Rückkehr des Lichts

von JoeBestan
OneshotAllgemein / P12
26.01.2018
26.01.2018
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„Hey, hier steckst du also Moon!Wir haben schon überall nach dir gesucht.“

Die junge Pokemontrainerin saß gedankenverloren auf einer Klippe im Tenkarat Hügel. Als sie den Pokemonprofessor bemerkte, drehte sie sich zu ihm um und winkte ihm lächelnd zu.
„Hallo Professor Kukui“, sagte Moon erfreut, „Ich war hier und habe über etwas nachgedacht, tut mir Leid, dass ich euch nicht Bescheid gesagt habe.“ Kukui tat die Entschuldigung mit einer Handbewegung ab.
„Ist schon gut, ich hab dich ja gefunden. Außerdem hast du doch deine Pokemon dabei, die dich im Notfall ja Beschützen können.“, sagte er unbesorgt.
Neugierig, wie Professor Kukui nun mal war, fragte er dann auch noch:
„Worüber hast du denn nachgedacht, wenn die Frage erlaubt ist?“ Die junge Pokemontrainerin seufzte einmal laut. Die Fröhlichkeit, die sie gerade noch verspürt hatte, wich Ernsthaftigkeit und sie begann dem Professor von ihrem Vorhaben zu erzählen. Interessiert hörte Professor Kukui ihr zu und als Moon zu Ende Erzählt hatte, war er sehr nachdenklich geworden.
„Das ist ein gewagtes Vorhaben von dir. Dir ist hoffentlich bewusst, dass wir eine jahrhundertealte Tradition dafür Aufgeben müssten, oder?“

„Das ist mir schon klar, Professor, aber ich sehe da keine andere
Möglichkeit“, sagte Moon todernst, „Eine Tradition gegen das Fortbestehen einer ganzen Welt. Ich habe meine Entscheidung schon längst getroffen, die Frage ist jetzt nur noch, wie ich die anderen davon überzeugen kann mitzumachen.“ Stille trat ein in der jeder seinen Gedanken nachhing. Professor Kukui warf Moon einen verstohlenen Blick zu und er sah, das sie sehr angespannt war. Er konnte ihr Verhalten gut nachvollziehen. Nicht jeder traf so eine folgenschwere Entscheidung, wie sie.
„Ich bin mit dir einer Meinung, Moon“, sagte Kukui zustimmend, „Und wenn du Hilfe brauchst, werde ich deine Rechte Hand sein. Ich bin für dich da.“ Der Pokemonprofessor sah sie mit
einem, vor Zuversicht strahlenden und lächelnden Gesicht an.
Moon zögerte noch einen Moment. Eigentlich fühlte sie sich emotional gerade nicht so gut und wollte am liebsten alleine sein, doch sie konnte Professor Kukuis fröhlichem Gesicht nicht widerstehen, so sehr sie es auch wollte. Moon lächelte verhalten und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, dann kicherte sie plötzlich und fing laut an zu lachen. Kukui sah sie verdutzt an, denn er hatte nicht damit gerechnet, dass die Trübsal blasende Pokemontrainerin so schnell wieder gute Laune bekam.
„Hey, was ist?“, fragte er sie daher, denn er wollte wissen, was sie so fröhlich gemacht hatte.

„Ach, es ist nichts.“, tat Moon die Frage mit einer Handbewegung ab. Dann sprang die junge Pokemontrainerin mit einem Satz auf und verließ Professo Kukui.
„Wir sehen uns später, Professor, es gibt noch viel unerledigte Arbeit, die auf mich wartet!“, rief sie ihm noch zu und dann war sie auch schon weg. Professor Kukui sah ihr völlig überrumpelt hinter, bis ihm einfiel, dass er nur gekommen war, um Moon zu suchen. Er hatte sie gefunden, also gab es keinen Grund noch auf dem Tenkarat Hügel zu bleiben.
„Hey, Moon, warte auf mich, ich komme mit!“, rief Kukui ihr nach und rannte ihr hinterher. Als der Pokemonprofessor zu ihr aufgeschlossen hatte, verließen sie gemeinsam den Tenkarat Hügel.


