wieder unerträglich heiß werden, doch sie musste dort weg. So schnell wie möglich.  
Sein Blick wich von der dreckigen Scheibe, von dem was man durch diese noch erkannte, in Richtung des zweiten Bettes. Dort schlief sein Kumpan noch tief und fest. Von dort, aus diesem schäbigen Zimmer, zu verschwinden würde bedeuten ihn zu wecken, ihn von diesem Moment an pausenlos quatschen und irre gackern zu hören oder ihm dabei zu sehen zu müssen wie er wild mit den Händen fuchtelnd von seinem nächsten bescheuerten Plan erzählte.
Der Ältere schnaubte nur genervt. Noch ein bisschen diese Stille genießen, diese dazu nutzen noch etwas zu tun was schon überfällig geworden war.
Ein Stoffbündel auf den gesprungenen Rand des Waschbeckens gelegt, drehte er den Wasserhahn auf. Dieser grollte laut, dann tropften einige dunkle Tropfen in das versiffte Becken. Das Grollen wurde lauter, mehr und mehr von der dunklen Brühe lief den Abfluss herunter. So würde das nichts werden, also beschloss er die Tür hinter sich abzuschließen, das Wasser etwas laufen zu lassen und nahm das schwere Leder von seinem Gesicht. Sein blick fiel vor ihm in den leicht nebligen Spiegel. Dort sah er etwas, dass er schon lange nicht mehr gesehen hatte, schon lange hinter dem schweren Leder der Maske verborgen hatte. Sein Gesicht, von feinen Narben gezeichnet.
Das Stoffbündel ausgepackt, kamen Utensilien zum rasieren zum Vorschein. Mit geübten Handgriffen bereitete und verteilte er den weißen Schaum und gerade als er das Rasiermesser ansetzen wollte klopfte es an der dünnen Holztür. Den Griff des Messers nur noch fester umfasst, antwortete er nicht darauf, schnaubte nur laut auf und begann das Messer über seine Haut zu ziehen. Wieder klopfte es, gefolgt von einem lauten Gähnen und diesem furchtbar nervtötenden gackern seines Kumpanen.
„Warum is n die Tür abgeschlossen? Mach auf.“ Er gab ihm keine Antwort, versuchte ihn so gut es ging zu ignorieren und beförderte mit einem Schwung etwas vom Schaum ins Waschbecken. „Dein Ernst? Mach auf Mann!“ Immer noch gab er ihm keine Antwort. „Ach na komm schooon lass mich rein.“ Die Stimme des Jüngeren klang leicht verzweifelt durch das dünne Holz. „Warum?“, fragte der Ältere nun genervt zurück, hielt die Tür weiterhin geschlossen und konnte nicht anders, als beim Ton des Anderen zu schmunzeln. Es war ihm ein sadistischen Vergnügen, den Jüngeren auch mal leiden zu lassen. Schließlich raubte der ihm bei jeder Gelegenheit den letzten Nerv. „Muss pissen.“, antwortete die Stimme auf der anderen Seite der Tür und der Ältere hätte schwören können zu hören wie der Andere vor der Tür auf der Stelle ging. „Geh raus.“ „Geht nich, hab die Tür verbarrikadiert. Müsst sie aufsprengen.“ Bloß nicht! Schließlich endeten diese Explosionen meistens damit, dass einer der Beiden angesenkt wurde. Außerdem wäre das viel zu auffällig, schließlich wurden sie ja per Kopfgeld gesucht. „Dann lass dir was anderes einfallen.“ Damit war das Gespräch für den Älteren beendet und dieser widmete sich wieder seiner Rasur. Sollte sich diese blonde Nervensäge doch eine von dem X Flaschen nehmen, die im Zimmer verteilt waren.
Seine ungleichen Schritte entfernten sich von der dünnen Tür, ein leises und leicht gequält klingendes Seufzten war zu hören und kurz darauf mehrere, dem Älteren sehr wohl bekannte, Geräusche. Der Spinner war gerade wirklich dabei den Sprengstoff zu entsichern.
Am liebsten hätte er sich jetzt vor die Stirn geschlagen, seufzte laut und öffnete die Tür. „Lass den Scheiß! Komm rein, aber beeil dich.“ Zwar froh darüber, dass sich die Tür nun geöffnet hatte und er sich nun Erleichterung verschaffen konnte, war der Jüngere trotzdem enttäuscht, schließlich hatte ihn sein massiger Begleiter gerade um eine bombastische Explosion gebracht. „Spaßbremse.“, meinte der nur als er sich an ihm vorbei, ins Badezimmer, quetschte und kurz darauf Klobrille und -deckel hochklappte. „Was machsten da eigentlich? Sieht doch eh niemand dein Gesicht.“ Der Kerl konnte wirklich nie sein Maul halten, egal was er tat. Selbst jetzt nicht.
Mittlerweile war das Wasser halbwegs benutzbar, zwar war es immer noch nicht klar, aber egal. Nur um den Rest des Schaums aus seinem Gesicht zu waschen und die Utensilien zu reinigen würde es schon reichen. Alles aus seinem Gesicht gewaschen und seine Werkzeuge abgespült, räumte er alles wieder zusammen, um es wieder zu verstauen. Sein Gesicht hinter dem schweren Leder verborgen, schnaubte er, dann hörte er die ungleichen Schritte seines Kumpanen. Der lachte mal wieder über irgendwas, was offensichtlich nur er hören konnte, packte ebenfalls alles zusammen und nahm einen Zünder in die Hand. „Boom?“, fragte der blonde Spinner, sah seinen Begleiter hoffnungsvoll an und wartete nicht mal darauf, dass dieser irgendwas dazu sagte. Sein Blick war sofort wieder enttäuscht, er schnaubte beleidigt und machte sich daran die Tür zu öffnen ohne sie in die Luft zu jagen. „Spaßbremse!“
Ein dumpfes Geräusch war zu hören, als der Spinner seine Tasche in den Beiwagen pfefferte, der Ältere schnaubte und würdigte ihn keines Blickes, als dieser sich dort drin platz nahm. Das würde eine anstrengende Fahrt werden.