Gefühle einer Gladiatorin

OneshotRomanze / P18 Slash
Athena
24.01.2018
24.01.2018
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>So und was nun?<, fragte sich Athena die gerade in Concordia ankam. Sie hatte den Job für Jack erledigt und nachdem er als neuer Boss von Hyperion noch mehr dem Wahnsinn verfiel, ist sie gegangen ohne das er großartig Kenntnis davon nahm. Sie ging in die UpOver Bar und gönnte sich ersteinmal einen Drink.

So saß sie da ein Weile und spürte plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter. Es war Janey, die sie lächelnd ansah.
>Na einen schweren Tag gehabt?<, fragte sie und setzte sich neben Athena.
>Ja..., mein größtes Problem ist jetzt aber erstmal, dass ich nicht weiss was ich machen oder noch besser wo ich hin soll. Ich habe weder Heim noch Stand und werde wohl erstmal ein paar Tage in dem Motel hier in Concordia unterkommen müssen.<
Sie nahm noch einen Schluck und seufzte. Janey füllte sich der Weile selber ein Glas auf, da von Moxxi seit Tagen jede Spur fehlte und blickte nach vorne. Ein Weile sagte niemand etwas bis die Schrotthändlerin die Stille brach. >Ich habe ein Gästezimmer... Wenn du willst kannst du da erstmal eine Weile unterkommen. Du musst es auch nicht bezahlen, alles was du tun musst ist mir bei meinen Abholungen und Lieferungen zu helfen, sowie mir hier und da ein paar Teile reichen, die ich zum zusammenbauen neuer Dinge brauche.<
Die Kammerjägerin sah Springs kurz etwas schief an und trank dann ihr Glas auf einem Zug leer. >Das ist wohl das beste Angebot, dass ich seit langem bekommen habe<, erwiderte sie und kurz lächelten sich die beiden Frauen an.

Sie tranken und redeten noch eine Weile und machten sich dann auf den Weg. Tatsächlich wohnte Springs in dem Unterschlupf, an dem die Kammerjäger sich damals ihr vorstellten. Sie gingen die Treppe hoch und traten in eine hell beleuchtete Wohnung. Durch Löcher in der Decke die zu Fenstern umgestaltet worden waren, kam Licht in Die Räume. Sie traten zuerst in ein kleines Wohnzimmer mit offener Küche, von da aus gingen zwei Türen nach rechts und links ab.
>Die linke Tür ist das Badezimmer und das ihr wird dein Reich sein.<
Janey öffnete die rechte Tür und Athena trat nach ihr in ein Schlafzimmer. An den Wänden hingen zwei Pinnwände mit Dokumente und anderen Zetteln, darunter stand ein kleiner Tisch mit einem Computer. Auf der anderen Seite des Zimmers stand ein großer Schrank und in der Mitte des Zimmers das Bett. Janey öffnete den Schrank, räumte ein paar Sachen zur Seite und leerte ein Seitenfach.
>Ich äh.. habe ziemlich viele Klamotten, darum ist das meiste hier. Hier sind ein paar bequeme Hosen und T-Shirt für dich und deine restlichen Sachen, kannst du hier rein räumen<, sagte Springs und drückte der Gladiatorin zwei weiter Hosen und saubere Oberteile in die Hand.
>Das hier sieht eher aus wie dein Schlafzimmer und nicht wie ein Gästezimmer<, antworte Athena und zog eine Augenbraue hoch.
>Mach dir darüber Mal keine Gedanken<, antworte Springs rasch und schüttelte mit der Hand den Vorwurf zur Seite. >Mein Schlafzimmer befindet sich unten, außerhalb der Wohnung. Ich schlafe nämlich gerne in der Nähe meine Werkstatt weiss du.<
Sie nahm sich selbst noch einige bequeme Sachen aus dem Schrank  und damit verschwand sie auch schon aus dem Raum und ließ Athena zurück. Ein lächeln glitt über ihre Lippen und sie hatte ein wohliges Gefühl im Bauch. Ein ungewöhnliches Gefühl für die ehemalige Assassine, da sie sich nicht daran erinnern konnte, wann sie so etwas zuletzt hatte. Aber so sehr sie sich auch bemühte sie konnte dieses Gefühl einfach nicht abstellen und so gab sie sich vorerst damit zu frieden. Sie zog sich um und verstaute ihre paar Sachen im Schrank. Danach ging sie zurück ins Wohnzimmer. Janey bereitet gerade etwas Essbares zu, als sie herein kam. >Hätte ich gewusst, dass ich Besuch bekomme, wär ich noch einkaufen gegangen. Naja, Werd ich wohl morgen gleich als erstes erledigen. Ich hoffe du magst Omlettes mit Bratkartoffeln?<, fragte Janey und reichte Athena ein Teller.
>Ähm ja, danke.< Stotterte sie vor sich hin und das Gefühl in ihrer Magengegend breitet sich nur mehr aus.

