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Baby on Board

von KiraNear
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P6 / Gen
C.C. Babcock Fran Fine Maxwell Sheffield Niles
22.01.2018
22.01.2018
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Den Rest des Tages verbrachten die vier noch ein wenig in der Mall, bevor sie noch einmal durch den Park und anschließend nach Hause schlenderten. Zu ihrem Glück hatte bis auf Niles keiner der anderen ihr langes Fortbleiben bemerkt, die Kinder waren alle außerhalb des Hauses mit Freunden oder anderen Aktivitäten beschäftigt, Mr Sheffield und C.C. dagegen mit ihrem Stück.
„Das wird ein voller Erfolg, ein Meisterwerk“, lobte er vor sich hin. C.C. nickte auf die fragenden Blicke, wie um zu bezeugen, dass er sich dieses Mal nicht irren würde. Nach einer Weile und viel Babygestaune hatten alle ihren Weg in ihre Räume gefunden, nur Fran saß neben der schlafenden Dakota und sah ihr beim Träumen zu. Ihre kleine Brust hob sich langsam auf und ab, die kleinen Hände zu Fäuste geballt hatte sie den Kopf zur Seite gedreht. Fran sah sie an, ihr Herz schmolz bei dem Anblick dahin.
Leise klopfte es am offenen Türrahmen und ehe Fran reagieren konnte, betrat Mr. Sheffield den Raum. Zwar herrschte Dunkelheit im Raum und der Flur war die einzige Lichtquelle, dennoch konnte Fran sehen, dass ihr Chef sie anlächelte.

„Offensichtlich hatten sie heute eine Menge Spaß, Miss Fine“, sagte er und warf ebenfalls einen kurzen Blick auf das kleine Baby.
„Sie sieht aus wie meine Maggie damals, als sie noch ein kleiner Fratz war. Oder Brighton oder Grace. Es kommt mir vor wie gestern, als sie mich angestrahlt haben, während Niles ihnen die Windeln gewechselt hat … das war wirklich eine sehr schöne Zeit.“
In Nostalgie schwelgend sah er das Baby noch für ein paar Augenblicke an, dann zog es seinen Blick immer wieder zu der Nanny. Was er sich nur schwer eingestehen konnte. Allein schon, wie sie an der anderen Hälfte des Babybettes stand und auf das kleine Wesen darin sah, erwärmte sein Herz. Unbewusst fing er zu lächeln an, dabei verringerte er die Distanz zwischen ihnen geringfügig.
„Wie ich gehört habe, haben sie mit der kleinen Dakota einen kleinen Tagesausflug gemacht und ihr ein wenig New York gezeigt“, fing er an. Wobei er sich selbst nicht ganz sicher war, in welche Richtung ihr Gespräch laufen würde. Er beschloss, sich einfach von seinen Worten treiben zu lassen und zu sehen, wo sie am Ende stehen würden.
„Das ist eine schöne Idee, Dakota wird in letzter Zeit sehr wenig an der frischen Luft gewesen sein. Außerdem sind neue Eindrücke gut für kleine Kinder, das stärkt nur ihre natürliche Neugierde und lässt sie offen für neue Situationen werden.“
Wieder trat er einen Schritt auf Fran zu, blieb stehen und sah aus dem Fenster hinaus.
„Kinder werden so schnell groß. In dem einen Augenblick krabbeln sie unbeholfen in der Gegend herum und bringen gerade mal ihre ersten Worte heraus, wenn überhaupt. Dann ein paar Jahre später sehen sie dich immer noch mit großen Augen an. Und dann, eines Tages, werden sie größer, jugendlicher. Bis sie mit dir auf einer Augenhöhe sind.“
„Dann sollte man die Zeit dazwischen nutzen, solange man es kann“, sagte Fran vorsichtig, ihrem Chef zugewandt. Dieser nickte zustimmend, fuhr sich kurz über Mund und Kinn und warf dem Baby ein kurzes Lächeln zu.
„Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich Sie damals angestellt habe. Sie mögen mich zwar oft auf die Palme bringen, aber am Ende des Tages lautet das Resultat ihrer Arbeit immer, dass meine Kinder glücklich sind. Und wenn sie es sind, dann bin ich es ebenfalls.“

