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Are you with me?

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Flash Thompson Harry Osborn Peter Parker / Spiderman
22.01.2018
15.12.2020
9
11.270
9
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.08.2018 1.034
 
Info: In dem Kapitel sind ein paar Spoiler zu Deadpool 2 mit drin - nur so als Vorwarnung :D. Meine FF spielt ca. nach dem zweiten Film. Wade orientiert sich also an den Film Deadpool (da ich noch nicht so viele Comics von ihm gelesen habe, kommt aber noch) und Peter ist in etwa dem von "der ultimative Spiderman nachempfunden, was das Aussehen angeht. Ich dachte auch, ich lass Wade nochmals kurz die Origin Geschichte in diesem Kapitel erzählen, sonst wirkt es zu abgehakt.

„Wieso sollte ich das nicht sein?“, hakte ich nach. „Nun ja, manche die mein Gesicht sahen, hatten danach Alpträume. Glaub mir, Freddy Krüger ist nichts dagegen“, gab er zurück. „Du übertreibst doch“, langsam wurde ich genervt. Ich wollte endlich sehen wie er aussah. So schlimm konnte es ja gar nicht sein. „Okay. Auf deine Gefahr hin.“ Deadpools Hände näherten sich der Maske. Wahrscheinlich um es spannender zu machen, agierte er in ziemlichen Schneckentempo. Als die Maske etwa nur noch die Hälfte seines Gesichts bedeckte, konnte ich zahlreiche Narben erkennen, die ineinander mündeten. Er hatte recht … sein Gesicht glich einem Trümmerfeld. Im ersten Moment war ich geschockt, aber aus unerklärlichem Grund, fand ich ihn näher betrachtet nicht hässlich. Deadpool war eben anders. Doch war ich das nicht auch? Jedenfalls für einige meiner Mitmenschen? „So schlimm ist es nicht“, und damit log ich keineswegs. „Du hast gut reden. Bestimmt bist du einer dieser typisch, strahlenden Twinks.“ Ich lachte. Deadpool hatte einen seltsamen Humor. Um ihm nichts schuldig zu sein, zog ich ebenfalls meine Maske ab. „Pah, ich hab´s gewusst“, flötete er. „So gut sehe ich doch gar nicht aus“, ich grinste. „Aber danke dir.“ Unsere Demaskierung schien mich besänftigt zu haben. Ich öffnete mich allmählich.

„Im Grunde bin ich ein Schüler. Seit mich diese Spinne gebissen hat, führe ich dieses Doppelleben. Außerdem bin ich es meinem verstorbenen Onkel schuldig. Aus großer Kraft, folgt große Verantwortung. Das waren seine genauen Worte. Deshalb muss ich weiter machen.“ „Verstehe“, er nickte. „Stammen deine Narben auch daher?“ „Ähm ...“, meine Stimme senkte sich, während meine Hände zu meiner Brust führen. „Das ist eine andere Geschichte.“ „Du magst wohl weniger darüber reden, was? Ich kann das nachvollziehen. Falls sich das ändern sollte … ich habe stets zwei offene Ohren für dich.“ „Danke“, ich wurde ungewollt rot. „Und wie war das bei dir? Natürlich nur, wenn es nicht unangenehm für dich ist.“ „Och, ich hab damit keine Probleme, dir die Geschickte zu erzählen, wie mein Gesicht zur vergammelten Ananas mutierte. Wird allerdings länger.“ Deadpool seufzte und begann. Ich erfuhr, dass er früher mal den Special Forces angehörte. Doch er kehrte dieser Vergangenheit den Rücken zu. Schließlich arbeitete er für eine Art Söldner Agentur. Dort lernte er seine große Liebe kennen: Vanessa, die zu der Zeit eine Prostituierte war. Sie verlobten sich sogar. Leider schlug das Schicksal zu und Deadpool, der eigentlich Wade Wilson heißt, erkrankte an verschiedenen Formen von Krebs. Er hatte schon aufgegeben, wäre da nicht dieser seltsame Typ gewesen, der ihn Agent K erinnerte. Dieser versprach ihm Heilung und mehr noch: Superkräfte. Vanessa zu Liebe, stimmte Wade zu, was zu seinen Verderben führte.

