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Are you with me?

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Flash Thompson Harry Osborn Peter Parker / Spiderman
22.01.2018
15.12.2020
9
11.270
9
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.09.2018 1.400
 
Tante May wunderte sich, was mit mir los war. Doch ich wollte weniger darüber reden. Zudem war ich sowieso viel zu spät dran und sprintete daher zur Schule. Flash freute sich natürlich wahnsinnig darüber, dass ich dafür auch noch von unserem Klassenlehrer gerügt wurde. Zum Glück verging die Zeit schnell und ehe ich mich versah, hatte ich den Tag überstanden. Was Flash jedoch nicht davon abhielt, mich zu verfolgen. Sowohl Harry als auch MJ fehlten heute und damit hatte er freie Bahn. „Hey, Penis Peter“, rief er mir nach. Ich versuchte ihn zu ignorieren. Das war das Beste. „Ich rede mit dir“, er wurde lauter. Andere Schüler gingen an mir vorbei. Sie griffen nicht ein. So war das eben, wenn man zu den Außenseitern gehörte und der persönliche Fußabtreter des Stars der Highschool war: Man wurde automatisch als Freiwild deklariert. Seine Hände fassten nach mir, bevor ich das rettende Schultor überhaupt erreichen konnte. Er schleuderte mich gegen die nächstgelegene Wand. „Du solltest mich besser nicht ignorieren! Wie ich sehe, sind deine beiden Bodyguards nicht da. Ohne die bist du doch absolut nichts! Genauso wie das Ding in deiner Hose.“

Ich wusste, dass das einer seiner ach so einfallsreichen Sprüche war. Dennoch traf es mich umso mehr, angesichts meiner tatsächlichen Lage. „Nun, du scheinst es ja echt nötig zu haben, wenn du dich an Schwächeren vergreifst. Schon traurig, wenn du so von deinen nicht vorhandenen Intellekt ablenken willst“, brach es aus mir heraus. „Willst du damit behaupten, dass ich dumm bin?“, sein affenartiges Gesicht starrte mich unverhohlen an. „Nun, würde ein Feuer ausbrechen, wärst du wohl der Letzte, der es bemerkt“, sprach ich, bereute diesen Satz allerdings sofort, denn Flashs Miene verzog sich zu einer Fratze, vor der selbst Doc Oc vor Furcht erzittern würde. Sein Griff verfestigte sich. „Das wirst du bereuen, Parker! Keiner beleidigt mich, hörst du?“ Er schien am Rande einer Explosion zu sein. Ich bemerkte, dass sein Körper zitterte und seine Hände sich zu Fäusten ballten. Flash holte aus, doch bevor er mich traf, wurde sein Schlag gestoppt. „Und ich dachte, dass Schulprügeleien mittlerweile Oldschool sind“, hörte ich eine Stimme sagen, die ich sofort identifizieren konnte. „Wade“, mein Herz machte einen Sprung. Mein Retter lächelte mir zu.

„W-wer bist du denn?“, stotterte Flash. „Und was zum Teufel ist mit deinem Gesicht passiert? Sieht heftig aus, man.“ Schockiert von Wades Anblick, wich er zurück. Dieser hielt seinen Arm fest, den er eigentlich dafür verwenden wollte, um mich übel zu zurichten, fest. „L-lass los“, fiepte der ansonsten so maskulin betonte Flash. „Klar, wenn du meinen Kumpel hier in Ruhe lässt. Ansonsten wirst du feststellen, dass ich auch etwas sehr Hartes an mir habe“, Wade hielt einen Moment inne. „Das war missverständlich … oder auch nicht? Ach, wer weiß, das schon.“ „D-du Psycho“, rief Flash aus. Nachdem Wade seinen Arm los ließ, ergriff er die Flucht. „Wow“, pfiff ich. So schnell hatte ich ihn noch nie rennen sehen. „Der sollte dich jetzt erst mal in Ruhe lassen“, meinte Wade. „Auf jeden Fall hast du Flash einen ziemlichen Schrecken eingejagt. Du bist der Wahnsinn. Und das meine ich im positiven Sinne. Ich kann halt schlecht meine Kräfte hier anwenden ….“ „Danke, für das Kompliment, Honey. Wollen wir dann oder möchtest du auf dem Schulgelände übernachten?“

Selbstverständlich wollte ich das nicht. Also setzten wir uns in Bewegung. Dennoch kam ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Allein Flashs Gesicht nachdem er Wade erblickt hatte, verschaffte mir bereits Genugtuung. Wir gingen in ein Burger Restaurant, denn mein Partner hatte Hunger. „Ich lade dich ein“, eröffnete er mir. „Hey, da-“, begann ich, doch Wade würgte mich ab. Als wir den Laden betraten richteten sich alle Augen auf ihn. Er raunte mir zu, dass er das bereits gewöhnt sei und mit dem Deadpool-Outfit zum Teil weniger auffiel als in Zivil. Mir tat das Ganze echt leid. Aber er nahm es gelassen hin. „Wenn du jeden verdammten morgen mit einem Gesicht aufwachst, das aussieht wie eine verschimmelte Käse-Pizza, musst du dich zwangsläufig an so etwas gewöhnen. Ich meine, ich sehe diese Visage schließlich jeden verdammten Morgen.“ „Hmm“, kam es von mir. „Um ehrlich zu sein, finde ich es gar nicht so schlimm. Ich verstehe die Oberflächlichkeit der Menschen nicht.“ Bei jenem Satz verschwand die Kellnerin schnellen Schrittes, denn auch sie hatte Wade angestarrt. „Da hast du wieder etwas mit Vanessa gemeinsam. Sie hat das ebenfalls gehasst.“