Drei Wochen später




„Hey, hallo Moon! Schön dich wiederzusehen. Was hat dich denn diesmal nach Ultrametropolis verschlagen?“, fragte Amamo die Pokemon Trainerin neugierig, wie sie war.

„Alola, Amamo“, grüßte Moon die junge Ultraforscherin ihrerseits, „Ich möchte etwas mit euch allen besprechen. Es ist sehr wichtig. Könntest du mich zum Rest eures Teams bringen?“

„Aber natürlich, komm mit“, sagte Amamo, „Im Moment sind alle in der Forschungszentrale. Ich werde dich dorthin bringen.“ Gemeinsam gingen sie durch die verlassenen Straßen von Ultrametropolis und Moon stellte wieder einmal fest, wie Seltsam es war, dass außer ihnen sonst niemand da war. Die Dunkelheit war so intensiv hier in dieser Welt, dass es der jungen Pokemontrainerin vorkam, als sei sie in einer Höhle. Es war bedrückend für sie und daher hoffte Moon inständig, dass ihr Vorhaben gelingen würde.
„Gleich sind wir da, dann kannst du dich ausruhen.“, sagte Amamo, die ihr Unwohlsein bemerkt hatte und sah sie dabei prüfend an. Moon nickte ihr dankbar zu und dann gingen sie weiter die Straße entlang. Sie bogen um eine Ecke und erreichten das Hauptquartier des Ultraforschungsteam.

Als die junge Pokemontrainerin mit Amamo das Gebäude betrat, wurden sie gleich von Mirin und Cyonir begrüßt.
„Ich grüße dich, Champ von Alola! Dein Besuch kommt überraschend. Was können wir für dich tun?“, fragte der ältere der beiden.

„Hallo Captain Cyonir, hallo Commander Mirin“, grüßte Moon die beiden Ultraforscher, „Ich bin hier, um eine Theorie zu überprüfen, die ich aufgestellt habe.“
Sie sah den beiden tief in die Augen und dann zeigte das Gesicht der jungen Pokemontrainerin ein Lächeln. Freudestrahlend sagte sie weiter:
„Wenn alles gut geht, wie ich mir das erhofft habe, wird das Licht bald in eure Welt zurückkehren“
Diese Worte trafen Mirin, Amamo und Cyonir und machten sie sprachlos. Sie brauchten einige Augenblicke, ehe sie sich wieder gefasst hatten, dann fragte Cyonir die Frage aller Fragen:
„Wie willst du das bewerkstelligen?“ Eine simple Frage, die Moon wieder ein bisschen unsicher machte. Cyonir hatte die Frage nicht in einem selbstgefälligen Tonfall geäußert, er klang eher hoffnungsvoll. Und das war es, was Moon unsicher werden ließ. Die Pokemontrainerin machte ihnen jetzt Hoffnung, doch wenn das, was sie vorhatte nicht funktionierte, wären sie am Boden zerstört. Sie wollte keinem von ihnen in irgendeiner Weise wehtun, dafür hatte sie alle zu sehr ins Herz geschlossen.

Moon haderte mit sich selbst, was Mirin bemerkte und sie darauf ansprach.
„Was ist los Champ? Du bist auf einmal sehr ruhig geworden. Was bedrückt dich meine Liebe?“ fragte die Ultraforscherin und sah sie dabei mit einem warmen Lächeln an. Die junge Pokemontrainerin versuchte den Blick standzuhalten, doch konnte sie es nicht und sah weg.
Dann seufzte sie einmal laut und fing an zu erzählen, was sie bedrückte.
„Ich habe Angst, das meine Theorie nicht Funktioniert und ich euch umsonst große Hoffnungen gemacht habe.“, sagte Moon ängstlich. Daraufhin legte ihr Mirin eine Hand auf die Schulter und schenkte ihr ein zuversichtliches Lächeln.
„Darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen“, sagte die Ultraforscherin beruhigend und tätschelte ihre Schulter.