Gegen halb Zehn Uhr Abends wünschte Janey ihr dann eine gute Nacht und ging aus der Wohnung runter in ihr Schlafzimmer und Athena legt sich in ihr Bett und versuchte zu schlafen. Doch sie konnte es nicht. Andauernd wälzte sie sich hin und her. Musste erst an Jack, dann an Janey denken und hin und wieder glitten ihre Gedanken zurück zu der Zeit bei Atlas. Sie hasste die Erinnerungen daran und versuchte sie immer schnellst möglich loszuwerden.

Gegen drei Uhr reichte es ihr dann und sie stand auf und ging im Zimmer auf und ab. Sie sah sich etwas in Janey Zimmer um und bestaunte die Pinnwände. An ihnen hingen Motivationssprüche, Formulare, Aufträge, ein paar Zu-, und Absagen für ihre Geschichte und vieles mehr. Sie fragte sich ob Springs auch nicht schlafen konnte und ob sie nicht noch etwas miteinander reden wollen. Ihre neue Mitbewohnerin hatte wie sie selbst interessante und schmerzliche Geschichte zu erzählen und auf irgendeine Art fühlte sie sich mit ihr verbundenen. Sie zog sich ihr Jacke über und ging die Treppe hinunter. In der Werkstatt brannte ein kleines Licht das ihr half sich zurecht zu finden. Sie klopfte an die Tür, aber niemand antwortete ihr. Athena sah sich im Raum um, ob es noch eine andere Tür gäbe und Fand einen Zettel auf dem Tisch.

~Guten Morgen Athena,
Ich hoffe du hast gut geschlafen. Mach dir gerne mit den Resten oben im Kühlschrank etwas zu essen. Ich bin gerade ein paar Vorräte holen
Bis später, Janey~

Athena war verwirrt, da es erst drei Uhr in der Nacht war und sie sich kaum vorstellen konnte, dass sie jetzt einkaufen ging. Sie nahm ihre Ausrüstung (für den Fall der Fälle) und ging kurz vor die Haustür. Es war eine klare Nacht und kein Kragon störte die nächtliche Ruhe. Bis sie plötzlich in der Entfernung einige Lichter wahr nahm. Es war Springs alter Unterschlupf, soweit sie sich entsinnen konnte und ohne zu überlegen ging sie darauf zu. Und tatsächlich sah sie an einzelnen Spalten ein Licht durch flackern.
>Springs bist du hier?<, versuchte sie es erneut und klopfte an die Tür. Drinnen bewegte sich etwas und Athena hielt ihre Hand an der Waffe. Ein Spalt öffnete sich und Janey zog sie zu sich herein.
>Was machst du denn hier draußen? Es ist gefährlich Nachts hier rumzulungern<, sagte Janey und sah Athena besorgt an.
>Na du hast gut reden<, antwortete sie. >Von wegen einkaufen, die bessere Frage wäre, was du hier draußen machst?<
Aber Janey antworte ihr nicht und unterbrach den Blickkontakt. Die Kammerjägerin sah sich nun um. Es waren ein paar Bücher und Waffen auf dem Boden verteilt, es war erstaunlich warm hier drinnen und eine kleine Schlafecke war hergerichtet worden.
>Das... Ist also dein Schlafzimmer<, fragte Athena sie ungläubig.
>Nein, ist es nicht<, sprach Springs so leise das man sie kaum verstehen konnte. >Ich habe gar kein Gästezimmer. Ich habe dich in meinem Schlafzimmer untergebracht, weil ich dir helfen wollte. Ich hatte ja so einiges mitbekommen und wollte das du dich auch einmal nicht sorgen brauchst. Aber das ging wohl nach hinten los, oder? Ich wollte dann frühs losgehen und einkaufen und wär dann zurück gewesen ohne dass du es gemerkt hättest. Naja so war der Plan.<
Sie setzte sich auf den Boden und spielte an ihrem Werkzeug herum. Sie wollte sich nicht weiter rechtfertigen.
>Ich hoffe, du verzeihst mir und bleibst trotzdem noch etwas<, sagte sie schließlich. Athena war geschockt. Nicht über den Verrat, wenn man es denn überhaupt so nennen kann, sondern über Janeys Selbstlosigkeit ihr gegenüber. Sie schlief an einem Ort voller schlechter Erinnerung, in mitten der Gefahr und dass alles nur, damit sie selber es gut hatte. Das Herz der Gladiatorin fing an schneller zu schlagen und die Wärme aus ihrem Bauch, verbreitete sich im ganzen Körper.
>Komm wieder mit rüber<, sagte sie schließlich. >Dein Bett ist groß genug.. ich äh.. wir werden schon beide Platz darin finden.< Janey sah erstaunt zu ihr hoch und Athena war froh, dass es trotz allem ziemlich dunkel in dem Raum war und man nicht sah, wie sie leicht rot wurde.