Wir lächelten einander an und für einen Moment fühlte ich mich Wade verbunden. Er fragte mich wie mein Tag war sowie wieso es Flash auf mich abgesehen hatte. „Das ist schon seitdem ich auf dieser Schule bin so“, ich seufzte. „Vielleicht strahle ich irgendetwas aus, was mich zur Zielscheibe macht, keine Ahnung.“ „Bullshit. Du bist viel zu gut für den. Das wird es sein. Außerdem bewundere ich dich für deine moralische Einstellung.“ „Hm?“, ich blinzelte. „Na, ich hätte dem längst eine Abreibung verpasst!“ „Meinst du wegen meinen Kräften? An manchen Tagen fällt es mir echt schwer. Doch was hätte ich davon? Ich würde mich nur auf Flashs Niveau bewegen und mich dem Risiko aussetzen, dass meine Gegner mich leichter auffinden. Also halte ich die Fassade des schwächlichen Peter Parkers aufrecht.“ Wade betonte, dass wir in dieser Sache sehr unterschiedlich waren. Jedoch verurteilte er mich dafür nicht. Irgendwo konnte er mich sogar verstehen. Er rief die Kellnerin herbei, die sich mittlerweile hütete, auch nur einen Blick auf ihn zu erhaschen. Ich begrüßte das. „Dann gehen wir mal zu den X-People.“ „X-People?“ „Ich finde es eben gendergerecht.“ „Wie du meinst“, ich musste schmunzeln.

Das Anwesen der X-Men war schier überwältigend. Ich hatte zwar öfter von ihnen gehört, aber bisher nie mit ihnen zu tun gehabt. „Nervös? Keine Sorge, die sind ganz nett. Man muss sie nur zu nehmen wissen“, erkannte Wade meine Gedanken und schellte an der Tür als würde er täglich zu Besuch kommen. Innerhalb kürzester Zeit öffnete ein junges Mädchen mit kurzen Haaren die Tür. „Du wieder“, genervt verdrehte sie die Augen. „Ich dachte, wir hätten endlich eine Weile Ruhe vor dir.“ „Ich freue mich auch dich zu sehen“, Wade marschierte geradewegs an ihr vorbei. „Ich wage zu bezweifeln, dass ich dich herein gebeten habe, aber hey mach du nur …“, dann wand sie sich an mich. „Und du bist?“ „Spider-Man“, stellte ich mich vor, denn inzwischen hatte ich mein Kostüm an, den öffentlichen Toiletten sei Dank. „Ah, okay“, sprach sie desinteressiert und ließ mich eintreten. „Sagt mal, warum sehe ich immer nur dich oder meinen stählernen Freund? Haben die anderen Angst vor mir?“ „Als ob“, sie schüttelte den Kopf. Wades Humor kam bei ihr wohl weniger gut an. „Ach sorry“, ihre Augen trafen erneut auf mich. „Ich bin ….“ „Negasonic Teenage Warhead“, fiel Wade ihr ins Wort. „Das musst du dir echt mal auf der Zunge zergehen lassen! Ich habe es jeden einzelnen Tag vor dem Spiegel geübt, bis ich es endlich aussprechen konnte.“

„Wade bist du es?“, von Raum nebenan kam ein riesiger, blecherner X-Men. Er stellte sich als Colossus vor. „Ich bin Peter … äh Spider-Man“, fast hätte ich mich verraten. „Freut mich. Was führt euch zu uns? Ich hoffe, Wade will nicht das Haus in die Luft sprengen. Das hatten wir letztens erst.“ „Nein, um Himmels willen“, beruhigte ich ihn und erklärte unsere Lage. „Ah, ihr wollt den Professor sprechen, um euren Feind zu lokalisieren?“ „Genau, wow du bist ein richtig helles Köpfchen“, lobte Wade. „Du und deine albernen Scherze“, brummte Colossus. „Der Professor ist zurzeit nicht im Haus. Ihr müsst euch also wohl oder übel gedulden.“ „Magst du uns nichts zu trinken anbieten?“ „Wade …“, ich stieß ihn in die Seite. Colossus ließ sich von Wade nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen bat er uns erst mal im Wohnzimmer Platz zu nehmen. „Hier, du bekommst aber nur Wasser. Für was anderes will ich nicht verantwortlich sein“, tadelte ihn Negasonic. Innerlich kürzte ich ihren Namen ab, weil er mir zu lang war. „Da kenne ich noch ein Teil, was lang ist“, zischte mir Wade zu. Unter meiner Maske wurde ich rot. Warum musste er immer solche Anspielungen machen? Negasonic und Collosus verschwanden ins oberste Geschoss. Wir waren allein. Und aus unerfindlichen Gründen stieg meine Nervosität extrem an.

Anmerkung: Ich habe diese Anspielung, die Wade im ersten Film brachte (mit dem Stalker) auch mal übernommen, weil ich sie so genial fand. Allgemein hoffe ich, dass ich seinen Humor gut getroffen habe.
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