„Genau“, stimmte Amamo ihr zu, „Wir sind Wissenschaftler. Wenn eine Theorie nicht funktionieren sollte, stellen wir die nächste auf und versuchen es weiter. Mach dir also keine Sorgen, okay?“ Mit einem freudestrahlenden Lächeln blickte Amamo Moon an und ihre Sorgen verflogen bei ihrem Anblick im Nu. Ein kleines Grinsen zeigte sich auf dem Gesicht der Pokemontrainerin und Cyonir nickte zustimmend.
„Das ist schon besser. So lobe ich mir das“, sagte er zufrieden, „Nun erzähl uns doch etwas mehr über diese Theorie, die du aufgestellt hast“ Daraufhin zeigte Cyonir mit einer eleganten Armbewegung in Richtung einer Tür.
„Die anderen Mitglieder unseres Teams sollten auch hören, was du zu sagen hast. Bitte folge mir“,sagte er höflich.


Am nächsten Tag



„Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen, wir können jetzt anfangen, Champ von Alola.“, informierte Darus Moon. Die einzige Antwort der Pokemontrainerin war ein Kopfnicken. Besagte Vorbereitungen waren ihre Pokemon, die sie mitgebracht hatte. Sie sollten im Fall, dass Necrozma wieder in Raserei verfallen sollte, es angreifen und schwächen, damit Moon es wieder in den Pokeball verfrachten konnte. Und wenn ihre Pokemon besiegt werden sollten, hatte das Ultraforschungsteam eine Maschine, die Necrozma wieder in den Metropo Tower einsperren sollte.
Moon hoffte inständig, dass das alles nicht nötig sein würde. Sie atmete einmal tief durch, denn das alles setzte ihr mehr zu, als sie Anfangs gedacht hatte.
„Wenn es nicht klappt, hast du es wenigstens versucht. Das du uns helfen wolltest rechnen wir dir hoch an.“, sagte Darus zu Moon und schaute ihr tief in die Augen. Für die meisten Leute sah der Blick des Ultraforschers eiskalt aus, doch die Pokemontrainerin konnte jetzt Dankbarkeit in ihnen erkennen. Zischend stieß Moon die Luft aus und sagte:
„Dann lass uns anfangen, Darus“

Angesprochener nickte zur Bestätigung und ging zu seinen Kollegen an die Maschine.
Neben Mirin, Amamo, Cyonir und Darus waren noch weitere Mitglieder des Ultraforschungsteam anwesend, die jetzt alle wie gebannt zur Mitte des Metropo Towers schauten.
Moon ließ Necrozma frei und mit einem wilden Schrei erschien es. Das Pokemon bemerkte sofort das Ultraforschungsteam und wurde nervös. Es machte Anstalten sich zu bewegen, doch Moon ging dazwischen, bevor etwas schlimmes passieren konnte
„Necrozma, alles ist gut, niemand will dir etwas böses antun“, versuchte die Pokemontrainerin das Pokemon zu beruhigen, „Ich bin hier, um dir etwas zu geben, was dir einmal gehört hat.“

Necrozma entspannte sich, legte den Kopf fragend zur Seite und blickte erwartungsvoll zu Moon. Diese zog einen Beutel hervor und leerte ihn vor Necrozma aus. Es waren die Z-Kraftringe und Z-Kristalle, die Moon von den Inselkönigen, den Captains und den Leuten, die einmal eine Inselwanderschaft gemacht hatten erhalten hatte. Nun blickte Necrozma auf diese Dinge herab, so als wüsste es nicht, was es damit sollte und dann wieder zu Moon.