Es herrschte eine peinliche Stille als sie wieder zurück waren. Jeder lag auf seiner Seite des Bettes und keiner wagte es sich auch nur irgendein noch so kleines Körperteil über die rhetorische Mitte zu strecken, welche von den beiden Matratzen vorgegeben war. Janey lag auf dem Rücken und sah zur Decke und Athena lag auf der Seite und sah zur Tür und zu Springs. Sie möchte es wenn sie alles im Blick hatte und legte sich deswegen prompt auf die diese Seite. Da Janey nicht Wiedersprach schien es ihr nur Recht zu sein. Schließlich schlief die Schrotthändlerin doch ein und Athena konnte ihr Blick gänzlich auf sie richten. Sie musterte sie vom Gesicht angefangen, welches mit dem kleinen Pflaster auf der Wange schon ziemlich niedlich aussah, über ihr Brüste und ihren Oberkörper und blieb schließlich an der Narbe an ihrer Seite hängen. Auch nachts trug Janey ein bauchfreies Top. Ob es ihr einfach gefiel oder sie noch Schmerzen an der Wunde hatte konnte die Gladiatorin bis jetzt nicht feststellen. ,,Hat mir eine sexy Narbe am Bauch verpasst. Extrem sexy, Athena" gingen ihr plötzlich Springs Worte wieder durch den Kopf. Sie versuchte einfach aus allem negativen, was ihr passiert etwas gutes dabei zu sehen. Wie konnte ein Mensch nur so Optimistisch sein? In diesem Sinne waren sie unterschiedlichen wie Tag und Nacht. Während sie immer das Beste an allem und jedem sah, blickte Athena pessimistisch und voller Skepsis in den Tag.

Vorsicht streichelte sie über die Narbe. Sie war verheilt, bis auf kleine sehr tiefe Stellen die wohl immer wieder auf rissen wie es aussah. Springs zuckte kurz, als Sie eine der tieferen Wunden berührte, schlief aber weiter. Sie fuhr mit ihrem Finger weiter über den Bauch die Brüste entlang und schließlich legte sie ihre Hand auf Janeys Wange ab. Vorsichtig drehte sie ihr Gesicht ganz zu sich hin. >Verdammt, was mach ich hier eigentlich?<, fluchte Athena leise und war sich jetzt erst ihrem Handeln und ihrer Gedanken bewusst. Aber so sehr sie von ihr ablassen wollte, sie konnte den Blick und die Hand nicht von ihr nehmen. Wieso nur hatte sie plötzlich diesen Drang nach Nähe? Klar, sie hatte hier und da schon einige Körperliche Beziehungen gehabt, aber das war neu für sie. Die Gladiatorin zuckte zusammen als plötzlich Janey an ihrem T-Shirt zog. Sie war wach geworden befand sich aber eher noch im Halbschlaf. Athena leistete keinen Wiederstand und ließ sich zu ihr heran ziehen.

Kopf an Kopf lagen sie nun da. Sie hielt Springs in ihren Armen und sie selbst hielt sich an ihrem T-Shirt fest. Als ob sie Angst hätte, dass sie gehen würde. Aber sie dachten nicht einmal daran. Das erste Mal seit langem fühlte sie sich wohl und geborgen. Sie war nicht mehr länger der Herr über ihre Gefühle und ganz sanft, so das sie es noch hätte abstreiten können, gab sie der Blonden einen Kuss auf die Stirn. Janey bemerkt dies und musterte Athena. Zum zweiten Mal in dieser Nacht wurde so rot. Plötzlich berührten sich ihre Lippen und leicht zuckte Die Ex Assassine zusammen.
>Tut mir leid<, entschuldigte sich Springs und lockerte den Griff an ihrem T-Shirt. Aber es sollte ihr nicht leid tun. Sie genoss diesen kurzen Moment der Wärme auf ihren Lippen, das Gefühl gemocht zu werden und den Moment sich einfach hingeben zu können.
>Dir muss nichts leid tun<, verteidigte sich Athena und zog Springs Gesicht zu ihrem. Dieses Mal war sie es, die den Kuss ansetzte. Beide waren anfangs etwas steif, aber nach und nach entspannten sich ihre Körper und sie konnten den Kuss voll und ganz genießen. Athena war es so, als ob sich ihre Waffenfähigkeiten des Schocks durch ihren ganzen Körper ziehen würde, aber es war ein gutes elektrisieredes Gefühl, welches durch ihren Körper strömte. Die beiden Frauen zogen einander näher heran und ihr Küsse wurden inniger und leidenschaftlicher. Nach einger Zeit, die den beiden garnicht so lange vorkam, ließen sie von einander ab. Sie mussten Luft holen und ihren Atem sowie den Herzschlag beruhigen.
>Wow..< war alles was Janey hervor brachte, bevor sie sich noch näher an Sie kuschelte und mit einem Lächeln auf den Lippen langsam wieder einschlief. Und Athena konzentrierte sich, denn sie wusste wenn sie sich jetzt nicht zurück halten konnte, würde Janey ihr noch heute Nacht ganz gehören. Aber sie wollte es nicht überstürzen, dieses Gefühl, und genoss so ersteinmal die innige Umarmung bis sie selbst mit einem Lächeln auf den Lippen einschlief.
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