Eigentlich wollte dieses fiese „Unternehmen“ eine Art Supersklaven erschaffen. Er war nur einer von vielen Versuchsobjekten. Geleitet wurde das Projekt von einem Typen namens Ajax („ist das nicht auch der Name eines Putzmittels?“), der eigentlich Francis hieß. Irgendwann eskalierte die Situation: Francis folterte Wade mit einer menschenverachtenden Methode, woraufhin seine Zellen mutierten. „Tja und daraufhin habe ich den Typen quer durch das ganze Land nachgejagt. Natürlich um meine Spuren zu hinterlassen – du weißt, was ich meine“, Wade zwinkerte. „Er entführte mein Mädchen und es kam zum Showdown. Bei dem Franky Boy ins Gras biss.“ „Wow“, pfiff ich. „Was für eine Geschichte.“ „Jap“, er machte eine, zufrieden wirkende, Handbewegung. „Was ist mit Vanessa?“, als ich dies aussprach, bereute ich es noch im selben Moment, denn Wades Blick richtete sich gen Boden. „Sie ist tot“, lautete die bittere Wahrheit. „Es war meine Schuld, weil ich unbedingt weiter als Söldner arbeiten musste. Einer meiner Ziele, tötete sie. Schon skurril oder?“ Er wand sich für einen Augenblick von mir ab. „Sie war eine der wenigen Konstanten in meinem Leben.“ „ Das tut mir leid“, äußerte ich mein Bedauern. Um dies auch zu zeigen, legte ich eine Hand auf Deadpools Schulter. Seine Augen fixierten mich. „Schon gut ...“, er seufzte.

„Wie es aussah hatten wir beide ein ziemlich abgefucktes Leben“, resultierte er. „Gut, meins ist etwas abgefuckter.“ „Ähm, das ist doch kein Wettbewerb“, ich runzelte die Stirn. „Ach, ich dachte schon.“ „Du bist seltsam.“ „Danke, das sagen viele. Wie heißt du eigentlich?“ „Peter.“ Deadpool prustete los. „So lustig ist der Name nun nicht.“ „Nee, es ist nur … ich kannte auch mal einen Peter. Aber der war ganz anders als du.“ „Aha.“ Manchmal verwirrte er mich. Erst war Wade total betrübt wegen Vanessa und von einem auf dem anderen Moment, schien er freudig, wie ein fünfjähriger Junge an seinem Geburtstag. Daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Außerdem hatte ich immer noch meinen Anzug an und fühlte mich sichtlich unwohl. „Sag mal“, ich tippte ihn an. „Hast du eventuell etwas anderes zum Anziehen für mich? Wenn ich schon hier verweilen werde.“ „Honey, das hättest du schon vorher sagen können! Klar habe ich da was“, Wade stürmte davon. Wieder kam er mit ein paar T-Shirts und zwei Shorts. Ich entschied mich für die weniger kindisch aussehenden. Warum zur Hölle hatte er ein Hello Kitty Shirt? Er wies mir den Weg ins Bad und bevor er mitkommen konnte, schloss ich rasch die Tür ab. Sein T-Shirt war mir ein wenig zu groß. Im Gegensatz zu Wade war ich eben ein Zwerg. Schlecht sah es aber trotzdem nicht aus. Die Shorts ging gerade so, mit Hilfe des Gürtels, den er mir zwischen zeitig rein reichte. Ich besah mich im Spiegel. „Okay“, raunte ich mir selbst zu. „Es wird schwierig werden. Aber das packst du. Wade ist kein übler Kerl und in einigen Bereichen ähnelt ihr euch sogar.“ Mit dieser Motivation meinerseits, verließ ich den Raum. Wenn wir unseren Feind besiegen wollten, mussten wir Informationen über ihn sammeln. „Hast du Hunger?“, fragte Wade. „Du weißt ja, auf leeren Magen lässt sich nicht gut denken.“
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