„Wir geben dir zurück, was dir einst gehört hat“, erklärte die Pokemontrainerin ehrerbietig, „Die Fragmente deines zerstörten Körpers und das Licht, welches du einst mit unserer Welt geteilt hast. Sie sollen wieder dir gehören, auf das du diese Welt wieder mit Licht erfüllen kannst. Ich bitte dich“
Moon sah Necrozma mit einem flehenden Blick an und das Pokemon sah zuerst sie an und dann in Richtung des Ultraforschungsteam. Die Pokemontrainerin verstand sofort, was es damit sagen wollte.
„Sie haben keine Schuld, an deinem Unglück, Necrozma. Es waren ihre Vorfahren, die deinen Körper zerstört und dir das Licht geraubt haben, nicht sie. Die Bewohner dieser Welt haben aus ihren Fehlern gelernt und werden deine Kraft nie wieder so missbrauchen.“,sagte Moon zu dem Pokemon und hoffte, dass es sie verstehen würde.

Necrozma stieß ein metallisches Brummen aus, schaute die flehende Pokemontrainerin an und dann zum Ultraforschungsteam. Einige Augenblicke lang geschah nichts, doch dann stieß das Pokemon einen wilden Schrei aus, bei dem sich alle Anwesenden die Ohren zuhalten mussten. Als Moon sich umsah, bemerkte sie das die Z-Kraftringe und die Z-Kristalle verschwunden waren und schaute zu Necrozma herüber. Das Pokemon, welches üblicherweise pechschwarz war, glühte nun in einem hellgelben Schein. Einige Sekunden verharrte es bewegungslos in der Luft, bis es noch einmal schrie. Dieses Mal jedoch kam mit dem Schrei eine gewaltige Explosion aus Licht und Moon musste sich die Augen zuhalten. Das Licht schmerzte ihr in den Augen, doch irgendwann ließ er nach und Moon konnte wieder aufsehen. Die Pokemontrainerin erkannte Necrozma. Es schwebte ruhig vor ihr in seiner wahren Gestalt. Bevor Moon dem Pokemon danken konnte, wurde sie von etwas anderem abgelenkt. Blinzelnd sah sie sich die, nun wieder vom Licht erhellte, Welt von Darus, Amamo, Mirin und Cyonir an. Sprachlos sah sie sich um und konnte das Wunder, welches sie vollbracht hatte, noch nicht so recht fassen. Den Mitglieder des Ultraforschungsteam ging es da nicht anders. Ehrfürchtig schauten sie sich um.
„Es hat geklappt“, sagte Moon überwältigt, „Ja, es hat geklappt!“ Sie machte einen Freudensprung und konnte es kaum fassen. Nach all dem, was sie durchgemacht hatte, hatte ihre Theorie funktioniert.
„Hey, Moon“, rief Amamo überglücklich. Das junge Mädchen lief auf sie zu und fiel ihr in die Arme.
„Du hast es geschafft“, sagte die junge Ultraforscherin, „Endlich! Nach so langer Zeit hat unsere Welt endlich ihr Licht wieder.“ Bevor Monn etwas darauf erwidern konnte wurde sie von Mirin beglückwünscht.
„Das hast du gut gemacht, Champ von Alola. Wir stehen tief in deiner Schuld“, sagte sie dankbar.



„Ihr schuldet mir überhaubt nichts.“, sagte die junge Pokemontrainerin und wank ab, doch dann kam ihr ein Gedanke.
„Einen Moment, ihr könntet doch etwas für mich tun.“

„Sag uns, was du willst und wir werde es tun“, sagte Cyonir. Mit einem schelmischen Grinsen sah Moon den älteren Mann an und sagte:
„Nun da eure Welt ihr Licht wieder zurück hat, möchte ich, das ihr sie mir zeigt.“

Die Pokemontrainerin sah ihn mit großen Augen an, was alle zum Lachen brachte.
Ich denke, das ist nur fair“, sagte Darus belustigt, „Komm mit, dann werde ich dir unsere Welt zeigen.“ Gemeinsam verließen sie den Metropo Tower und gingen in eine, nun wieder im Licht erstrahlende, Welt
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