my troubles would be over

OneshotRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Blair Waldorf Serena van der Woodsen
26.01.2018
26.01.2018
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the scandalous lives of manhattan's elite
My troubles would be over
If I made you my wife


Pairing: Blair Waldorf x Serena van der Woodsen
Wordcount: 935
Warnings: Alkoholkonsum, mild sexual content


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my troubles would be over




»Sie machen nichts, als Ärger«, sagt Blair, als sie zu ihr an die Bar tritt und verdreht die Augen, doch im Gegensatz zu sonst wirkt es nicht königlich und überheblich, wie es sonst immer der Fall ist, sondern einfach nur kläglich und vielleicht sogar ein bisschen erbärmlich, auch wenn Serena das ihrer besten Freundin natürlich niemals sagen würde.

»Chuck?«, fragt sie, obwohl sie die Antwort eigentlich schon ganz genau kennt, als sie sich neben sie auf einen Barhocker setzt und einen kurzen Blick mit dem Barkeeper wechselt. Abwartend sieht sie Blair an, während sie mit der aufgespießten Olive in ihrem Martini rührt.

»Männer«, erwidert Blair knapp und streicht sich das lange, dunkle Haar zurück.

Serena seufzt. »Es geht also um Chuck.«

»Nein, verdammt geht es nicht«, zischt Blair wütend und rutscht mehr hilflos, als stilvoll, von ihrem Barhocker, wobei sie sich verzweifelt an Serenas Handgelenke klammert, um ihren Worten mehr Nachdruck zu verleihen und vielleicht auch, um ein bisschen von dem Halt wiederzufinden, den sie auf ihren schwindelerregend hohen Absätzen und durch den vielen Alkohol, der durch ihr Blut rauscht verloren hat.

Und vielleicht versucht sie auch etwas von der Stabilität ihrer Seele wiederzufinden, den Chuck ihr genommen hat.

-

Serena ist der einzige Halt, den sie noch hat, ob es ihr gefällt oder nicht, und sie wird alles tun, um wenigstens sie, den blonden Engel, der immer so viel besser ist als sie, und sie immer in allem überstrahlt, in ihrem Leben zu behalten.

»Ich habe für den Rest meines Lebens die Nase voll von Männern, die denken, sie könnten mich als ihren ureigenen, persönlichen Fußabtreter benutzen.«

»Blair, vergiss ihn einfach. Er ist ein Arschloch und wird auch immer ein Arschloch sein.«

»Ich meine das ernst, Serena. Männer machen nichts als Ärger. Kaum hat man sich auf sie eingelassen, fangen sie an mit Dir zu spielen, nur um Dir im passenden Moment das Herz rauszureissen!«

Serena sieht sie nur an, ohne etwas zu sagen. Sie hat diese Worte schon viel zu oft aus Blairs Mund gehört, nur damit sie sich wenig später wieder direkt in die nächste herzbrechende Affäre mit schönen Augen und guten Beziehungen zu stürzen.

Doch dann stolpern betrunkene Worte aus Blairs Mund, die sie wahrhaftig an ihrem Verstand und ihrem Sinn für Humor zweifeln lassen.

»Weisst Du, Serena, alle meine Probleme wären auf einen Schlag erledigt, wenn ich Dich heiraten würde.«

Serenas Lippen verziehen sich zu einem Lächeln, doch angesichts Blairs verzweifelter und ernster Miene, bleibt ihr das Lachen im Halse stecken.

»Blair, Du bist betrunken und Du weisst nicht -«

Doch sie kommt nicht dazu den Satz zu beenden, denn in diesem Moment, lehnt Blair sich wankend nach vorne, schlingt die Arme um Serena und drückt ihre Lippen auf ihre.

In Serenas Kopf beginnt sich alles zu drehen, obwohl sie doch gewiss nicht diejenige ist, die schon zu viel getrunken hat, doch auf einmal ist da nur noch Blair, die ihr so nah ist und sie schmeckt den Alkohol auf ihren Lippen und riecht diese verwirrende Mischung aus abgestandenem Zigarrettenrauch, der um sie herum wabert, dem dezenten Blumenduft von Blairs sündhaft teurem Shampoo und ihrem Chanel No. 5.

-

Kichernd wie Schulmädchen stolpern sie in irgendein Zimmer des erstbesten Hotels, das sie auf dem Weg von der Bar gefunden haben, Serenas dunkler Lippenstift ist längst etwas verschmiert und Blairs Frisur hat sich mittlerweile einfach in Nichts aufgelöst.

Blair weiss noch gar nicht so richtig wie ihr geschieht und sie kann nicht sagen, ob das an den vielen Drinks liegt, die sie sich zuvor gegönnt hat, oder schlicht und einfach an der Situation, in der sie sich gerade mit ihrer besten Freundin befindet, doch eigentlich ist ihr das auch vollkommen egal.

Serenas Hände, die sich unter ihren Rock und zwischen ihre Beine schieben, als sie gemeinsam auf das billige, unbequeme Bett sinken, ziehen sie mitten hinab ins süße Vergessen.

Und dann ist da kein Chuck, der ihr das Herz gebrochen hat, mehr in ihren Gedanken, sondern nur noch Serena, ihr blonder Engel, deren Hände sie förmlich vollends um den Verstand bringen.

Verzeifelt presst sie ihre Lippen auf Serenas, küsst sich die Lippen an ihr wund, bis sie ihre Probleme auf einen Schlag vergisst.

-

»Meine Probleme würden sich wirklich alle auf einmal auf Nimmerwiedersehen verabschieden, wenn Du meine Frau wärst, Serena«, murmelt sie zwischen zwei Küssen, die Hände in blondem Engelshaar vergraben und die Beine um Serenas Hüften geschlungen.

»Ich bin doch Deine Frau. Ich gehöre Dir, Blair. Und ich werde immer Dir gehören.«

Blair ist sich nicht sicher, ob sie ihre Worte richtig deutet, sie hofft einfach, dass dieses Geständnis, das da in Serenas Worten mitschwingt mehr ist, als nur eine schöne Phrase, doch ehe sie weiter darüber nachdenken kann, schleichen Serenas Hände sich wieder zwischen ihre Beine und sie beginnt liebevoll an ihrem Ohr zu knabbern.

Und Blair denkt, dass es vielleicht weniger ein Geständnis, als vielmehr ein Versprechen ist, das ihr Herz wärmt und sie sich so wunderbar leicht fühlen lässt, wie schon lange nicht mehr.

-

Blair weiss nicht, ob sie ihre Probleme durch Serena wirklich lösen kann, doch sie weiss, dass es mit Serena an ihrer Seite, ihrem Arm um ihre Hüfte, die Hand auf dem Oberschenkel und den Lippen an ihrem Hals, vielleicht ein wenig leichter sein wird, weiterzumachen, zu lächeln und das gekrönte Haupt wieder hoch zu tragen.

Denn Serena ist ihr einziger Halt, die einzige Konstante, die sie noch hat und vielleicht überstrahlt dieser blonde Engel sie gar nicht, sondern leuchtet nur so hell und klar, wie ein Fixstern, damit auch Blair selbst ihr goldenes Leuchten wieder findet und sie gemeinsam die dunklen Nächte in Manhattan erleuchten können.
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