Wieder trat er einen Schritt auf sie zu, nun trennte ein halber Körperabstand die beiden. Ihre Blicke fanden sich immer öfter und auch wenn sie wegsahen, sprachen ihre Augen Bände.
„Mich machen Sie auch oft glücklich … ich meine, Sie machen ihre Arbeit recht gut und das macht mich glücklich“, korrigierte er sich selbst.
„Ich … mache es gerne. Kinder bereiten mir eine große Freude und es macht so viel Spaß, mit ihnen zu spielen und zu lachen.“
Sie zuckte kurz zusammen, als sie seine Hand an ihrer Wange spürte. Ihr Herz begann wie wild zu rasen, ihr Herz pumpte unermüdlich laut in ihren Ohren. Sie versuchte ihre Augen von ihm abzuwenden, doch es gelang ihr nicht. Dass es ihm genauso schwerfiel, erleichterte die Situation für sie ein wenig.
„In der Tat, das merkt man Ihnen an. Sie sind so eine schöne Frau, sind lebensfroh und aktiv. Dass Sie noch immer Single sind, ist für mich … nun, unbegreiflich. Dieser Mann, dieser …“
„Sie meinen Danny?“
„Ja, genau der!“, sagte Maxwell.
„Er war ein Idiot. Aber vermutlich hatte er Sie auch einfach nicht verdient, wenn er Sie durch eine andere ersetzt hatte. Vermutlich haben Sie einen Mann mit mehr Charme, mehr Klasse verdient. Einen, mit dem sie glücklich werden und auch eigene Kinder haben werden. Ich bin mir sicher, Sie wären eine tolle Mutter und Ehefrau.“
Sein Blick, sanfter als seine Worte, suchte ihr Gesicht ab, auch wenn er nicht genau wusste, was er darin suchen sollte. Waren es ihre Augen? Das dezente Lächeln auf ihren Lippen? Er konnte es nicht sagen.

„Meinen Sie das wirklich oder hat Sie etwa meine Mutter bestochen, dass Sie solche Dinge reden?“
Amüsiert kicherte sie ihn an, doch er verneinte.
„Nein, ich sage das, weil ich der festen Überzeugung davon bin. Sie sind eine tolle Frau und sie haben einen tollen Partner verdient.“
Fran sah ihn fragend an: „Sie meinen, einen tollen Mann wie Sie?“
Maxwell lachte nervös, erneut wischte er mit der Hand über sein Kinn.
„Ja, das könnte man so sagen. Auf jeden Fall einen Mann, der Sie glücklich macht und auf Händen trägt …“
Immer mehr hatte sich die Distanz zwischen ihnen verringert, immer enger rückten ihre Körper zusammen. Vorsichtig, fast schon zaghaft schob er eine verirrte Haarsträhne hinter ihr Ohr. Dann sah er ihr noch einmal in die Augen, bevor er ihr Gesicht nahm und gegen seine Lippen drückte. Glücksgefühle durchströmten ihre Körper, was sie beide den Kuss noch mehr genießen ließ.
Fran hatte in ihrem Leben bereits eine Menge Männer geküsst, doch keiner von ihnen konnte so gut, so warm und so leidenschaftlich küssen wie er es tat. Die Augen geschlossen, spielten ihre Zungen ein gemeinsames Spiel, zur einer Melodie, die nur sie beide kannten.
Es dauerte nur einen kurzen Moment, er dauerte eine gefühlt schöne Ewigkeit für sie, doch dann trennten sich ihre Körper. Ihre Seelen, die sich für einen Augenblick verbunden fühlten, waren nun wieder zwei.
Leicht lächelnd sahen sich die beiden an, für ein paar Sekunden wussten sie nicht, was sie sagen sollten. Maxwell trat zwei Schritte zurück, und vergrub seine Hände in seinen Hosentaschen.
„Nun, Miss Fine, ich sollte Sie auch nicht weiter um ihren verdienten Schlaf bringen, immerhin haben Sie einen langen und harten Tag hinter sich, da sollten Sie sich auch ausreichend ausruhen.“
Er räusperte sich ein wenig.
„Jedenfalls, vielen Dank dafür, dass Sie kurzfristig einspringen konnten, auch im Namen ihrer Eltern. Sie sind Ihnen mehr als dankbar. Und ich bin es Ihnen auch.“

Ein weiteres Mal trat er auf sie zu, dieses Mal küsste er nur kurz ihre Stirn, wie er es sonst mit seiner jüngsten Tochter tat.
„Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, Sie haben was gut bei mir. Was immer Sie sich wünschen, Sie können es von mir bekommen.“
„Ich werde mir etwas einfallen lassen“, sagte sie und begann den Raum zu verlassen. Im Türrahmen drehte sie sich kurz um und wünschte ihrem Boss eine gute Nacht.
„Danke, Miss Fine, da wünsche ich Ihnen ebenfalls.“
Er sah ihr nach, wie sie den Flur entlang zu ihrem Zimmer schlenderte. Dann kurz zu Dakota, bevor er sich zu seinem eigenen Schlafzimmer aufmachte.
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